Korridor

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Soleil
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Re: Korridor

from Soleil on 11/06/2016 04:53 PM

Ich nickte. Auch, wenn er es ziemlich schnell erzählt hatte, konnte ich mir den Weg dank meines guten Gehirns merken. Und außerdem hatte ich noch Harley, die sich das mindestens ebenso merken könnte. Dass sie ihn trotzdem fragte, ob er uns nicht begleiten und uns den Weg zeigen wollte, war fast schon typisch und lockte mir beinahe ein Grinsen aufs Gesicht.
Dann verwandelte der Junge vor mir seinen Umhang in eine Jacke. Nun, nicht unbedingt meinen Geschmack entsprechend, aber gut.. solange mich niemand außer Harley und ihm darin sah, war mir das recht. Also nahm ich sie entgegen, sagte noch mit einem Lächeln auf den Lippen "Mercy" und zog sie mir über.
"Sollte ich irgendwann einmal nach Hogsmeade kommen, werde ich mir eine neue holen. Danke für die Freundlichkeit.", meinte ich noch lächelnd. Ich überging, dass er scheinbar ein Potter war. Natürlich kannte ich die Storys über die Kriegszeiten. Meine halbe Familie kam aus England. Aber ich war niemand, der anderen auf ihre Vorfahren hin applaudierte oder sie schmachtend ansah. Ich war mir auch nicht sicher, ob er das von anderen gewohnt war. War vermutlich noch einmal eine andere Sache, wenn man wirklich Brite war, statt Franzose... aber nunja.. für mich brauchte es konsequent etwas mehr, als nur einen Namen, um mich beeindrucken zu können. Auch wenn das vermutlich nicht seine Absicht gewesen war.

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Albus
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Re: Korridor

from Albus on 11/08/2016 07:31 AM

Ich konnte mir ein grinsen nicht verkneifen als sie nicht auf meinen Namen Reagierte. Gott es war eine Wohltat mal nicht die bekannten worte zu hören: Was du bist ein Potter? Dann war dein Vater Ja Harry Potter!  Nein das brauchte ich wirklich nicht! Ich lächelte leicht und verbeugte mich noch einmal Galant. "Kann ich den damen sonst noch irgendwie behilflich sein?", fragte ich lächelnd und sah beiläufig auf die Uhr. Shit ich musste zu Verwandlung un ich musste James noch finden und ihm die Ohren bis zum himmel langziehen! Warum blieb das eigentlich immer an mir hängen?! Ich dachte ICH wäre der kleine Bruder. Aber ich war ja scheinbar das Gehirn von uns zwei. Sonst würde er seins ja nutzen. Apropo James Sirius Potter. Ich musste eigentlich ganz ganz dringend weiter!  "My Lady's so angenehm ich eure gesellschaft finde ich muss meinem Bruder noch den Kopf zurecht rücken!", meinte ich flüchtig, verbeugte mich noch einmal galant und rannte den Flur entlang.

Reply Edited on 11/11/2016 09:04 PM.

Phil
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Re: Korridor

from Phil on 06/16/2017 03:04 AM

[Durch einen Zeitumkehrer gesponsort ;) ]

Mit einem leisen Seufzen schob ich auch die letzte Palette mit Zaubertrank-Zutaten zurück ins Regal und wischte mir die Hände an meiner Jeans ab, die schon wieder voller Schwarzpulver und Kräuter-Flecken war. Es erstaunte mich wirklich immer wieder wie eine einzige Klasse innerhalb von 90 Minuten so ein Chaos veranstalten konnte.
Und trotzdem war ich immer noch so beschwingt von dem Gefühl, wieder zu unterrichten, dass mir selbst das egal war. Dass Jon mir meinen Job zurück gegeben hatte, wunderte mich jeden Morgen beim Aufstehen aufs Neue. Das hier war die eine, letzte Chance, und ich würde sie nutzen. 
Umso mehr ein Grund, um den Tag von Jons Abwesenheit zu nutzen, um den Papierkram zu erledigen, der für uns beide anfiel. Während ich meine Tasche über meine Schulter hing und in den Korridor trat, um zurück zu meinem Büro zu kehren, kramte ich bereits meine To-Do List aus der Hosentasche, mit ein paar angehefteten Notizen von Jon - irgendein Auror-Azubi brauchte scheinbar meine Unterschrift. Seltsam, dass er den Namen nicht dazu schrieb, schließlich musste es sich um jemanden aus dem akutellen Abschlussjahgang handeln... 
über dem Namen der Aurorenzentrale schweiften meine Gedanken einmal mehr zu Adrianus ab. Was er wohl gerade machte? Henry meldete sich immer seltener, und seine Antworten wurden immer kürzer - nicht, dass ich ihm das jemals übel genommen hätte, aber das Gefühl, keine Ahnung mehr davon zu haben, wo mein Sohn war, und wie es ihm ging, war wie ein Loch in meiner Brust, das von allem, was mir Spaß machte, eine große Ecke verschluckte. Keine Ahnung, ob das jemals aufhören würde. 
Ich war so vertieft in meine Gedanken, dass ich nicht bemerkte, wie am Rande der Treppe eine Gestalt auftauchte. Als ich aufsah, war es schon zu spät, um noch meine Mimik zu wahren.

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Adrianus

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Gryffindor Abgeschlossen Quidditch Ausbildung Halbblut Hogwarts Unentschlossen Vampir Legilimentik Ministerium Auror Muggelschule/-uni Einzelgänger Anti-Offenbarung

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Re: Korridor

from Adrianus on 06/23/2017 05:48 PM

All die Zeit in der ich in Hogwarts als Auror tätig war hatte ich versucht Phil zu umgehen. Ich hatte es auch Monate geschafft, war meinen Aufgaben nachgegangen im Hintergrund. Doch jetzt sollte ich mich ihm stellen. Ich musste. Und ich wusste nicht, ob ich schon bereit dafür war. Natürlich hatte ich Angst, jede Körperzelle in mir stellte sich dagegen auf aber Befehle waren Befehle. Ich sollte einer der Beobachter von ihm werden, eine Aufgabe, die ich von Anfang an abgelehnt hatte aus verständlichen Gründen. 

Das Wichtigste über mich und Phil wurde den engsten Kollegen weitergegeben, daher hatte ich überhaupt die Möglichkeit Phil all diese Zeit zu umgehen, weil andere mir diese Rückendeckung gaben. Doch nun wurde ich dazu beordert. Die Zeit musste nun ausgereicht haben, um von den Wunden der Vergangenheit geheilt zu sein - und sie zumindest geflickt zu haben. 
Ich musste lernen als Auror standhaft zu bleiben, neutral und nicht von Emotionen für eine einem nahestehende Person beeinflusst zu werden. 

Phil war quasi mein Trainingsobjekt. 

Was ich absolu nicht akzeptieren wollte, und nach stundenlanger verzweifelter und wütender Aufregerei hatten sie mir auf die Schulter geklopft. Ich würde das schon schaffen. Mein Verantwortungsbewusstsein hatte ihnen in den Monaten bewiesen. Sie redeten, als wüssten sie, dass ich die Aufgabe mit Phil packen würde. Ich war mir nicht so sicher.

Ich hatte nicht einmal Henry etwas davon geschrieben, was würde er dazu sagen? 

Phil zu finden war keine schwere Aufgabe, immerhin hatte ich mich in der ganzen Zeit so auf ihn, seinen Geruch, sein Herzschlag, die Schritte und Stimme fokussiert, nur um ihm aus dem Weg gehen zu können - dass meine Instinkte ihn schon unbewusst wahrnahmen, immer in Alarmbereitschaft, wenn er in der Nähe war um bloß schnell zu verschwinden. Doch diesmal war es anders. Diesmal sollte ich ihn gezielt aufsuchen. Und das tat ich.

Ich nahm die letzte Treppenstufe und bemerkte sofort, wie sein Herz und sein Atem kurz stockten, als sich seine Augen auf mich legten. Mein Blick begegnete seinem, ohne eine Miene oder einen Muskel zu verziehen, woraufhin ich langsam auf ihn zuging. Ich rollte das Pergament auf, mit der Aufklärung, dass ich ihm als neuer Wachen-Auror zugeteilt wurde.

"Mr. Cusick, direkte Order des Zaubereiministeriums fordern ihre Unterschrift als Bestätigung."

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Phil
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Re: Korridor

from Phil on 06/27/2017 10:52 PM

Er sah unheimlich fremd aus. In dem Moment, in dem Adrianus die letzte Stufe erklomm und in einer geraden Linie auf mich zusteuerte, wurde mir bewusst, wie sehr ich ihn vermisst hatte, und wie viel ich gleichzeitig verpasst hatte. Henry hatte mir gesagt, ich sollte ihm Freiraum lassen. 
Gib ihm Zeit. Warte ab, gib ihm Raum. Du wirst sehen, eines Tages steht er wieder vor dir, und er wird sich dafür entscheiden. Für euch. Es ist nicht vorbei, Phil, es ist... nur kompliziert.
Ich wusste immer noch nicht, woher Henry all diese Worte genommen hatte, selbst nachdem ich unser Leben in Scherben getreten hatte. Selbst mit den unheimlich tiefen Augenringen hatte er Recht gehabt - zumindest teilweise.
Adrianus stand wieder vor mir. Aber er entschied sich gegen uns.

Mr Cusick, direkte Order des Zaubereiministeriums fordern ihre Unterschrift als Bestätigung.

Jahrelang hatte ich gelernt, meinen Puls unter Kontrolle zu halten - aber jetzt war es vorbei. Die Wellen von Adrenalin, die durch meine Venen pulsierten, brachten meine Hände zum Beben und mein Herz zum flattern; was machte er hier? Wieso hatte mir niemand Bescheid gesagt?
Weil du nicht mehr wichtig bist. Weil du dich selbst ins Aus geschossen hast, und da wirst du bleiben.
Adrianus' Blick begegnete mir so unverwandt, dass ich nicht anders konnte, als zurückzustarren, geschockt, überfordert, und glücklich zugleich. Er war wieder da. Er lebte, er atmete, er zitterte nicht mehr. 
Erst jetzt kamen seine Worte bei mir an. Ich blinzelte, bevor meine Hand zu meinem Jackett wanderten - 
"Ich hab keinen Stift", kam es über meine Lippen, heiser, aber vollständig, und ich wusste nicht, woher ich die Kraft nahm, auf meinen Füßen zu bleiben. Was war bloß passiert, mit uns. Wo waren wir hin, wir und das, was uns ausgemacht hatte? 
"Ich hab welche in... meinem Büro..." Ich deutete auf die Tür hinter ihm, wo ich meine Kugelschreiber verwahrte, aber ich konnte nicht aufhören, ihm ins Gesicht zu sehen. Er war da und er war vollständig, die Augenringe verblasst und sein Mund schmal, aber nicht zitternd - irgendetwas in mir brach entzwei und ich konnte mich nicht entscheiden, welchem Strudel aus Emotionen in mir ich folgen sollte. 

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Adrianus

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Re: Korridor

from Adrianus on 06/30/2017 02:56 PM

// sollten uns besser beeilen bevor es gecutted wird 0.0 Aber sehr viel mehr wird denk ich nicht passieren x'D

Ich zog die Augenbrauen hoch, als er mich eine Weile nur anstarrte und nichts tat. Ich konnte es ihm aber nicht verübeln, immerhin war es das erste Mal, dass ich danach wieder vor ihm auftauchte. In Fleisch und Blut. Zähne zusammenbeißend schluckte ich meine Sorgen und Ängste herunter und versuchte professionel zu bleiben. Ein Auror sollte sich nicht von Gefühlen leiten lassen. Man verlangte von mir, dass ich ihn beobachten musste, wie man es bei einem Verbrecher tat, wobei ich wusste, dass ihn wahrscheinlich keinerlei Schuld traf.

Er hatte immer diesen Hang dazu gehabt ungewollt in Scheiße zu landen.

Ich biss mir von innen auf die Wangen, als er schon in sein Büro wollte, aber das würde ich nicht können. Noch nicht, soweit war ich noch nicht. Dass ich hier vor ihm stehen musste war schon eine unvorbereitete Hürde genug gewesen. Mit ihm in einem kleinen Raum eingesperrt sein?

Meine Hand wanderte zur inneren Brusttasche meines Jacketts und zog einen Kugelschreiber hervor, den ich ihm hinhielt. "Ich habe einen für Sie, Sir. Es wäre angebracht vorher gründlich drüberzulesen." 
Der Kugelschreiber zitterte nur minimal in meiner Hand, doch ich hoffte, dass er es nicht bemerken würde und es nur meine Gene waren, die mir einen Streich spielten.

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Phil
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Re: Korridor

from Phil on 07/01/2017 02:17 AM

Ich starrte den Kuli in seiner Hand an wie einen Fremdkörper. Was sollte ich...?
Mein Blick fiel auf das Blatt in seiner Hand und erst jetzt wurde mir bewusst, dass es vielleicht einen anderen Grund als meinen Beruf gab, dass ich dieses Dokument unterzeichnen sollte... meine Handflächen wurden schweißig und ich hörte mein eigenes Herz durch meinen Kopf pulsieren, als ich vorsichtig den Kugelschreiber aus seiner Hand zog, während meine Augen sich bereits an die Buchstaben klammerten, ohne wirklich zu lesen.
Überwachung und Rückmeldung. Obligatorische Maßnahmen zur Wahrung der Sicherheit. 
Sie hatten mir meinen eigenen Sohn geschickt, um ein Auge auf mich zu haben. Und das sollte ich ihnen unterschreiben, als würde ich helfen, die Axt zu schleifen, die zu meiner eigenen Hinrichtung führen würde.
Keine Ahnung, was das mit mir machte.
Sie brachten ihn nicht mit mir in Verbindung, das war ein gutes Zeichen - aber er war auf der anderen Seite, endgültig.
War das ein Zittern in seiner Hand? Ich musste mich irren, im nächsten Moment war sie wieder still; aber ich wünschte mir so sehr, richtig zu liegen, dass es weh tat. Irgendetwas musste das doch mit ihm machen. Und wenn es nur die Wut war, die er mir bei unserer letzten Begegnung entgegen geschleudert hatte. 
Mit bebenden Händen führte ich den Stift zu dem unteren Rand des Zettels, aber meine Finger zitterten zu sehr, um einen Ansatz zu finden. Nach zwei Versuchen quälte ich irgendetwas auf das Papier, das meiner Unterschrift ähnlich kam - dann machte ich einen Schritt rückwärts und atmete leicht durch.
Noch immer starrte ich ihn an, als würde er jeden Moment wieder verschwinden. Vermutlich war das sogar richtig. Was sollte er denn noch hier, wenn es nicht darum ging, mich für die Geschichte zu verfolgen, die ich einzig und alleine für ihn durchgestanden hatte? Er wusste so wenig von dem, was passiert war, und das machte mich wahnsinnig. Aber er war hier. Das zählte.
"Gut dich zu sehen", lächelte ich leicht, ein bisschen traurig, dann gab ich ihm seinen Kugelschreiber zurück. 

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Adrianus

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Re: Korridor

from Adrianus on 07/02/2017 10:44 PM

Mein Herz klopfte immer lauter in den Sekunden, in denen er den Kulli in meiner Hand anstarrte und schließlich las, was im Brief stand. Ich wollte den Wandel in seinem Gesichtsausdruck nicht ansehen, aber ich konnte meine Augen auch nicht wegbewegen und presste meine Lippen stattdessen zu einer Linie um meinem Fluchtinstinkt nicht Folge zu leisten.

Aber ich konnte nicht erkennen, was in ihm vorging, als er endlich den Kulli entgegennahm, um zu unterschreiben. Ich konnte nicht wie sonst sehen, was in ihm vorging und was er dachte. Als hätten wir uns entfremdet, als wäre zu viel Zeit vergangen, in der wir uns auseinandergelebt hatten. 

Es war meine Schuld, oder? 

Ich biss die Kiefern aufeinander, als mich innerlich etwas erdrückte und mir das Atmen erschwerte. Tief Luft holend zwang ich mich zur Besinnung und stellte mich wieder gerade hin, meine Augen lösten sich aber von ihm. Jeden Augenblick wuchs der Drang in mir hier zu verschwinden - Henry wäre sicherlich so enttäuscht von mir- 

Gut dich zu sehen. 

Aus meinen Gedanken gerissen blickte ich ihn verstört und geistig nicht ganz anwesend mit einem Spalt breit geöffneten Lippen an, und erstarrte. Gut .. mich .. zu sehen? Ich konnte den Worten erst keine richtige Bedeutung zuordnen und sein Gesicht nicht lesen, was mich weiter verstörte und mich weiter mit Schuldgefühlen zerfressen ließ. 
Ich bemerkte den Kuli und den Brief in seiner Hand, die er mir hinhielt, blinzelte schnell das Brennen in den Augen weg und griff hecktisch - diesmal mit sichtlich bebender Hand - die beiden Sachen und trat einen großen Schritt von ihm zurück.

"Es tut mir Leid Phil ... ich kann nicht .." Ich drehte mich schnell um, machte aber kurz auf dem Absatz halt, um noch zögerlich über die Schulter zu murmeln. "... Noch nicht ..." Und dann vor seinen Augen zu verschwimmen und weg zu sein.

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Phil
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Re: Korridor

from Phil on 07/02/2017 11:16 PM

Ich hielt seinen Blick und als er aufsah, war da endlich etwas. Irgendeine Regung, irgendetwas, das mir sagte, dass ich ihn noch nicht völlig verloren hatte. Seine Augen glänzten, egal, wie sehr er blinzelte, und sein geschockter Gesichtsausdruck sprengte die Maske aus harten Gesichtszügen, die er bis eben noch stoisch getragen hatte. 
Seine Hand zitterte. 
Ich ließ meine langsam sinken, als er mir die Dokumente aus der Hand pflückte und ich gab mir keine Mühe, das Beben zu verstecken, weil es für ihn genau das selbe bedeutete, wie für mich - wir waren noch nicht fertig, mit uns, unserer Familie, und dem, was wir bedeuteten. 
Er wich zurück, wie ich eben, und plötzlich war da ein riesiger Abstand zwischen uns - aber das war okay. Weil die Art, wie er meinen Namen sagte, meinen richtigen Namen, und wie er es nicht schaffte, einfach zu gehen, viel viel mehr bedeutete. Er war noch nicht fertig. Er hatte nicht abgeschlossen. 
Noch nicht.
Ich nickte, obwohl ich nicht wusste, ob er es noch sah - das Glänzen in seinen Augen wurde stärker und ich schluckte genau so hart wie er, als er sich abdrehte. 
Noch nicht.
Er wird sich für dich entscheiden. Gib ihm Zeit.
Ich blieb stehen wo ich war, bis er am Ende der Treppe verschwunden war und noch lange danach - immer nur auf den Fleck starrend, an dem er bis eben noch gestanden hatte. Er war wieder da gewesen. Einfach so. Er lebte. Er war in meiner Nähe - und er würde wiederkommen, irgendwann. 

- Thread frei, ab in die Sommerferien ;D -

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