Ein kleines Turmzimmer

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Sasha
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Sasha on 05/08/2017 11:37 AM

Mein Name ist Alexandra Koslow. Mein Bruder ist tot.
Rot, blutig und schmerzend prankten die Worte auf meinem Handrücken. Ich hatte gerade erst meine erste Therapiestunde hinter mich gebracht. Es war... Ich konnte es nicht in Worte fassen. Aber der neue Therapie war keiner von der Kuschelsorte. Keiner, der mit mir reden wollte, sondern einer der eher... nun ja einen Erfolg darin sah, dass er mir körperliche Schmerzen zufügte, denn nur das sollte mir helfen, mich wenn ich wieder einen Schub hatte daran zu erinnern, dass ich Alexandra war und nicht Sasha. Die Worte würden für immer als Narben zurück bleiben. Heute hatte ich diesen Satz bestimmt 50 Mal geschrieben und morgen würde ich es wieder...Ich hatte Angst, was passieren würde, wenn ich ihm wirklich mal als Sasha gegenübertreten würde.
Ich drückte meine Hand in die Schüssel Wasser, die man mir hier her gestellt hatte, damt ich mich dran waschen konnte. Natürlich wurde es so leicht blutig, aber es kühlte und tat gut. Dann nahm ich mir ein weißes Top aus dem Schrank und riss es in Streifen, um es mir um die Hand zu Binden. Besser so. Provisorisch, aber ausreichend. Im Notfall würde ich noch die Heilerin aufsuchen, die mich zwar sicherlich doof anschauen würde, wenn ich schon wieder kam. Aber egal.
Dann zog ich mich aus und gerade, als ich nur in Unterwäsche da stand, hörte ich ihn. Mein Herz setzte vor Schreck aus und ich blieb ganz ruhig stehen. Ohne mich zu rühren. Saska. Es gab nur eine Person, die mich so nannte. Und ich hatte sie bereits an der Stimme erkannt. Ich spürte mein Herz schneller klopfen. Fassungslos starrte ich die Tür an. Was machte er hier? Hatte ich halluziniert? Ich war mir nicht sicher. Ich atmete tief durch und dann höre ich ihn erneut. Flehender... Ich biss mir auf die Lippe und nahm mir mein Top und kurze Hose zum Schlafen und zog es mir über. Dann kam ich zur Tür. Mein Herz schlug wild in meiner Brust. Vorsichtig legte sich meine Hand auf die Tür und zog sie auf. 
"Mishka...", kam sein Name unerwartet leise über meine Lippen. Was machte er hier? "Was machst du hier? Du solltest nicht hier sein." Gott ich wünschte mir sehr, ich könnte mich in seine Arme schmiegen. Dort war alles gut. Dort könnte ich auch vergessen, dass Jake nicht mehr da war. Ich hatte gehört, dass er doch nicht suspendiert worden war. "Du musst gehen. Wenn sie dich finden, bist du deinen Job los." Außerdem wollte ich nicht wieder hören, dass das mit uns keine Chance hatte. Mein Herz klopfte wild in meiner Brust und noch bevor er antworten konnte, schloss ich die Tür einfach wieder. Ich hatte Angst, dass ich ihn sonst nie wieder gehen lassen könnte. Gott ich fühlte mich wie auf einer Achterbahn...

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Mikhail

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/11/2017 01:36 PM

Als sich die Tür endlich öffnete fiel mir ein Stein vom Herzen. Innerlich atmete ich auf, auch wenn ich wusste, dass es keine Garantie dafür war, dass sie allein war. Wolkow und sie waren nicht mehr allzu gut aufeinander zu sprechen, das hatte ich mitbekommen. Wurde mir heran getragen genau wie die Information, was ihr neuer Therapeut mit ihr anstellte. 
Was ich hier mochte, ja, das war die Frage aller Fragen, die ich selbst meinen Freunden nur mit den Worten beantworten konnte: Ich muss es einfach. Irgendetwas in mir sagte mir, dass ich hier sein musste, dass endlich alles seinen Gang gehen musste ob wir nun wollten oder nicht. Wir rutschten doch schon ab, warum dann nicht endgültig ehrlich sein? Dieses eine Mal?
Aber bevor ich irgendetwas davon sagen konnte schloss Alexandra die Tür auch schon wieder. Und ich stand da, in diesem nächtlichen Gang irgendeines Turmes und sah auf Holz.

Ganz langsam legte sich meine flache Hand darauf. Ich senkte geschlagen den Blick. Ein erwachsener Mann, der versuchte sich und seine Gefühlswelt wieder unter Kontrolle zu bringen.
"Ich habe ein paar Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen.", sagte ich zu einer verschlossenen Tür und hoffte einfach, dass sie es hörte wie sie mich zuvor gehört hatte. "Und mein Job.... vergessen wir das, mein Job..."
Man zerriss sich das Maul darüber warum ich suspendiert worden war, dann doch nicht und schließlich zum Kindergärtner der unteren Klassen degradiert. Haufenweise Fragen wurden gestellt. Woher sollten sie auch wissen, dass mein Abgang aus dieser Rattenfalle von Schule schon lang vor diesem Eklat ein Thema gewesen war? Und bei allem Zank, der zwischen der Nurejewa und mir lag dankte ich ihr dafür, dass sie stillschweigend jede indiskrete Frage abschmetterte. 
"Ich habe schon vor Wochen gekündigt, Saska.", sprach ich es zum ersten Mal aus. Wenige Tage nach der Nacht die wir zusammen gewesen waren. Es war richtig gewesen. Und das war es immer noch.

Schweren Herzens lehnte ich die Stirn an die Tür und atmete einen Moment meine Gedanken wieder gerade. Dann schloss ich die Augen und beschloss einfach das zu sagen, was mir auf dem Herzen lag. Das mich nicht schlafen ließ, was mich quälte und sie dadurch mit, weil irgendein Schicksal beschlossen hatte uns miteinander zu verweben.
"Ich habe gekündigt, weil ich mit einer Schülerin geschlafen habe. Als Lehrer muss ich eingestehen können, dass es ein Fehler war, der niemals hätte passieren dürfen. Und dazu stehe ich. Als Mensch..... als Mann..... als fühlendes Wesen....  weiß ich genauso wie du was passiert ist. Zwischen uns. Oder zwischen mir zu dir, wer weiß das schon."
Ich schluckte leicht und drückte die Stirn fester an das Holz. Egal wie ehrlich ich sein wollte, leicht... leicht fiel es sicher nicht. Vielleicht würde es das auch nie wieder tun, aber woher sollte Alexandra das bitte wissen? Wie sollte sie das verstehen?

Meine Stimme klang sehr viel weicher und angreifbarer durch diese Wand die uns trennte als ich einfach weiter sprach. Diese emotionalen Unzulänglichkeiten die heraus kamen, das Eingeständnis von Schwäche nagte nicht nur an meinem ungarischen Stolz. 
"Saska... ich weiß, dass ich mich in dich verliebt habe. Ich weiß es. Aber ich weiß nicht, ob es real ist. Das..... kannst du nicht verstehen und das musst du auch nicht. Es gab einmal eine Zeit in der ich ähnlich glücklich gewesen war wie mit dir... eine ziemlich lange Zeit. Eine gute Zeit. In der ich aufwachte und in ein Gesicht sah, das ich liebte. In der ich wusste, dass mein Herz sicher war, weil sie es hält. .... Urplötzlich aufzuwachen und zu merken, dass das Schönste in deinem Leben nicht nur falsch war, nicht nur verrückt und dumm, sondern.... einfach nicht wirklich existierte..... Nur die Fata Morgana eines anderen Menschen, Saska, der dachte ich wäre nicht im Stande.... sie wäre nicht im Stande..."
Die Erinnerungen an diesen Tag kamen in mir hoch, tonnenschwere Gewichte legten sich auf meinen Kopf und meine Schultern wie Fesseln, wie eine Lawine, die mich nieder drücken wollte. Und der Hass in mir glühte wieder auf. Zusammen mit der Verletzung. Mit der Enttäuschung. Der Verachtung. Diesem ganzen wertlosen Mist. 

"Was du an mir kennst, édes csikó, was du meinst an mir zu lieben, das ist... deine Tränen, deinen Kampf nicht wert, hörst du mich?", fragte ich leise und öffnete endlich wieder die Augen. Ich hatte nie angefangen die Liebe zu verachten. Nur mir selbst verbat ich es mir. Und warum auch nicht? Ich war ein Mensch unter Millionen, nur einer, es würde nichts ändern und das wollte ich doch auch nicht. Natürlich wollte ich Alexandra glücklich sehen, wissen, dass es ihr gut ging, dass sie endlich froh war. Der Grund... der einzige Grund, warum ich nie etwas gegen sie und Wolkow gesagt hatte auch wenn es mich verrückt gemacht hatte. 
"Ich bin nur ein Mann. Die Weichzeichnung eines Mannes, der die Klappe aufmacht wenn ihm etwas nicht passt, weil er Versteckspiele hasst. Er hasst sie weil er sie fürchtet. Weil er hinter jedem freundlichen Wort und jeder netten Geste die man ihm entgegen bringt eine Taktik vermutet, eine Täuschung."

Endlich trat ich von der Tür zurück und ließ die Schultern gegen die gegenüberliegende Wand sinken.
"Ich will nicht, dass ich der Grund bin warum du genauso wirst."

Das war es. Der Grund für alles was ich gesagt und getan und womit ich sie verletzt hatte. Ob wir uns in diesem Grund liebten? Unwichtig. Ob es sinnvoll war? Unwichtig. Ob man es akzeptieren würde oder nicht? Völlig unwichtig.
Aber ich hätte es mir niemals verzeihen können ihre Jelena gewesen zu sein. 

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Sasha
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Sasha on 05/11/2017 05:36 PM

Leise. Auf Zehenspitzen schlich ich wieder zu der Tür, nachdem ich sie einfach zugeschlagen hatte und drückte mein Ohr dagegen. Ich erwartete Schritte zu hören. Schritte, die sich entfernten. Doch ich hörte nichts durch die Holztür. War er noch da? Oder war er weg und ich hatte es nur nicht gehört? Kurz bereute ich es, dass ich ihm einfach die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte, denn so würde ich nie erfahren, was er mir sagen wollte. Und es schien wichtig gewesen zu sein, sonst wäre er nicht mitten in der Nacht hier her gekommen.
Und dann hörte ich seine Worte. Mein Herz schwoll in meiner Brust an und ich schloss die Augen, während ich mich gegen die Tür lehnte. Ich war ganz ruhig. Mein Atem nur ganz leise. Ich wollte nicht eins der Worte verpassen, die er mir sagte, denn daran würde unsere Zukunft abhängen. Wenn es ein uns geben würde.
Was meinte er mit Ich habe Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen? Meinte er damit uns? Unsere Nacht? Ich war verwirrt. Und dann riss ich die Augen auf.Er hatte was...? Gekündigt? Mein Herz begann zu schlagen. Zu rasen. Es wollte zu ihm. Doch ich hielt mich zurück. Er war noch nicht fertig. Das spürte ich. Ich schloss die Augen und fragte mich kurz, wie er da draußen vor der Tür stand. Ob er auch ganz nah bei der Tür stand? Es war mir, als würde die Tür bei seinen Worten durch seine Stimme vibrieren.
Und dann sagte er es. Er hatte sich auch in mich verliebt. Ohne dass ich etwas dagegen machen konnte, wurden meine Augen feucht und ich lächelte. Mehr hatte ich nie gewollte. Und jetzt nachdem ich es fast nicht mehr zu hoffen gewagt hatte, sagte er mir, dass er sich auch verliebt hatte. Und ich verstand ihn. Jelena hatte ihn nur ausgenutzt. Kizzy hatte es mir gesagt. Ich verstand seine Unsicherheit. Ich war es ja anfangs auch gewesen. Immerhin hatte Nikolaj mir auch wehgetan. Man konnte es nicht direkt vergleichen, aber ich hatte wenigstens den Hauch einer Ahnung, wie er sich fühlte. Seine Stimme brach immer wieder weg und es brach mir das Herz, aber noch immer konnte ich nicht öffnen. Ich hatte Angst, er würde sonst aufhören zu sprechen.
Ich hörte, wie er von der Tür wegtrat und Panik stieg in mir auf. Er durfte ncht gehen. Nicht nach diesen Ganzen Worten. Nicht nachdem er mich immer wieder süßes Fohlen nannte. Das hatte er bisher einmal und es hatte mir gefallen. Und genau jetzt gefiel es mir wieder. Und ich würde nicht so werden. Weil ich wusste, wie er war. Weil ich eben genau diese Ehrlich und dieses Verhalten von ihm darauf gebracht hatte ihn zu lieben. Weil wir beide einfach so zerstört waren, dass wir uns gegenseitig einfach verstanden. Das wir uns gegenseitig wieder zusammen setzen konnten. Zusammen glücklich sein konnten. 
Ich atmete tief durch und öffnete dann die Tür. Die Furcht, dass er nicht mehr da war, war groß, aber da stand er. An die Wand gelehnt und sah mich an. Er wäre nicht gegangen. Unsicher stand ich einen Moment nur in der Tür und sah ihn an. Nahm in dem spärlichen Licht  seine markanten Gesichtszüge genau wahr und sah ihn dabei genau an. 
"Mishka." Geflüstert, beinahe ungläubig kam sein Name über meine Lippen. Dabei kam ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Er war da. Und ich war da. All die Schmach der letzten Tage und gar Wochen war vergessen. Ganz langsam setzte ich einen nackten Fuß vor den anderen, um auf ihn zu zukommen. Und dann stand ich vor ihm. Ganz nah. Ich hob die Hand und legte ihm ganz leicht an die Wange. Sanft strich ihm darüber.
"Du bist vollkommen verrückt", hauchte ich. "Ich weiß, dass ich bei Weitem nicht alles über dich weiß. Aber das ist mir egal. Und ich könnte nie so werden. Weil ich weiß, dass du mir niemals so weh tun könntest, wie sie es bei dir getan hat. Ich weiß nicht, wie schlimm das gewesen sein muss, aber ich weiß, dass du so ewas nie mit mir machen würdest. UNd ich nicht mit dir." Ganz langsam nahm ich meine Hand und griff ganz langsam nach seiner. Ich verschränkte unsere Finger ineinander. Ganz zahm und langsam. Dabei sah ich ihn schon beinahe schüchtern an. Mein Herz in meiner Brust schlug so schnell und ich war so glücklich, dass ich es nicht aussprechen konnte. Mein Brust war wie zugeschnürrt und ich war so vernarrt in ihn, dass ich selbst nachdem er mir wehgetan hatte, nur an ihn gedacht hatte.
"Kannst du mir versprechen nie wieder wegzugehen?", fragte ich leise. Damit meinte ich nicht heute Abend, denn er durfte ja eigentlich nicht hier sein. Sondern aus meinem Leben. Ich brauchte sein Versprechen, dass er mich nicht verlassen würde. Dann könnte ich es ihm sagen. Dann könnte ich ihm sagen, dass ihn liebte. Die drei kleinen Worte, die ich im Krankenflügel nicht mehr hatte sagen können. Meine Augen blickten in seine. Gerne wüsste ich, wann ihm klar geworden war, dass er mich liebte. "Und mach dir keine Sorgen, dass du mir vielleicht nichts bieten kannst", meinte ich, denn ich kannte diese Bedenken von Nikolaj, der auch nicht viel Geld gehabt hatte. "Ich brauche nichts. Ich brauche nur dich."

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Mikhail

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/16/2017 03:09 PM

Die Tür öffnete sich und ich konnte sie ansehen. Sie hatte mich gehört, ich wusste es. Ich hatte nicht mit einer Wand gesprochen, nur mit einer Tür. Hatte mich nicht in den Wind geöffnet wie ich es befürchtet hatte. Sie war bei mir geblieben, nur Zentimeter entfernt... es war kindisch, aber es nahm mir einen Stein vom Herzen. 
Sie und ich.... solche Dinge hatte ich immer belächelt. Ein erwachsener Mann, der sich in eine Schülerin verliebte, ein halbes Kind. Verschaute? Ja, das mochte an der Attraktivität liegen. Mit ihr schlief, auch das. Sich aber ernsthaft zu verlieben. Das war mir so absurd vorgekommen, so unglaublich dämlich und unreif. Und jetzt stand ich hier. Eines Besseren belehrt.
Und ihre Worte.... sie waren erwachsen und utopisch zugleich. Wer gab uns die Gewissheit, dass wir nicht nur unserer Nähe erlegen waren? Ich meiner Sehnsucht nach Zärtlichkeit, ihrer glanzvollen Schönheit, ihrer filigranen Zerbrechlichkeit und ihrer brennenden Leidenschaft. Und sie einem Mann, der an ihrer Seite war wo doch sonst niemand bei ihr war; der Vorstellung dessen was ihr in ihrem unsicheren Leben fehlte. Unsere Beziehung war krank. Aber wunderschön. Und ich wollte keine Sekunde davon missen.

Als ihre Finger sich mit meinen verschränkten griff ich einfach zu. Zu spät für Versteckspiele, zu spät um darüber nachzudenken ob es nicht doch die Veela in ihr war. Sollte es so sein, dann würde es so sein. Und ich würde damit leben wenn es soweit war, wie ich jetzt mit meiner Ehe lebte. Solange würde ich glücklich sein. Mit ihr. Weil ich wusste wie glücklich ich an ihrer Seite war. Das war nicht nur Sex gewesen zwischen uns.... wir hatten uns geliebt, wie man so schön sagte. Und mein Herz war aufgegangen, dass die ganze Welt hinein gepasst hätte.
"Ich werde nicht wieder fort gehen.", versprach ich ihr leise und hielt ihren Blick, damit sie sah wie ernst es mir war. "Und ich werde dich auch nicht noch einmal gehen lassen."
Das war der schmerzhafteste Moment gewesen: Sie aus dem Zimmer gehen zu sehen, ihr folgen zu wollen.... es mir aber zu verbieten. Nur noch wenige Wochen... und all das würde hinter uns liegen. Wer uns dann noch verachtete, der sollte es tun. Es würde mir am Allerwertesten vorbei gehen. 
Langsam hob ich ihre Hand in meiner an die Lippen und küsste sie zärtlich. Drückte einen kurzen Moment das Gesicht daran und dankte allen Göttern die es gab oder nicht, dass  ich sie nicht verloren hatte in diesem Sturm, der umher gefegt war.

"Wenn das alles hier vorbei ist, Saska. Wenn das alles ein Ende hat, dann werde ich dich entführen und nie wieder freigeben.", erwiderte ich auf ihre letzten Worte. "Ich werde zu deinen Eltern gehen. Mit ihnen darüber sprechen. Ich werde dich meiner Familie vorstellen, wie es sich gehört. Und wenn sie Zetern und Mordio brüllen, dann lasse ich sie hinter uns. Weil ich weiß, dass es Wahnwitz ist. Aber es ist mir egal." 

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Sasha
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Sasha on 05/16/2017 07:12 PM

Ich spürte den Druck seiner Hand, als ich unsere Finger miteinander verschränkte. Ich spürte mein Herz so schnell klopfen, als würde es mir jeden Moment aus der Brust springen wollen. Ich war mir sicher, dass er es hören konnte. Das er merkte, wie viel mir dieser kleine Moment hier bedeutete. Einfach, dass er zu mir gekommen war, machte all das was passiert war, beinahe wett. Und auch wenn es fies war, so war ich froh, dass Nikolaj mir das Herz gebrochen hatte, denn sonst wäre ich Mishka niemals so nah gekommen, wie jetzt. Ich hatte gelitten. Er hatte gelitten. Und doch hatte uns dieser Schmerz vereint und zu etwas größerem gebracht. Etwas Tieferen. 
Erleichtert lächelte ich, als er mir sagte, dass er nie wieder gehen würde. Und mich auch nie wieder wegschicken würde. Ich erschauderte und schloss die Augen, als er meine Hand hob und mir einen Kuss auf die Hand drückte und sein Gesicht daran schmiegte. Es ließ mein Herz flattern und meine Wangen röten. Dann löste ich unsere Hände und hielt ihm meinen kleinen Finger hin. Ich hätte ja auch die andere Hand genommen, aber die war noch lecht lediert und deswegen wollte ich sie nicht wirklich benutzen. "Kleinerfingerschwur?", fragte ich mit einem schüchternen Lächeln. 
"Ich möchte auch nicht mehr weggeschickt werden." Es war schlimm gewesen, aber jetzt zählte es nicht mehr. Der Moment hier zwischen uns war innig und hoffte, dass er nicht enden würde. Was irsinnig war, aber dennoch war nichts gerade wichtiger als er. 
"Meine Eltern sind nicht einfach", meinte ich leise. "Sie sind streng und erwarten viel. Aber ich... Es ist mir egal was sie sagen. Mehr können Sie mir nicht wegnehmen." Ich lächelte ein bisschen traurig, trat weiter zu ihm, schlang meine Arme um seine Brust und schmiegte mein Gesicht an seine Brust. Beruhigend atmete ich seinen Geruch ein. Er war so intensiv, wie damals im Bett. Beruhigend lullte mich seine Gegenwart ein und ich seufzte ein bisschen auf. Unsere Leben wurde durch so schwere Schicksalschläge miteinander verwoben, dass ich mir sicher war, dass niemand uns trennen würde. 
"Wenn deine gesamte Familie, so wundervoll ist, wie Kizzy, dann lerne ich sie gerne kennen", meinte ich und hob den Kopf. Ein Lächeln lag auf meine Lippen. "Aber ich verspreche dir, dass du mich nie wieder gehen lassen musst. Ich werde nach der Abschlussprüfung darauf warten, dass du mich abholst. Dass wir dann zusammen verschwinden. Dass jeder sehen kann, was du mir bedeutest." Ich wurde wieder ein bisschen rot. "Mishka, ich will dass jeder sieht, wie sehr ich dich liebe." Ich hatte es gesagt und es machte mich glücklich, wobei es auch komishc war, weswegen ich mein Gesich wieder an seiner Brust vergrub.

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Mikhail

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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mikhail on 05/23/2017 12:36 PM

Ich sah auf ihren kleinen Finger hinab und musste einfach leise in mich hinein lachen. Man mochte denken, was man wollte, dass es kindisch war vielleicht. Aber ich verstand sehr wohl was es bedeutete sich nach Sicherheit zu sehnen. Trotzdem fasste ich nicht ihren Finger, sondern ihr Handgelenk, zog sie sanft an mich heran und legte die Lippen auf ihre. Sie wollte einen Schwur, dass ich sie liebte, dass ich bei ihr bleiben würde..? Sie bekam ihn. Ganz ohne kleinen Finger. 
Als der Name Kizzy fiel wurde mir so einiges klar. Daher wehte also der Wind! Meine kleine Zigeunertante hatte mal wieder nicht die Finger davon lassen können dem Glück und dem Frieden ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Mit einem leisen Seufzen legte ich die Arme um mein Mädchen und hielt sie fest an mich gedrückt. Nichts und niemand sollte mich mehr davon abhalten sie bei mir zu haben, ganz besonders ich selbst nicht. 

Dann sagte sie es. Zum ersten Mal ganz..... und mir war als blühte mir das Herz auf. Für einen Moment musste ich die Augen schließen, nur um mir klar zu machen, dass ich wirklich gehört hatte was sie sagte. Wie sehr ich dich liebe. 
Ich liebte sie. Wie keine Andere. Vielleicht war es wahnsinnig, vielleicht würde es nicht mal gut gehen, aber ich liebte sie. Hätte sie am liebsten hier und jetzt einfach entführt und geheiratet. Aber das war nur der Übermut und ich wusste es. Wenn ich sie heiraten würde, dann bedacht.... und in aller Schönheit die sie sich vorstellte. 
"Saska, wenn alle Prüfungen geschrieben sind und das Schiff ablegt, werde ich nicht darauf sein. Ich bleibe hier. In diesem seltsamen Land. Und wenn es dir recht ist will ich die Arme um dich gelegt haben während ich dem Ganzen nachsehe. Dann können sie uns in Erinnerung behalten egal was sie von uns halten. Oder ob sie es wollen oder nicht.", raunte ich ihr verschwörerisch zu und küsste sanft ihren Scheitel.  

Von der Treppe hinauf her drang ein Geräusch hinauf als hätte sich ein Käuzchen in die Gänge verflogen. Ich schaute auf... und wusste was das bedeutete. Milosz witterte Ärger im Anrollen. Ich seufzte tief und geschlagen bevor ich die Finger unter Alexandras Kinn legte und es sanft anhob. Mein Blick war wehmütig als er ihren traf, am liebsten wäre ich doch die ganze Nacht hier bei ihr geblieben. Aber was nicht ging, das ging nicht... wenn das alles hier vorbei war, dann würde auch das endlich vorbei sein. 
Still lehnte ich mich wieder zu ihr hinunter und küsste sie noch einmal. Länger als bisher, weicher, ehrlicher.
"Wir schaffen das.", flüsterte ich ihr zu. "Nur noch ein paar Wochen." 

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Sasha
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Sasha on 05/23/2017 11:11 PM

Sein Kuss versprach mir so viel. Liebe. Treue. Sicherheit. Mein Herz ging mir auf und ich schmiegte mich an ihn. Er hielt mich fest und ich lächelte nur. Alles was ich wollte, wa das hier. Ich wollte von ihm festgehalten und geliebt werden. Bei ihm sein und mein Leben mit ihm verbringen. Mehr brauchte ich nicht. Mehr würde ich nie brauchen. 
Ich hob den Kopf überrascht, als er mir sagte, dass er nicht wieder zurück nach Durmstrang fahren würde. VErständlich, er war danach ja auch frei. Und ich auch. Ich lächelte und nickte. "Du musst mich nicht festhalten. Ich bleibe freiwillig bei dir." Ich lächelte ihn an. Das müsste ich noch meinen Eltern sagen, aber sie würden es schon verkraften. Ich erschauderte bei dem Gedanken, dass wir dann zusammen in unsere Zukunft starten könnten. Bis dahin sollte ich mir auch dringend überlegt haben, was ich nach dem Abschluss machen wollte, außer mt ihm zusammen zu sein.
Ich hörte einen Ruf und ich zog eine Augenbraue hoch. Ich erwiderte seinen Kuss und seufzte dann auch. "Ich will nicht dass du gehst", gestand ich ihm und spürte mein Herz sich leicht zusammen zog. "Sie sind hier nicht nett zu mir." Auch ein paar Wochen könnten hier zu einer Ewigkeit werden. Doch der Ruf erschallte erneuter. Drängender dieses Mal, wie mir schien. Ich löste mich sehr widerwillig von meinem Liebsten und drückte ihm noch einen Kuss auf die Lippen.
Während Mishka die Treppe herunter stieg, stand ich oben an der Treppe. An der Hälfte hielt ich es niht mehr aus. Ich eilte die Treppe ihm hinterher und er drehte sich nochmal zu mir und ich küsste ihn. Sanft. INtensiv. Liebevoll. "Ich liebe dich", hauchte ich und ließ ihn wieder los. Verlegen lächelte ich und dann mussten wir uns wirklich trennen. Ich lief wieder nach oben in mein Turmzimmer und legte mich mit einem breiten Lächeln ins Bett. UNd zum ersten Mal seit Wochen schlief ganz ruhig und ohne Probleme ein.

CUT

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Adyn
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Adyn on 12/05/2017 11:57 PM

Mackenzie & Adyn
Am Nachmittag


Es kam dem Ravenclaw so vor, als sei es schon viel zu lange her, dass sie gemeinsam im Honigtopf und im Drei Besen gewesen waren. Zwar flog die Zeit in der Weihnachtszeit immer enorm, allerdings hatte er dennoch das Gefühl, etwas zu wenig von der Schulsprecherin zu bekommen. Ihr das so zu sagen, klang vermutlich so, als wäre er ein Stalker, weshalb er es lieber ließ, aber denken konnte er es ja.
Deshalb freute er sich auch umso mehr, als er sie abholte und überraschenderweise nicht tief nach unten führte, sondern vom Ravenclawturm eher zu einem anderen Turm wechselte, an dem sich eine dünne Treppe hochschlängelte, die aber für die Braunhaarige und ihn mit dem Essensgepäck gerade noch so reichte.
Als sie endlich oben waren, schob er knarzend die dunkle Tür auf. "Keine Sorge, alles ist hygienisch und wunderbar. Ich habe extra noch ein paar Zauber rausgesucht", gab er ihr zu verstehen und schloss die Türe hinter ihnen beiden. Natürlich hatte er auch daran gedacht, sie wieder in die Küche zu entführen, doch wollte er den Elfen nicht wieder Platz rauben und vielleicht machte er sich ja Hoffnung, dass ein bisschen Zweisamkeit mit der Aussicht über das Gelände nicht schlecht sein würde. Wenn sie wusste, was er meinte.
Zumindest ließ er ihr den Vortritt, weshalb er auch mit einem leicht verschmitzten Lächeln auf dem Mund hinter ihr wartete.

Reply Edited on 12/05/2017 11:58 PM.

Mackenzie
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Mackenzie on 12/06/2017 12:19 AM

Natürlich hatte sie erst geglaubt, dass sie in die Küche gehen würden, als Adyn sein Versprechen wirklich wahrmachen wollte und mit ihr ihr erstes Lebkuchenhäuschen backen wollte. Doch als er vor der Schulsprecherin trat, um sie abzuholen, hatte er einen Korb in der Hand und sie war doch wirklich überrascht, dass er wohl eine andere Idee hatte. Doch Mackenzie ließ sich nur zu gerne darauf ein. Als er ihr geschrieben hatte, hatte sie sich wahnsinnig gefreut. Anscheinend lag ihm was an ihr und umgekehrt war es genauso.
Gemeinsam erklommen sie die Stufen bis sie vor einer Tür stehen blieben. Mackenzie war tatsächlich noch nie hier gewesen, dabei konnte man hier wohl auch mal seine Ruhe haben. Den Ort würde sie sich defintiv merken.
Als der junge Ravenclaw die Tür öffnete schlüpfte sie an ihm vorbei. Neugierig sah sie sich um. Es wirkte wirklich gemütlich. Knarzend schloss Adyn die Tür und so hatten die Beiden nun ihre Ruhe. "Gute Idee von dir! Hier stören wir sicherlich keinen." Und es würde sie auch keiner stören, aber das behielt sie lieber für sich.
Nachdem sie sich etwas umgesehen hatte, nickte sie nur. "Ich bin auch gar nicht so pingelig", gab sie ihm zu verstehen und schenkte ihm ein Lächeln. Er lächelte verschmitzt und das Lächeln mochte sie an ihm wirklich gerne. Sie ging ein paar Schritte auf ihn zu und nahm ihn den Korb aus der Hand. "Na wollen wir direkt loslegen?" Sie war doch etwas aufgegregt, wollte sie doch schon immer ein Häuschen backen.

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Adyn
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Adyn on 12/06/2017 12:28 AM

Ihm war es natürlich ebenso wichtig, dass sie von niemandem hier gestört wurden, doch das behielt er nun besser für sich. In seiner guten Laune und in dem Zustand der Wärme und des angenehmen Gefühls, weil sie hier war, reichte ihm bereits  die nonverbale Kommunikation. Sie strahlte nämlich ebenso etwas Positives aus, was wohl an der positiven Überraschung lag. Dennoch bildete er sich mutig ein, dass es vielleicht noch an etwas Anderem lag.
Aber genug davon. Adyn krempelte sich die Ärmel hoch und schlug die Handflächen einmal gegeneinander. "Gerne", gab er ihr zu verstehen und zeigte damit seine Bereitschaft. Das würde sehr wahrscheinlich sehr klebrig werden.
"Also, du als Vorzeige-Ravenclaw hast doch bestimmt Ahnung und einen Plan davon, wie das Resultat aussehen soll, oder?", fragte er sie und lachte kurz einmal herzlich auf und sagte dann etwas, was wohl nicht so zu erwarten gewesen wäre. "Schmink dir das ab, denn Lebkuchenhäuser sind immer Unikate und es wird nie genau so, wie man es will..." Sondern besser. Oft zumindest. Nein, vermutlich hatte sie erwartet, dass er ihr sagte, dass sie das Bild vor ihrem geistigen Auge tanzen lassen sollte oder so. Aber nein, er wollte lieber etwas mit ihr machen, was natürlich aussah und was sie in dem Moment entwarfen, weshalb er nun auch schon einmal die Materialien auspackte und davon nicht zu wenig. Er wusste ja nicht, was sie wollte.

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