Abgelegene Gasse

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Andy
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Re: Abgelegene Gasse

from Andy on 10/02/2017 02:57 PM

Ich spürte, wie er näher kam. Und hob den Kopf. Seine Schwester hatte die Schuld auf sich genommen? Aber er lebte? Ich konnte das nicht glauben. Ich musste ihn berühren. Er hatte mich auch geliebt. Vergangenheit. Aber ich... Ich hatte nie einen anderen geliebt. Ich liebte ihn immer noch. Und das würde ich auch immer. Junmo stand vor mir wieder auf und in diesem Moment hob ich den Kopf. Ich musste vollkommen verheult aussehen, aber das war egal.
"Wangja", flüsterte ich. Prinz. Er war immer mein Prinz gewesen und das würde er auch immer sein. Er hatte mir dieses Wort beigebracht. Aber unsere Liebe sie hatte keine Chance mehr. Und in diesem Moment wünschte ich mir zu sterben, damit ich wieder bei meinem Junmo sein konnte. Dem der damals gestorben war. Nicht dem, der hier vor mir stand.
"Töte mich", flüsterte ich. Ich ertrug dieses Leben, mein Leben einfach nicht mehr. Meine Stimme war ruhig nd entschlossen. "Ich kann nicht mehr."

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Kien
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Re: Abgelegene Gasse

from Kien on 10/02/2017 04:13 PM

Sie mochte meine Sprache schon damals. Sie jetzt sprechen zu hören, und war es nur ein Wort, ließ mich stark schwanken. 
"Seuta", erwiderte ich leise. Mein Stern. Das war sie immer gewesen. Mein Augenstern.
Doch zwischen uns war nichts mehr wie früher.
"Töten?" Ihre Seele musste zerbrochen sein.
"Ich töte dich nicht, Andy. Du hast mich getötet, das heißt aber nicht, dass ich dich töte."
So weit würde ich nicht gehen.  

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Andy
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Re: Abgelegene Gasse

from Andy on 10/02/2017 04:27 PM

Seuta. Es war nur ein kleines Wort, doch es zeigte mir nur noch mehr, wie viel ich verloren hatte. Die letzten Jahre hatte ich das alles verdrängt. Zurückgeschoben. Hatte mich nicht damit auseinander setzen wollen. Es nicht gekonnt. Doch jetzt stand er hier und das brachte es alles heraus. Mein Leben war nur eine Lüge. Nur damals mit ihm am Anfang war es real gewesen. Real mit ihm. 
Ich hob den Blick nd sah zu ihm hoch, als er mir sagte, dass er mich nicht töten würde. "Es muss aufhören", wisperte ich. Zu mehr war ich nicht mehr in der Lage. "Wenn du es nicht machst, dann mach ich." Langsam stand ich auf. Meine tasche und die Schreckschusswaffe ließ ich einfach wo sie waren. Ich lief zurück zur Hauptstraße. Ich hatte nur noch den Tunnelblick. Wenn ich tot war, dann würde ich Junmo wieder sehen. 
Die Straße war voll befahren. Ich schloss die Augen und lief einfach weiter. Bei der Geschwindigkeit der Autos würde ich nciht überleben. In diesem Wissen setzte ich den ersten Fuß auf die Straße.

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Kien
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Re: Abgelegene Gasse

from Kien on 10/02/2017 06:40 PM

"Bitte? Andy, was..." 
Es schien, als hätte sie mich nicht gehört. Wie in Trance stand sie auf und lief auf die viel befahrene Straße zu.
Mein Verstand versuchte noch zu begreifen, was dort passierte, als sie den ersten Fuß auf die Straße setzte und ein Auto laut hupte.
Da setzten meine Muskeln wieder ein. Innerlich dankte ich dem zusätzlichen Training, das meinen Körper gestärkt hatte.
Sie war beinahe mitten auf der Fahrbahn, als ich sie erreichte.
Ich schlang meine Arme um ihre Mitte und zog sie mit mir zurück in Sicherheit. Hielt sie weiter fest, während mein Brustkorb bebte und mein Herz raste.
"Bist du wahnsinnig?", keuchte ich und presste sie eng an mich. Ich wollte ihr nicht wehtun, aber ich hatte Angst, wenn ich sie losließe, würde sie wieder auf die Straße gehen.
"Ich kann dich nicht noch einmal verlieren. Das kann ich nicht."
Mein hektischer Atem wühlte in ihrem Haar, das noch so roch wie früher.  

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Andy
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Re: Abgelegene Gasse

from Andy on 10/02/2017 07:01 PM

Ich bekam gar nichts wirklich mit. Ich wurde nur zur Seite gerissen. So fühlte es sich also an, wnn man von einem Auto erfasst wurde. Es tat gar nicht weh. Ich wurd eng an etwas gedrückt und dann hörte ich ihn. Junmo. Ich öffnente die Augen und blickte in sein Gesicht. "Das wirst du nicht", flüsterte ich. Meine Hand legte sich an seine Wange. "Wir sind jetzt beide tot. Uns wird nichts mehr trennen", flüsterte ich. Wenn er mich so an sich drückte, fühlte sich alles gut an. Ich schmiegte mich an ihn. 
"Wangja", flüsterte ich. "Ich liebe dich." Ich hielt mich an ihm fest und beugte mich nur ein bisschen hoch, um ihn zu küssen. "Lass uns nie wieder trennen, Junmo." Kien war nicht mehr real. Er würde vielleicht meinen toten Körper bestatten, aber mit Junmo konnte ich wieder glücklich sein.
"Lass es wieder so sein wie früher", flüsterte ich. Ich fühlte mich vollkommen erschöpft. Meine Augen waren schwer. Meine Hand hielt sich an seinem Hemd fest. "Ich ruhe mich nur einen MOment aus." Mein Kopf sackte gegen seine Brust und dann verlor ich das Bewusstsein. Es war einfach zu viel gewesen.

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Kien
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Re: Abgelegene Gasse

from Kien on 10/03/2017 12:15 PM

Tot? Anscheinend war ihre Psyche zerrütteter als ich gedacht hatte. "Ja, wir sind jetzt zusammen, Seuta", flüsterte ich und strich ihr übers Haar, als sie etwas von ihrer Erschöpfung murmelte und dann zusammenbrach. 
Sie war echt durcheinander und noch viel kaputter als damals.
Ich war erstaunt, dass Andy sich das Leben nicht früher genommen hatte. Irgendwie war ich immer davon ausgegangen, dass sie woanders in Amerika lebte. An düsteren Tagen hatte ich sogar gedacht, sie hätte sich umgebracht, weil ihre labile Psyche nicht standhielt.
Obwohl ich es versucht hatte, war ich sie nie losgeworden.
Mühelos hob ich Andy hoch und machte mich auf den Weg zu meiner Wohnung. Woanders wäre sie hilflos.

~ Thread frei ~ 

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Jamie
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Re: Abgelegene Gasse

from Jamie on 10/10/2017 10:42 PM

Jamie und Alaric

Das Blut des Mannes aus der Pathologie durchfloss meine Adern. Aber ich hatte immer noch Durst. Anscheinend hätte ich früher trinken sollen, ehe ich die Kontrolle bei einem Menschen verlor. Ich hatte ihn nicht umgebracht, aber hielt mich jetzt für irgendeinen kranken Freak. Aber vielleicht war ich das auch. Immerhin ernährte ich mich von Blut. Und ich...Ich wollte nur noch mehr Blut haben. Mehr von diesem süßen roten Nektar, der mich sättigen konnte.
Ich wandelte durch die Straßen und blickte mich. Da waren überall Menschen. Allein und mit Kindern. Ich wollte mir immer einen greifen, aber ich traute mich nicht. Dabei brauchte ich das Blut so dringend. So dringend. Meine Fänge waren deutlich sichtbar. Ich hasste es, wenn ich diesem Wahn war, aber ich konnte mich ohne genügend Blut nicht daraus befreien. 
Da fiel mir ein junger Mann auf. Blond. Groß. Muskulös. Es würde ihn nicht umbringen, wenn mir etwas von seinem Blut nahm. An einer dunklen Gasse wartete ich auf ihn. Er würde gleich hier vorbei gehen. Und als ich seine Gestalt ausmachte, packte ich ihn einfach am Arm und zog ihn zu mir in die Dunkelheit, um ihn gegen die Mauer zu drücken. Ich war unglaublich stark durch meine vampirischen Kräfte geworden und deswegen war selbst dieser ausgewachsene und gestandene Mann kein Problem für mich.
"Tut mir leid", murmelte ich und dann beugte ich mich schon hoch und biss ihn. Meine spitzen Fänge gruben sich schnell in seine Haut und sein Blut benetzte meine Lippen. Ein wohliger Seufzer kam über meine Lippen. Köstlich.

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Alaric

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Re: Abgelegene Gasse

from Alaric on 10/11/2017 12:55 AM

Ich ging spazieren, während ich meine schweren Gedanken hin und herwälzte. Die Bewegung half mir, nicht verrückt zu werden.
So viel war in letzter Zeit passiert und ich wusste gar nicht, wo mir der Kopf stand. Es war die richtige Entscheidung gewesen, eine Auszeit zu nehmen und den Job zu kündigen, aber mir graute es schon, es meinen Eltern mitzuteilen...
Während ich meinen Gedanken nachhing, achtete ich nicht groß auf den Weg, den ich nahm und so war ich inzwischen bei ein paar eher abgelegenen Gassen gelandet. Vielleicht würde ich gleich einfach umdrehen und den gleichen Weg zurückgehen...
In diesem Moment wurde ich plötzlich gepackt und in eine der Gassen gedrängt. Alles ging so schnell, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschah und ich gar nicht erst dazu kam, mich groß zu wehren. 
Als ich endlich realisierte, was geschah und was die junge blonde Frau von mir wollte, war es auch schon zu spät und ihre Zähne bohrten sich in meinen Hals.
Ich schnappte erschrocken nach Luft, auch wenn das Gefühl, dass mich dabei überkam, nicht gänzlich unangenehm war. Aber ich sah es nicht ein, tatenlos rumzustehen und mich mal wieder von einer Frau überrumpeln zu lassen.
Also riss ich mich zusammen, zückte meinen Zauberstab - das hier war eindeutig Notwehr, wenn man bedachte, wie stark Vampire waren - und verpasste der Frau einen kleinen Schockzauber. Nicht wildes, ich wollte ja einfach nur, dass sie aufschreckte und von mir abließ. "Mir tut es auch leid", sagte ich mit grimmigem Blick, "Aber ich bin kein Snack für zwischendurch."

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Jamie
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Re: Abgelegene Gasse

from Jamie on 10/11/2017 10:25 PM

Anscheinend hatte ich da etwas nicht richtig kalkuliert. Denn plötlich wurde ich von dem Mann weggeschleuderte. Mein Rücken machte Bekanntschaft mit der Mauer des gegenüberliegenden Hauses und ich ging zu Bodn. Ich konnte mich nicht bewegen. Nur meine augen ud die wanderten Panisch umher und suchten nach einer Möglichkeit aus dieser Situation zu entkommen. 
Doch es fiel mir schwer irgendwas in meinem Kopf zu ordnen. Ich hatte von ihm getrunken und dann war da dieser Schock durch meinen Körper gegangen und hatte mich weggeschleudert. Aber ich konnte mich auch gerade nicht mehr bewegen. Was hatte er mit mir gemacht? 
Panik stieg in mir auf. Verzweifelt versuchte ich mich zu bewegen, aber ich schaffte es nciht. Es klappte einfach nicht mehr. Nicht mal der kleine Zeh. Was wenn er zu diesen Männern gehörte, die mich verwandelt hatten? Die während meines Studiums über mich hergefallen waren und nach einiger Folter mich zu diesem widerwärtigen Leben gezwungen hatten. 
Ungewollt drang ein Wimmern über meine Lippen. Ich hatte Angst. Es war wie damals. Ein roter Blitz und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich wusste, wie schlimm es sein konnte. Was man mir in dieser Hilflosigkeit antun konnte. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte meinen Geist zu verschließen. Sonst würde er zerbrechen. Damals hatte ich ihn verschlossen. War wie eine leere Hülle gewesen. Doch es war schwer. Zumal ich den Mann nicht wirklich sehen konnte. Was war sein Ziel?

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Alaric

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Re: Abgelegene Gasse

from Alaric on 10/11/2017 11:38 PM

Mein Zauber fiel doch ein wenig stärker aus als geplant... aber wer wusste auch schon die Wirkung auf einen Vampir einzuschätzen?
Ich beobachtete, wie die Frau nach hinten stolperte und zu Boden ging. Während ich gerade noch versuchte meine Gedanken zu ordnen und befürchtete, dass die Fremde wütend werden und mich erneut angreifen könnte, wenn der Zauber komplett verflogen war, hörte ich plötzlich ein Geräusch. Ein Wimmern.
Irgendetwas stimmte mit der Frau nicht und ich war es auch noch gewesen, der sie ausgenoggt hatte... Entspann dich, du hast dich nur verteidigt, redete ich mir gut zu und wagte es dann, zu der Fremden zu treten. Ich brachte es nicht über mich, sie hier einfach alleine zurückzulassen. Sie wirkte so zerstreut auf mich... fast panisch. Vermutlich wusste sie nicht, was mit ihr geschehen war, wusste nichts von Magie...
"Tut mir leid", sagte ich erneut, diesmal meinte ich es aber durchaus ernst, "Der Zauber hat sie stärker erwischt als geplant. Geht es ihnen gut?"
Zögerlich streckte ich meine Hand aus, um die junge Frau an der Schulter zu berühren und vielleicht dazu zu bringen, ihre Augen zu öffnen. Falls sie wirklich bei Bewusstsein war. 
Nun, wo ich so nah vor ihr war und nicht davon abgelenkt, dass sie mein Blut trinken wollte, erkannte ich, dass sie wirklich hübsch war. Blass ja, typisch Vampir, aber nicht ganz so kränklich, wie sich mein Unterbewusstsein die Blutsauger immer ausgemalt hatte. 
Verdammt, warum konnte ich hübsche Frauen nicht mal auf die übliche Weise treffen?
Ich erlaubte mir ein wenig Galgenhumor. Schließlich blieb mir in meinem Leben ja sonst nicht viel mehr. 
Außerdem war ich ja auch verrückt genug, der Frau zu helfen, anstatt sie dafür anzuzeigen, dass sie mich ohne Erlaubnis einfach überfallen hatte...

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