Im Mädchenschlafsaal

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Rebekah
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Re: Im Mädchenschlafsaal

from Rebekah on 09/13/2017 10:25 PM

Es war das letzte Jahr und ab dem Nächsten würde ich meine Rolle in der Welt bauen, doch hatte ich noch keine festen Pläne. Zu viele die meiner Familie nicht gefielen und das was sie wollten, war nicht mein Ziel. Doch eine Yaxley musste dem Namen der Familie noch immer gerecht werden, auch wenn mein Großvater inzwischen kein so hoch angesehener Mann mehr war. Er hatte damals viel erreicht, aber Askaban machte ihn nicht umbedingt glorreich.
Doch für heute war erst einmal der Schultag geschafft und da ich wenig Lust auf den Gemeindschaftsraum hatte und auch die Hausaufgaben erledigt waren, beschloss ich in den Schlafsaal zu gehen und vielleicht ein wenig zu lesen. Doch ich war nicht die Einzige die wohl die Hoffnung hatte, dass es hier ruhig war. Ich hatte gerade die Tür geöffnet, als ich schon Crystal bemerkte. Ehrlich gesagt gehörte sie zu den Mädchen die ich akzeptierte, aber vermutlich auch nur, weil wir in einem Zimmer lebten und ich niemand war der Streits begann. "Hey..." mehr sagte ich nicht, ehe ich mich bereits auf mein Bett setzte. Im Gegensatz zu ihr jedoch würde ich niemals einfach schon die Krawatte lösen und den Umhang einfach locker hängen lassen. Ich legte den Umhang zu Seite, der Rest blieb wie er war. Ich freute mich schon jetzt wieder auf meine eigene Kleidung.

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Crystal
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Re: Im Mädchenschlafsaal

from Crystal on 09/14/2017 08:40 PM

Ich hätte mir denken können, dass es nicht lange dauern würde, bis ich nicht mehr allein hier war — immerhin teilte ich mir den Schlafsaal mit mehreren anderen Mädchen, und des öfteren kamen einige von uns nach dem Unterricht hierher, um sich nach einem möglicherweise stressigen Tag zu erholen. Trotzdem hatte ich die leise Hoffnung gehabt, dass ich zumindest allein bleiben würde, bis ich diesen Aufsatz fertig hatte. Ich hatte schon keine Lust gehabt, ihn im Gemeinschaftsraum zu schreiben, da ich mich selten konzentrieren konnte, wenn andere um mich herum waren. Ich fand es viel zu spannend, was im Leben anderer vor sich ging, auch wenn ich wusste, dass das keine sehr gute Eigenschaft war. Aber die Tatsache, dass andere Menschen um mich herum, mit denen ich nicht viel bis gar nichts zu tun hatte, tatsächlich lebten und sich freuten, weinten, Freunde und Familie hatten, und ein eigenes Universum in ihren Köpfen hatten, eine eigene kleine Stimme die ihnen Gedanken zuflüsterte und die Dinge, die sie erlebten, kommentierte, genauso wie es bei mir war, faszinierte mich viel zu sehr, zu einem Punkt an dem ich manchmal einfach nur da stand und starrte. Natürlich wusste ich immer, dass das alles selbstverständlich so ist, aber darüber nachzudenken ist etwas völlig anderes.
Als meine Schlafsaal-Mitbewohnerin Rebekah also in den Raum trat und mir ein "Hey" zuwarf, weder freundlich noch unfreundlich klingend, seufzte ich leise und sah auf, ein kleines Lächeln auf meinem Gesicht, damit sie nicht dachte, ich sei genervt. Rebekah war nicht die Art von Person, die gerne einen Streit anzettelte — im Gegensatz zu mir — und ich war nicht die Art von Person, andere Menschen nach ihren Eltern, oder generell nach ihren Familien, zu verurteilen. Trotzdem wusste ein kleiner Teil in mir unterbewusst, dass Rebekah und ich in vielen Aspekten sehr unterschiedliche Meinungen hatten, besonders was die sogenannte Reinheit des Blutes anging. Aber solange meine Befürchtungen an sie sich nicht bestätigt hatten, was sie all zu naher Zukunft wahrscheinlich auch nicht würden, würde ich nicht mit ihr streiten. "Hey.", sagte ich also nur, immer noch leicht lächelnd.
Das andere Mädchen saß mittlerweile auf ihrem Bett, perfekt gestriegelt, natürlich. In Anbetracht ihrer ordentlichen Kleidung, dem glatten Bluse, der ordentlichen gebundenen Krawatte, dem perfekt auf der Matratze ausgefecherten Rock, und dem ordentlich zur Seite gelegten Umhang, fühlte ich mich ziemlich schlampig in meiner eher gelockerte Uniform und mehr oder weniger ungekämmten Haar. Ich knackte den Knöchel meiner Zeigefingers und schrieb rasch einen weiteren Satz unter meinen Aufsatz.

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Rebekah
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Re: Im Mädchenschlafsaal

from Rebekah on 09/26/2017 07:41 PM

(Sorry war krank und davor hatte ich Stress mit dem ersten Job )

Eine die ersten Dinge die ich bereits als junges Mädchen lernte, war das das Auftreten und das Erscheinungsbild das Wichtigste waren. Und das war in meinem Verhalten verankert. Auch an den Hogsmeade-Wochenenden war ich immer eher schick unterwegs, so lag es beinahe schon in meinem Blut. Ich war eine Yaxley, hatte ein paar Pflichten. Und um diese zu erfüllen war meine kalte und abweisende Art und Weise der beste Weg in Ruhe gelassen zu werde damit keine Fassade bröckeln würde.
Mit Crystal hatte ich nichts zu tun, abgesehen davon, dass wir uns einen Schlafsaal teilten, aber sie schien mir auch nie sonderlich aufzufallen. Doch ich wusste auch, dass ich eigene Schuld daran trug, dass ich ziemlich allein war. Ich wollte es nie anders und deswegen fing ich auch kein Gespräch an. Doch als plötzlich meine Eule Tiara durch da offene Fenster flog und einen Brief an ihrem Bein trug, setze ich mich wieder auf. Schon an dem Umshlag erkannte ich, dass er von meinen Eltern war und ich konnte nur ahnen um was es sich handelte. Es war mein letztes Schuljahr und ich kannte vor allem meinen Vater, der das reine Blut fortführen will. So war er schon immer.
Ich band den Brief ab und gab Tiara ein paar Krümmel von ihrem Lieblingsfutter, ehe sie davonflatterte und als ich den Brief gelesen hatte konnte ich es gar nicht unterdrücken aufzustehen und leise zu fluchen.

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Reply Edited on 10/29/2017 11:53 AM.
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