Sitzecke vor den Kaminen

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Medardus
Gelöschter Benutzer

Re: Sitzecke vor den Kaminen

von Medardus am 05.09.2017 20:06

Medardus schreckte hoch und konnte sich im ersten Moment nicht zurechtfinden. Sich mit der erschöpften, schwitzigen Hand über die flatternden Lider wischend keuchte er und schluckte, um den trockenen Mund zu wässern, und lauschte dem lauten Geräusch des rollenden Donners vor dem Fenster des Schlafsaals.
Er musste bei den Hausaufgaben für Zaubertränke auf dem Fußboden eingeschlafen sein, befand Medardus, drückte den schmerzenden Rücken durch und richtete sich auf. Jedes einzelne Wirbelgelenk durch bewegend rollte er mit den Schultern, vertrieb das pochende Stechen in der rechten Flanke und legte die Hände in den Nacken. Die Haut war eiskalt und pitschnass. Zwischen den Schulterblättern, am Brustbein und unter den Achseln hatten sich laufende, feuchte Flecken gebildet, und er verspürte immer noch diese unangenehme Hitze im Raum, welcher er sich in der letzten Stunde ohne ein geöffnetes Fenster ausgesetzt hatte. Sein Gesicht musste bereits die Röte eines gut gereiften Apfels angenommen haben, zumindest glühten Medardus' Wangen so sehr, dass sich die Farbe in den verregneten Scheiben spiegeln konnte. Den Wollpullover würde er ausziehen müssen. Aber eigentlich war es sowieso Zeit, zu Bett zu gehen, stellte er mit einem Blick auf das finstere, sternenklare Himmelszelt fest, revidierte jedoch seine Entscheidung, als ihm der leere Schlafsaal auffiel, in welchem er sich befand. Seine Zimmergenossen kursierten wohl noch innerhalb der Schlossmauern herum, die Schwärze des Abends hatte wohl ein sehr perfides Spiel mit Merdadus' Zeitgefühl getrieben. Die Bettruhe stand wohl erst noch vor der Tür.
Sich ein paar nasse Strähnen aus der Stirn wischend legte Medardus die offenen Handflächen neben die Seiten des frischen Pergamentpapiers und betrachtete sorgfältig, was er bisher geleistet hatte. Ja, damit konnte er - sowie der Professor für Zaubertränke auch - im Großen und Ganzen zufrieden sein, beschlos er und nickte stumm. Genug gearbeitet für heute.
Medardus blies das flackernde Licht der bis auf einen kurzen Stumpen heruntergebrannten Kerze vorsichtig aus, tauschte seinen durchnässten Wollpullover gegen ein beinahe sauberes T-Shirt von seinem sich türmenden Wäscheberg aus und verließ nach dem Öffnen des Fensters, damit die klare Luft von Außen ihren Weg in das vermiefte Zimmer fand, die Etage.
Sich in den Gemeinschaftsraum seines Hauses stehlend tapste Medardus mit seinen nackten Füßen die Steintreppen des Turmes hinunter. Noch nicht einmal bei der kleinen Sitzecke vor den Kaminen angekommen, konnte er anhand des verstrubbelten, schwarzen Hinterkopfes und dem unüberhörbaren Knistern einer schmächtigen Süßigkeitentüte Brandon auf einem der Sofas enthüllen.
Statt einer überschwenglichen Begrüßung schmiegte sich Medardus nach dem hurtigen Setzen, denn ohne Socken befand er es schon als ein wenig zu kalt weiter auf dem Steinboden zu verweilen, an den Körper seines Schulfreundes: »Stör' ich?«

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.09.2017 20:52.

Brandon
Gelöschter Benutzer

Re: Sitzecke vor den Kaminen

von Brandon am 05.09.2017 20:43

Ich knisterte weiter mit meiner spärlichen tüte, der dunkel blaue Wollpullover wies schon einige Löcher auf aber es war eben mein Lieblings Pullover. Ich spürte die Warmen knisternden Flammen auf meiner Haut, im Gegensatz zu dem kalten Stein des Schlosses. Ich schien kurzweilig eingenickt zu sein denn als ich meine Augen öffnete war es schon dunkel draußen und das Feuer im Kamin glimmt nur noch schwach. Die Tüte Bonbons immer noch fest in der Hand schaute ich eine Weile in die glühenden Holzreste bevor ich meinen Zauberstab zog und mit einem „Wingardium Leviosa", lies ich neue Holzscheiten in das Feuer schweben. Gerade als ich den Zauberstab noch in der Hand hatte, hörte ich leise schritte die sich anhörten wie nachte Füße auf Steinboden und schon hatte ich eine Präsenz neben mir, die ich unter hunderten erkennen würde. „Hallo, Meda", grüßte ich meinen Besten Freund erfreut und musterte ihn kurz. Er sah auch frisch aufgewacht aus, also genau so verwuschelt wie ich, nur das seine Haare klatsch nass waren. Als wäre er in einer Sauna eingeschlafen oder duschen gewesen. Ich tippte auf ersteres weil er nicht nach Shampoo oder so roch, nicht das er stank, das wollte ich nämlich nicht sagen, nur man roch eben ob jemand sich gerade geduscht hatte. „Nein", lächelte ich auf die Frage ob er störte. Meda störte nie, das sollte er wissen. Ich überlegte ob ich ihm die Haare einfach trocknen sollte bevor er sich noch einen Schnupfen holte, was ich dann auch tat. Der Spruch den ich benutzte war nur semiobtimal da er eigentlich für sehr feine Kleidung gedacht war, aber ich kannte keinen anderen Spruch zum Trocknen von irgendwas also musste er es eben tun und siehe da die Haare waren trocken.

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Ryan

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Re: Sitzecke vor den Kaminen

von Ryan am 09.06.2018 13:43

Der heutige Samstag war relativ angenehm und viele der Ravenclawschüler waren auf den Ländereien unterwegs, weswegen der Gemeinschaftsraum fast verlassen da lang, nur zwei oder drei andere Schüler waren außer mir hier. Ich hatte es mir in einen der Sessel vor dem Kamin gemütlich gemacht.  Natürlich war der Kamin bei diesem Wetter nicht an und lag kalt und leicht staubig da. Auch ich hatte mit dem Gedanken gespielt etws raus zu gehen und draußen an der frischen Luft zu lesen, aber da die meisten diese Idee hatten würden die besten Plätze schon belegt sein und so war mir der gut klimatisierte  Gemeinschaftsraum doch etwas lieber. 
Mit angezogenen Beinen saß ich auf dem Sessel, naja ich hatte mich eher hinein gelümmelt  und hielt mein Lieblingsbuch geöffnet in meinen  Händen.  Meine Augen glitten über die Zeilen und ich saugte ich Wörter und Sätze in mir auf. Es hatte auch nicht sehr lange gedauert bis ich völlig in dieses Buchvertieft war und meine Umwelt zu vergessen schien.

   
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Clara
Gelöschter Benutzer

Re: Sitzecke vor den Kaminen

von Clara am 09.06.2018 15:57

Quidditchtraining war vorbei und es zog mich wieder in den Gemeinschaftsraum. Als ich das Rätsel gelöst und in den Gemeinschaftsraum gegangen war, sah ich mich zunächst um. Ein paar grüßten mich im vorbeigehen und ich tat es ihnen gleich.
Auf einem der Sessel erkannte ich dann Ryan. Sofort kam ein Lächeln auf mein Gesicht und ich lief zu ihm. Obwohl uns ein Schuljahr trennte, waren wir einfach beste Freunde, schon lange war das so.
Da Ryan las, sah er mich nicht kommen und wenn ich wollte war ich leise wie eine Katze. Als ich bei seinem Sessel angekommen war, ging ich einmal drum herum und hielt ihm die Augen zu. Meinen Mund hielt ich verschlossen, denn an meiner Stimme hätte er micht sofort erkannt, dass war mal sicher.

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