Ein kleines Turmzimmer

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/02/2016 10:02 PM

"Endlich mal eine Person die ich kenne." rief ich erfreut, als er Shakespear erwähnte. Er war einfach ein toller Mensch. Noch nie hatte ich so offen mit jemandem geredet, den ich noch nicht lange kannte.
Sofort lehnte ich mich wieder nach vorne, als er mich zu sich winkte. Nichts ahnend sah ich in seine Augen. Sie waren schön. Als er seinen Arm um mich legte floss mir ein wohliger Schauer über den Rücken. 'Himmel, Freddy! Reiß dich zusammen!' ermahnte ich mich selbst. Doch nach diesem Gedicht war das alles andere als einfach. "Es ist sehr....speziell." meinte ich, eine Weile, nachdem er es mir zugeflüstert hatte. Irgendwann holte er den Kopf wieder aus meinen Haaren. Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter entfernt. "Woher kennst du sowas?" fragte ich, um mich nicht zu blamieren.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/02/2016 10:12 PM

Vor Lachen musste er für einen Moment auch den zweiten Arm um seine Schulter legen um den Halt auf der Fensterbank nicht zu verlieren, doch er lässt bald los. Wahrscheinlich in dem Moment in dem ihm auffällt wie wunderbar die Locken duften, die er vor so weniger Zeit erst schön genannt hatte. In dem Moment, in dem er hinter geschlossenen Lidern diese strahlend blauen Augen sieht, die ihn eben noch angesehen hatten. Darüber verklingt sein Lachen, wird er urplötzlich sehr viel ruhiger... und löst sich vorsichtig, nur ein bisschen. Genug nur um noch den Duft zu riechen.
Die Anspannung stand Freddy ins Gesicht geschrieben und ein wenig schämt er sich dafür. Und doch wieder nicht, er war selbst angespannter seit... eben. "Ein Buch.. das ich meinem Vater.. na ja...", murmelt er verlegen und dreht die Hand um das Wort "klauen" nicht auszusprechen. "Schlimm...?", haucht er unsicher. Eigentlich würde er jetzt verschämt den Blick senken, aber er kann nicht. Seine Augen sind zu schön. Doch er kann verunsichert die Augenbrauen zusammen ziehen, so nah am Gesicht des Anderen..

Reply Edited on 03/02/2016 10:13 PM.

Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/02/2016 10:39 PM

Etwas in mir hatte sich verändert seit ich mit ihm hier war. Und zwaf im positiven Sinne. Als er seine Hände weg gibt spüre ich einen Hauch von Kälte, obwohl es nicht kalt war. Ich atmete tief ein und aus und sah ihn einfach nur still an. "Bücher sind toll." sagte ich schließlich leise. Dann rutschte ich ein Stück an ihn heran. Erneut sah ich ihn lange in die Augen. Sanft schüttelte ich den Kopf. "Gar nicht schlimm." flüsterte ich leise und lächelte. Was sollte denn auch schlimm sein? Das er mir so nahe getreten war? Nein, dass war alles andere als schlimm. Ich hatte es angenehm empfunden. Ich war froh, dass er nicht wegschaute, sondern mich anschaute. Das bedeutete ziemlich viel für mich. 

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/02/2016 10:51 PM

Jeder Moment verlangt von ihm fort zu sehen um dem zu entgehen, was ihn so unsicher macht. Aber er kann nicht und er will nicht. Freddy hatte besondere Augen.. so viel Form und.. wieder stand er kurz davor den Kopf sacht einzuziehen. Doch stattdessen lächelte er schief, schiefer als er wollte und nickte kaum merklich.
Ob es eine Antwort war oder ein Zeichen, dass er es schon fand, dass er näher zu ihm heran kam, wusste er nicht. Er wusste gar nichts mehr wirklich. Was vorging; in ihm, zwischen ihnen, gerade jetzt. Es brachte sein Inneres zum randalieren, aber es war.. schön. Er musste tief atmen, einfach, weil er das Gefühl bekam, sein Brustkorb würde immer enger. Und damit setzte sein Verstand für einen Moment vollkommen aus. Die wenigen Zentimeter zwischen ihnen schienen wie nichts.. bis seine Lippen einen schnellen, sanften Kuss auf Freddys Mundwinkel setzten.. und noch mitten in diesem Kuss inne hielt, weil ihm klar wurde, was er tat.

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/03/2016 09:07 PM

Eigentlich saß ich die ganze Zeit nur da und wusste nicht, was ich tun sollte, außer ihn anzusehen. Die Situation war für mich komplett neu. Ich wusste zwar von mir selbst, dass ich Männer und Frauen für gleich toll hielt, aber dennoch war mir ein Junge noch nie so nahe gekommen.
Plötzlich war er ganz nahe und küsste mich. Kurz schloss ich die Augen, dann sah ich ihn verwirrt an. Ich war mir ziemlich sicher gewesen, dass er eine Freundin oder so etwas hatte. Aber vielleicht war das ja in Luxemburg eine typische Geste, um jemandem zu zeigen, dass man nun befreundet war. Wer wusste das schon. "Ich...ähhh..." stotterte ich, hielt dann aber den Mund, weil ich zu dem Entschluss kam, dass nichts intelligentes rauskommen würde. Ich senkte den Blick, aber nach einer Weile hob ich den Kopf und lächelte ihn an.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/03/2016 09:19 PM

Verdammte Scheiße... verdammte, verdammte Drachenscheiße...! Was geht denn gerade ab..?! Ich.. bin verrückt geworden..! Das ist... das kann es nur sein.
Solche und ähnliche Gedanken flogen ihm binnen einer Sekunde durch den schreckerstarrten Schädel, noch immer zu Freddy gelehnt, die Lippen knapp über seinem Mundwinkel. Sein Hirn hatte ausgeschaltet. Oder er war wahnsinnig geworden. Das war doch sonst nicht seine Art, so war er nicht! Aber... wer sollte ihm das glauben, wenn ihm das jetzt von der Zunge purzeln würde. Und was, wenn er Freddy jetzt in eine miese Situation gebracht hatte, weil... ja, weil... er sicher vergeben war? Konnte doch nicht anders sein... Das würde Ärger geben. Für ihn. Und für Freddy sicher auch... Mit jedem Moment wird er blasser, wird der Stein in seinem Magen größer, die Luft weniger, weil er sie anhielt.. und die Augen etwas starrer. Heilige Scheiße..!
Einen Ruck später saß er wieder an seinem alten Fleck, sah hinunter auf den Boden und konnte diesmal nicht anders als den Kopf etwas einziehen. Er regte sich nicht und schwieg... weil er eh nicht gewusst hätte was er sagen oder tun soll.

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/03/2016 10:25 PM

Er sah aus, als würde er sich schreckliche Vorwürfe machen. Jetzt saß er dort, wie so ein begossener Pudel. Leise rutschte ich zu ihm hinüber und legte meinen Arm um seine Schultern. Ich hielt es immer noch für schlauer, vorerst den Mund zu halten, aus Angst, mit nur einem falschen Wort alles wieder zu zerstören. Vorsichtig zog ich ihn noch ein wenig an mich. "Wir können das auch vergessen, wenn es dir lieber ist." schlug ich nach einer Weile leise vor. Aber für mich sah er einfach aus, als wäre das furchtbar für ihn.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/03/2016 10:37 PM

Das klamme Gefühl, das sich in ihm ausbreitete war kalt und unangenehm und verursachte ihm Gänsehaut. Er traute sich nicht einmal aufzusehen als Freddy ihm näher kam. Doch als er den Arm um ihn legte als wäre es okay oder zumindest nicht so schlimm wie es ihm vorkam... hätte er sich am liebsten hinein gekuschelt.
"Es...", flüsterte er, aber mehr kam nicht heraus. Er tat ihm leid... dafür, dass er ihn so völlig bekloppt überrumpelt hatte. Wer wusste schon, wie Freddy zu solchen Dingen überhaupt stand? Stand er auf Mädchen? Auf Jungs..? Auf Beides... oder gar nichts von beidem? War das wichtig? "Es tut mir leid... Ja. Bitte.. vergessen wir es.", hauchte er schließlich so leise, dass es kaum zu hören war.
Sehr, sehr vorsichtig hob er den Blick wieder zu ihm und suchte fast ängstlich nach einem Ausdruck in Freddys Gesicht der ihm sagte wie wütend er ihn gemacht hatte.

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/04/2016 05:25 PM

Vergessen. Das mit dem Vergessen war so eine Sache. Natürlich würde ich es nicht vergessen können, selbst wenn ich wollte. Aber ich konnte schweigen. Wie ein Grab oder gar noch stiller. "Ist schon beinahe nicht mehr in meinem Kopf." sagte ich. Nach einer Weile lehnte ich mich an ihn, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern. "Schön wars trotzdem. Für dich hoffentlich auch ein bisschen." wisperte ich kaum hörbar. Diesen Satz musste ich los werden, bevor ich es "vergessen" konnte. "Ich hoffe mal, dass du keine Freundin oder einen Freund hast, die oder der jetzt sauer auf mich ist." sagte ich grinsend. Eigentlich wollte ich nur die Stimmung ein wenig auflockern, aber mir war klar, wie dämlich sich das anhörte.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/04/2016 06:16 PM

Freddy schien Verständnis für jeden Unsinn und jede Blödheit zu haben, die er von sich gab... und jede Peinlichkeit, die er tat. Er war nicht gut im Umgang mit Menschen, dass er und Freddy sich auf Anhieb so gut verstanden hatten, das war auch für ihn eine Besonderheit, die er hirnlos genossen hatte, bis er es verpatzt hatte. Doch er beruhigte ihn mit seinen Worten und so beruhigte sich auch langsam seine Haltung. Bis Freddy sich an ihn lehnte, er seinen Atem beim Sprechen auf seinem Ohr spüren konnte, dass er Gänsehaut bekam. Und er will gerade das Schweigen brechen und ihm sagen, dass er fasziniert ist davon wie weich Freddys Lippen sind... als die Vorstellung, die herauf beschworen wird ihn aus Reflex fast bitter Auflachen lachen.
"Ich?!", fragt er entrüstet und legt sich sofort die Hand auf die Lippen. Lieber schüttelt er einfach den Kopf, reißt sich zusammen und linst zu seinem Grinsen. "Sicher nicht. ... Aber du. Sicher. So wie du bist..."
Wieder wird er rot um die Wangen, denn es ist ein Eingeständnis, dass er Freddy durchaus.. anziehend findet. Auf verschiedenen Ebenen. "Eine.. sie? Ein er?", fragt er schnell, um seine Auflockerung aufzunehmen... und weil es ihn interessiert. Freddy spricht es so offen an, dass es scheint als wäre er was das betrifft sehr viel sicherer. 

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