Ein kleines Turmzimmer

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/02/2016 05:51 PM

"Nur ein bisschen." bestätigte ich unnötigerweise. Ich hörte ihm zu und fuhr mit den augen seine Handbewegungen nach, bis er mir fast die Augen ausstach. Dennoch bewegte ich meinen Kopf keinen Millimeter. "Oh...Das ist aber schade. Weißt du, in Irland gibts auch keine so hohen Berge." sagte ich. Aber ich hatte keine Ahnung, wie hoch die in Luxemburg waren.
"Ich finde, Unsinn ist toll. Je mehr Unsinn, desto besser." grinste ich. Mal ehrlich, was gab es schöneres, als den größten Blödsinn in der Geschichte der Menschheit zu reden? Oder sich wie ein Idiot aufzuführen? Ich fands immer schöner hier oben.
"Merlins Knackarsch also?" fragte ich und lachte. "Diese Version von Merlin hab ich noch nicht gekannt." Wenn Merlin wüsste, was der alles kann und hat und macht. Ich glaube, der würde überhaupt nicht mehr klarkommen.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/02/2016 05:16 PM

Er gab noch nie viel auf die Meinung anderer, besonders nicht, wenn er Spaß hatte. Was hatte denn die damit zu tun, die ihn für verrückt hielten? Hier herum zu sitzen, mit Freddy zu reden, zu lachen und nicht genau zu wissen, warum er ihn hin und wieder für so unglaublich niedlich hielt, das war allein seine Sache.
"Aber nur ein bisschen.", räumte er mit einem frechen Lächeln ein und warf Freddy einen heiteren Blick zu. Die Frage... war so einfach zu beantworten wie die Antwort kitschig sein würde. Er wusste das im voraus und die Röte, die er verbergen wollte wurde doch wieder etwas lebhafter. "Die Highlands...", murmelt er leise und zeichnet mit dem Finger über das Glas ihre Silhouette nach. "Berge wie diese kenne ich nur von Bildern. Oder aus Urlauben. Aber nicht als Heimat, als Wohnort. Sie sind wunderschön.. von oben muss das fantastisch aussehen. Das Grün, der Stein, der Wind, der durch die Täler fegt..", und bei diesen Worten fährt er den Weg ins Tal nach, zu spät erkennend, dass er sich mittlerweile aufgesetzt hatte, soweit nachgefahren war, dass sein Finger jetzt kurz vor Freddys Gesicht schwebte. So ist das, wenn man versucht kein Depp zu sein... man benimmt sich noch dreimal idiotischer. Deswegen blinzelt er erst verwundert in Freddys Gesicht, dann auf seinen Finger und zieht leise lachend den Arm wieder zurück. 
"Bei Merlins Knackarsch... und schon wieder nur Unsinn.", murrt er in sich hinein und streicht sich leicht überfordert das Haar zurück. 

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/02/2016 04:56 PM

Sein Lachen war ansteckend, sofort stieg ich mit ein. Wir saßen einfach nur da und lachten. Wenn in diesem Moment jemand hier herein gekommen wäre, hätte er uns wahrscheinlich für verrückt gehalten.
"Ja, das wäre verdammt traurig. Aber vielleicht sollte ich ein bisschen bei der Realität bleiben. Nur ein ganz winziges bisschen." grinste ich. Ich schaute ebenfalls aus dem Fenster. "Sag mal...Nur so aus reiner Interesse: Was ist denn so spannend da draußen? Ich meine es ist wunderbar, aber was fasziniert dich so?" fragte ich interessiert.
Er wurde rot. Ich tat so, als hätte ich es nicht bemerkt. "Was denn?" fragte ich vorsichtig. Hatte ich was falsches gesagt? Oder war er beleidigt, weil ich nicht verstanden hatte, was er meinte? Obwohl er nicht sehr beleidigt aussah.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/01/2016 07:13 PM

Wieder einmal brachte Freddy ihn zum Lachen. Dass er tatsächlich darüber nachdachte, wer Siegfried Lenz war! Ehrlich gesagt, hatte er noch niemanden außer seinen Eltern getroffen, der das wusste. Aber das grübelnde Gesicht war ein Bild für die Götter, das musste er zugeben. 
Doch diesmal war es Freddy selbst, der ernste Töne anschlug. Immer positiv denken. Das war schwierig genug. Er wusste, dass er nicht allzu große Chancen hatte den Tag der Gleichstellung noch mitzuerleben und selbst wenn. Bis dahin würde er niemals einfach das werden können, was er wollte ohne zumindest ein wenig zu flunkern. Und er hasste es die Menschen anlügen zu müssen. Es war so unnötig...
"Das musst du haben.", meint er schließlich nachdenklich. "Stell dir vor, wir könnten uns die Welt gar nicht perfekt vorstellen. Wie... traurig das wäre. Und wie hoffnungslos." 
Daran hält er fest als er wieder aus dem Fenster sieht. Hoffnung und Arbeit zur Hoffnung. Irgendwann würde sich das auszahlen. Ganz sicher. Was für ein Thema, eines von denen bei denen er lieber den Kopf etwas einzog. Gerade, weil er merkt, dass er wohl schon wieder so vollkommen verwirrend gewesen war. Schwer seufzend und schief grinsend zugleich knautscht er sich ans Fenster als bräuchte er ein Kuschelnest. "Ach, Mann...", murmelt er überfordert, den Blick noch immer abgewandt, damit Freddy nicht sieht wie rot er wird.. aber er sagt nichts mehr dazu. Nur um sicher zu gehen nicht ganz wie der Depp vom Dienst da zustehen. 

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/01/2016 07:03 PM

Erleichtert atmete ich aus. Einerseits, weil ich froh war, dass es ihm gut ging und andererseits, weil ich ihm dankbar war, dass er nicht seinen Mageninhalt mit mir geteilt hatte. Vorallem aber tat es gut, dass er das Reden größtenteils übernommen hatte. Mir war zuhören immer schon lieber gewesen.
"Kenn ich nicht. Aber schöner Spruch." sagte ich, als ich ein wenig über diese mysteriöse Person, die sich Siegfried Lenz nannte, nachgegrübelt hatte.
Ich lachte kurz. "Manchmal habe ich das Gefühl, ich hätte ein zu perfektes Bild von dieser Welt. Ich blende alles Schlechte aus. Einfach, weil ich Krieg und so etwas absolut nicht leiden kann. Ich versuche, größtenteils positiv zu denken." erzählte ich ihm. Leider klappte das nicht immer, aber wenn man sich daran hielt funktionierte es meistens.
"Das freut mich." sagte ich erfreut. "Ja...nein...Jein...Also eigentlich nein." sagte ich entschuldigen und grinste schief.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/01/2016 04:22 PM

"Ja, ja, bin ich.", murmelt er zurück nur um Freddy zu beruhigen. Immerhin war ihm nicht mehr halb so schlecht und auch die Farbe kehrte sacht zurück in sein Gesicht. Dass Freddy ihn für einen Geschichtenerzähler hielt war lustig, aber woher sollte er auch wissen, dass Freddy eher mehr die Klappe hielt als zu reden? Immerhin sprach er wie ein Wasserfall seit sie hier oben aufeinander getroffen waren. Es lag mehr daran, dass die Chemie stimmte, dass er sich wohl fühlte in diesem kleinen Raum; dann redete und redete er. 
"Ich bekenne, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen.", gibt er leise zu und lässt ein verspieltes Grinsen über seine Lippen wandern. "Siegfried Lenz. Ich höre sie gern. Das ist alles." Mit Lob hatte er noch nie sehr gut umgehen können, es machte ihn jedes Mal verlegen.
Aufmerksam lauscht er den Träumen des Jungen vor ihm, der überzeugt schien davon und voller Elan das auch zu schaffen. Ein schönes Bild, wenn man es sich so vorstellte. Man musste nicht immer die ganze Welt verändern wollen. Und wenn man es doch schaffte, dann sollte es natürlich sein. Im Grunde war es der Grund gewesen so offen zu ihm zu sein. Der Grund, dass er sich zum ersten Mal seit er hier war wohnlich und wohlig und ruhig fühlte. Das war ein Geschenk, das er auskostete. So schüttelte er sacht den Kopf und lächelt etwas verschämt.
"Nein, gar nicht.", gestand er leise ein. "Ehrlich gesagt... ich fühle mich sehr wohl hier. Hier oben, meine ich. Also.. mit dir zu reden... meine ich. Mensch...!", musste er leise lachen, weil das alles so verworren klang. Er holte tief Luft und schmunzelt mit gesenktem Blick lächelnd vor sich hin. "Ich wollte nicht her kommen, das will ich sagen. Und hier bleiben auch nicht. Seit wir reden scheint mir dieser Ort nicht mehr ganz so unfreundlich fremd.", versuchte er zu erklären und kratzte sich unsicher am Hals. "Ist das... verständlich...?"

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/01/2016 04:04 PM

"Bist du okay?" fragte ich, als er weiß wie ein Leintuch wurde. Irgendwie machte er einen traurigen Eindruck, so an das Fenster gelehnt. Gespannt lauschte ich seiner Geschichte. Ich musste lachen. "Na, warum auch nicht?" grinste ich. "Sag mal, schreibst du eigentlich? Also Geschichten oder so? Das war gerade ziemlich gut." lobte ich ihn.
"Ich? Also irgendwann will ich Familie haben. Dazu ein paar Ländrr bereisen und weiterhin Quidditch spielen." sagte ich und lächelte. Der Plan hörte sich nicht so schlecht an. Jetzt musste ich ihn nur noch durchführen.
Ich wusste nicht, was ich ihm antworten sollte außer: "Nein, bist du nicht." War er wirklich nicht. "Du redest nicht zu viel. Und du verwirrst auch nicht." sagte ich leise. Er brachte mich ein wenig aus dem Konzept, aber das hatte vermutlich so seine Gründe.
"Ich fühl mich nicht unwohl." meinte ich leise. Nein, ganz und gar nicht. Nur eben, wie gesagt, seltsam. "Du etwa?" 

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 03/01/2016 03:09 PM

Er nickte nur sacht zu seinen Worten, denn im Grunde hatte er Recht. Was passiert war, dass Menschen sich dazu entschlossen... machte ihn für einen Moment sehr, sehr blass. Um die kleine Übelkeit zu überwinden, die seinen Magen dadurch beherrschen wollte, schloss er einen Moment die Augen und atmete lkeise, aber tief durch. Um dann doch verschämt zu lächeln, halb versteckt dadurch, dass er die Stirn ans Fenster gelegt hatte und nur schief zu Freddy hinüber sah. Ein 16jähriger, der seine Zukunft ausmalt, was ein ulkiger Anblick das sein musste.
"Nicht so viel. Wäre es ein Märchen, dann wäre der perfekte Schluss: "Und er leitete seinen ersten magischen Rundfunksender bis ans Ende seiner Tage. Und am Abend kehrte er heim zu der Liebe seines Lebens, in das Haus, das er für beide gebaut hatte und traf sich regelmäßig mit seinen Kindern, die ein ganzes Quidditchteam bilden konnten mit Auswechselspielern, wenn sie das wollten.", meinte er vergnügt und fährt mit der Hand wie bei einer Überschrift durch die Luft bevor er leise lacht. Es mag dumm klingen, aber das wäre alles was er sich wünscht am Ende seines Lebens. Neugierig hob er den Blick. "Und bei dir? Wovon träumst du?" 
Die Wut in Freddys nächsten Worten macht ihn etwas stutzig. Er nimmt sich das wirklich sehr zu Herzen, so scheint es und irgendwie ist auch das niedlich. Aber was wusste er schon? Vielleicht war auch Freddy ein Teil-Irgendwas. Er machte sich darüber keine Gedanken, denn es würde nichts daran ändern, dass er ihn mochte so wie er gerade war. So leidenschaftlich brüskiert.. und mit rosa Wangen. Es tat ihm leid, dass er ihn in Verlegenheit gebracht hatte.
"Ich bin dir zu nahe getreten, oder?", fragte er leise und zurückhaltend. "Entschuldige. Ich rede viel. Aber ich bin kein guter Redner. Ich... springe viel herum und verwirre die Menschen damit."
Schuldbewusst lächelnd senkt er den Blick. "Ich wollte nicht, dass du dich unwohl fühlst.", meint er noch murmelnd. Und das stimmt. Wenn er Freddy nun vergrault hatte würde er sich in Grund und Boden ärgern.  

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Freddy
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Freddy on 03/01/2016 02:51 PM

Seine Antwort kam ziemlich prompt, also glaubte ich ihm. "Beruhigend. Mir tun Leute leid, die sich nicht weiterzuhelfen wissen umd sich deshalb selbst umbringen." antwortete ich. Es war schon schlimm, wenn Menschen sich selbst Schmerz zufügten, aber sich selbst mit dem Tod zu bestrafen war fast noch schlimmer. Aus meiner Sicht zumindest. "Was hast du denn noch so vor?" fragte ich, um von diesen schlimmen Gedanken wegzukommen. Ich hatte auch noch viele Pläne für die Zukunft. Das Leben war wohl wirklich zu kurz. Zumindestens für Dinge, die man unbedingt erleben wollte. Der Großteil eines Menschenlebens bestand doch aus Schule und Arbeiten. Wenn man so darüber nachdachte war das wirklich traurig.
"Ich hasse Verallgemeinerung. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jede keine Ahnung was, ist verschieden." sagte ich etwas wütend. Wieso verallgemeinerte man überhaupt etwas? Das machte überhaupt keinen Sinn. "Es gibt schon viele Bücher über Werwölfe. Irgendwann werd ich die auch lesen." sagte ich nachdenklich. Ich hatte eigentlich noch kein richtiges Buch über Werwölfe  gelesen.
"Ähmm...Danke." grinste ich schief und merkte, wie meine Wangen leicht rosa anliefen. "Deine sind auch schön." antwortete ich nach einer Weile verlegen. Was war hier eigentlich los? Nicht, dass mich das störte, ganz im Gegenteil. Aber trotzdem war es irgendwie seltsam.

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Ragnar
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Re: Ein kleines Turmzimmer

from Ragnar on 02/29/2016 10:45 PM

Er spürte die Erleichterung in Freddy und war sich nun sicher, dass er richtig gehandelt hatte, auch wenn es ein wenig in die Hose gegangen war. Er hatte ein leidiges Thema im Scherz zu einem anderen leidigen Thema geführt. Seufzend lehnte er sich zurück und hauchte wieder gegen das Glas um kleine Muster mit dem Finger darauf zu malen.
"Niemals.", gab er ganz ehrlich zurück. "Dafür habe ich zu viel vor."
Und wieder ein Lächeln, denn er weiß, dass das was er im Leben haben will für viele Menschen nichts Besonderes darstellt. Dass viele denken, Liebe und Familie und Kinder, das komme von selbst, deswegen könne man sich ruhig auf andere Dinge konzentrieren. Dass viele Angst vor dem Leben hatten und es sich deswegen nahmen. Die Vorstellung verkrampfte ihm jedes Mal das Herz und so auch jetzt. "Das Leben ist doch schon so kurz, genau genommen. Und so viel darin zu tun.", flüstert er nachdenklich.
Freddys Verlegenheit war süß, weil er sich Mühe gab. Er schien ein wenig überfordert mit der ganzen Situation, aber vielleicht bildete er sich das auch nur ein. Jedenfalls war der Strich durch seine Locken etwas, das er öfter tun konnte, es gefiel ihm. Anders als sein wirrer Schopf ploppten seine Locken regelrecht in ihre Ausgangsposition zurück.
"Verallgemeinerungen. Ein paar von uns sind der Inbegriff dessen, was die Leute von uns allen denken.", erwidert er nebenher, zu sehr ist er immer noch in die Betracht der Locken vertieft. "Aber darüber sollen Andere Bücher schreiben."
Sacht lächelt er Freddy direkt an. Was sie alle sagten war ihm so egal. Wenn die Menschen vor ihm standen und damit leben konnten, dann war alles okay. Und wenn nicht würde er Rede und Antwort stehen.
"Ich mag deine Haare.", meint er urplötzlich und ganz frei von der Leber weg. "Sie sind verdammt schön." 

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