The Rose Garden

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Chao
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Re: The Rose Garden

from Chao on 08/16/2017 07:01 PM

Noch stehe ich etwas Irritiert herum, mein Stab verkrampft festhaltend, oder eher mich an ihm festhaltend. Ich versuche die Situation zu überblicken, mir ein Bild von dem Ausmaß zu machen. Scheinbar war mir anzusehen dass ich mich nicht ganz so wohl in meiner Haut fühlte. Minister Agdal näherte sich von hinten was ich wenn ich ehrlich war nicht merkte und musste ein zusammenzucken unterdrücken weil ich mich erschrak. Ich fragte mich was diese mysteriösen schwarzen Flecken waren. Augenscheinlich würde ich sagen sie waren der Grund des ganzen Spektakels hier, aber ich war kein Wissenschaftler oder etwa ein Heiler. Ich sah Minister Agdal an und nickte knapp. „Alles gut", murmelte ich. ‚Deswegen sind wir ja hier, in der Apokalypse.', beendete ich den Satz für mich selbst. Sagen tat ich jedoch nichts weiter sondern schoss einen Schockzauber nach einem Niffler der uns gefährlich nahe kam, bevor ich die Eichhörnchen entdeckte die aggressiv Nüsse nach Allem Menschlichen warfen. „Es hat also auch nichtmagische Tiere erwischt?", fragte ich den Minister, meine Stimme verriet keine Emotionen. „Legen wir los, Sir?", Zeit war wertvoll hier. „Das sind wir wahrlich.", ich bewunderte ihn dafür wie ruhig er war und wenn ich raten müsste würde ich sagen er versuchte das ich mich etwas entspannte, nur leider war es nicht förderlich von jemandem wie Minister Agdal zu hören das wir am Arsch waren. Es machte es ehr schlimmer aber ich versuchte wenigstens entspannter aus zu sehen und ein schiefes Lächeln auf zu setzen.

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Arsim
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Re: The Rose Garden

from Arsim on 08/16/2017 05:55 PM

Gerade war ich zuhause, saß am Tisch mit den Kindern und meiner Frau und aß zu Mittag als ich ein Memo bekam. Umgehend aparierte ich ins Ministerium, verschickte weitere Memos, stellte Teams auf, der normale ausnahmezustands-Kram halt. 
Ich werde mich mit dem Chinesen zusammen tun. Er braucht noch einiges an erfahrung um zwischen den erfahrenen AUroren zu kämpfen. Nagut ich bin auch ein erfahrener Auror aber ich verstehe mich darin meine Teamkollegen zu beschützen und ein bisschen zu pushen. Mit schnellem schritt gehe ich dann gegen Abend raus und disappariere. 
Rose Garden, Muggel rennen hektisch rum, 2 meiner AUroren sind schon hier. Wo ist mister Cho? Er apariert ein paar schritte vor mir. Ich ziehe den Zauberstab erstmal bevor ich etwas anderes mache.
So eine SItuation hatten wir vor fast 30 Jahren mal. Damals konnten wir aber noch alle Muggel die dabei waren obliviieren. jetzt wird es unmöglich sein. Ich will mir die ausmaße dieses Mallheurs garnicht vorstellen, aber in meiner leitenden Position muss ich das ja früher oder später. Jetzt muss ich mich erstmal bereit machen, meine letzte schlacht ist schon etwas her. Ich muss jetzt erstmal den Rost abkratzen.
Ich schnappe mir meinen heutigen Partner Chao. Ziehe ihn am Ärmel zu mir "Na, Alles gut? " frage ich mit einem Lächeln und in aller seelenruhe. Ist man selbst ruhig, sind die Tierwesen nicht all zu agressiv. Habe ich in meinen mitt 30ern gelernt. 
"Wir sind ziemlich am arsch, was?" In der regel rede ich nicht so mit meinen Angestellten. Aber ich will dass er runter kommt und sich mir zuwendet, sonst sterbe ich am ende noch. es ist wichtig einen fähigen Partner hinter sich zu haben.

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Chao
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Re: The Rose Garden

from Chao on 08/16/2017 05:36 PM

Es herrschte Ausnahmezustand. Auf der ganzen Welt soweit ich das mitbekommen hatte. Tiere und tierwesen gleichermaßen schienen vom Teufel persönlich besessen worden zu sein und gingen auf alles und jeden los. Noch stand ich vor meinem Haus in einem weißen Anzug mit goldenen Akzenten weil ich eigentlich auf eine Party hatte gehen wollen als mich das Memo des Ministeriums erreichte. Und noch immer stand ich hier im Gras, die Türklinke noch in der Hand und starrte auf das Memo. Wie angewurzelt, ich konnte mich nicht bewegen für einige Momente. Terror und pure Angst schossen durch meinen Körper, ich würde es ja den 3. Weltkrieg nennen auch wenn er nicht gegen Menschen war, sondern gegen Tiere und Tierwesen. Ich musste erst einmal tief durchatmen um mich zu beruhigen. Ich war noch nicht lange ein Vollwertiger Auror, wenn überhaupt vielleicht 5 Tage? Und schon wurde ich in den Kampf gerufen oder wie man es nennen wollte. Alles in mir zog sich zusammen, aber ich hatte jetzt keine Zeit für schwäche, dafür weich zu sein. Mein Land wurde angegriffen, es galt die Bevölkerung zu schützen! Mein Gesichtsausdruck wurde Finster als ich wieder Herr meines eigenes Körpers wurde und nach meinem Zauberstab griff. Wenn man ganz genau darauf achtete konnte man ein leichtes zittern in meiner Hand sehen, genau wie die Unterdrückte Sorgenfalte zwischen meinen Augen. Ich fuhr mir ein letztes Mal durch die Haare bevor ich Apperierte. Direkt an den ersten Ort in London der mir in den Sinn kam. The Rose Garden. Das aller erste was ich sah waren Niffler, jede Menge Niffler mit komischen schwarzen Flecken.

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Emma
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Re: The Rose Garden

from Emma on 08/15/2017 02:50 PM

Auch wenn mich das Verhalten der mit Nüssen werfenden Eichhörnchen durchaus irritierte - ich meinte, wann tun die sowas schon so exzessiv?! - versuchte ich meinem Bruder zuzuhören. Es schien ihm sichtlich schwer mir zu erzählen was ihm auf dem Herzen lag und ich war es ihm allein deswegen schon schuldig, genau zuzuhören, um es nicht noch quälender für Fynn zu machen.
Nur der Schrei der Frau ein paar Meter weiter brachte mich kurz aus dem Konzept. Jedoch verstand ich trotzdem, was abgelaufen war. Fynn hatte sich - gutmütig wie er war - auf eine Sache eingelassen, die ihn nun in Schwierigkeiten gebracht hatte. Jedoch sah ich nicht ganz so schwarz wie er. Klar, seine Freunde waren sauer, aber sie würden das schon wegstecken und er hatte ja wirklich vor alles wieder ins Reine zu bringen.
"Mach dir keinen Kopf, das wird schon wieder", meinte ich und wuschelte ihm aufmunternd durchs Haar, "Klar, du hast Mist gebaut, aber du bekommst das schongeklärt."
Ich glaubte an meinen Bruder, das tat ich immer. In dem Moment schnellte noch ein Geschoss vom Baum über uns und landete direkt auf dem Kopf meines Bruders. "Au!"
Während ich noch drauf und dran war, mich nach dem überaus aggressiven Nagetier umzusehen und Fynns Kopf zu begutachten, hörte ich auch schon, wie Chaos um uns herum losbrach. Mehrere Schreie ertönten und im Augenwinkel sah ich einen kleinen schwarzen Schatten an uns vorbeihuschen.
Das ist doch nicht möglich...?!
Vollkommen perplex starrte ich den Niffler an, der gerade eine Frau besprang und ihr Gesicht zerkratzte. Zwar hatte ich schon mehr als eines dieser Tierwesen gesehen, aber nie eines das sich so verhielt. Normalerweise galten Niffler als eher unauffällig und ihre Krallen setzten sie eigentlich nur zum stibitzen und buddeln ein. 
Noch immer geschockt und zu keiner richtigen Handlung fähig, erkannte ich, wie ein zweiter Niffler umhersauste und direkt vor mir stehen blieb. Sein Blick hatte etwas gieriges und... nunja bösartiges. 
"Ein Niffler", sagte ich fast tonlos auf die Frage von meinem Bruder. Zum Glück reagierte dieser geistesgegenwärtig und befahl mir meine Halskette wegzuwerfen. Es war zwar wirklich schade drum, aber besser als zerkratzte Haut und ein Niffler im Gesicht.
Schnell riss ich das Silber von meinem Hals, warf es dem Tier vor die Nase und ließ mich von Fynn weziehen. Zusammen sprinteten wir den Hauptweg entlang, darauf bedacht bloß keinem Aggro-Niffler oder Killer-Eichhörnchen direkt vor die Nase zu hüpfen.
Die Welt spielte komplett verrückt. Selbst die Sicherheitsleute, die uns entgegenkamen schienen komplett verstört. Aber was wussten sie auch schon? Es waren schließlich Muggel und ihr Problem keine normalen Maulwürfe.
"Wir müssen irgendwo einen sicheren Unterschlupf finden", keuchte ich, während ich versuchte mit meinem Bruder Schritt zu halten.

-----> Zirkus

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Fynn

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Re: The Rose Garden

from Fynn on 08/12/2017 02:04 PM

Ich merkte sehr wohl, dass mein Herumgedruckse eher alles schlimmer machte ... Ems wirkte ein wenig genervt und das hatte ich eigentlich verhindern wollen. Ich sollte wirklich einfach endlich reden, es brachte doch sowieso nichts, das noch länger hinauszuziehen.
Was die Briefe anging, schien sie mir schon vergeben zu haben und ich blickte sie dankbar an, als sie ihre Hand auf meinen Arm legte. Ich hatte mir die Aktion selbst noch nicht verzeihen können ... das war einfach so ganz und gar nicht gewesen, wie ich sonst war. Aber wenn Ems sagte, es war nicht mehr wichtig, half mir das.
"Jeder baut mal Mist."
Ich verzog ein wenig das Gesicht, schaute wieder auf meine Füße, die immer noch hibbelig über den Boden schürften.
"Aber nicht so großen Mist wie ich ...", gab ich kleinlaut zurück und entzog mich dann ihrer Hand. Angespannt verschränkte ich meine Arme, dass etwas auf die Bank fiel, bemerkte ich zwar, aber wir saßen doch schließlich unter Bäumen, da fiel mal was runter.
Mich irritierte nur die Frau, die etwas weiter den Weg entlang einen hysterischen Schrei hören ließ. Kurz wandte ich den Blick in ihre Richtung und sah ein Eichhörnchen oder etwas ähnliches den Weg kreuzen und einen Baum hochflitzen. Ein zweites folgte. War die Dame das erste Mal in einem Park unterwegs? Diese Tieren waren doch überall in London, wo es auch Bäume gab ...
"Naja ... okay ... du hast Recht, wie ein Pflaster ... ich hab eh viel zu lange nichts gesagt ... das tut mir wirklich Leid, Ems ..." Ich brachte es nicht über mich, ihr ins Gesicht zu blicken.
"Also, diese Amanda ... sie hat gesagt, sie würde jungen Musikern helfen, Fuß zu fassen, mit ihnen Manager, Studios suchen, Werbung machen, Auftritte sichern und sowas. Ich war total begeistert ... das hat sich so gut angehört. Die anderen waren aber skeptisch, wir hatten es bisher auch geschafft, ganz gut eigentlich ja ... und als ich das Amanda erzählt hab, dass wir uns das überlegen müssen, hat sie gesagt, sie hätte schon einen Termin ausgemacht, das hätte sich spontan so ergeben, es könne doch erst mal ich mitkommen ... und das hab ich gemacht, und dann waren es plötzlich drei Termine an diesem Tag. Und so ging das dann weiter ... ich dachte echt, das wäre ne gute Sache und hab ihr natürlich das Geld gegeben, das ihr ja ihr Beruf ... bis sie gesagt hat, ich soll die Band verlassen, die Leute würden mich alleine besser finden ... das gab dann Streit mit den anderen, weil ich das einfach so ohne sie gemacht habe. Aber ich will ja nicht solo weiter machen ... also hab ich gehofft, dass ich Amanda noch überzeugen kann ... irgendwann. Ich hab viel zu spät gemerkt, dass von überall nur leere Versprechungen kommen, vor allem von Amanda. Ich habe keine Zeit mehr, zu proben, ich gehe auf ihre unnötigen Termine mit und musste mir jetzt einen Job in ner Bar suchen, damit ich wieder schnell und regelmäßig Geld verdiene ... Ob sie mich verarscht, oder nicht, ich werde nicht mehr so weiter machen, das weiß ich jetzt. Ich habs einfach verpasst, nein zu sagen ... immer wieder."
Ich holte tief Luft, nachdem ich das alles auf einmal raus gelassen hatte, mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich hatte noch niemandem von all dem so wirklich erzählt und irgendwie ... auch, wenn ich Angst hatte, was Ems sagen würde, tat es gut, das los zu werden. Endlich laut zu sagen, dass ich das jetzt beenden würde. Mich wieder um meine Freunde kümmern, um meine Schwester. Bei James sagen, dass ich nur noch ein paar Wochen bleiben würde, so lange, bis ich nicht mehr so knapp bei Kasse war.
Ich wollte Ems gerade ansehen, da traf mich etwas hartes am Kopf, es fühlte sich an wie ein kleiner Stein, mit dem jemand genau auf mich gezielt hätte.
"Au!", zischte ich erschrocken und fasste prüfend an die Stelle, ob ich blutete; zum Glück nicht.
Mir die Stelle reibend, wartete ich auf Ems Antwort ... das hier war schwer gewesen, aber nicht so schwer, wie das, was noch kommen würde. Und ich hatte immer noch keine Ahnung, wie ich dann anfangen sollte.
Aber das blieb mir dann auch für den Moment erspart. Eine Sache hatte ich immerhin fast regeln können, aber jetzt war wirklich etwas komisch hier ... Nach und nach wurden wütende, entsetzte, ängstliche Rufe laut und die Dame von vorhin schrie erneut. Diesmal aber wirklich panisch, schmerzvoll ... Auf ihrer Brust hockte ein schwarzes Etwas, so groß wie eine Katze und riss ihr die Kette vom Hals; als sie versuchte, es von sich zu stoßen, verpasste ihr das Viech einfach eine mit der Pfote, kratzte dabei ihre Wange blutig. Vor unseren Füßen rannten zwei weitere solcher Tiere den Weg entlang, in ihren Pfoten, die fast wie kleine Hände aussahen, hielten sie Schmuck.
Einer davon blieb vor Ems stehen und starrte sie an.
"Scheiße ... was ist das für ein Viech ...", entkam es mir und sein Kopf wandte sich mir zu. Ich rechnete damit, dass es mich einfach ohne Vorwarnung anspringen würde und zuckte zur Seite, aber es verharrte auf seinem Fleck, sah wieder Ems an. Sie trug eine dünne, silberne Halskette.
"Ems ... schnell, gib dem Viech die Kette ... dann hauen wir hier ab ... Scheiße, wo kommt das her ...?! Emma!", stieß hervor und als sie dann die Kette den Weg runter geworfen hatte, packte ich ihre Hand und rannte in die andere Richtung, durch einen Torbogen, der ein Nest für diese schwarzen Tiere zu sein schien, es raschlete laut um uns und dann wieder unter freiem Himmel lag der Garten hinter uns. Ich lief einfach weiter gerade aus, den Hauptweg entlang, zu dem von allen Seiten andere Leute eilten, einige zerkratzt, nicht wenige schrien oder telefonierten. Sicherheitsleute kamen uns entgegen ...
Das war hier auf keinen Fall geplant ... noch hatte es was mit der Menschenwelt zu tun. Das wurde mir langsam klar - und ich lief noch schneller, Ems Hand fest in meiner.

--> Cut zum Zirkus geplant (nach Emmas Antwort)

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Re: The Rose Garden

from Storyteller on 08/12/2017 02:18 AM

Besucher des Gartens schauen sich suchend um, auf einmal sind Ohrringe, Ketten, Uhren und der gleichen verschwunden. Die Eichhörnchen werfen ungeachtet und scheinbar noch aggressiver Nüsse auf die Menschen. Und da, kleine schwarze Wesen huschen umher, keine Maulwürfe, in ihren kleinen Pfoten scheinen Sachen zu glitzern. Ohne Rücksicht klettern sei an den Besuchern hoch und holen sich, was schön glänzt und zerkratzen dabei die Gesichter derjenigen blutig die versuchen sich panisch zu wehren.

[Niffler]

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Re: The Rose Garden

from Emma on 08/11/2017 05:46 PM

Ich musterte meinen Bruder besorgt, während er schweigsam an meiner Seite ging - viel zu schweigsam für seine Verhältnisse. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass es jemals so zwischen uns gewesen war. Als wären wir plötzlich Fremde geworden und uns war unangenehm miteinander zu sprechen. Niemand wusste genau was er sagen sollte.
Es war so unglaublich seltsam. Ich kannte solche Situationen zur Genüge. Mir ging es immer so, wenn ich neue Leute traf. Aber Fynn war doch mein Bruder, mein Felsen im Sturm. Eigentlich sehnte ich mich doch immer ihn zu treffen, weil er für mich die Personifizierte Unbeschwertheit war. War das nun vorbei?
Ständig blickte Fynn auf sein Handy, steckte es weg, zog es wieder hervor. Ich konnte nicht anders als genervt mit den Augen zu rollen.
Entweder er hatte diese Geste gesehen oder ihm war von alleine klar geworden, dass sein Verhalten wirklich unhöflich war, denn sogleich schaltete er sein Handy aus und entschuldigte sich.
"Schon ok", meinte ich, auch wenn ich nicht das Gefühl hatte, dass irgendetwas noch ok war. So überhaupt nicht ok. Aber daran wollte ich gerade gar nicht denken. Eins nach dem anderen. Jetzt musste erstmal das Problem zwischen uns aus der Welt geschafft werden.
Wir kamen an eine Bank und ich kam wortlos Fynns Bitte nach uns zu setzen.
"Vergiss die Briefe", sagte ich beschwichtigend und versuchte seinen Blick zu finden, damit er sehen konnte, dass ich wirklich nicht sauer war, "sag mir lieber, was dich so belastet. Kurz und schnell, wie ein Pflaster."
Ich wusste, dass diese Worte ihm nicht helfen würden. Er sah so zerknirscht und verzweifelt aus, ich hatte schon Sorge, dass ich gleich mit anfing zu weinen, falls es bei ihm so weit kommen würde. Instinktiv legte ich ihm eine Hand auf den Unterarm.
"Jeder baut mal Mist", meinte ich und versuchte so meinen Bruder zum weiterreden zu bewegen.
Klonk! 
Irgendetwas war neben mir auf die Bank aufgeschlagen und ließ mich verwirrt zusammenzucken. Ich konnte nicht genau erkennen was es gewesen oder woher es gekommen war, aber ich registrierte den erschrockenen Schrei einer Frau nicht weit von uns.
Was war hier los?

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Re: The Rose Garden

from Storyteller on 07/26/2017 08:58 PM

Es ist etwas geschehen!

Komisch gefleckte Eichhörnchen werfen Passanten scheinbar aggressiv mit Eicheln ab.


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Fynn

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Re: The Rose Garden

from Fynn on 07/22/2017 07:35 PM

Das Schweigen zwischen uns war sicherlich nicht nur mir unangenehm. Ich versuchte ständig, mich damit abzulenken, ganz interessiert die Umgebung zu begutachten, aber ich sah gar nicht wirklich, wer alles an mir vorbei ging, dass die Bäume und bepflanzten Wiesen zu hochgewachsenen Büschen wurden, zwischen denen hin und wieder Statuen aufragten.
Meine Gedanken kreisten ständig von einem Problem zum nächsten und dann fing das wieder von vorne an. Und hin und wieder zog ich das Handy heraus und kontrollierte das Display. Nope, keine neuen Nachrichten - außer den tausend Emojis von Isaac. Später würde er doppelt so viele zurück bekommen, das war natürlich klar. Mitten in der Nacht, wenn er wahrscheinlich schon im Bett lag und selig schnarchte.
Das war irgendwie eine ziemlich beklemmende Situation. Und genau davor hatte ich Angst gehabt, deshalb hatte ich sie von all dem fern halten wollen, erst mal alles wieder auf die Reihe kriegen und sie dann wieder sehen.
Aber jetzt waren wir schon mal hier und ich merkte erst so richtig, wie sehr ich sie vermisste, das Gefühl, dass ich bei ihr zu Hause war und wir uns blind vertrauen konnten.
Als sie dann zögernd zu sprechen begann, sah ich kurz zu ihr, konnte den Blick aber nicht lange halten. Und ich hätte mir gerne eine Ohrfeige verpasst. Natürlich war mir das aufgefallen, sie sah doch ziemlich anders aus mit der neuen Frisur. Es stand ihr wirklich hervorragend.
Und ich Trottel hatte nicht mal etwas dazu gesagt. Das wäre früher nicht passiert. Das passierte mir allgemein nicht.
Die Schrittgeschwindigkeit etwas verlangsamend sah ich Ems dann doch länger an und lächelte schließlich. Vielleicht hätte ich mich das viel früher trauen sollen, denn als ich sie jetzt wirklich ehrlich ansah, kam wieder sehr viel von dem Gefühl zurück, was uns immer verbunden hatte. Geborgenheit, Vertrautheit und auch Stolz. Auf eine solche Schwester war man gerne und oft stolz.
"Ja ... das fällt einem sofort auf. Ich finds wirklich richtig toll. Das steht dir super", sagte ich also ehrlich und stieß dann beim Weitergehen mit Absicht etwas an ihre Schulter, bevor ich noch mit den Händen in der Hosentasche hinzufügte: "Du siehst sehr schön aus heute, Ems."
Ich überlegte, ob ich mich noch entschuldigen sollte, dass ich so ein schlechter Bruder war und nicht sofort etwas gesagt hatte - so hätte ich dann auch auf das umschwenken können, was wir endlich mal besprechen sollten, da vibrierte mein Handy erneut an meiner Hand und ich versuchte nicht allzu schnell und auffällig nachzugucken. Es war ne Nachricht von Amanda, der gleich noch eine folgte.
Genervt zog ich das Handy ganz aus der Hosentasche und machte den Ton komplett aus.
"Tut mir Leid ... ist aus jetzt ..." Ich verzog entschuldigend das Gesicht und dann unglücklich, weil sie schließlich doch nachfragte.
Ich seufzte sichtlich betrübt und sah mich erst mal nach einer Bank um. Ich musste mich hinsetzten.
"Ehm ... okay ... setzten wir uns erst mal, ja?", meinte ich kleinlaut zu ihr und schob die Schultern fast bis zu den Ohren hoch, als wir auf eine schöne, hölzerne Sitzbank zusteuerten.
Wirklich still halten konnte ich mich dann trotzdem nicht, ständig stellte ich einen Fuß auf den anderen, wackelte mit dem Bein oder verschränte die Finger ineinander.
Mit Alas wäre das vermutlich einfacher, dachte ich und der Gedanke an ihn beruhigte mich ein wenig. Er sah zwar meistens ziemlich düster aus und wenn er schlecht drauf war, konnte es auch mal sein, dass er gar nichts sagte, aber das hätte er gar nicht gebraucht. Weil er einfach seinen Arm um mich gelegt hätte und das wäre genug gewesen. Im Moment hatte ich also nur den Notizzettel von ihm, den er mir in die Hosentasche geschoben hatte. Du schaffst das, Kleiner. Ich zerhau sie alle, wenn sie dir blöd kommen. Das war so typisch für ihn und ich war mir sicher, dass er das auch wirklich machen würde. Nur bei Emma nicht - aber ich war nicht wirklich der Meinung, dass sie negativ reagieren würde ... Die Sache mit Alas zu erzählen, das war mein Kampf mit mir selbst, bescheuert, aber so war es nun mal. Was Emma nicht gefallen würde, war, dass ich ihr alles so lange verschwiegen hatte.
"Gut ... also ... Emma, ich ..." Herrje, das fing ja großartig an.
"Da gibt es mehr als eine Sache, um ehrlich zu sein ... Aber ich möchte mich erst noch mal persönlich bei dir entschuldigen, wegen der Briefe und so ... das war wirklich scheiße. Da ist es auch egal, was grade los war, ich war ein ziemliches Arsch ..."
Zerknischrt sah ich sie an und spürte schon jetzt, wie mir ein Kloß im Hals zu wachsen begann. Das würde kein leichtes Gespräch werden.
"Und dann ... also, ich hab noch mehr Mist gebaut ... damit hat eigentlich alles angefangen, als ich Amanda getroffen habe. Beziehungsweise sie mich nach einem Auftritt angesprochen hat ..."

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Re: The Rose Garden

from Emma on 07/22/2017 07:03 PM

Ich schlenderte mit einem Monstrum von Zuckerwattewolke an einem Stäbchen neben meinem Bruder Fynn her. Wir redeten wenig. Aßen einfach nur schweigend.
Früher wäre das vermutlich undenkbar gewesen, besonders, nachdem wir uns so lange nicht gesehen hatten. Wir hätten uns einfach gegenseitig das Ohr abgekaut und hätten viel gelacht. Doch heute...
Nach der Sache mit den seltsamen abweisenden Briefen, war einfach vieles noch zu klären. Es schien fast, als würde zwischen uns eine riesige Gewitterwolke an unausgesprochenen Dingen schweben, die uns jedes Mal einen Stromschlag-Blitz verpasste, wenn wir beginnen wollten, das Thema anzuschneiden. Zumindest kam es mir so vor. Ich fühlte mich so unwohl, wenn ich dazu ansetzte Fynn zu fragen, was denn nun eigentlich los war. Also sagte ich nichts. Zugegeben, keine besonders glorreiche Strategie.
Der Rosendgarten im Hyde Park war wunderschön und ich beschloss sogleich, ab jetzt öfter hierher zu kommen. Schließlich zog ich ja auch nach London. 
Diese Tatsache kam mir immer noch ein wenig surreal vor. Irgendwie zu gut um wahr zu sein.
Verstohlen schielte ich über meine Zuckerwatte hinweg zu Fynn hinüber. Würde er endlich das Schweigen brechen?
Oder sollte ich es lieber tun?
"Ich...", setzte ich an und wusste dann aber auch nicht wirklich, wie ich so ein heikles Thema anschneiden sollte, also meinte ich: "war beim Friseur."
Klasse Emma, da merkt man ja wieder was für ein Gesprächs-Genie du bist.
Fast hätte ich wegen mir selbst mit den Augen gerollt. Aber ich verkniff mir diese Geste und sagte: "Was dir ja vermutlich sowieso aufgefallen ist."
War doch dämlich, dass ich mich jetzt auch schon Fynn gegenüber benahm, wie ein introvertiertes Ding, das sich nicht traute das zu sagen, was sie eigentlich meinte. Er war schließlich mein Bruder, und mein bester Freund.
"Ok, ich halt's nicht mehr aus. Sag mit bitte endlich was los ist."

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