Ein kleines Turmzimmer

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/04/2016 07:09 PM

Er schien nachzudenken. Ich nahm meinen Arm wieder von seinen Schultern, da er langsam einschlief. Dennoch blieb ich an Ort und Stelle sitzen. Für mich war es relativ klar, wie es jetzt weiterging. Wir würden das vergessen und hoffentlich befreundet bleiben.
"Ja du. Sonst sind nicht allzu viele Leute hier mit denen ich mich unterhalten könnte. Warum sicher? Und nein, ich bin single." antwortete ich. Woher sollte ich auch jemanden haben? Die beschwerten sich doch alle über meinen Kleidungstiel. Obwohl ich meistens sowieso in Schuluniform herum rannte. "Also ich war überzeugt davon, dass du vergeben bist." gab ich ehrlich zu. Ich meine, er sah gut aus, war nett und sein Akzent war einfach göttlich.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/04/2016 07:23 PM

Und wieder brachte Freddy ihn zum Lachen, selbst jetzt, ganz leise nur, aber er hatte diese charmante, wunderbare Art. Damit seine Hände nichts weiter Dummes mehr tun konnten legte er sie vorsichtig ineinander und schüttelte abermals den Kopf.
"Nein. Kein Partner. Noch nie.", gab er schließlich zu und lächelte verschämt. "Die meisten.. hören meinen Namen und.. gehen auf Distanz. ... Ich bin nicht zu viel unter Menschen."
Verwundert und schockiert zugleich hebt er den Blick zu Freddy und mustert ihn misstrauisch, ob er ihn auch nicht anlügt. "Das.. kann ich nicht verstehen.", murmelte er und verfiel ungewollt wieder in alte Muster; er redete ohne vorher darüber nachzudenken. Er redete nie mehr als ein paar Sätze, aber bei Freddy war es anders. Er war so.. "..so warm. Du bist hübsch, nein, schön!", korrigierte er sich selbst. "Klug, lustig... nachsichtig, vor allem nachsichtig. Liebevoll. Das... ist schön. Du bist ein guter Mensch..."
Er hielt viel auf Freddy, denn was er aufzählte hatte er in der wenigen Zeit, die sie hier oben waren schon bewiesen. Ein junger Mann wie Freddy musste so viele haben, die ihm nachlaufen, dass er es nicht verstehen konnte. 

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/04/2016 08:17 PM

"Waaaaas? Nie im Leben. Mensch Junge, verarsch mich nicht." sagte ich ungläubig. Das war doch sowieso unmöglich. "Warum? Dein Name ist doch schön." meinte ich. Als ob ein Name der Charakter wäre. Er sah mich skeptisch an."Dann versteh ich das bei dir auch nicht." erwiderte ich. Schön? Das war dann wohl auch ziemlich übertrieben. "Ähm...Danke." sagte ich und wurde ein wenig rot. Das warem zu viele Komplimente auf einmal. "Gleichfalls." fügte ich noch hinzu. Ich fand, diese Eigenschaften trafen auch auf ihn sehr gut zu. Zumindest in der Zeit, die wir hier oben verbracht hatten. "Ich mag deine Vorliebe für Gedichte." ergänzte ich noch. Eigentlich hatte ich immer Angst vor solchen Gesprächen. Aus irgendeinem Grund waren sie mir einfach nicht geheuer. Zwar meinte ich alles ernst, was ich sagte, aber ivh wollte nicht, dass es zu Kitsch überlief. Ich hatte so meine Macken und das war eine davon. Dennoch fand ich unsere Zeit hier oben einfach nur wunderschön.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/05/2016 12:05 AM

Vom einen auf den anderen Moment wurde mein Gesicht roter. Diese ehrliche Überraschung, die Ungläubigkeit war mehr ein Kompliment als es jede andere Aussage hätte sein können. Vor Verlegenheit darüber lächelte ich sacht, vorsichtig, sehr geschmeichelt... und doch zurückhaltend. "Nicht.. wegen des Vornamens.", meinte ich flüsternd. Aber warum um den heißen Brei herum reden? Früher oder später würde er zur Sprache kommen und lieber ich nannte ihn selbst. "Ich.. heiße Ragnar Rodolphus Greyback...", gestand ich also ein. Sofern es da etwas einzugestehen gab. Der Name weckte bei vielen Menschen grausige Erinnerung, alten Schmerz.. und unbändige Wut, das hatte ich früh lernen müssen. Wer wusste, welchen Bezug Freddys Familie dazu hatte.
Eine Weile lang beobachtete ich ihn einfach schweigen, zum einen darauf wartend wie er reagiert, zum anderen aber - und das vor allen Dingen - weil er so herrlich aussah wie er gerade war. Ich hatte ihn verschämt, aber auf eine Art und Weise die ihn noch schöner machte als zuvor. Er wusste wahrscheinlich gar nicht wie schön er war. "Danke.", meinte ich nach einer halben Ewigkeit. "Für... den schönen Abend. Für das alles."
Oft hatte eine Freundschaft an diesem Punkt geendet, so oft schon. Es war nicht schön... und es tat weh, bei Freddy noch mehr als bei Anderen. Aber mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Mal leichter, mal schwerer... sehr schwer in diesem Fall. Sie hatten so viel gelacht und gescherzt. Das Danke musste einfach sein. Weil ich Freddy einfach so sehr mochte.. ihn so lieb gewonnen hatte.

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/05/2016 11:10 AM

"Ich fürchte, dieser Name hat für mich keinr höhere Bedeutung. Ich bin Muggelstämmig. Da kümmert man sich nicht um so etwas." sagte ich leicht bedauernd. Natürlich hätte ich bestimmt alles über jeden irgendwo nachlesen können, aber ich vertiefte mich eher in Bücher über irgendwelche magischen Wesen. Mit denen hatte ich es ja in letztet Zeit anscheinend öfters zu tun.
"Ich sollte wohl dir danken. Hier alleine zu sitzen war nämlich dermaßen langweilig." meinte ich und lächelte. Ich freute mich unglaublich, dass es für ihn ebenfalls schön gewesen war. Ich hatte immer ein wenig bedenken, dass ich den Menschen zu langweilig war. Ihm anscheinend nicht. Also, hoffte ich zumindest. 

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/05/2016 03:39 PM

Ein Stein fiel mir vom Herzen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Freddy war muggelstämmig..! Er hatte keine Ahnung, was mein Name bei so vielen Menschen auslöste..! Am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen. Stattdessen strahlte ich ihn einfach an und schüttelte den Kopf zu seinem bedauernden Ton. "Das ist gut..!", flüsterte ich froh und konnte nicht anders als seine Hand zu fassen und zu drücken. "Versprichst du mir etwas, Freddy? Egal was du über den Namen noch hörst.. oder liest. Ich bin nicht so. Okay..?"
Der Abend war, bis auf meinen kleinen Patzer, nahezu perfekt gewesen. Und das lag sicher nicht an diesem winzigen Zimmer. Obwohl es lauschig war, denn niemand störte. Niemand lenkte mich ab von uns, von unseren Gesprächen und vor allem nicht davon, Freddy anzusehen wann immer ich mochte. Er schien sich nicht für besonders zu halten, das sah ich ihm an, aber da irrte er gewaltig. Nachdenklich richtete ich den Blick auf den Boden. Wenn ich fragte, was mir durch den Kopf ging, könnte ich wieder peinlich sein.. aber zumindest wissen. Wir hatten beide keine Partner und gut, ich hatte ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung auf was ich nun wirklich stand, aber... "Freddy... darf ich... wenn ich mich nicht mehr benehme wie ein Volltrottel.. und.. wir uns ein bisschen besser kennen..", verfiel ich in unsicheres Terrain und wurde immer leiser. "Dürfte.. ich dich dann irgendwann fragen... ob du.. na ja.. mal.. mit mir ausgehst..?"

Reply Edited on 03/05/2016 05:17 PM.

Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/05/2016 09:26 PM

Verwirrt über seinen Ausbruch sah ich ihn an. "Ähm ja...versprochen. Ich wüsste auch nicht, was daran so schlimm sein sollte aber ist ja auch egal." antwortete ich. Er war so wie er war. Und in der Zeit, in der ich ihn erlebt hatte, war er mir eigentlich nur positiv aufgefallen. Nunja, bis auf seinen Ausrutscher, aber um ehrlich zu sein fand ich den nicht schlimm. "Sag mal...dass ich muggelstämmig bin stört dich nicht, oder?" Leider gab es immer noch Menschen, die uns Schlammblüter oder sonstige schlimme Dinge nannten.
"Du hast dich nicht benommen wie ein Volltrottel." sagte ich nachdem er seinen Satz vollendet hatte. Mit mir ausgehen? "Ja, ich würd mich sehr drüber freuen." antwortete ich grinsend. Es war einfach knuffig, wie er da vor sich hinstotterte. Ein Grund mehr, warum ich nicht verstehen konnte, dass sein Name für viele ein schlechter Begriff war.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/05/2016 10:21 PM

"Das wirst du noch hören... es kommt immer irgendwann zur Sprache.", meinte ich nur und ließ das Thema dann einfach ruhen. Wir hatten einen guten Start, was das betraf, den wollte ich nicht verhunzen. Freddy wusste es nicht, aber irgendwann würde es ihm irgendwer erzählen. Bis dahin konnte ich es schaffen, dass er einen unverfälschten Eindruck von mir hatte. Was seine eigene Frage betraf, so nahm ich sie ernst, natürlich. Auch mir waren die nicht fremd, die das reine Blut über alles stellten. Aber ich schüttelte den Kopf. "Nein, tut es nicht. Wird es auch nie. Du bist was du bist und das ist gut so.", erklärte ich ernst. "Und bevor mir nicht jemand die wissenschaftliche Formel vorlegt nach der man die Reinheit von Blut berechnen kann, wird sich daran nichts ändern. Unser Blut ist doch kein Bier."
Irgendwo in diesem Gespräch hatte ich vergessen seine Hand los zu lassen und jetzt wo es mir auffiel konnte ich es nicht. Stattdessen drückte ich sie vorsichtig und lächelte. "Doch, das hab ich... und es tut mir leid. Du... warst nur so.. bezaubernd.", versuchte ich zu erklären und musste selbst über den Begriff lachen. "Um ehrlich zu dir zu sein: Ich würde dich gern wieder küssen. Irgendwann. Wenn es.. von uns beiden gewollt ist."
Wieder wurde ich etwas rot und kratzte mich am Hinterkopf. "Muss natürlich nicht so kommen!", sagte ich schnell, damit er sich nicht genötigt vorkam. "Wäre schön... sehr schön sogar.. aber.. muss nicht.. ich mein..." 

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/06/2016 12:51 PM

"Ja, vielleicht. Aber das ist kein Grund, dass ich mich von dir abwende." antwortete ich. Das war kompletter Schwachsinn. Wieso sollte ein Name alles zerstören? Das ergab für mich keinen Sinn. Auch wenn seine Vorgänger möglicherweise schlimme Dinge getan hatten, wieso sollte er dann auch so sein?
"Danke auch." meinte ich. "Wäre auch ziemlich schlimm, wenn wir Bier anstatt Blut hätten." philosophierte ich vor mich hin. Dann wären wir wohl durgehend besoffen.
Bezaubernd? Ich runzelte die Stirn. "Immer schön am Boden der Tatsachen bleiben, Freundchen." lachte ich. Ich dachte nach. "So, würdest du das also?" fragte ich nachdenklich.  Ich wusste leider selbst noch nicht, was ich davon halten sollte.Ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich vorgelehnt und ihn einfach geküsst. Stattdessen zog ich ihn einfach in eine kurze Umarmung. Als ich ihn los ließ, antwortete ich: "Nein, nein. Doch, also ich würde schon gerne. Hätte ich keine Lust dazu wäre ich ja wohl kaum noch hier" grinste ich ihn an.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/06/2016 01:25 PM

Mit amüsiertem Schmunzeln sah ich zu ihm hinüber und stellte mir genau das vor. Bier statt Blut... es wäre auf jeden Fall reichlich lustiger auf der Welt. Gefährlicher, das stimmt, aber unterhaltsamer. Leise lachend zuckte ich mit den Schultern. "Dann eben Elfenwein?", meinte ich frech und zwinkerte.
Freddys offene, unkomplizierte Art war ein Segen für mich, er ließ mich einfach mal wild in die Luft spekulieren, ein wenig Humor zeigen und trotzdem ehrlich dabei sein. Und ich hatte ja selbst über das Wort gelacht, aber selbst bei mir kam es hin und wieder vor, dass man merkte: Meine Muttersprache ist eindeutig eine andere. Wieder lachte ich und knuffte ihn zart mit der Schulter. "Ich bin ein Tollpatsch. In dem was ich tue.. und dem was ich sage.", meinte ich noch immer leise lachend. Freddy schien all das sehr viel einfacher zu gelingen und darum beneidete ich ihn. Doch gerade durch diesen Gedanken kam mir eine Idee. Seine Umarmung nahm ich deswegen nur allzu gern an, so viel ruhiger als noch zuvor und genoß einfach die Wärme seiner Nähe.
"Bevor ich jetzt weiter stotter..", versuchte ich es als ich ihm wieder ins Gesicht sehen konnte. "Ich merke, du bist sportlich."
Man sah es, man spürte es und vielleicht, nur vielleicht würde das besser enden als der Abend hier.. so schön er auch war. "Du und ich... machen Sport zusammen. Was dir gefällt. Ich schwöre auch, ich verletze dich nicht. Und.. wenn du einen Ball auftreibst spiel ich sogar Muggelfußball mit dir. Ganz.... ungezwungen.", es war nur ein Versuch, denn ich wusste bei so etwas war ich zumindest nicht ganz so durcheinander. Wer weiß was er dazu sagen würde.. "Und der Gewinner darf sich den Preis aussuchen. Egal was." 

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