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Pan

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Halbblut Vampir Flexibel Muggelschule/-uni Flirt Abgebrochen Sonstiger Angestellter Pro-Magie

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Re: Zukunfts-Thread XIV

from Pan on 03/07/2018 10:10 PM

Was zum Teufel machte sie hier?! Es gab für eine nette, kluge Frau die an der Uni arbeitete tausend bessere Orte in diesem Monster von einer Stadt als das Grand und das auch noch bei Nacht! Außer... ich schluckte unmerklich als sie in Richtung des Hoteleingangs deutete. Ihre Wohnung war groß genug, schön und hatte ein riesiges Gästezimmer, sie war sicher nicht hier um jemanden zu besuchen. Aber vielleicht um jemanden zu suchen... 
Während ich sie ansah fielen mir all diese Momente wieder ein. Die Kreischerei und die Tränen, die fliegenden Bücher und Tassen und anderen Sachen. Das Stolpern bei dem Versuch gleichzeitig in die Hose und aus der Wohnung zu kommen. Männer, die mir eben noch zugeflüstert hatten wie unglaublich schön die Zeit mit mir war und nun ihren Frauen erklären wollten, dass es nichts ist, dass das nur ein Junge ist den sie bezählt hatten, keine Affäre, nur Sex, nichts sonst.
Die Frauen die mich angesehen hatten wie sie nicht mal ihren Müll ansahen wenn sie ihn raus trugen.
VERSCHWINDE in den PUFF aus dem du gekrochen bist oder es passiert was!!!
Fass meinen Mann NIE WIEDER an!!! 

Du dreckige, kleine.... du bist nicht mehr als ein widerliches Stück Scheiße, das Spaß daran hat Ehen zu runieren!!

Die Misses suchte ihren Mann...
"Ich...", begann ich und stockte. Ich hatte vollkommen vergessen was sie mich gefragt hatte. In meinen verkrampften Fingern spürte ich das Plastik des Müllsacks und erinnerte mich wieder daran warum ich hier war. 
Kann ich dir... irgendwie helfen...?
Ich setzte das unschuldigste Lächeln auf, das ich im Portfolio hatte und ließ den Sack los um mir die Haare zurück zu streichen. Dass ich dabei einen kleinen, roten Fleck auf meiner Stirn hinterlie, fiel mir gar nicht auf. "Ich arbeite hier, Misses. Nicht so.. fest oder so etwas. Meine Familie ist im Management des Hotels und deswegen helf ich hier und da ein bisschen aus. Taschengeld verdienen, verstehen Sie?", erklärte ich und streckte die Hände locker in die Taschen. "Aber... was wollen Sie im Hotel? Sind Freunde von Ihnen hier? Aus... Island? War richtig, oder?"
Keine Ahnung, ob ich es mit der Ahnungslos-Masche jetzt nicht übertrieb, aber es ließ mich nicht los. Ich war mit Arn nicht verabredet heute Abend, das wüsste ich. Außer... er war einfach so gekommen.
Manchmal machte er das, nur um plötzlich da zu stehen und mich anzugrinsen... Es war unglaublich süß. Dann sprach er mich in der Bar an als hätten wir uns noch nie gesehen und als wäre ich einfach ein hübscher Junge, der ganz plötzlich seine Aufmerksamkeit gefesselt hätte, so sehr, dass er ihn anflirten und ansprechen musste. Und weil es ein so schönes, flatterndes Gefühl in mir verursachte dachte ich mir immer wieder eine neue Story aus wer ich war und was ich da tat... und eine kleine Weile verbrachten wir unser Leben zusammen in dieser Seifenblase.
In der Seifenblase war alles in Ordnung und es tauchten nicht plötzlich Ehefrauen auf, die das gute Recht hatten zu schreien und zu toben. 

Irgendetwas roch plötzlich komisch, aber ich maß dem keine Bedeutung zu. In meinem Fokus lag jetzt ganz allein, die Misses irgendwie von hier weg zu bekommen. Sie durfte einfach nicht wissen was ihr Mann und ich manchmal taten, es bedeutete doch nichts!
Es bedeutete für ihn nichts... Ich war vielleicht naiv, aber nicht blöd. Im Kopf und im Herzen des rothaarigen Hünen war immer seine Frau und wer konnte es ihm verdenken? Sie war schön, klug, selbstständig, man musste sie einfach gern haben, egal wo und wer. Sie war eine richtige Dame. 
Ohne, dass ich es merkte floss zu meinen Füßen dunkles, dickes, geronnenes Blut aus dem Müllsack in den ich Mr. van Hagens verfrachtet hatte...
"Sie sollten wirklich bei der Kälte nicht solange hier draußen sein, Misses.." 

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Pan

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Halbblut Vampir Flexibel Muggelschule/-uni Flirt Abgebrochen Sonstiger Angestellter Pro-Magie

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Re: Zukunfts-Thread XXIII

from Pan on 11/07/2017 06:32 PM

Das Bad des Hotelzimmers war ein einziger See aus Tränen, Blut und allem was dazwischen so zu finden war. Kaum noch etwas übrig von der blankpolierten Reinheit, die die Zimmermädchen immer und immer wieder für neue Gäste hinterließen.
Aber genau genommen war das was da lag auch kein Gast mehr... oder zumindest nicht mehr alle seine Bestandteile. Selbst für ein medizinisch ungeschultes Auge wurde nach ein paar Minuten des Abscannens klar, dass irgendetwas fehlen musste. Ein Arm hier, ein Fuß da.... Aber nirgendwo ein zweites Ohr.
Der dürre Junge in der Tür hatte einfach nur sehr tief geseufzt und etwas vor sich hin gemurmelt, das wage wie "Ach, Keen...." geklungen hatte. Dann hatte er die Ärmel hoch geschoben und sich ans Werk gemacht.


Während ich den Sack mit den Überresten von Pascal van Hagen vom Rollwagen zerrte, weil die Hintertür blöder Weise zwei Treppenstufen nach draußen hatte an die ich nicht gedacht hatte, überlegte ich krampfhaft wie und wann ich in einem von Janets unbedachten Momenten seinen Namen aus der Gästeliste auschecken musste. Und ärgerte mich ein kleines Bisschen darüber, dass ich von meinem hart erarbeiteten Geld auslegen musste um so zu tun als hätte Mr. van Hagen seinen Aufenthalt bar bezahlt. 
Aber als der Sack in den offenen Türrahmen plumpste war der Ärger schon wieder verflogen.
Immerhin tat ich das nicht für irgendwen, ich tat es für Keen. Er konnte doch nichts dafür, er hatte diesen Holländer nicht aus böser Absicht umgebracht. Und bevor man blöde Fragen über Vampire im Grand oder Morde von Hotelangestellten reden konnte war es nunmal gar nicht so dumm ihn direkt zu zerlegen. Nur.... was mit dem Ohr passiert war, das war so eine Frage. Ich hatte es intensiv gesucht um nichts zu übersehen, aber nichts!
"Sie müssen ein sehr hübsches Ohr gehabt haben, Sir.", presste ich hervor als ich diese Tonne von einem Sack endlich die Stufen hunter hatte. Wie konnte ein einzelner Mensch nur so schwer sein?!

Billy?
Im Bruchteil einer Sekunde riss ich die Augen auf und blieb wie vom Donner gerührt stehen.
Das war keine Stimme aus dem Hotel... ich kannte sie alle. Zum Glück, immerhin hätten die meisten von ihnen gerochen was in dem Sack war. Blut war intensiv.. außer in Mr. van Hagens ehemaligen Bad. Das stank mittlerweile so dermaßen nach Putzmittel, dass keiner der Clanbrüder jemals herausriechen würde können was da passiert war.
Nein, das hier war schlimmer. Wie ein elektrischer Impuls rammte sich diese Stimme in mein Ohr, durch meinen Gehörgang in mein Hirn und erleuchte in hellen Neonbuchstaben ein Wort vor meinen Augen: MISSES.
Noch immer über den Sack gelehnt und dessen Ende in den dürren Fingern wandte ich den Kopf und blinzelte diese Frau perplex an.

Milliarden von Gedanken prasselten auf mich ein als ich sie nicht nur hörte, sondern sah. Fragen und Erinnerungen an unsere Begegnung, Vorstellungen wie dieses Gespräch nun verlaufen würde, über ihr Entsetzen, ihre Abscheu, die Panik in ihr; über die Wahrheit die hier überall passierte.
Die Wahrheit. So einfach. Lügen.
Darin war ich doch Profi. 
"Misses...", purzelte mir über die Lippen als ich sie öffnete, ohne, dass ich irgendetwas dagegen tun konnte. "Was... wie kommen Sie denn hierher?"
Als würde es sich nur um wertlosen Plunder handeln ließ ich den Sack los, ließ ihn achtlos neben mir herum liegen und richtete mich auf. Ihr Blick ruhte verwirrt auf mir und machte mich unruhig... hatte sie irgendetwas gesehen? Und was musste sie jetzt über mich an diesem Ort denken?
"Sie sollten so spät nicht allein rumlaufen.", versuchte ich es mit einem lieben Lächeln. "Das ist kalt und gefährlich!"  

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Pan

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Re: Dalston Superstore [LGBT Kaffee Bar]

from Pan on 11/07/2017 06:10 PM

Mein süßestes, kleines Lachen waberte über die Ohrmuschel an meinen Lippen und es war ein glücklicher Zufall, dass er mein spöttisches Zucken in der Augenbraue gar nicht sehen konnte. Dafür kitzelten mich seine hübschen Locken zu sehr im Gesicht... aber sie waren am Ende doch genauso gewesen wie jeder andere Kunde auch: Kurz offensichtlich stutzig über mein Alter, über die Möglichkeit, dass ich log, dann das kurze Nachdenken... ob Moral wichtig war wenn man sich nicht kannte. Und schließlich doch der Moment in dem sie sich alle entschlossen so zu tun... als hätten sie nie gefragt. 
Eine verwandte Seele also, Strakur....
Wenn er es so sehen wollte? Warum nicht?
Aus reiner Neugier fragte ich mich einen Moment was dieses Strakur wohl heißen sollte, aber ich konnte es mir denken. Und im Endeffekt war es auch völlig egal, weil jeder von ihnen seinen Namen für mich hatte. Nur für die Stammkunden machte ich mir die Arbeit sie aufzuschreiben um den Überblick nicht zu verlieren. 
Er würde keiner werden. Er würde sein Urlaubsgeld bei mir lassen und danach auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Ein kleines Taschengeld.
Ein Paar neue Schuhe.
Nichts Weltbewegendes.

Genau in dem Moment als seine Finger den Reißverschluss meiner Jeans erreichten setzte meine Hüfte sich geschickt in Bewegung. Geschmeidig wie eine rollige Katze schob ich mich auf den Schoß des Hünen, ließ meine Schenkel gerade so über die seinen streifen, dass eine Ahnung meines Körpers auf seinem enstand und nutzte den selben Moment um meinen ersten butterweichen Kuss unter sein Ohr zu setzen. Er roch nach Schweiß und Moschus... wie ein Mann riechen musste.
"Und wenn ich den perfekten Tanzboden kenne...?", wisperte ich ihm zu ohne ihm Zeit zu geben darüber nachzudenken, denn meine Zunge blieb in Bewegung. Ohne, dass er es wusste schrieb sie ein Wort auf seinen Hals, ohne Stocken, ohne Probleme, wendig und willig; ein Wort, das in jeder Situation bestens passte: Komm.
Meine Hand wanderte aus seinem Schoß zu seiner Seite, darüber hinweg und quer über seinen breiten Rücken. Ich zog mich fest an ihn, ließ ihn ganz genau fühlen was er verpassen würde wenn er jetzt noch einen Rückziher bringen würde. 
"Also, mein Gentleman... vertraust du mir?"

Er müsste mich nur packen und hinaus schleifen. Er müsste nicht ein Wort mehr sagen, nichts. Nicht Ja oder Nein, nichts.
Nur ein Handgriff und ein paar Schritte.... und er würde eine wunderschöne Nacht haben.
Und wahrscheinlich eine ziemlich teure.

Sehr wahrscheinlich.  

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Re: Zukunfts-Thread XXIII

from Pan on 08/25/2017 09:57 PM

Ich stand da wie ein Idiot und sie? Sie lächelte. Und sie lächelte so ehrlich und so nett und so weich, mit hübschen, funkelnden Augen und so schönen Grübchen... dass mir ganz schlecht wurde. Sie war wunderschön und nett. So nett. Eine nette, hübsche, erwachsene Frau. Sie konnte gut mit Sprache umgehen und kannte all diese Gedichte und Bücher. Und ich? Was war ich? 
Ein Junge, den ihr Mann gefickt hatte. Der hier stand, mit dem Geld dafür in der Arschtasche und mit seinen dreckigen Fingern ihre Bücher betatschte. Und ihr ins Gesicht log. Dieser unglaublich netten Frau. Die mir einfach glaubte, was ich ihr erzählte und nicht, weil sie dumm war oder verbittert, sondern weil sie mir glaubte.
Aber ich hatte nun einmal zu lügen angefangen, also.... musste ich weiter machen. Und hoffen, dass Arn - wenn er denn irgendwann aus der Dusche kam - einstieg in das Schauspiel und... er würde mich nie wieder anrufen. Nie wieder. Nicht nach dem hier. 

Kurz sah ich auf das Buch hinab.
"Nein, das war nicht in Ordnung.", erwiderte ich etwas belegt und blinzelte gegen die Tränen an, die zum Glück noch nicht in meinen Augen angekommen waren. Haltung! Immer lächeln! Immer schön lächeln! Also lächelte ich und hob den Blick wieder um sie anzusehen. "Es tut mir leid, Misses. Manchmal bin ich ein echter Tollpatsch... einfach so halb in der Nacht hier anzutanzen! Es ist schwierig, Misses, wenn man doch weiß wo sein Platz ist und man macht so dumme Fehler. Ich hätte Ihren Mann nicht wecken dürfen, das war.... es ist nur viel Stress, aber er kann ja nichts dafür, bitte sagen Sie ihm das. Dass es mir leid tut. Ja?"
Dass es mir leid tat, dass ich nicht sofort gegangen bin wie es sich gehört. Dass ich in seinem Leben herum geschnüffelt hatte als ginge es mich etwas an. 
Ich schüttelte nur den Kopf zu ihrer Frage und verzog kurz überfordert das Gesicht. Mit ihr frühstücken? Wenn ich überhaupt etwas essen würde.... und selbst dann. "Nein, danke, Misses, ich hab schon. Ich will auch echt nicht stören."

Sie nahm auch das Buch nicht. Und weil ich nicht weiter da stehen wollte wie das dünne Elend beim Flyerverteilen zog ich den Arm wieder zurück. Strich ganz vorsichtig über die geprägten Buchstaben und hörte ganz genau zu, was sie sagte. Überrascht blinzelte ich sie an als sie von Stunde sprach. "Sie sind Lehrerin?", fragte ich neugierig und langsam ging mir ein Licht auf. Sie kannte das alles, sie war so schlau, weil sie das Anderen beibrachte. Und sie sagte Studenten, hieß das da überhaupt Lehrerin? "Nein, Professor.", korrigierte ich mich und wurde noch einen Ticken blasser bevor ich rot wurde, weil ich merkte, dass ich es laut gesagt hatte. "ProfessorIN.", verbesserte ich mich verschämt und lachte leise. "Dann... lesen Sie das mit ihren Schü.. Studenten? Chaucer. Und Dickens und sowas, oder? Das mag ich, ich versteh nicht alles, aber... ich mag Charles Dickens. Ich mag seine Figuren."
Und ich redete wirres Zeug. Mann, oh, Mann, ich machte alles nur noch schlimmer!

Remember
..... ja, das hatte ich eben gelesen. Es war wunderschön. Jedes dieser Gedichte war wunderschön und irgendwie auch wieder nicht. "Sie klingt so traurig.", flüsterte ich abwesend und blätterte sanft durch die Seiten. "Jedes Gedicht ist so... als würde... sorry, mir fällt nur traurig ein."
Wieder lachte ich unsicher, einfach, weil ich es nicht mal schaffte eine vernünftige Beschreibung raus zu bringen, wo vor mir doch eine Frau saß, die mit Sprache ihr Geld verdiente. Wenn Arn mich nicht anrief oder bei mir im Grand war, dann lag er bestimmt ganz nah bei ihr und sie las ihm das vor. Diese Gedichte und noch die ganzen anderen, die ich nicht kannte, diese wunderschönen Worte und sie las sie so vor, dass sie auch ganz genau das sagten was sie... und er... legte den Kopf auf ihren Schoß und schloss die Augen. Und wenn das Gedicht vorbei war küssten sie sich und er hielt ihre Hand.

Ich fühlte mich unglaublich dreckig.

Schnell legte ich das Buch auf den Couchtisch, lächelte die Misses nochmal an, zog mir das Shirt ordentlich und zeigte in Richtung der Wohnungstür. Ich hätte schon längst nicht hier sein sollen, und mich jetzt noch mit ihr setzen ging gar nicht. Besonders nicht jetzt wo oben das Wasser in der Dusche ausgegangen war. Arn würde schon was einfallen, wenn er runter kam und wenn nicht... wollte ich nicht dabei sein. 
"Misses Freyja, es tut mir leid, ich hätte echt nicht stören sollen. Ich geh lieber wieder, Sie haben sich so viel Mühe gemacht und Sachen gekauft und es ist ja auch frei heute.", erklärte ich so schnell es ging und trat schon rückwärts Richtung Flur. "Es tut mir leid, das kommt echt nicht mehr vor, versprochen! Sagen Sie bitte dem Schulleiter nichts... sonst schmeißt er mich noch raus oder ich muss nachsitzen!" 

Und damit verschwand ich im Flur, eilte zur Tür... und blieb noch einen Moment stehen.
Ich würde Arn vielleicht nie wieder sehen. So lief das, wenn wir Jungs auf die Ehefrauen trafen. Dann war Ende, dann kamen die Kunden in Erklärungsnot, mussten sich was einfallen lassen oder einfach ihr Gewissen beruhigen. Und sie riefen nicht wieder an. Wir hörten nie wieder von ihnen. Weil mit Jungs wie uns war das so schön einfach: Man musste nicht Schluss machen, man musste sich nicht verabschieden. Mein Blick fiel auf das Bild von Arn und der Misses, das im Flur an der Wand hing.

Ich zog das Geld aus der Hosentasche... und schob es in die Tasche seiner Jacke in der Garderobe.
Und als ich Arns überraschte Stimme im Wohnzimmer hörte schlich ich durch die Wohnungstür hinaus.

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Re: Zukunfts-Thread XXIII

from Pan on 08/18/2017 10:41 PM

Langsam verstand ich, was Arn an dieser Wohnung so mochte. Draußen war es nicht mehr stockfinster, da war dieser ganz leichte Schauer von Blau in dem Schwarz, der zeigte, dass irgendwann in einer Stunde die Sonne aufgehen würde hinter den Hochhäusern. Und hier drin brannte das Licht, so warm, dass man durch das ganze Holz meinen konnte man säße an einem schönen Kamin. Die Couch und die Bücher verströmten einen Geruch von Gemütlichkeit, wie eine nette Einladung sich ganz wie daheim zu fühlen..... und in all dem das Geräusch der Dusche im Bad. Und die Gedicht im Buch in meinen Fingern. Ich wurde einfach eingehüllt von den Worten, bis ich gar nicht mehr merkte, dass ich bald verschwinden sollte, dass ich aufgehört hatte laut vorzulesen, sondern nur noch die Lippen bewegte. 

Ich weinte nicht, aber mir war danach zumute. Nicht aus Schmerz, sondern weil das so schön klang. Meine Finger glitten über die Zeilen in dem kleinen Buch und streichelten jedes noch viel kleinere Wort dankbar. Warum gab es Menschen, die so schöne Sachen schreiben konnten und man konnte nicht mit ihnen reden? 
"Christina Rossetti...", sagte ich noch einmal, damit ich es mir einprägte. Ich durfte es nicht vergessen, sonst würde ich für den Rest meines Lebens unglücklich.
Und da hörte ich das Klappern einer Schüssel in der Wohnküche neben mir. 

Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich hinüber, klappte vor Schreck schnell das Buch zu und rührte mich nicht mehr. Wie ein Reh. 
Und zwei große, leuchtend blaue Scheinwerfer strahlten mich an.
Mein Herz blieb stehen. Seine Frau war Zuhause....

Ich war sogar unfähig zu blinzeln. Meine Finger griffen tief in das Buch. Das war nicht gut. Das war ganz und gar nicht gut. Nicht einmal ein bisschen.
Ich nehme an, es gibt einen Grund, weshalb du in unserem Wohnzimmer bist? 
Ich wollte wirklich antworten, ich öffnete sogar den Mund um das zu tun, aber.... ich wusste nicht was. Eigentlich war ich richtig, richtig gut mir aus dem Stehgreif irgendeinen Mist einfallen zu lassen, wir mussten das sein, das war überlebenswichtig, aber...diese Frau hatte ich mir so oft auf den Bildern in Arns Handy angesehen. Diese ganzen liebevollen Selfies. Hier konnte ich mir nicht schnell einreden, dass sie ein Fehler in seinem Leben war, ein garstiger Drache vielleicht oder eine herrschsüchtige Egoistin und Schnipp fiel mir was ein.
Magst du Gedichte? 
Völlig perplex sah ich auf das Buch hinab. Betete, dass Arn aus dem Bad käme und sich schnell irgendetwas einfallen lassen würde; immerhin war das doch seine Frau, nicht meine! Ja, genau! Warum musste ich denn jetzt lügen?! Und warum kam sie mir jetzt so nah?! Aber das Wasser lief weiter.
Wie heißt du denn?
"Billy."

Es war mir raus gerutscht...... und vom Fleck weg wurde mir speiübel. Billy. Warum hatte ich das gesagt? Es gab tausend Namen auf der Welt, nein, noch viel mehr. Peter, Mark, Tom, alles genauso simpel, warum hatte ich Billy gesagt?! Ich schluckte und das Schlucken blieb mir im verstopften Hals hängen, dass ich husten musste.
Schwer atmend wich ich einen Schritt zurück und versuchte das wieder in den Griff zu kriegen. Der Name war raus, ich musste irgendwas damit tun. 
Da fiel mein Blick auf Arns Tasche am Fenster, mit dem Waffen der Falconwood Acadamy. Und in meinem Hirn baute sich so schnell wie möglich etwas zusammen. "Ich bin Schüler bei den Nighthuntern, aber... ich... na ja, gucken Sie mich an. Nicht gerade ein Jäger....", murmelte ich und lachte verlegen. "Ich hatte gehofft Ihr Mann kann mir helfen, er ist doch so eine hohe Person in der Schule."

Wieder drückte ich die Finger in das kleine Buch, bis mir klar wurde warum sie es so schnell erkannt hatte. Das waren nicht Arns Bücher, das waren ihre. Schnell hielt ich es ihr hin. "Entschuldigen Sie, ich hätte Ihre Sachen nicht anfassen dürfen! Nur.... ich mag Gedichte sehr, wissen Sie? Und von dieser Frau hier hab ich noch nie was gehört und da.... war ich neugierig."

Das musste doch reichen um sich höflich verabschieden zu können, oder? Es klang doch ganz plausibel in meinen Ohren. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass sie nicht auch in Falconwood arbeitete... dann war die Geschichte hinfällig.
Ich lächelte sie einfach mit meinem liebsten Lächeln an. Was auch immer passieren würde: Es hatte schon Schlimmeres gegeben als von einer Ehefrau aus dem Haus geprügelt zu werden.

Nur warum fühlte es sich gerade nicht so an? 

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Re: Dalston Superstore [LGBT Kaffee Bar]

from Pan on 08/18/2017 09:10 PM

Die Standardfrage: Als wenn die einer fragte um schließlich doch moralisch oder anständig zu sein, so ein Quatsch. Als - fuckin - ob. Sie stellten sie um ihre Hände in Unschuld zu waschen. Um den netten Leuten von der Sittenpolizei ganz verstört entgegen zu treten wenn sie erwischt wurden. Officer, ich habe es wirklich nicht gewusst! Er sagte er wäre volljährig und ja, ich weiß ich hätte seinen Ausweis verlangen sollen, es tut mir so leid! Ich dachte halt ich könnte ihm vertrauen! Ich war so dumm, bitte, sagen Sie nichts meiner Frau! Ich hätte ihn doch nie angefasst wenn...
Immer das Gleiche. Sie bekamen keinen Ständer von einer Zahl auf einem Stück Plastik. Und das wussten alle.  
"Süße 20, mein Schnuckelhase.", flötete ich deswegen über den Rand meines Glases und warf Frage und Antwort auf den gleichen imaginären Müllhaufen auf dem so viel von dem Unsinn landete der zu so einem Gespräch gehörte.

Von der Seite her beobachtete ich den Riesenkerl mit den Locken und meine hellblauen Augen blitzten ihn unter dünnem Kajal und dichten, langen Wimpern heraus an. Es war ja fast süß wie er versuchte etwas Besonderes aus sich zu machen.... nicht zu sein wie die anderen hier. Dabei stand ihm SEX auf die Stirn tätowiert. Er war aus dem gleichen Grund hier wie alle anderen auch.... aber er wollte mich spüren lassen, dass er besser war. Und ich dadurch besser wurde, weil ich ihm aufgefallen war. 
Ich ließ ihn.
"Warum muss ein Gentleman denn steif sein?", fragte ich neckisch als ich zu näher ihm heran rutschte und wählte meine Worte sehr genau. "Und mal ganz nebenbei.....tanzen hier einige um diesen Stock im Arsch erstmal zu kriegen. Ist doch auch ein schönes Gefühl..."
Ganz ungeniert zwinkerte ich ihm zu, machte das kleine Spielchen mit, das er über die Menge eröffnet hatte. Denn wenn ich mich nicht irrte - und das tat ich selten - spürte meine Hand, die sich wie beiläufig auf seinen Oberschenkel gelegt hatte auch eine nicht zu verachtende Größe in seiner Jeans. Und genug Muskeln in ihm damit er wissen musste wie er sie benutzte. 

"Keine Angst, du Hopfenkenner. Ich verspreche dir, nicht nur meine Lippen bleiben funktionstüchtig.", raunte ich und leerte den Rest meines Glases in einem Zug um es dem Barkeeper rüber zu schieben. Auch nicht ohne Grund, denn der war gerade hinter dem Lockenkopf beschäftigt und so konnte ich mich schön langsam an ihm vorbei beugen um das Glas die Theke hinunter zu schieben. Schön nah an den Fremden und seine erhitzte, breit Brust. Und auch die Finger auf seinem Schenkel bekamen eine Ausrede weiter hinauf zu wandern.... als ich mich zurück lehnen wollte blieb ich auf Höhe seines Ohres verharren, musterte sein Profil neugierig bevor ich ihm zuflüsterte. "Und ich bin Schotte. Du Experte."
Wie warmer Sirup floss meine Stimme direkt in seinen Gehörgang... und noch bevor er etwas erwidern konnte tanzte meine Zungenspitze über seine Ohrmuschel, meine Finger blieben in seinem Schoß liegen, kitzelten die Nähte der Jeans, forderten ihn heraus mir zu zeigen wie besonders er war. Aufmerksam behielt ich die Leute um uns im Auge als ich anfing, ganz zart nur, an seinem Ohrläppchen zu knabbern....nicht nur die Jeans zu streicheln. 

"Willst du tanzen...?", hauchte ich und mein Atem traf diese empfindliche Stelle zwischen seinem Ohr und seinem Kiefer. Natürlich war mir klar, was er wirklich wollte. Er wollte es heiß und hart und eng. Aber ich wollte es hören.

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Reply Edited on 08/18/2017 09:12 PM.

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Re: Zukunfts-Thread V

from Pan on 08/18/2017 07:02 PM

Nach all der Aufregung wurde es endlich friedlich.....das war alles was ich wollte. Manchmal war das Leben eben nicht wie in einem schönen Film oder auf den Bildern von Florida, es war dunkel und schwer und voller Angst. Aber die Hauptsache war, dass man jemanden hatte mit dem man sich fürchten konnte. Und lachen. Und sich einfach lieb halten..... damit der Rest der Welt nicht mehr so riesig wirkte. 
Wir hatten hier unsere eigene, kleine Welt. Aeggy, Meja und ich und das Bett. Aeggy hielt Meja im Arm und meine Hand. Und ich hielt ihre. Und so waren wir alle zusammen ein kleines Nest aus Traurigkeit und Angst und... Liebe. Genau wie früher, wenn ich meine Matratze mit Cole geteilt hatte und er mich solange im Arm gehalten hatte bis ich schlief.

Ich lächelte Meja einfach nur an und ließ ihren Satz ganz leicht mein Herz wärmen. Sie hatte mich lieb.... dabei hatte ich doch nichts getan als sie in Aufregung zu versetzen und leise und schief ein Lied zu singen. Mehr nicht und wenn wir ehrlich waren: Was hätte ich denn auch sonst tun sollen? Meja und ich wussten, was wir waren und wo unser Platz war - Und darin wussten wir auch, dass uns wirklich niemand helfen konnte mit dem was passiert war oder eben nicht passiert war.
Ganz vorsichtig rutschte ich noch etwas näher heran, lächelte leicht, weil sie uns Scherbenkinder nannte, genau wie Keen das tat, und schmuste sanft wie ein Kätzchen mein Gesicht an ihres. "Wir halten immer zusammen.", flüsterte ich ihr zu.

Aeggy weinte. Immer dann krampfte sich mein Magen zusammen, schon seit der Nacht in der er mich gefunden hatte, aber er durfte das auch... weil Aegir auch ein bisschen kaputt war, so wie wir, nur anders.
Deswegen blieb ich still, streichelte seine Hand und gab Meja Küsschen bis ich spürte, dass beide fest eingeschlafen waren.   

Erst dann zog ich mich etwas zurück....sah mir diese beiden Menschen an und wie sie sich fest hielten um nicht in der Dunkelheit um sie herum einfach zu versinken und zu verschwinden und neben dem kleinen Stich in meinem Herzen, den ich immer irgendwo spürte wenn ich glückliche Pärchen sah kicherte ein kleines, glückliches Kinderlachen in mir. Diese beiden liebten sich so sehr, dass sie sich gegenseitig wieder kleben konnten. Und zum strahlen bringen.... Denn so sehr ich Aegir liebte und so sehr ich ihm am Rockzipfel gehanden hatte für eine endlos lange Zeit: So warm und glücklich hatte ich ihn noch nie gesehen als in dem Moment als Meja sich im Schlaf an ihn kuschelte.

Hier hatte ich nicht mehr zu stören.

Also erhob ich mich ganz leise, wie ich es gelernt hatte um bei Freiern schnell davon schleichen zu können, und rutschte vom Bett. Ganz leise hob ich die Decke an und zog sie über diese liebevollen Menschen, damit sie auch bloß nicht froren...betrachtete ihre friedlichen Gesichter und gab jedem von ihnen einen weichen Kuss auf das Haar.
Meja - Weil du es verdient hast ihn für dich zu haben, nur für dich.
Aegir - Weil du stark genug bist um bei ihr schwach sein zu dürfen.

Wenige stille Momente später fiel die Tür ins Schloss, so leise, dass selbst ich es nicht gehört hätte. Ich raffte den Kimone etwas fester und tappste den Gang runter. 
"Und alles geklärt, kleiner Mann?", fragte Eric, der am Treppenabsatz Wache hielt und ich drückte ihn einfach, auch wenn er überrascht auflachte und mir den Rücken tätschelte.
"Alles in bestester Ordnung!", nuschelte ich lächelnd. "Ich geh ins Bett, magst du mitkommen?"


~ Thread FREI ~

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Reply Edited on 08/18/2017 07:03 PM.

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Re: Pan & Jim ~ Die Akte

from Pan on 07/26/2017 07:27 PM

"Jajajaaaa..........", kommentierte ich seine frechen Worte mit einem jungenhaften Kichern und rieb mich ganz leicht an seinem Rücken. Meine Arme legten sich fester um seinen Hals, nur damit ich mein Gesicht in seinem Haar vergraben und ein kleines, süßes Küsschen auf sein Ohr setzen konnte. "Da sagt man euch einmal, dass ihr die Besten seid....und schon nehmt ihr euch alle Frechheiten heraus, die euch einfallen.", raunte ich ihm honigweich in sein hübsches Ohr. Stimmte schon, Jim wusste genau, dass seine Karteikarte bei mir ein kleines Sternchen trug, nicht nur, weil er immer lieb blieb und gut zahlte, sogar reichlich Trinkgeld gab. Er machte eine nette kleine Sache daraus, spendierte mir vorweg immer irgendetwas, redete mit mir: Er war ein kleiner Gentleman in der Verpackung eines grimmigen Polizeibärchens. Das mochte ich so an ihm. 

"White Russian, Oscar.", warf ich dem grinsenden Barkeeper zu und beobachtete über Jims Schulter hinweg wie der Likör und der Vodka vermischt wurden und die Sache sich wie eine weiche, dicke Federdecke darauf legte. Meine Finger hatten den Weg zu Jims Kragen ganz natürlich gefunden.... und strichen den Saum entlang über seine von der Arbeit ganz speckigen Haut. Nur sehr widerwillig schob ich mich auf den Barhocker neben ihn und fasste mein Glas um den Finger in die Sahne zu stecken und diese dann verdächtig langsam von meinem Finger zu lecken.
"Langer, harter Arbeitstag, Schatz?", fragte ich verspielt und warf ihn unter meinen langen, dunklen Wimpern den Blick einer besorgten Ehefrau zu.

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Re: Pan & Jim ~ Die Akte

from Pan on 07/25/2017 10:59 PM

NOTIZ: zum ColdCase archivieren, da bereits fast 7 Jahre zurückliegend ~ Mj. Fairwood
Billy Bailey, vermisst gemeldet von Samantha Bailey (Mutter), wohnhaft Glasgow-Dalmarnock. 
Zuletzt lebend gesehen von der Melderin am 18.08.2016 ungefähr 4:00Uhr in der Frühe.
Umstand des Verschwindens: Keine Angaben.
Alter bei Verschwinden: 13 Jahre
Lichtbild: beiliegend (letztes aktuelles Foto aus dem Besitz der Mutter)

Vom Foto grinst dich ein schäbiger, dünner Hochhausjunge an, mit verschnittenem Haar und einer Kippe in dem viel zu jungen Puppenmund, hinter ihm Glasgows Plattenbau.


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Der Club war mächtig gut besucht heute, ein wahres Guppibecken an Möglichkeiten für den Rest der Nacht und weil heute Abend niemand einen Begleiter gebucht hatte hatte ich alle Zeit der Welt mich hübsch zu machen, mir die richtigen Klamotten raus zu suchen und sogar noch eine Gesangs-Session in Unterwäsche durchzuführen, dass Aeggy wieder die Ohren geschlackert hatten! 
Ich war richtig gut drauf! Heute Nacht würde was einbringen, das spürte ich!
Ich meinte: Job war Job und ich war jetzt nicht heiß drauf dauernd gevögelt zu werden, aber ich war nunmal gut darin und Aeggy hatte genug Stress für drei in letzter Zeit. Da hieß es: Ranhalten! Geld einfahren und Aeggy zum Strahlen bringen!

Bester Dinge schäkert ich die Neulinge im Club ab, einen nach dem Anderen, schaute ihnen auf die nervösen Fingerchen, spielte ein bisschen mit ihren Gürteln und nach und nach trennte sich die Spreu vom Weizen. Da war einere, der mir schon seit einer Stunde hinterher rannte und seine Augen gar nicht von meinem kleinen Teenie-Hintern lassen konnte. Ein Daddy-Type, ein Mann der Zuhause sicher drei bezaubernde Kinder hatte, die er abgöttisch liebte.... vielleicht sogar mehr als er sollte.
Ich warf ihm einen Blick zu... wir verstanden uns. Hier musste er sich keine Sorgen machen.
Solange er mich hatte würde seinen Engelchen nichts geschehen.

"Musst du denn heute kommen..?", nöhlte ich fröhlich als ich meinen Sternchen-Cop an der Bar erkannte und ganz langsam die Arme von hinten über seine Schultern legte um mich der Länge nach an ihn zu schmiegen. Meine weichen Lippen legten sich in seinen ausrasierten Nacken und knabberten daran. "Wo so viele Neue da sind..? Du verhunzt mir das Geschäft, Bärchen." 

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Pan

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Re: Zukunfts-Thread V

from Pan on 07/23/2017 04:01 AM

Sie war eine Mommy. Meine großen Augen starrten Meja an, nicht geschockt, nicht überrascht....nur so traurig. Meja war viel zu jung um eine Mommy zu sein. In der normalen Welt zumindest.... Es war der Beweis, dass sie eine von uns war, eine von den Nachtfaltern und Puppenjungs, dazu musste man nicht die Straße rauf und runter gelaufen sein bis einem die Finger froren. Da reichte ein Mensch, ein Mann, der eigentlich nicht hätte da sein sollen wo er gerne hinwollte. Der sich das einfach genommen hatte.
Aber das sagte ich nicht, über so etwas redete man nicht! Man ertrug es und hoffte, dass es dafür irgendwo auf der Welt jemanden gab, der einen im Arm hielt. Einfach nur im Arm. Einen, den einen, der all die anderen Male wieder gut machte, einfach wegwischte als wären sie nie da gewesen.
Solange... waren wir untereinander Freunde. Und warteten alle gemeinsam.

Mein Blick huschte zu Aegir als er meine dürren Finger in seiner großen Hand drückte.
Ich wusste nicht was in seinem Leben kaputt gegangen war, weil ich ihn nicht danach gefragt hatte. Manchmal konnte man es sehen, wie in den letzten Tagen; wenn er aufhörte streng und groß und beschützend zu sein, sondern anfing die Clanbrüder so anzuschreien. Wenn er die Zähne zusammen biss, die Arme verschränkte und so ganz leicht das Gesicht senkte, nur ein bisschen, um die Anderen in Grund und Boden zu stieren. Dann ging es ihm schlecht.... und seit der Jägerjungen mit den stechenden Augen da gewesen war ging es ihm richtig schlecht. Irgendetwas war kaputt und egal was es war und ob meine Ideen dumm waren, ich würde versuchen ihn wieder zum Lächeln zu bringen. 
Das Gleiche hatte er für mich doch auch gemacht....
Sanft drückte ich seine Finger wie er meine, ein Schmetterlingsschlag im Gegensatz zu ihm und lächelte verlegen. 
Und ich für dich, Papa Aeggy. Immer.

"Und ich rede mit den Jungs.", flüsterte ich Meja zu als Aegir ihr so süß versprochen hatte nach ihrem Baby zu suchen. Die Jungs von der Straße, die Jungs von früher. "Gleich morgen früh. Sie wissen oft mehr als.... na ja."
So wie Meja vorhin bei mir, so fasste ich jetzt ihre Hand und hielt sie einfach fest. Sie war eine Mommy... und Alma durften nicht wie die ganzen anderen Glühwürmchen verloren gehen und verschwinden. Wir würden sie finden, egal wie lange wir suchen mussten! Wir waren jetzt eine Familie. Meja war ein Teil meiner Familie und Alma dadurch auch. Freunde konnte man verlieren, das passierte dauernd, aber nicht die Familie.
Ganz langsam robbte ich wieder etwas an die beiden heran und biss mir unsicher auf die Unterlippe... singen? Jetzt...? Ich... das war komisch.... irgendwie....

"Komm her, schon gut, ärger dich nicht, er ist ja weg."
Unter der stinkigen Decke zog mich Cole zu sich und schloss mich ganz, ganz vorsichtig in die Arme. Cole konnte mich immer so halten als würde er mich gar nicht anfassen, das war so schön. Er war ein paar Jahre älter als ich und Bo sprach dauernd davon, dass er zu alt für das Geschäft wurde, aber dann lachte er nur, streckte ihm die Zunge raus und legte die Scheine auf den Tisch. Cole war so taff....
"Du bist nicht dreckig, Kleiner, soll er dich doch so oft Nutten nennen wie er will!", sprach er mir zu und küsste lieb mein zerrupftes Haar. "Was soll das denn heißen, hm? Dass du schlecht bist, weil du dich bezahlen lässt? Er soll das Maul halten und darüber nachdenken, dass da zwei zugehören! Einer der so lieb ist sich zu teilen und einer der bereit ist dafür zu bezahlen! Wer ist hier dreckig?!"
Ich fing einfach an zu weinen und rollte mich in seinen Armen zusammen.
"Och, Häschen.... komm schon... soll ich dir was singen...?"
Ich nickte.

"Mir geht's gut, sag ich mir täglich.... wenn's auch nicht stimmt.", fing ich ganz leise und weich an zu singen und streifte mit meiner Nasenspitze die von Meja, wie Cole es mit mir gemacht hatte. "Denn das Schwerste ist erträglich.... wenn man's leicht nimmt. Hab und Gut geht... wie der Wind weht... auf der Welt ist alles möglich... weil sie sich dreht."
Leise strich ich einen sanften Kreis über Mejas Wange und leuchtete sich mit diesen Augen an, die nicht verlernt hatten zu hoffen.
"Glück ist ein Blatt im Wind, flattert vorbei geschwind.... aber danach zu jagen, das hat keinen Sinn.....", sang ich süß für sie weiter, schloss die Augen und beschwor das alles wieder herauf, was dieses Lied mir damals gegeben hatte. "Da ist der Teufel los! .... Lach ich....?"
Fragend, wie als kleiner Scherz sah ich sie wieder an und lachte leise. "Ja, zweifellos..! Denn bei uns ist alles möglich.....weil wir halt so......sind."
Immer leiser war ich geworden und küsste zum Schluss ihre Lippen, ganz lieb, ganz unschuldig. Wie ein Kind. Drückte Aegirs Hand etwas fester und hoffte.... dass einfach alles wieder gut werden würde. 
"Alles wird gut, Meja.", hauchte ich. "Das verspreche ich dir. Das versprech ich euch beiden." 

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