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Mikhail

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Re: Postfach Sasha Koslow

from Mikhail on 03/22/2018 09:36 PM

Saska....


Verzeihung, Sasha.
Wahrscheinlich erinnerst du dich auch gar nicht daran, dass ich dich je anders genannt habe.


Es hat gedauert bis ich deinen Brief überwunden hatte.
Im Grunde habe ich ihn immer noch nicht richtig verdaut.
Seit dem Sommer bin ich mehr durch Panik durch die Welt gelaufen, verzweifelnd daran, dass ich dich nicht fand. Ich habe die Welt verflucht, ich habe mich verflucht und das Schicksal. Es gab Momente in denen ich mich davei ertappte wie ich... versuchte mir einzugestehen, dass ich dich wirklich verloren hätte. Für immer.
Und dann lagen auf einmal diese Briefe in dem Postkasten, den du angeschraubt hast vor so langer Zeit.


Tagelang war ich vollkommen leer.


Alles in mir ist zusammen gestürzt, aber ich glaube daran, glaube wirklich, dass es ein Zeichen ist.
Du lebst, du bist gesund und du hast jemanden gefunden bei dem du dich wohl fühlst. Das ist gerade alles was für mich zählt. Es klingt völlig wahnsinnig, aber es ist mir lieber dich fort von mir und sicher zu wissen als in Gefahr oder sogar...


Du bist die einzige Frau in meinem Leben, die mir irgendetwas bedeutet.
Und deswegen werde ich auf dich warten, selbst wenn ich dabei grau und alt werde. 
Ich werde jeden deiner Briefe herbei sehnen und tun was ich kann um dir zu helfen... die Frau zu werden, die du sein willst. Egal was das für mich bedeutet, es ist egal. 


Schreib mir, bitte. Lass mich wissen, dass das nicht nur ein Traum ist oder ich völlig verrückt werde...

Es tut mir leid es sofort zu schreiben, aber.... ich konnte es so lang nicht sagen.


Ich liebe dich, Saska....


Mikhail Andrássy



P.S.: Ein Bild von mir als Gabe... Du hast selbst einmal von mir gemacht. Es war kurz nach deinem Schulabschluss, kurz bevor... 

 

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Mikhail

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Re: Postfach Sasha Koslow

from Mikhail on 03/05/2018 01:51 AM

Es ist ewig her, seit er dich das letzte Mal sehen durfte.
Wochenlang, Monatelang sucht er schon nach dir, träumt davon was passiert sein könnte.
Immer wieder liest er die alten Nachrichten über das Chaos, das herrschte.
Immer wieder verzweifelt er, rafft sich auf und geht um dich zu suchen.

Und manchmal... ruft er deine alte Nummer an.
Obwohl er weiß, dass du nicht dran gehst.
Es vielleicht gar nicht mehr kannst.
Und erzählt dem Piepen und spricht mit der Computerstimme als wäre es deine.


Mailbox.png

"Piep-Piep-Piep ~ Kein Anschluss unter dieser Nummer. ~  Piep-Piep-Piep ~ Kein Anschluss unter dieser Nummer."



*ewige Stille*
/flüsternd: Saska.... 
*Stille... ein Schlucken*
*plötzlich ein freudloses Lachen*
Ist es lächerlich? ... Es ist lächerlich.
*wischen von Haut über sein Gesicht*
*Geräusche der Stadt in der Ferne*
/kaum hörbar: Warum kann ich dich nicht finden....? Wo... 
*verstummt für eine lange Zeit*
Immer wieder lese ich die Berichte, Saska.. So und so viele Tote.... So und so viele Verschollene... So viele Unbekannte.. 
*tiefes, zittriges Atmen*
Sie wollen dich für tot erklären... deine... deine eigenen Eltern glauben nicht mehr daran dich zu finden. Wie.. wie soll ich...
*verstummt erneut, atmet minutenlang nur*
Aber wenn... 
*Tränen in der Stimme*
Wenn nicht, warum... warum finde ich dich nicht? Was habe ich Gott angetan, dass ich scheinbar immer.... am falschen Ort bin..? Zur falschen Zeit....? Und wie wahrscheinlich ist.... ist das..?
*minutenlang nur Schluchzen*
*schweres Atmen und Nasehochziehen*
/brüchig: Ich vermisse dich so sehr, a szívem.... Jeden Moment.... dein Lachen, wenn ich dich von den Füßen hebe.... dein Summen wenn du unter der Dusche stehst... wie deine Wimpern meinen Hals kitzeln, wenn du morgens aufwachst......elkárhozott, ich vermisse sogar wie unleidlich du morgens durch die Wohnung tapperst...!
*lacht weinend, halb verzweifelt, halb in schönen Erinnerungen*
/fassungslos: Ich erinnere mich nicht mehr an das Letzte, das ich zu dir gesagt habe........ 
*ewige Stille, rascheln von Haar*
 Ich finde dich, ich verspreche es dir, Saska.... und wenn ich suchen muss bis ich tot umfalle.
*tiefes, flatterndes Luftholen*
Szeretlek, a szívem.... Szeretlek.
X aufgelegt X

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Re: Eigene Änderungen

from Mikhail on 06/30/2017 02:30 PM

HALLÖLE!

Dieser Herr hier ist ab den Sommerferien leider kein Prof mehr in Durmstrang, also bitte, bitte diese Anstellung raus nehmen ^^
Sein nächster Beruf ist noch in Warteschleife: http://anewera.yooco.de/forum/re_bewerbung_berufe-48740366-t.html#48740366
Das wäre dann halt der nächste Punkt xD

Dankeschön, ihr zuckersüßen Menschen!


~P.

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Reply Edited on 07/01/2017 01:39 PM.

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Re: Krankenflügel

from Mikhail on 06/27/2017 12:44 AM

Als ich das Lied beendet und den Geigenbogen sorgsam zum Bett hatte schweben lassen öffnete ich die Augen und sah mich sehr mühsam um. Das hatte mich jetzt doch mehr Kraft gekostet als ich erwartet hatte... ein seltsam schwindliges Gefühl breitete sich in meinem Kopf aus und wenn mich nicht alles täuschte und ich aussah wie ich mich fühlte, dann war ich gerade ziemlich käsig.
Aber ich sah einige der Jüngeren lächeln und das war es wert gewesen. Dass sie mal einen Moment nicht weinten und nur ganz kurz vergaßen, dass alles weh tat.
Mein Blick wanderte zu Marishka hinüber, die mit ihnen klatschte. Schwindel hin oder her, ich verbeugte mich angedeutet vor ihr, wie es sich gehörte. Erst dann legte ich umständlich die Violine ab und keuchte leise als es keiner sah. Milosz saß noch immer auf meiner Bettkante und musterte mich misstrauisch.
"Sehr schön, Paganini, und jetzt ab zurück ins Bett mit dir!", brummte er und verstaute die Geige wieder sorgsam in ihrem Koffer.

In der Nähe der Tür, nah bei Sasha, hatte sich in den letzten Takten des Liedes eine kleine, weiche Gestalt an ihre Seite drapiert. Den Blick wie alle anderen auf mich gerichtet, im Arm einen Korb voll mit dreckigen Verbänden, die sie eingesammelt hatte. Aber Kizzy wäre nicht Kizzy gewesen, wenn sie nicht einen triftigen Grund dazu gehabt hätte bei Sasha zu bleiben.
"Es ist nicht deine Schuld.", meinte sie aus heiterem Himmel, aber leise zu Sasha und sah sie sanft an. Weil sie diesen Blick kannte, den Blick der Leute, die sich unter Leidenden schämten. "Es ist nicht deine Schuld, dass der Drache kam. Und auch nicht, dass sie verletzt sind. Und es gibt keinen Grund sich zu schämen, dass du es nicht bist, mein Schatz."
Damit lehnte sie sich zu Sasha und küsste mütterlich aufbauend ihre Wange bevor sie ihr einen kleinen Schubs in Richtung eines ganz bestimmten Herrn gab und weiter ging um Verbände einzusammeln.

Ich hatte mich mit Milosz's Hilfe gerade wieder im Bett lang gemacht und ließ mir von ihm einen Trank gegen den kalten Schweiß und die blauen Lippen geben als ich endlich wahr nahm, dass sie da war. Alexandra. Sofort zog ein Lächeln über meine Lippen.
Tatsächlich erinnerte ich mich nicht mehr was passiert war, aber wozu hatte man Freunde? Der Heiler hatte mir erklärt, dass es ein normaler Verdrängungsprozess war, der wieder vorüber gehen würde, hatte mir erklärt was geschehen war und mir tausend Mal bestätigt, dass es Alexandra gut ging und sie keinerlei Schaden davon getragen hatte.
Aufrecht im Bett sitzend, nur an den Rückenteil gelehnt streckte ich die Hand nach ihr aus, strich mit dem Daumen darüber und zog sie sanft an meine Seite.
"Ich dachte schon sie wollen mich nur schonen und ich hätte dich verloren.", flüsterte ich, damit die Kleinen es nicht hörten, die allerdings auch schon wieder sehr damit beschäftigt waren sich gegenseitig abzulenken. "Milosz hat mir gesagt was gestern war.... du hättest das nicht erleben sollen, Saska, das tut mir leid. Ich hoffe... du hattest nicht zu große Angst."
Es war beschämend gewesen zu hören was für Szenen sich gestern hier abgespielt hatten. Und mir brannte das Herz dabei mir vorzustellen wie Saska dabei hier gesessen haben musste... 

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Re: Krankenflügel

from Mikhail on 06/26/2017 03:01 PM

Noch während ich fest hing irgendwo zwischen Realität und Wirklichkeit, und mich gegen alles stemmte was mich irgendwie an Ort und Stelle halten wollte, sah Milosz zwischen den anderen Verwundeten auf und schaute sich schnell um um sich zu vergewissern, dass nicht einer vielen Anderen nötiger seine Hilfe brauchte als ich gerade. 
Wie ein geölter Blitz war er aber doch an meiner Seite, schob Sashas Hände grob, aber professionell beiseite und kontrollierte in Windeseile meine Reflexe und Reaktionen.
Was genau dabei heraus kam.... das bekam ich sowieso nicht mehr mit. Auch nicht, wie hinter Sasha auf einmal der Vorhang zurück gezogen wurde und eine bis zum Zerreißen angespannte Nurejewa dort stand.... die diamantgeschliffenen Augen wie eine Furie in Sasha geschlagen. Innerlich bis zur Tobsucht getrieben, äußerlich aber doch so kalt und beherrscht wie immer.

Stumm betrachtete sie das Bild vor sich.... ihre aufgelöste Schülerin und Champion. Hinter ihr ich - ihr unleidlicher Ungar, wie sie mich zu nennen pflegte - rot, verschwitzt, verkrampft, schreiend.... einhändig. 
Ganz langsam senkten sich ihre straffen Schultern um wenige Zentimeter. Ihr kalter Blick blieb in denen Sashas liegen. Sie schien sehr sorgsam, sehr ruhig nachzudenken, doch dann biss sie die Zähne zusammen, hob stolz das Kinn und legte Sasha einfach nur eine Hand auf die Schulter.

"Bocsáss meg, aber er braucht jetzt wirklich Ruhe.", warf Milosz den beiden zu während er eine Spritze aufzog und mit düsterem Blick um sich nickte. "Und alle anderen auch. Endlich. Bitte! Schlagt mich grün und blau wenn das hier vorbei ist, aber geht jetzt."
Zwei freiwillige Helfer sorgten dafür, dass ich still hielt während der Heiler mir ein Serum verabreichte und ich schlagartig in mir zusammen fiel. Miloszu atmete auf.... und tätschelte erst meine gesunde Schulter, dann einfach Sashas Arm.
"Keine Angst, Sasha, ich kümmere mich um deinen Mika, ich verspreche es. Aber du kannst hier gerade nichts für ihn tun, versteh das.", flüsterte er ihr warm und eindringlich zugleich zu. "Geh, ruh dich aus, du hast auch einiges mitgemacht. Vor Morgen wacht er sowieso nicht mehr auf. Und dann sieht die Welt schon um einiges besser aus, versprochen."

"Sorgen Sie sich nicht, Esterházy.", antwortete die Nurejewa bevor Sasha auch nur zu einer Antwort ansetzen konnte. "Fräulein Koslow versteht das sicher. Und wir werden schon dafür sorgen, dass sie die Besuchszeiten einhält."
Allein ihre Stimmlage ließ anmerken, dass hier keinerlei Widerspruch geduldet werden würde... selbst in dieser Situation nicht. Wenn man einmal davon absah, dass irgendwo - weit hinter dieser strengen Aussage - wohl versteckt lag, dass die Schulleiterin Sasha nicht mehr davon abhalten würde mich zu sehen.... was bereits mehr war als manch anderer Mensch erreicht hatte.
Unter dem Stöhnen und Weinen der anderen Patienten begleitete die Nurejewa Sasha aus dem Krankenflügel hinaus und legte ihr dabei sogar den Arm um die Schulter. Ob nun aus einem Anflug von Mitgefühl heraus oder einfach um sicher zu stellen, dass sie sich nicht fort riss blieb einfach dahin gestellt.


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Am nächsten Tag - Früher Abend


"Du bist völlig meschugge, Gyula! Gestern Mittag lagst du noch im Delirium und jetzt willst du..?!", zeterte Milosz zischend zu seinem Patienten hinunter, der tatsächlich schon um einiges besser aussah als am Vortag. Ich saß um ehrlich zu sein. Nachdem ich am frühen Morgen aufgewacht war hatte den die Tränke ihre Wirkung getan.... Schmerzen? Keine Spur. Nur ein seltsam fremdes Gefühl, eine Leere als wäre mir etwas Unwiederbringliches genommen worden und das... war es ja auch. Immer wieder an diesem Tag hatte ich an meinem Arm hinunter gesehen, auch als sie ihn neu verbanden. Und jedes Mal wieder war mir davon schlecht geworden. Gut... keine Schmerzen war wohl übertrieben, aber es fühlte sich mehr nach.... Ziehen und Stechen an. Es jagte mir nicht mehr durch den Körper, sondern konzentrierte sich auf den Arm, den man mir mittlerweile an den Oberkörper geschient hatte.

"Hilf mir einfach und hör auf herum zu nörgeln.", brummte ich und raffte meinen Oberkörper etwas auf. Um mich herum lagen sie alle. Schüler, Lehrer aller Schulen. Das Gestöhn des gestrigen Tages hatte durch die Behandlungen abgenommen, aber... sie litten furchtbar, das war völlig klar zu erkennen. Leid, Schmerz und Tänen wohin ich auch sah.
"Egy kibaszott katasztrófa....", flüsterte ich noch immer fassungslos als mein Blick auf den des Mädchens im gegenüberliegenden Bett traf. Ich konnte mich seit letzter Nacht nicht mehr daran erinnern was genau passiert war... aber wenn ich Marishka ansah - eine meiner Schülerinnen, seit sechs Jahren, aus meiner Heimat, nicht nur das, aus meiner Heimatstadt, gottverdammt sie sprach sogar meinen Dialekt wenn wir Ungarisch sprachen - wusste ich auch nicht, ob ich mich erinnern wollte. Ich hatte eine Hand verloren. Marishka sah mich an.... die eine Hälfte ihres Kopfes in Bandagen gelegt. Und in dem einen gesunden, dunklen Auge standen mehr Tränen als zwei fassen konnten.
Was ich vor hatte tat ich nur, damit sie sich ein wenig besser fühlte.
"Lass ihn, Miloszka.", hörte ich Kizzy zu Milosz flüstern bevor er etwas Weiteres sagen konnte und sie wieder ging um sich um die Kleinen zu kümmern. Milosz seufzte entnervt, aber dann hörte ich das unvermeidliche Klicken meines Geigenkoffers.

Als Sasha den Krankenflügel betrat lag die Geige bereits an meinem Hals, die gesunden Finger an den Seiten und ein Lied aus der Heimat drang leise durch den Krankenflügel. Es mochte nicht jedermanns Geschmack sein, aber was machte das für die, die hier lagen? Es war eine kleine Ablenkung von der ewigen Quälerei, der sie hier ausgesetzt waren und deswegen schwiegen sie still und hörten zu. Besonders Marishka, die ganz sacht zu lächeln anfing.
Das einzig wirklich absonderliche daran? Daran, dass ein bleicher, noch immer schwitzender Mann Geige spielte? 
Nun.... wohl der Umstand, dass der Bogen der Geige spielte ohne von irgendeiner Hand geführt zu werden.
Es verlangte mir geschlossene Augen und meine höchste Konzentration ab. Aber wofür konnte man sonst Levitation?
Und es lenkte mich wohl genauso von meinen Schmerzen ab wie die anderen....

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Reply Edited on 06/26/2017 03:03 PM.

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Re: Krankenflügel

from Mikhail on 06/25/2017 10:41 PM

Ein Feuer raste durch meinen Körper, das mich schreien ließ als läge ich noch auf der Tribüne! Was sollte ich tun außer Schreien?! Irgendwie musste das raus oder ich würde einfach explodieren und all dieser verdammte, ziehende, brennende Matsch aus Fleisch und Knochen würde an der Wand kleben und nichts mehr von sich geben! Was.... genau betrachtet.... eine ziemlich gute Alternative war.... zu jetzt. 

Dass sie mich nieder drückten, dass sie mich sogar fest am Bett fixierten.... das bekam ich gar nicht mit. Nur wie meine Tränen sich mit dem Schweiß in meinem Gesicht vermischten... und etwas... etwas das nicht mehr da war Wellen von Schmerz und Schwebegefühlen durch meinen Körper bis in jede Zelle jagte... Feuer, überall Feuer.
Aber dann flößten sie mir wieder irgendetwas ein und..... das flaute ab. Machte Platz für ein dumpfes, taubes Gefühl; als wäre alle Geräusche in Watte gepackt... und mein Körper mit zäher Masse überzogen.

Ich bin da, Mishka...
Ich kannte diese Stimme, ich kannte sie... wie ein nasser Sack fiel mein Kopf zur Seite. Ich blinzelte gegen das seltsam verwaschene Licht... und erkannte ihr dunkles Haar. Und ihre himmelblauen Augen...
"Saska...!", flüsterte ich bevor ich lächelte als wäre ich gerade im Himmel angekommen. "Sind wir... tot? Was.... was ist los hier...?"
Ich versuchte ihre Hand zu drücken die ich in meiner spürte, aber es gelang nicht, zumindest fühlte es sich nicht so an. Aber ich spürte ihre Haut... ihren Griff, ihren Kuss. Und musste einfach weiter lächeln. Es gab mir so viel Ruhe sie bei mir zu sehen. So viel Wärme und Frieden. 
"Bist du... geht es dir gut...?", hauchte ich und versuchte zu erkennen ob sie irgendwelche Wunden trug.
 
Für einen Moment schloss ich einfach die Augen, weil meine Lider so schwer waren... so schwer. Und ohne mein zu tun sah ich wieder in diesen riesigen Feuerball...


Schreiende Kinder, überall um mich herum, aber ich konnte mich nicht rühren. Ich konnte SEHEN wie es auf mich zu kam, wusste, es würde mich erreichen, über mich her fallen, mit im schlimmsten Fall töten. Aber aus irgendeinem seltsamen Grund war mir das nicht mehr wichtig.
Da waren ihre Augen, kurz bevor ich mich umgedreht hatte um zu reden. Große, erschrockene Augen, die irgendetwas anstarrten, das plötzlich aufgetaucht war. Ich konnte sie vor mir sehen. Ein geöffneter Mund... und Schock.
"Saska..", flüsterte ich als das Feuer die erste Reihe erreichte. Was hatte dieses Feuer mit ihr gemacht....?!
"SASKAAAAAAAAA!!!!!!!", brüllte ich aus ganzer Seele.
Und dann wurde ich zur Seite gestoßen. Und das Feuer fegte über mich hinweg. 

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Re: Krankenflügel

from Mikhail on 06/24/2017 06:06 PM

"Was bei der Mutter Gottes...?", war das Letzte, das ich von der Seite hörte, gerade als mich einer meiner Kollegen zur Seite gebeten hatte um ein kurzes, persönliches Gespräch mit mir zu führen. Warum es ging war mir klar, sie kamen derzeit alle mit diesen kurzen Gesprächen. Und sie alle drehten sich um mich und Alexandra. Sie waren furchtbar neugierig, enttäuscht, besorgt, was sie auch immer schwätzten. Aber diesmal war es anders... mitten auf der Tribüne zur finalen Aufgabe hallte ein Schrei auf. Und jeder Zentimeter meiner Haut bekam dabei Gänsehaut. 
"Mika, schaff die Kinder weg!!", brüllte mir jemand zu. Was war verdammt nochmal los?! War Alexandra irgendetwas..?!
Als ich mich umdrehte sah ich einfach nur Feuer. Feuer. Nichts sonst. Mein Herz blieb stehen... als die versammelte Schülerschaft kreischend versuchte um ihr Leben zu rennen.


*~*~*~*~*~*~*~*~*


"Bleib liegen, Mika! Du darfst dich nicht so viel bewegen!", zischte mir Milosz zu und versuchte mich an der Brust im Bett zu halten. "Beruhige dich, atme! Wir haben gleich Nachschub an Schmerztränken, beruhige dich!"
Mein Hirn sagte mir, dass mein Arm nicht mehr brennen konnte, aber es kam nicht bei mir an. Es brannte und brannte und ich versuchte in panischem Instinkt es auszuschlagen während drei Männer mich fest hielten. Der Schmerz raste mir durch jeden Muskel, durch jede Sehne, ich versuchte die Hand zu bewegen, aber....
"Meine.. Wo... Milosz!! MEINE HAND!", brüllte ich wie ein Verrückter, aber Milosz sah mich einfach nur mit dem Mitleid der Hilflosen an. Und da wurde mir etwas klar.... Schreiend und weinend und wild um mich schlagend wie ein Kleinkind fiel ich fast aus dem Bett des Krankenflügels, bis ich mir den Kopf am Nachtschrank anschlug und man mich wieder fest in der Matratze fixierte.
"Alexa..... wo ist Saska?!", wisperte ich, überhaupt nicht mitbekommend, dass Milosz den neuen Schmerztrank heran wank. "Saska.... bitte, wo ist Alexan...."
Aber da flößte man mir das Gebräu schon ein. Und ich fiel sofort in tiefe Schwärze.


*~*~*~*~*~*~*~*~*


Ich liebe dich.
Geräusche, jede Menge Geräusche. Stöhnen irgendwo neben mir. Schluchzen, ganz nah bei mir. Gebrüll, völlig unverständliches Gebrüll um mich herum. 
Meine linke Hand pochte unmenschlich. Als wäre sie doppelt so groß wie sonst. Was war hier nur los?

Durch den dichten Schleier der Betäubung blinzelte ich an bis ich die Augen zumindest etwas öffnen konnte. Wo war ich? Und was sollte diese ganze Unruhe? Und was war nur mit meinem Arm los? Wieso fühlte er sich an wie... in Wachs gegossen?
"Miért sírsz?", nuschelte ich, unfähig irgendetwas Anderes zu sprechen als meine Muttersprache. Mein Kopf fühlte sich an wie in tiefes, tiefes Wasser getaucht. Soweit weg von allen Dingen. Mir war eiskalt.
"Saska...?", flüsterte ich leise als ich es wieder hörte. Ich liebe dich.

Blanke Panik brach in mir aus! Saska! Das Feuer und...! Wo war sie?! WAS war mit ihr?! Ging es ihr gut?!
Wie ein Irrer warf ich den Blick umher, suchte nach ihr, irgendwer saß an meinem Bett, aber...  Saska! 
Schwer atmend, schwitzend versuchte ich mich aufzustemmen, sie in meine Arme zu ziehen, wisperte immer wieder Fragen: Was ist passiert?! Wo warst du?! Geht es dir gut?!
Aber ich bekam mich nicht hoch, immer wieder. Erst als ich mich mit den Händen abstützen wollte durchfuhr mich ein Schmerz, dass ich wie ein Besessener aufbrüllte. 

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/23/2017 12:36 PM

Ich sah auf ihren kleinen Finger hinab und musste einfach leise in mich hinein lachen. Man mochte denken, was man wollte, dass es kindisch war vielleicht. Aber ich verstand sehr wohl was es bedeutete sich nach Sicherheit zu sehnen. Trotzdem fasste ich nicht ihren Finger, sondern ihr Handgelenk, zog sie sanft an mich heran und legte die Lippen auf ihre. Sie wollte einen Schwur, dass ich sie liebte, dass ich bei ihr bleiben würde..? Sie bekam ihn. Ganz ohne kleinen Finger. 
Als der Name Kizzy fiel wurde mir so einiges klar. Daher wehte also der Wind! Meine kleine Zigeunertante hatte mal wieder nicht die Finger davon lassen können dem Glück und dem Frieden ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Mit einem leisen Seufzen legte ich die Arme um mein Mädchen und hielt sie fest an mich gedrückt. Nichts und niemand sollte mich mehr davon abhalten sie bei mir zu haben, ganz besonders ich selbst nicht. 

Dann sagte sie es. Zum ersten Mal ganz..... und mir war als blühte mir das Herz auf. Für einen Moment musste ich die Augen schließen, nur um mir klar zu machen, dass ich wirklich gehört hatte was sie sagte. Wie sehr ich dich liebe. 
Ich liebte sie. Wie keine Andere. Vielleicht war es wahnsinnig, vielleicht würde es nicht mal gut gehen, aber ich liebte sie. Hätte sie am liebsten hier und jetzt einfach entführt und geheiratet. Aber das war nur der Übermut und ich wusste es. Wenn ich sie heiraten würde, dann bedacht.... und in aller Schönheit die sie sich vorstellte. 
"Saska, wenn alle Prüfungen geschrieben sind und das Schiff ablegt, werde ich nicht darauf sein. Ich bleibe hier. In diesem seltsamen Land. Und wenn es dir recht ist will ich die Arme um dich gelegt haben während ich dem Ganzen nachsehe. Dann können sie uns in Erinnerung behalten egal was sie von uns halten. Oder ob sie es wollen oder nicht.", raunte ich ihr verschwörerisch zu und küsste sanft ihren Scheitel.  

Von der Treppe hinauf her drang ein Geräusch hinauf als hätte sich ein Käuzchen in die Gänge verflogen. Ich schaute auf... und wusste was das bedeutete. Milosz witterte Ärger im Anrollen. Ich seufzte tief und geschlagen bevor ich die Finger unter Alexandras Kinn legte und es sanft anhob. Mein Blick war wehmütig als er ihren traf, am liebsten wäre ich doch die ganze Nacht hier bei ihr geblieben. Aber was nicht ging, das ging nicht... wenn das alles hier vorbei war, dann würde auch das endlich vorbei sein. 
Still lehnte ich mich wieder zu ihr hinunter und küsste sie noch einmal. Länger als bisher, weicher, ehrlicher.
"Wir schaffen das.", flüsterte ich ihr zu. "Nur noch ein paar Wochen." 

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/16/2017 03:09 PM

Die Tür öffnete sich und ich konnte sie ansehen. Sie hatte mich gehört, ich wusste es. Ich hatte nicht mit einer Wand gesprochen, nur mit einer Tür. Hatte mich nicht in den Wind geöffnet wie ich es befürchtet hatte. Sie war bei mir geblieben, nur Zentimeter entfernt... es war kindisch, aber es nahm mir einen Stein vom Herzen. 
Sie und ich.... solche Dinge hatte ich immer belächelt. Ein erwachsener Mann, der sich in eine Schülerin verliebte, ein halbes Kind. Verschaute? Ja, das mochte an der Attraktivität liegen. Mit ihr schlief, auch das. Sich aber ernsthaft zu verlieben. Das war mir so absurd vorgekommen, so unglaublich dämlich und unreif. Und jetzt stand ich hier. Eines Besseren belehrt.
Und ihre Worte.... sie waren erwachsen und utopisch zugleich. Wer gab uns die Gewissheit, dass wir nicht nur unserer Nähe erlegen waren? Ich meiner Sehnsucht nach Zärtlichkeit, ihrer glanzvollen Schönheit, ihrer filigranen Zerbrechlichkeit und ihrer brennenden Leidenschaft. Und sie einem Mann, der an ihrer Seite war wo doch sonst niemand bei ihr war; der Vorstellung dessen was ihr in ihrem unsicheren Leben fehlte. Unsere Beziehung war krank. Aber wunderschön. Und ich wollte keine Sekunde davon missen.

Als ihre Finger sich mit meinen verschränkten griff ich einfach zu. Zu spät für Versteckspiele, zu spät um darüber nachzudenken ob es nicht doch die Veela in ihr war. Sollte es so sein, dann würde es so sein. Und ich würde damit leben wenn es soweit war, wie ich jetzt mit meiner Ehe lebte. Solange würde ich glücklich sein. Mit ihr. Weil ich wusste wie glücklich ich an ihrer Seite war. Das war nicht nur Sex gewesen zwischen uns.... wir hatten uns geliebt, wie man so schön sagte. Und mein Herz war aufgegangen, dass die ganze Welt hinein gepasst hätte.
"Ich werde nicht wieder fort gehen.", versprach ich ihr leise und hielt ihren Blick, damit sie sah wie ernst es mir war. "Und ich werde dich auch nicht noch einmal gehen lassen."
Das war der schmerzhafteste Moment gewesen: Sie aus dem Zimmer gehen zu sehen, ihr folgen zu wollen.... es mir aber zu verbieten. Nur noch wenige Wochen... und all das würde hinter uns liegen. Wer uns dann noch verachtete, der sollte es tun. Es würde mir am Allerwertesten vorbei gehen. 
Langsam hob ich ihre Hand in meiner an die Lippen und küsste sie zärtlich. Drückte einen kurzen Moment das Gesicht daran und dankte allen Göttern die es gab oder nicht, dass  ich sie nicht verloren hatte in diesem Sturm, der umher gefegt war.

"Wenn das alles hier vorbei ist, Saska. Wenn das alles ein Ende hat, dann werde ich dich entführen und nie wieder freigeben.", erwiderte ich auf ihre letzten Worte. "Ich werde zu deinen Eltern gehen. Mit ihnen darüber sprechen. Ich werde dich meiner Familie vorstellen, wie es sich gehört. Und wenn sie Zetern und Mordio brüllen, dann lasse ich sie hinter uns. Weil ich weiß, dass es Wahnwitz ist. Aber es ist mir egal." 

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/11/2017 01:36 PM

Als sich die Tür endlich öffnete fiel mir ein Stein vom Herzen. Innerlich atmete ich auf, auch wenn ich wusste, dass es keine Garantie dafür war, dass sie allein war. Wolkow und sie waren nicht mehr allzu gut aufeinander zu sprechen, das hatte ich mitbekommen. Wurde mir heran getragen genau wie die Information, was ihr neuer Therapeut mit ihr anstellte. 
Was ich hier mochte, ja, das war die Frage aller Fragen, die ich selbst meinen Freunden nur mit den Worten beantworten konnte: Ich muss es einfach. Irgendetwas in mir sagte mir, dass ich hier sein musste, dass endlich alles seinen Gang gehen musste ob wir nun wollten oder nicht. Wir rutschten doch schon ab, warum dann nicht endgültig ehrlich sein? Dieses eine Mal?
Aber bevor ich irgendetwas davon sagen konnte schloss Alexandra die Tür auch schon wieder. Und ich stand da, in diesem nächtlichen Gang irgendeines Turmes und sah auf Holz.

Ganz langsam legte sich meine flache Hand darauf. Ich senkte geschlagen den Blick. Ein erwachsener Mann, der versuchte sich und seine Gefühlswelt wieder unter Kontrolle zu bringen.
"Ich habe ein paar Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen.", sagte ich zu einer verschlossenen Tür und hoffte einfach, dass sie es hörte wie sie mich zuvor gehört hatte. "Und mein Job.... vergessen wir das, mein Job..."
Man zerriss sich das Maul darüber warum ich suspendiert worden war, dann doch nicht und schließlich zum Kindergärtner der unteren Klassen degradiert. Haufenweise Fragen wurden gestellt. Woher sollten sie auch wissen, dass mein Abgang aus dieser Rattenfalle von Schule schon lang vor diesem Eklat ein Thema gewesen war? Und bei allem Zank, der zwischen der Nurejewa und mir lag dankte ich ihr dafür, dass sie stillschweigend jede indiskrete Frage abschmetterte. 
"Ich habe schon vor Wochen gekündigt, Saska.", sprach ich es zum ersten Mal aus. Wenige Tage nach der Nacht die wir zusammen gewesen waren. Es war richtig gewesen. Und das war es immer noch.

Schweren Herzens lehnte ich die Stirn an die Tür und atmete einen Moment meine Gedanken wieder gerade. Dann schloss ich die Augen und beschloss einfach das zu sagen, was mir auf dem Herzen lag. Das mich nicht schlafen ließ, was mich quälte und sie dadurch mit, weil irgendein Schicksal beschlossen hatte uns miteinander zu verweben.
"Ich habe gekündigt, weil ich mit einer Schülerin geschlafen habe. Als Lehrer muss ich eingestehen können, dass es ein Fehler war, der niemals hätte passieren dürfen. Und dazu stehe ich. Als Mensch..... als Mann..... als fühlendes Wesen....  weiß ich genauso wie du was passiert ist. Zwischen uns. Oder zwischen mir zu dir, wer weiß das schon."
Ich schluckte leicht und drückte die Stirn fester an das Holz. Egal wie ehrlich ich sein wollte, leicht... leicht fiel es sicher nicht. Vielleicht würde es das auch nie wieder tun, aber woher sollte Alexandra das bitte wissen? Wie sollte sie das verstehen?

Meine Stimme klang sehr viel weicher und angreifbarer durch diese Wand die uns trennte als ich einfach weiter sprach. Diese emotionalen Unzulänglichkeiten die heraus kamen, das Eingeständnis von Schwäche nagte nicht nur an meinem ungarischen Stolz. 
"Saska... ich weiß, dass ich mich in dich verliebt habe. Ich weiß es. Aber ich weiß nicht, ob es real ist. Das..... kannst du nicht verstehen und das musst du auch nicht. Es gab einmal eine Zeit in der ich ähnlich glücklich gewesen war wie mit dir... eine ziemlich lange Zeit. Eine gute Zeit. In der ich aufwachte und in ein Gesicht sah, das ich liebte. In der ich wusste, dass mein Herz sicher war, weil sie es hält. .... Urplötzlich aufzuwachen und zu merken, dass das Schönste in deinem Leben nicht nur falsch war, nicht nur verrückt und dumm, sondern.... einfach nicht wirklich existierte..... Nur die Fata Morgana eines anderen Menschen, Saska, der dachte ich wäre nicht im Stande.... sie wäre nicht im Stande..."
Die Erinnerungen an diesen Tag kamen in mir hoch, tonnenschwere Gewichte legten sich auf meinen Kopf und meine Schultern wie Fesseln, wie eine Lawine, die mich nieder drücken wollte. Und der Hass in mir glühte wieder auf. Zusammen mit der Verletzung. Mit der Enttäuschung. Der Verachtung. Diesem ganzen wertlosen Mist. 

"Was du an mir kennst, édes csikó, was du meinst an mir zu lieben, das ist... deine Tränen, deinen Kampf nicht wert, hörst du mich?", fragte ich leise und öffnete endlich wieder die Augen. Ich hatte nie angefangen die Liebe zu verachten. Nur mir selbst verbat ich es mir. Und warum auch nicht? Ich war ein Mensch unter Millionen, nur einer, es würde nichts ändern und das wollte ich doch auch nicht. Natürlich wollte ich Alexandra glücklich sehen, wissen, dass es ihr gut ging, dass sie endlich froh war. Der Grund... der einzige Grund, warum ich nie etwas gegen sie und Wolkow gesagt hatte auch wenn es mich verrückt gemacht hatte. 
"Ich bin nur ein Mann. Die Weichzeichnung eines Mannes, der die Klappe aufmacht wenn ihm etwas nicht passt, weil er Versteckspiele hasst. Er hasst sie weil er sie fürchtet. Weil er hinter jedem freundlichen Wort und jeder netten Geste die man ihm entgegen bringt eine Taktik vermutet, eine Täuschung."

Endlich trat ich von der Tür zurück und ließ die Schultern gegen die gegenüberliegende Wand sinken.
"Ich will nicht, dass ich der Grund bin warum du genauso wirst."

Das war es. Der Grund für alles was ich gesagt und getan und womit ich sie verletzt hatte. Ob wir uns in diesem Grund liebten? Unwichtig. Ob es sinnvoll war? Unwichtig. Ob man es akzeptieren würde oder nicht? Völlig unwichtig.
Aber ich hätte es mir niemals verzeihen können ihre Jelena gewesen zu sein. 

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