Zukunfts-Thread XIX

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Carrow

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Slytherin Abgeschlossen Halbblut Hogwarts Okklumentik Angestellter in Hogwarts Professor Geheim Hauslehrer/in Muggelschule/-uni Zauberstablose Magie Nonverbales Zaubern Arschloch Carrow Club Anti-Offenbarung

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Carrow on 05/15/2017 05:07 PM

Jegor bestätigte mir, dass er wirklich daran dachte zu kündigen und nachdem ich die erste Verwunderung darüber überwunden hatte, konnte ich nur noch daran denken, was er für mich aufgeben wollte.
Er würde für mich sein komplettes Leben ändern. Neues Land. Neuer Job. 
Ich hatte fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich an so etwas nicht im Traum gedacht hatte, was mich betraf. Ich hatte jemanden wie Jegor gar nicht verdient.
Er sagte so deutlich, dass er es für mich tun wollte und war gleichzeitig noch darauf bedacht, dass ich auch ja nichts dagegen hatte, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ja, ich hatte ihn nicht verdient. Aber ich wollte ihn trotzdem bei mir behalten. So egoistisch das auch war.
"Natürlich habe ich nichts dagegen mit dir zusammen zu arbeiten", sagte ich lächelnd, "Ich glaube, ich könnte meinem Lehrerjob dann sogar um einiges besser ertragen." Es war ja kein Geheimnis, dass ich bisher nicht sonderlich warm mit dieser Stellung wurde.
Sein liebevoller Blick ließ mir ganz warm ums Herz werden und ich ließ es zu, dass er unsere Finger verschränkte. Es fühlte sich einfach richtig so an.
"Das war etwas anderes. Über diesen Punkt sind wir schon hinaus", erklärte ich mit Nachdruck, "Ich würde mich freuen, wenn wir näher beieinander sein könnten, besonders auch, nachdem das Tunier beendet ist." 
Würde er in Durmstrang bleiben und ich in Hogwarts würde mir am Ende unsere gemeinsame Zeit nur wie gestohlene Zeit vorkommen. Wir würden uns nur selten sehen können und wer wusste schon, wie das ausegehen würde. Fernbeziehungen waren nie leicht. 
Als die Bedienung kam, um uns das Essen zu bringen, löste ich nur sehr wiederwillig meine Hand aus Jegors, um Platz für die Teller zu machen. Wer uns die Pasta brachte, nahm ich nicht einmal wahr, ich hatte nur Augen für Jegor.
"Bedeutet das auch, dass du unsere Beziehung öffentlich machen willst?", fragte ich vorsichtig. Ich würde nicht darauf bestehen, wenn er sich dagegen entschieden hatte, allerdings trübte der Gedanke, dass wir uns verstecken müsste, die schönen neuen Zukunftsvisionen. 
Ich war zugegeben verblüfft von mir selbst, denn das bedeutete auch, dass ich bereit war, mein Image auch aufs Spiel zu setzen. Andererseits hatte ich aus meinen sexuellen Vorlieben nie so ein großes Geheimnis gemacht wie Jegor. Ich hatte es nie aktiv verheimlicht, hatte einfach nur mein Privatleben nicht an den großen Nagel gehängt. Bei den Männern mit denen ich mich getroffen hatte, war die Heimlichtuerei eher von ihnen ausgegangen. So war es zwangsläufig dazu gekommen, dass nur meine Dates mit Frauen den meisten in den Köpfen waren.
Ich hatte mir mehr Gedanken wegen meines Namens gemacht, als wegen etwas anderem. Gleichzeitig war ich aber auch zu stolz gewesen, diesen abzulegen und den Namen meiner Mutter anzunehmen. Ich durfte mich also genau genommen auch nicht beschweren.

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Jegor
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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Jegor on 05/15/2017 06:04 PM

Meine Stimmung wird sofort rosig als Carrow mir seine Meinung zu der gemeinsamen Arbeit sagt. Ich kann nicht anders als zu strahlen und ihn über den Tisch zu küssen. Dafür muss ich aufstehen, was mich nicht sonderlich stört. Er scheint das mit uns beiden wirklich zu wollen! 
Wärend ich da über dem Tisch lehne, halte ich meine Krawatte an meinen Körper gedrückt, damit sie nicht in die Kerze in der Mitte des Tisches fällt. Verbrennen würde ich nach dieser Neuigkeit wirklich ungern. Denn so wie ich mich jetzt fühle könnte ich mich gerne immer fühlen.  Natürlich ist es teilweise dieses frisch verliebte Glücklich sein das ich früher auch mal hatte, vor ihm.Aber irgendwie ist es nicht ganz so. Es fühlt sich nicht an wie damals meine erste große Liebe. Es fühlt sich Bodenständig an. Bodenständig und trotzdem mit dem Kopf in den Wolken. Ich fühle mich sicher. Nicht wie damals -als würde ich von einem Hochhaus fallen. 
Bevor die Kellnerin kommt, löse ich meine Lippen von den seinen und schenke ihm nochmal ein Grinsen. "Gut dann wäre das ja abgemacht." sage ich, wärend ich mich auf meinen Stuhl fallen lasse. 
Ich höre nur ein Räuspern neben mir und mache der Kellnerin platz indem ich die Hand meines gelibten wiederwillig los lasse. Ich nehme einen Schluck von meinem Bier, das schon bis zur Hälfte leer ist. 
Ich nehme Löffel und gabel zur Hand und betrachte die Pasta vor mir. Mit Garnelen. Wenn da Garnelen drauf sind, wird auch Knoblauch drin sein. Ich sehe verräterisch zu Vaughan, dem es vielleicht ein Dorn im AUge sein wird. "Ist bei dir auch Knoblauch drin?" frage ich mit einem Schimmer Hoffnung in der Stimme.
Ich will ihn immerhin nicht vollstinken. Ich rieche sowieso schon die meiste Zeit nach einer Mischung aus Parfum und rauch. Meine Ex-Frau war davon immer sehr angetan. Meine Tochter hasst es. Vaughan dann noch den Knoblauch geruch auf zu halsen, scheint mir unfair. 
Dann entschließe ich mich auf seine Frage ein zu gehen. "Ja...." Das fällt mir deutlich schwerer zu bejahn als die sache mit der Kündigung. Ich stehe da ja auch noch nicht so 100 % hinter. Also eigentlich schon aber ich will mir meine sexualität noch nicht eingestehen. Vielleicht wird das ja wenn ich mich daran gewöhnt habe einen Penis zwischen den Beinen meines Partners zu sehen anstatt ....
Ich atme durch. "Ja. Ich will mit dir zusammen sein. Und ich will, dass keine notgeile Schülerin mehr auf dich zu kommt und dir beinah die Zunge in den Hals steckt." Ich lache und werde dann ernster und sehe ihm tief in die AUgen. "Ich will das wirklich." versichere ich ihm, damit er die zweifel von zuvor vergisst. 

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Carrow

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Carrow on 05/15/2017 07:19 PM

Ich kann nicht anders als kurz aufzulachen, als Jegor mir ein strahlendes Lächeln zuwirft und sich dann über den Tisch beugt, um mich zu küssen. 
Seine Lippen streichen warm und weich über meine, als ich meinen Kopf anhebe und ich streiche sanft mit einer Hand über Jegors Wange, bevor er sich wieder hinsetzt. 
Mein Glück über seine Geste schlägt wohlig warme Wellen in meinem Inneren. Ich fühle mich ein wenig trunken, aber auf eine angenehme Art. Nicht wie wenn einem der Boden unter den Füßen entgleitet, eher als würde man sicher in schützenden Armen wegdämmern.
Es war so anders mit ihm als mit Sandra. Damals war Liebe einfach nur stürmisch und berauschend gewesen. Aber das vermisste ich nicht. Bei Jegor fühlte ich mich einfach sicher.
Ich vertraute ihm, obwohl ich gedacht hatte, das nie zu können.
"Ist bei den Italiern nicht sowieso überall Knoblauch drin?", fragte ich schmunzelnd und machte mich dann daran meine Pasta zu essen. Mit den Pepperoni war das Essen schön scharf, so wie ich es gerne mochte.
Mich würde es nicht sonderlich stören, wenn Jegors Atem nach Knoblauch roch. Da störte es mich eher, dass der Rauchgeruch so an ihm haftete. Ich hatte nie wirklich intensiv geraucht. Früher ein paar mal mit ihm zusammen, was aber gänzlich davon losgekommen. Inzwischen mochte ich diesen Geruch nicht mehr leiden. Gerade mal Zigarren hatten für mich noch etwas für sich.
Aber ich sprach es nicht an, ich wollte die Stimmung nicht noch einmal zum Kippen bringen.
Seine Zustimmung auf meine nächste Frage fällt nicht ganz überzeugend aus und ich verspüre einen kleinen Stich. Selbst als er es danach noch einmal sicherer bestätigt, fällt es mir schwer, es ernst zu nehmen. 
Ich wollte so gern glauben, dass er mit mir zusammen sein wollte, selbst wenn das bedeutete, dass er sich outen musste. Aber ich verstand auch, dass das für ihn ein großer Schritt sein würde. Es war schließlich seine erste Beziehung mit einem Mann.
"So nah kommt keine Schülerin an mich ran, keine Sorge", meinte ich verschmitzt, "Was interessieren mich irgendwelche Schulmädchen, wenn ich einen Mann wie dich haben kann?"

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Jegor
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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Jegor on 05/15/2017 07:45 PM

Als er mir so unverblühmt shcmeichelt, lache ich  und sehe ihn kopfschüttelnd und grinsend an. "Iss lieber anstatt mir zu schmeicheln, wenn du so weiter machst kommst du heute nicht mehr zum essen." erwiedere ich mit einem koketten Schmunzeln. Ob es eine Anspielung auf  Sex oder zu viel reden war, das darf er entscheiden. Ich kann nur sagen wie sehr ich diesem Mann verfallen bin.
Ich setze mich gerade hin, strecke meinen Rücken durch und rolle die erste Gabel auf. Es schmeckt sehr gut. Auch wenn ich nicht der größte Tomaten Fan bin, mag ich es.
Ich kann nicht verstehen, wie Vaughan sich so etwas derartig scharfes bestellen kann. Hinter dem Namen waren immerhin 3 Chillis. Ich schiele eben zu ihm rüber um zu sehen ob er schon am weinen ist Ich werde leider enttäuscht. Mein scharfer Freund sitzt quick lebendig da und genießt seine Pasta. "Bist du sicher dass du Engländer bist?" Mir ist noch nie ein Mensch untergekommen mit solchen Geschmacksirritationen außer Die Familie meiner Exfrau. aber das waren ganz klar, keine ENgländer!!
Ich stelle meine Beine bequem hin und berühre sein Bein dabei. die perfekte Position habe ich gefunden und die ist mit meinem Fuß an seinem. 
Ich bin mir jetzt ganz sicher. Ich werde diesen Teller verschlingen, und dann ihn. Aber das wird noch etwas dauern bis ich die Portion eliminiert habe. Ich kann sein ächtzen schon nah an meinem Ohr hören. Warum ich jetzt so plötzlich darüber nachdenke wie wir beide in höchster extase schweben, kann ich mir auch nicht erklären. ich weiß nur dass ich es nicht mehr abwarten kann. ich habe bestimmt schon eine Hälfte der Portion verdrückt als ich das nächste mal aufsehe um von meinem Bier zu trinken. 
Ich habe die Nudeln nicht runter geschlungen. Warum ich sonst so schnell bin kann ich mir auch nicht erklären.... Jedenfalls fällt mein Blick auf Vaughan. "Hat Jenny noch etwas gesagt?" frage ich ihn "Oder gibt es etwas neues?" Ich bin interessiert, auch wenn ich lieber etwas anderes mit ihm machen würde als zu reden....

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Keanu

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Keanu on 05/15/2017 09:01 PM

*schmelz schmelz*

"Ich schiele eben zu ihm rüber um zu sehen ob er schon am weinen ist Ich werde leider enttäuscht."

oh my dear ...
... I'm no good
Don't come near ...

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Carrow

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Carrow on 05/18/2017 07:41 PM

"Ich lass mich nicht hetzen", sagte ich und funkelte ihn mindestens genauso kokett an wie er mich zuvor, "Ich bin eben ein Genießer."
Das Lächeln auf meinen Lippen war ziemlich verschmitzt, ich war mir sicher, dass wir hier nicht nur über das Essen redeten.
Während ich mich wieder meinem Essen widmete, bemerkte ich, wie Jegor mich kritisch beäugte. Im ersten Moment war mir gar nicht klar warum, doch dann sprach er mich auf meine englische Herkunft an und der Groschen fiel. Ich lachte: "Ja, ich bin mir sicher. Aber ich mag die Abwechslung" und nahm wieder einen Bissen Pasta mit Pepperoni.
Manchmal machte ich spontane Reisen einfach nur wegen des Essen oder weil ich das trübe Wetter in London leid war. Vorzugsweise allein, weil ich es genoss mal ganz ich selbst sein zu können. Einfach irgendein Fremder zu sein und nicht darauf bedacht sein zu müssen, welchen Eindruck ich hinterließ.
Aber wenn ich es mir genau überlegte, dann wollte ich das nächste Mal nicht allein verreisen. Es würde sich ja zeigen ob Jegor spontan genug war, um sich von mir entführen zu lassen, wenn mich mal wieder das Fernweh packte.
Ich versinke einfach in Gedanken und Träumereien, lächle, als ich Jegors Fuß an meinem spüre und nippe hin und wieder an meinem Glas Wein.
Erst Jegors Frage nach Jenny durchbricht meinen neugewonnenen inneren Frieden.
"Sie nimmt meinen Nachnamen an", erwidere ich knapp, weil ich das ganze selbst noch nicht ganz für mich sortiert hatte. Es war einfach so neu. "Es ist immer noch unglaublich surreal", meinte ich kopfschüttelnd und warf Jegor einen Blick zu, der viel mehr als meine Worte meine Überforderung und Unsicherheit ausdrückte.
"Ich weiß überhaupt nicht, was es heißt ein Vater zu sein", gestand ich ,"Und es hat so vieles wieder in meinen Kopf gerufen, dass ich eigentlich vergessen wollte."
Ich seufzte und begann im Rest meines Essens herumzustochern. Irgendwie verging mir bei dem Thema der Appetit.

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Jegor
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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Jegor on 05/21/2017 09:32 PM

"Ich kann dir nicht helfen. Ich bin selbst kein Guter Vater scheinbar. Aber wenn du über die Sachen damals reden willst...." Ich sehe ihn mit einem durchdringenden Blick an. Ich will nicht nur zu seiner Welt gehören sondern auch darin leben und das geht nur wenn er mich hinein lässt. 
Ich schiebe den Teller als Zeichen meiner sättigung minimal von mir weg und lege Löffel und Gabel über das letzte Häufchen Nudeln.
Ich habe versucht die Geschichte gestern runter zu spielen, sie als Hormonattacke einer Teenagerin ab zu tun, aber das glaube ich mir selbst nicht. ich kann es mir nicht abkaufen. Wir hatten schon öfter auseinandersetzungen. SIe hat mir schon öfter gesagt dass sie mich hasst. aber nie war es so ernst wie gestern. 
Mein Gescihtsausdruck wird zunehmend trostloser. Ich glaube nicht daran dass sie es sich nochmal überlegt. Dass sie doch mit mir nach England kommt. Ich habe sie verloren. Rückgängig machen kann ich es nicht. aber ich kann immernoch weiter leben und ihr eine Karte zum Geburtstag schreiben, die sie dann zerreißen kann.
Habe ich bei dem Teil der erziehung gefehlt oder war es der Schlechte einfluss ihres Umgangs mit anderen Russen? Denkt sie ich habe es extra gemacht? Ich hätte mich extra in diesen Mann verliebt? Nein habe ich nicht. es ist einfach so passiert.  "Es freut mich für dich, dass du eine Tochter bekommen hast. Du wirst damit schon klar kommen. es gibt doch nichts, womit du nicht fertig wirst Vaughan." Sage ich mit einem ehrlich gemeinten aber schlecht ausgeführten Lächeln. Ich räuspere mich und stehe auf. "Entschuldige mich." 
Ich gehe ohne ihn noch einmal an zu sehen zu den Toiletten und stelle mich vor eines der Waschbecken. Der spiegel darüber zeigt mir meine Bemitleidenswerte Visage. Ich verdrehe die Augen über mich selbst. Ich will Vaughan auf keinen Fall die Freude über seine Tochter nehmen, nur weil ich meine mehr oder weniger verloren habe. 
Ich liebe sie mehr als alles andere auf dieser welt aber wenn es ihr wunsch ist sich von mir los zu sagen, dann soll es so sein. Ich spritze etwas wasser in mein Gesicht und sehe dann nochmal in den Spiegel und sehe den gewohnten Jegor. Ich trockne noch eben mein gesicht und meine Hände ab und gehe zum Tisch zurück. 

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Carrow on 05/22/2017 06:01 PM

Mich verwunderten Jegors bedrückt klingende Worte über sich als Vater. Ich hielt ihn für einen sehr guten Vater und soweit ich wusste, hatten er und Anastassija auch ein gutes Verhältnis. Doch wie es schien, lief es momentan nicht sonderlich gut zwischen den beiden, wenn man sich Jegors Miene so ansah.
"Viel zu erzählen gibt es da nicht", meinte ich und untertrieb damit maßlos. Ich schaute Jegor dabei nicht an, ich wollte nicht, dass er den Schmerz in meinen Augen sah, der auch über all die Jahre nie ganz verflogen war. Er saß wie ein Stacheln in meinem Inneren, der zu tief steckte, um ihn zu entfernen und bei jeder falschen Bewegung in mein Fleisch stach.
"Ich hab Jennys Mutter in meiner Heimatstadt kennengelernt und anscheinend war sie schwanger, als ich nach der Schule von dort abgehauen bin", sagte ich schlicht, konnte aber nicht verhindern, dass ein wenig Bitterkeit in meinen Worten mitschwingt.
Meinen Teller beiseiteschiebend, griff ich nach meinem Glas Wein und trank einen kräftigen Schluck. Fürs Genießen hatte ich gerade keinen Kopf, stattdessen sehnte ich mich nach einem stärkeren Getränk. Dabei wusste ich, dass es nicht gut wäre, wenn ich begann meinen Schmerz in Alkohol zu ertränken. Damit war ich durch, dank Joshua.

"Danke, dass du das sagst", meinte ich. Ich wünschte ich würde mich auch wirklich so fühlen. Aber plötzlich eine Tochter zu haben, stellte mein ganzes verdammtes Leben auf den Kopf. Ich wusste weder was für Pflichten das für mich bedeutete, noch ob ich diese haben wollte - oder ob ich diesen gewachsen war.
Jenny war für mich eine Fremde. Irgendein Teenie, der mir anscheinend ähnlicher war, als unserer aufkeimenden Beziehung zueinander gut tun würde. Vermutlich würden nun einige sagen, dass es ganz normal war, dass es zwischen Vätern und Teenietöchtern ganz schön krieselte, aber wir hatten ja das Problem, dass wir noch gar nichts hatten, das krieseln konnte. Wie baute man etwas auf, dass gleichzeitig schon wieder in sich zusammenfiel?
Es riss mich aus meinen Gedanken, als Jegor sich plötzlich entschuldigte und ging. Ein schlechtes Gewissen überkam mich, als mir klar wurde, dass ich so mit mir selbst und meinen Sorgen beschäftigt gewesen war, dass ich gar nicht darauf einging, was mit ihm nicht stimmte. Dabei hatte er ja schon erwähnt, dass etwas mit ihm und Anastassija vorgefallen war.
Ich beschloss ihn zu danach zu fragen, sobald er an den Tisch zurückgekehrt war.

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Jegor
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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Jegor on 05/22/2017 10:26 PM

Ohne die schlechten Gedanken komme ich wieder und setze mich mit neuer Miene auf meinen Stuhl. "Ich würde ja sagen wir sollten was trinken gehen aber nach der letzten Nacht ist das vielleicht nicht die beste Idee." Wenn man bedenkt mit was für einem Kater ich auf gewacht war, kann ich gut darauf verzichten. 
Ich fahre mir durch die Haare und seuftze. Wie ich die Situation hier aufbessern kann weiß ich auch nicht. Es scheint aber auch nicht der richtige Zeitpunkt zu sein um über so etwas zu reden. Auch wenn das Restaurant eine gute Umgebung bietet, ist es nicht das was wir gerade brauchen. Ich fühle mich schlecht, weil ich meinen Freund gerade nicht helfen kann. 
"Bei ihnen alles in Ordnung?" fragt eine Frau von der Seite, an ihrer Schürze erkenne ich dass sie wohl eine der bis jetzt 3 Kellnerinnen ist. "Ich würde gerne zahlen." sage ich mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Sie dreht um und kommt eine Minute später mit der Rechnung wieder. "Zusammen oder getrennt?"  Ich nehme mein Portemonnaie raus und bezahle mit dem Mugglegeld die gesamte rechnung. So großzügig wie ich bin gebe ich trotz den anfänglichen problemen einen Pfund Trinkgeld 
Ich sehe zu meiner Begleitung und setze mein Bierglas an die Lippen. "Lass uns gehen." Ich nicke mit dem Kopf in richtung ausgang und trinke die letzten Schlücke aus.  
In der Regel nehme ich genug Rücksicht auf das was mein Partner möchte aber nicht jetzt. Ich kann diese Schlechte Laune jetzt nicht ertragen. 
Ich stehe auf und werfe mir meinen Mantel über. Mit ihm gehe ich aus dem Restaurant raus und ziehe ihn in eine Seitengasse, in der Ich disapariere ohne ihn vor zu warnen. 
Er nimmt es aber scheinbar sehr gut auf. Vaughan zeigt keine ANzeichen von Übelkeit oder Schwindelgefühl. Ich lege meinen Arm um seine Schultern und beginne den Weg. "Da sind wir wieder." Ich sehe ihn lächelnd an und bemerke seinen immernoch nicht sehr glücklichen Gesichtsausdruck. "Mach nicht so ein Gesicht, du lebst doch noch oder nicht? Außerdem hat sich deine Familie vergrößert, nicht verkleinert und sie hat das mit uns beiden gut auf genommen. Für den Rest haben wir später noch Zeit." Ihm wird es nicht gefallen was ich gerade gesagt habe. Aber er kennt mich wohl, weiß das ich ihm nur helfen will. 


Ich habe ganz vergessen dass dieses WOchenende das Hogsmeade wochenende ist. D.h. wir sind umringt von lauter kleinen Bälgern 
Mit Vaughan an meiner Seite trete ich den Weg zurück zum Schloss an. Der Weg ist für meine vollkommen demolierte Lunge eine ungeheure Aufgabe, irgendwann muss ich stehen bleiben. Ich stütze mich auf meine Knie und huste 1, 2, 3 Mal. "Ich muss aufhören zu rauchen!" kommt es kehlig und rau aus meinem Hals. 
Nach diesem kleinen Hustanfall stelle ich mich wieder gerade hin und die Atemnot macht sich bemerkbar. Ich halte mich an Vaughans Schulter fest und muss mir einige Kommentare von meinem Abschlussjahrgang anhören der gerade an uns vorbei geht. "7 Jahre und er lehrnt es nicht." /"Professor haben sie mal Feuer?" / "Jetzt ist es auch zu spät um aufzuhören." / "Durch Rauchen nimmt das Risiko an Errektionsstörungen zu."  
Das einzige was ich erwiedere ist eine einladende Geste noch mehr zu sagen. WO sie recht haben haben sie Recht, auch wenn letzteres unangebracht war. 
Ich sehe zu Vaughan und lache röchelnd. "Scheiße." murmle ich und nehme die Hand von ihm. "Bevo ich die Schule wechsle muss ich wohl wirklich aufhören, hm?" sage ich mit einem grinsen.
Ich hole mir die Schachtel Zigaretten aus der Manteltasche und anstatt sie ihm zu geben um diese teuflischen, süchtig machenden dinger ein für alle mal zu zerstören, stecke ich mir eine zwischen die Lippen - unmöglich! 

Reply Edited on 05/22/2017 10:35 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Carrow on 06/05/2017 12:32 AM

Ich weiß nicht genau, wie ich mit Jegors Launen umgehen soll. Erst ist er so schlecht gelaunt und abweisend und als er wiederkommt lächelt er und bezahlt einfach unser Essen, weil er gehen will.
Ich lasse all das unkommentiert geschehen und mustere ihn genau. Ich kaufe ihm seine neugewonnene gute Laune nicht ab.
Besonders nicht, nachdem wir das Restaurant verlassen haben und er ohne Vorwarnung disappariert. 
Meine Miene wird eisig, ich kann es nicht leiden so behandelt zu werden. Und dass Jegor alles überspielt und mein Schweigen auf mein kompliziertes Verhältnis mit Jenny schiebt, als wäre zwischen ihm und mir alles in Ordnung, macht mich nur noch wütender.
"Natürlich", sage ich in eisigem Tonfall.

Dass wir auf unserem Weg zurück zu Schule an so vielen Schülern vorbeikommen trägt nur noch mehr zu meiner schlechten Laune bei. "Solltest du", antworte ich knapp auf Jegors Worte, als er vom Rauchen husten muss. Die fiesen Worte seiner Schüler dazu verschaffen mir fast so etwas wie Genugtuung. 
"Der Rauch ist unangenehm", sage ich, als Jegor sich eine weitere Zigarette anstecken will. Es ist die Wahrheit, aber wäre ich nicht so wütend auf ihn gewesen, hätte ich diese Tatsache sicherlich schonender angesprochen.
Mir ist klar, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Entweder es kommt gleich zu einer unschönen Szene vor den Schülern oder ich mache mich aus dem Staub, bevor ich etwas sage, was ich am Ende vermutlich bereue. Also genaugenommen gab es nur eine Möglichkeit.
"Ich werde jetzt gehen", erkläre ich, "Ich bin heute keine gute Gesellschaft mehr für dich."
Mit diesen Worten mache ich auf dem Absatz kehrt und schlage einen Weg ein, der nicht zum Schloss zurückführt. Vielleicht kann die nächtliche Kühle meine schäumenden Gefühle etwas abschwächen, wenn ich einen Spaziergang mache.
Falls nicht, dann fand ich bestimmt einen Schüler an dem ich meinen Frust ablassen konnte. Irgendeinen fand ich immer.

- Carrow out (sorry nochmal, hab den Überblick verloren)

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Reply Edited on 06/05/2017 12:33 AM.
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