Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

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Cecily
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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Cecily am 09.06.2018 17:18

"Ich glaube nicht. Ich bin in der sechsten Klasse und du", fragte ich mit heller und weicher Stimme. Ich vermutete, dass sie älter war als ich. Eigentlich konnte ich das recht gut einschätzen. Sachte wehte der Wind durch die Kurschbäume und ließ ein paar Blätter zu uns hinabsinken. Eines verfing sich in den Jahren von Rebecca und ich zog es mit einem Lächeln heraus. Sie hatte wirklich schöne Haare. Das musste ich schon zugeben.
"Was treibt dich an diesen Ort? Magst du ihn auch so gerne", fragte ich sie dann. Hier konnte man einfach seine Ruhe genießen. Na ja meistens. Heute war es wohl nicht so, obwohl mich ihre Anwesenheit nicht im geringsten störte. Ich war eigentlich ein recht geselliger Mensch. Wobei es auch Tage gab, wo ich mich lieber zurückzog und mir die Anwesenheit von Menschen schwer fiel. Besonders wenn ich Hunger hatte, na ja wohl eher Durst.
Ich jagte überwiegend im verbotene Wald. Mir konnte sowieso keiner etwas anhaben. Selbst diese komsichen Pferdewesen nicht, welche so unappettitlich rochen! Aber die hätte ich auch nie gejagt. Genauso wenig wie Einhörner oder dergleichen.

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Rebecca

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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Rebecca am 09.06.2018 18:38

"Ich bin siebzehn. Naja erst seit einem Monat, aber vermutlich bin ich doch etwas älter als du." Ich lächelte und war für einen Augenblick verwirrt, als sie in mein Haar fasste.
Erst als sie nachher ein Blatt in der Hand hielt, verstand ich. "Danke", ich schaute zu den Blättern hoch, die nun auf uns herunterrieselten. Schön eigentlich. Ich verlor mich kurz in diesem Anblick, ehe mich Cecily's Stimme wieder zurückholte. "Naja, eigentlich wollte ich an denn See... Aber ich nehme oft den Weg an diesem Baum vorbei, da es eine gute Abkürzung ist. Als ich dich dann hier sitzen sah, dachte ich, dass ich genau so gut hier etwas Pause machen könnte". Ich lächelte sie an .
Plötzlich ertönte ein Quaken. Emmi buddelte sich aus meiner Umhang-Tasche. Ich musste lachen. 
"Darf ich vorstellen: Das ist Emmi. Meine Kröte. Offensichtlich fühlt sie sich vernachlässigt." Ich nahm sie auf die Hand und strich ihr über den Kopf. "Keine Angst Prinzessin, ich habe dich nicht vergessen." 



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Cecily
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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Cecily am 09.06.2018 19:04

"Dann gehst du wohl in die 7. Klasse", meinte ich und lehnte mich wie sie etwas in der Schaukel zurück. Durch den Wind schaukelte die Hollywoodschaukel etwas vor und zurück, aber das gefiel mir. "Ds bist du ja gar nicht mehr so lange auf Hogwarts. Weißt du denn schon, was du danach machen möchtest", fragte ich sie dann. Noch konnte ich mir nciht vorstellen Hogwarts zu verlassen. Ich liebte die alten Gemäuer einfach.
"So schnell ändern sich dann die Pläne", meinte ich grinsend. Wahrscheinlich hatte sie sich etwas angezogen gefühlt. Das ist oft so. Wir sollen ja auch auf Menschen einladend wirken. Welch eine paradoxe Angelegenheit.
Auf einmal quakte es und eine Kröte kam zum Vorschein. Gut ich würde mir keine Kröte halten, aber ich kam damit klar. "Hallo Emmi, freut mich dich kennenzulernen." Grinsend täschtele ich den Kopf der Kröte mit meinem Zeigefinger, aber ganz vorsichtig. Ich selber hielt mir kein Haustier.

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Rebecca

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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Rebecca am 09.06.2018 19:22

Als sie Emmi den Kopf tätschelte, gab diese einen missmutigen Laut von sich, der ein Bisschen wie ein Gurgeln klang.
"Aber, aber, wer wird denn unhöflich sein?"
Ich zog eine Augenbraue hoch und verpasste Emmi einen Stups auf ihr Maul. Sie zog den Kopf zurück, sah Cecily an und krabbelte dann zu ihr rüber. Ich beobachtete dieses Vorgehen gespannt und wartete ab, was passieren würde.
Viele der Mädchen, die ich kannte, bis auf wenige Ausnahmen, duldeten Kröten zwar, mochten sie aber nicht besonders oder ekelten sich sogar vor ihnen.
Zu ekeln, schien sich Cecily nicht. Aber ob sie Kröten wirklich mochte, blieb abzuwarten.
"Ja, es dauert nicht mehr lange bis ich diese Gemäuer verlasse..." meinte ich indessen und seuftzte. 
"Jetzt, wenn ich so zurück blicke, ist alles wahsinnig schnell gegangen." Ich schloss kurz die Augen und genoss den Wind, der mir die Haare aus dem Gesicht wehte.
"Ich möchte Heilerin werden." Sagte ich dann, öffnete wieder die Augen und sah sie an. "Mein Wunsch ist es, den Menschen zu helfen." 


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Cecily
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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Cecily am 09.06.2018 20:10

Anscheinend wusste das Tierchen genau, dass ich ihm nicht gut tat. Die meisten Lebewesen wussten das und liefen eher weg. Außer die Menschen die waren fasziniert von uns.
Anscheinend war aber Rebecca aufmunternd genug, denn die Kröte tapste auf mich zu. Als sie in der Nähe meiner Beine war, nahm ich sie vorsichtig hoch und setzte sie auf meine Beine ab. "Siehst du Emmi, bei mir droht dir keine Gefahr." Besonders toll fand ich das Tier nicht, aber das konnte ich wirklich gut verbergen und Emmi war wirklich nicht ganz so schleimig wie man andere Kröten.
"Das ist eine tolle Sachen, wirklich", sagte ich und grinste. "Mein Dad ist Heiler im St. Mungos", erzählte ich ihr dann. "Du kannst da bestimmt mal ein Praktikum machen, wenn du willst."

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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Rebecca am 10.06.2018 13:36

Ich beobachtete, wie vorsichtig Cecily mit der Kröte umging und lächelte.
Allerdings zog ich kurz darauf etwas irritiert die Augenbrauen zusammen, denn Emmi schien sich gar nicht wohl zu fühlen. Das brachte mich deshalb so zum Stutzen, weil sie normalerweise immer so selbstsicher auf alles und jeden zukrabbelte und ich meistens diejenige war, die aufpassen musste, dass sie keinen Unfug machte.
Ich wurde aus meiner skeptischen Beobachtung gerissen, als mir Cecily von ihrem Vater und seiner Arbeit im St. Mungos berichtete und auf eine eventuelle Chance auf ein Praktikum.
"Wirklich?", strahlte ich, "das wäre super!" Dann riss ich mich wieder zusammen und fügte hinzu; "aber natürlich nur, wenn es keine Umstände macht."
Dann fiel mein Blick wieder auf Emmi, weil sie eindeutig wieder zu mir zurück zu wollen schien. Sie stellte alle möglichen Versuche an, so schnell wie möglich von Cecily wegzukommen.
Das machte mich nun doch misstrauisch. Ich musterte Cecily genauer. Die Art, wie Emmi reagierte... Die Anziehungskraft die sie dafür auf mich auszuüben schien... Diese Anziehung war sehr auffällig, das hatte ich so noch nie gehabt.
Langsam keimte ein Verdacht in mir auf. Ich versuchte mir aber nichts anmerken zu lassen und lächelte sie weiter an.
//Du kannst dich genauso gut täuschen//, dachte ich bei mir, //nun mal nicht immer den Teufel an die Wand.//
Und doch. Seltsam war es irgendwie schon.
"Was ist das eigentlich für ein Lolli, den du da so genüsslich lutschst?", fragte ich dann beiläufig, "scheint lecker zu sein. Hast du noch einen für mich?" 


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Cecily
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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Cecily am 10.06.2018 16:14

Emmi gefiel es wohl nicht bei mir und ich würde sie nicht aufhalten, wenn sie weghoppeln wollte. Also war die Kröte wohl doch nicht so lebensmüde.
"Ich kann meinem Dad mal schreiben. Versprechen kann ich aber nichts. Falls noch nicht so viele Praktikanten am St. Mungos sind geht das bestimmt", meinte ich. Mein Dad war klasse. Er war als Mensch schon Heiler gewesen und hatte das einfach fortgeführt. Ich war schon mächtig stolz auf ihn. 
Ich bemerkte, dass Rebecca mich misstrauisch ansah. Sicher ahnte sie, dass etwas nicht stimmte. Aber es kam nie jemand darauf, dass ich ein Vampir war. Und wenn, wäre es auch nicht so schlimm. Die Zauberer wussten, dass es Vampire und Werwölfe gab, wobei Werwölfe echt nicht mein Ding waren.
"Der ist vom Honigtopf mit Erdbeergeschmack", meinte ich und kramte in meiner Tasche. "Muss mal eben gucken." Ich hatte mir eine Tüte mitgenommen und daher war ich mir reigentlich recht sicher, dass ich noch welche hatte. Aber da ich die Dinger recht häufig lutschte, merkte ich manchmal nicht, dass sie so schnell weg waren.
Nach etwas kramen holte ich die Tüte vom Honigtopf heraus und reichte ihr den Lutscher. "Ich glaube der ist mit Orangengeschmack."
Emmi wollte immer noch weg, aber traute sich wohl nicht. Also griff ich nach der Kröte und setzte sie einfach zu Rebecca. Dummes Vieh. 
"Anscheinend findet sie dich symphatischer."

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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Rebecca am 10.06.2018 19:26

"Das wäre sehr lieb von dir, danke." Ich freute mich aufrichtig, denn im St. Mungos arbeiten wollte ich schon, seit ich Heilerin werden wollte. Wenn es wirklich klappen würde, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden, wie man so schön zu sagen pflegt.
Dann nahm ich Emmi und den Lutscher, den sie mir reichte, entgegen. "Danke. Orange ist einer meiner Lieblingsgeschmäcker, da hat es der Zufall wohl gut mit mir gemeint."
Noch ehe ich den Lutscher auspacken konnte, schnappte Emmi mit ihrem Maul zu, stiess einen beleidigten, dumpfen Laut aus und versteckte sich in meinem Umhang.
Ich seufzte. "Jetzt ist sie beleidigt." Ich liess ihr ihren Willen. Irgendwann würde sie den Lutscher uninteressant finden und ihn einfach links liegen lassen, dann konnte ich ihn immer noch geniessen.
Aber ihr verhalten machte mir zunehmend Bedenken. "Was ist nur los mit dir?" Murmelte ich in Richtung meines Umhangs.
"Lass mich raten; Tiere mögen dich im Allgemeinen nicht, oder?" Fragte ich dann frei heraus, auf einen Gedanken hin, der mir durch den Kopf schoss.


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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Cecily am 11.06.2018 16:21

"Ich schreibe ihm nachher mal", meinte ich. Den Lutscher nahm sie entgegen, doch nicht lange blieb er in ihrer Hand. Denn Emmi liebte wohl Lutscher. Ich zog eine Augenbraue hoch. Mir würde keiner mein Essen wegnehmen!
"Eingeschnapptes Krötchen", meinte ich und lächelte ein wenig. Wieder ein Grund mehr, warum ich kein Haustier wollte. Aber die meisten Tiere mochten mich eh nicht. Also von daher.
Das sprach Rebecca jetzt auch aus. Lügen konnte ich zumindest gut. "Doch schon, aber ich glaube sie merken, dass ich sie nicht so gerne mag. Ich würde mir auch kein Haustier halten. Selbst wenn ich versuche freundlich zu sein, merken sie wohl doch, dass ich das nur spiele und sie eigentlich nicht leiden kann. Emmi ist der beste Beweis." Das war so eine kleine Notlüge.

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Re: Hollywoodschaukel unter den Kirschbäumen

von Rebecca am 12.06.2018 18:16

Auf ihre Erklärung hin, warum Tiere sie mieden, nickte ich, obwohl ich doch nicht ganz so überzeugt von ihrer Antwort war.
Dann liess ich meinen Blick über die Ländereien schweifen. Es war wirklich schön hier. Seltsam, dass ich das noch nie bemerkt hatte. 
Wärend ich noch so schaute und mir den Wind ins Gesicht wehen liess, was eine willkommene Kühlung war, rollte mir der Lutscher in den Schoss. Ich musste schmunzeln. Emmi hatte noch schneller das interesse an dem Lutscher verloren, als ich gedacht hatte.
Ich nahm ihn, packte ihn aus und steckte ihn mir in den Mund.
"Wer wohl die Idee mit der Hollywood-Schaukel gehabt hat?", sinnierte ich und schaute den Wolken zu, die über uns vorbei zogen.


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