Dalston Superstore [LGBT Kaffee Bar]

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Red

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Re: Dalston Superstore

from Red on 10/24/2016 11:12 PM

Ich kam mir vor wie der Quarterback auf dem Abschlussball in einem dieser stupiden, amerikanischen Teeny-Romanzenfilme, der schlussendlich das hübsche Mauerblümchen doch zum Tanzen auffordert. Zumindest sprach die Lichtstimmung, die Musik und Scamanders zierende Art dafür, dass es so war. Oder hatte ich doch einmal zu viel an der Bong gezogen? 
Er stotterte vor sich hin während wir Arm in Arm lagen und tanzten. Er war geschmeidig, ohne es zu ahnen und bei aller Liebe - seine Lippen waren unglaublich verlockend. Einmal geschmeckt war es wohl schwer von ihnen zu lassen. Seltsam. - Nicht seltsam. - Warum? - Veela. - Ich erinnere mich. 

"Serena?", fragte ich mit einem Hauch der Überraschung und lächelte. Natürlich wusste ich von dem Deal, aber wer hatte behauptet, dass er das wusste? Anders herum... ein bisschen spielen sollte mir auch erlaubt sein. "Sag nicht, das süße Kätzchen hat etwas mit dir zu laufen? Und dann bist du hier... küsst Fremde. Männer."
Ganz sacht zog ich ihn enger an mich und tanzte weiter, die hellen Augen glitzerten ihn an... ich wusste es war nicht richtig, nicht so wie es mich eben angetrieben hatte, aber was das gewesen war wusste ich sowieso nicht. Und ich hatte meine Bürgerpflicht getan und ihn vor einer wirklich ekligen Nacht bewahrt. Dafür durfte ich mir meine Belohnung abholen, fand ich. Und wenn doch niemand davon erfuhr?
"Sie kann ein rachsüchtiges, kleines Biest sein, meine Serena. Ein bezaubernd schönes und dafür liebe ich sie, aber trotzdem.", flüsterte ich ihm zu, die Stimme so weich geworden wie warmer Honig. "Und ich weiß, warum du hier bist. Glaub mir, es ist nicht das Schlimmste sich... ausprobieren zu wollen."

Meine Finger strichen sanft, aber ganz unaufdringlich einige Zentimeter über seinen Rücken als gehörte es zum Tanz. Einen wollte ich noch, einen Kuss. Einen von ihm. Meiner war ein Zwang gewesen. Ich wollte einen Kuss geschenkt bekommen. Nur den einen, nicht mehr. Und was er auch vorzubringen hatte, ich würde ihn kriegen. Daran war nicht zu rütteln.
"Teste ruhig. Ich beiße nicht.", raunte ich ihm zu als meine Stirn schon seine streifte, weil ich noch immer seinen Blick hielt. "Dann verspreche ich dir, dich nicht bei meinem Kätzchen zu verraten."
Hör auf. - Ich wüsste nicht warum. - Was hast du davon? - Meinen Spaß. - Und wenn er ihn liebt? - Der wird nie etwas davon erfahren, glaub mir. - Aber Lorcan wird es wissen. - Das ist nicht mein Problem. - Oh, doch... - Ich wüsste nicht warum. - Willst du wissen, dass jemand sie geküsst hat? - ...

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Lorcan

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Re: Dalston Superstore

from Lorcan on 10/25/2016 12:26 AM

Ich konnte regelrecht fühlen wie mir die Kälte den Rücken hochkrabbelte und mir die Farbe aus dem Gesicht wich. "Das .. Wovon redest du da?!", regte ich mich auf. "D-Du hast mich einfach so geküsst! Ich wollte nur die Muggelwelt entdecken und hab mich verlaufen. Wer gibt dir das Recht .."

Ich war so sprachlos. Ich konnte es nicht ausstehen wenn andere richtig Lagen und mich in die Ecke drängten. Aber ich war immer gut im manipulieren und lügen gewesen- auch wenn ich es nicht oft einsetzte. 
Ich verengte eifersüchtig die Augen, als er es "meine Serena" nannte und ballte die Hände verkrampft zu Fäusten. Dafür liebte er sie? Nachdem der Kelr mich geküsst hatte aus heiterem Himmel?!

Wieder wurde mein Atem schwerer vor Aufregung und Wut. Ich war wütend, ich wurde es nicht oft. Ich presste meine Fäuste zwischen uns auf seine Brust und schubste ihn mit aller Kraft von mir, wodurch sich nur der Griff löste er sich aber ohne Probleme abfing.

"Ich teste nichts. Ich brauche das nicht. Es reicht, dass solange du nichts sagst, ich auch nichts sage", keifte ich ihn an. Ich zog mein Gesicht erneut von seinem Weg, als er mir zu nah kam und glotzte ihn dann sprachlos an, als er mich unverschämt blackmailte. Wurde ich jetzt ernsthaft von dem erpresst?! 
Ich biss die Zähne aufeinander, als ich seinem Blick standhielt - gerade so. "Ich kann dich nicht ab, Hood", knurrte ich. 

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Red

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Re: Dalston Superstore

from Red on 10/25/2016 01:08 AM

Menschen regten sich vorwiegend auf, wenn sie emotional tief erregt waren. Erschüttert, für all jene, die Erregung nur mit Sexualität in Verbindung brachten. Und Fehler - Haspeln, Stottern, falsche Grammatik - waren Anzeichen für Vertuschung, für Lügen. Mir konnte doch niemand sagen, dass das nur mir auffiel. So dumm konnte die Menschheit nicht sein. 
"Nichts und niemand gibt mir das Recht.", erwiderte ich trocken. "Ich nehme es mir heraus um dich vor Leuten wie diesen zu bewahren."
Und damit nickte ich hinüber zu dem Pärchen, das an einem ziemlich druselig dastehenden Jungen herum nestelte, der eindeutig nicht mehr Herr seiner Sinne war. Auf der Bar neben ihnen stand ein leeres Glas.... genau solch ein Glas wie sie es Lorcan gereicht hatten. "Es ist nichts dabei, Scamander. Wissen zu wollen was einem gefällt, das ist menschlich, nicht wahr? Ein Instinkt."

Als er mich von sich stieß fing ich mich ab und richtete mir die Kleidung. Eine Wildkatze, die gern Aufmerksamkeit auf sich zog. Und ein wenig zu sensibel um dem Typ des Jungen zu entsprechen, der sich rein zufällig hierher verirrt hatte. Solche Szenen kamen hier wohl öfter vor, zumindest kümmerte sich keiner sonderlich darum.  
"Verleugnung ist ungesund.", antwortete ich ihm auf seine Keiferei als ich wieder an ihn heran trat. Ich wollte ihn von nichts überzeugen, was lag mir schon daran? Nichts. Ich wollte ihm nicht weh tun oder ihn zwingen. Wollte nicht, dass er zusammen klappte. Eigentlich war es pure Neugier.
Hatte er sich tatsächlich in den Langharigen verguckt? Knickte er ein? Es wäre zu amüsant gewesen um es nicht mit Serena zu teilen. - Lass ihn in Ruhe... - Warum? - Weil ich dich bitte. - Du bittest nicht. - Dann fange ich jetzt damit an. - Schlechter Zeitpunkt. - Red... versuch doch zumindest einmal nicht dich und alle anderen unglücklich zu machen.

Während ich so innerlich sprach hatten meine Fingerspitzen sich ganz unwillkürlich an Lorcans Kiefer gehoben, strichen nicht darüber, lagen nur leicht darauf als könnte ich mich nicht entscheiden. Doch mein Blick hatte seinen ohne Mühe all diese Zeit gehalten, durchdringend, wenn auch um den Bruchteil einer Nuance weicher. Kaum erkennbar.
"Ich will dir nichts, Scamander. Wenn es das ist, was du meinst.", hauchte ich ausgesprochen sanft. "Ich will dich nicht. Wenn du dich selbst belügen willst, weiter herum irren... bitte."

Und damit schritt ich tatsächlich zurück und machte ihm den Weg frei.

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Lorcan

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Re: Dalston Superstore

from Lorcan on 10/27/2016 02:28 AM

Red's Worte warfen mich ein wenig aus der Bahn, weil ich nicht damit klarkam, dass jemand so .. ruhig und kontrolliert blieb in solch einer Situation. Er war .. anders. Als würde er sich zu sehr kontrollieren. Als ich seinem Blick folgte weiteten sich meine Augen geschockt. Entsetzt darüber ... was sie da taten ... Ich .. musste ihm helfen oder? Ich machte einen Schritt auf die drei zu, doch stockte dann. Ich sollte .. aber .. ich traute mich nicht. Ich musste nicht. 

Ich hätte das sein können ...

Tief einatmend machte ich einen Schritt zurück. Wandte mich wieder etwas gequält Red zu. "Es ist also nur ein Instinkt ...", wiederholte ich nachdenklich. War all das, was ich spürte nur Instinkt? Das mit Thorn ... War nur ein Instinkt? Weil .. was? Weil ich ihn nicht an jemand anderen verlieren wollte? Weil ich nicht wollte, dass mir irgendjemand den besten Freund wegnahm?

Vielleicht sollte ich ...? Ich sah nachdenklich zu ihm auf, er war größer als ich. Um zumindest der Sache auf den Grund zu gehen ... Um sicherzugehen. Und damit er nichts Serena erzählte, denn er hatte sein Blackmail ziemlich offensichtlich gemacht. 

Thorn war mein bester Freund, schon immer gewesen. Seit ich denken konnte. Natürlich konnte ich den Gedanken nicht ertragen, dass er irgendwann weg sein konnte, an der Seite von jemand anderem. Und mich vergessen könnte. Er war wie mein Bruder. Ich liebte ihn.

Ich sah ihn einen Moment länger an, als er zur Seite schritt. Wenn er sonst nicht mehr wollte. Wenn es wirklich platonisch war und wahrscheinlich nur an meinen Genen lag - ich ging davon aus, dass sie eine Wirkung auf ihn hatten, da er nicht wollte, dass ich es weitererzähle. Den Fakt, dass er hier war. Und einen Kuss einforderte. Die Gene wirkten nur an denen die sich von meinem Geschlecht angezogen fühlten. 

Ich ging entschlossen auf ihn zu, die Augenbrauen zusammengezogen, meine Hände packten seinen Kragen und ich stoppte kurz, sah ihn ernst an, fast mürrisch und als würde ich jeden Augenblick knurren. "Das hier ist das letzte Mal", meinte ich leise warnend, zog ihn zu mir runter und legte meine Lippen fordernd auf seine.

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Red

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Re: Dalston Superstore

from Red on 10/28/2016 12:21 AM

Tatsächlich realisierte er erst jetzt was die beiden mit ihm vorgehabt hatten, warum das Weib ihn die ganze Zeit gedrängt hatte zu trinken. Auf einer wissenschaftlichen Ebene war diese Naivität wahrscheinlich sogar niedlich. Sie sagte zumindest sehr viel über ihn aus. Er ging nicht oft zu solchen Orten, egal ob nun hetero- oder homosexueller Natur. Und er hatte keine Ahnung zu was Menschen im Stande waren. 
Als er einen Schritt auf die beiden zumachte legte ich ihm die Hand an den Oberarm um ihn zurück zu halten, aber das war gar nicht nötig, er stoppte von selbst. "Da ist nichts mehr zu machen.", zischte ich ihm zu, nicht bösartig, nur eindringlich. - Tut dir das wenigstens leid? - Ich kenne den Jungen nicht. - Das macht keinen Unterschied.

Ich nickte ruhig und sah zu Lorcan hinab. "Ein Instinkt, nicht mehr. Nichts, was herausragend betont oder verschwiegen werden müsste. Wir wurden damit geboren.", sagte ich und zuckte mit den Schultern. Warum es mir egal war wusste ich ja auch nicht und es machte auch keinen Sinn darüber nachzudenken, weil es nicht zu ändern war. Was den Kuss betraf allerdings... ich erinnerte mich daran, dass die Scamanders Veelablut hatten. Und natürlich war ein großer Teil dessen, dass ich nach einem weiteren Kuss gefragt hatte wahrscheinlich deswegen, aber da war noch etwas Anderes. Bei allem was ich von Serena über ihr kleines Spiel erfahren hatte würde es ein Triumph sein. Eine kleine Trophäe, mit der bewiesen war, dass sie Recht hatte. 

Deswegen wehrte ich mich nicht als er mich heran zog, sondern legte eine Hand an seine Hüfte, ließ die andere über seinen Kiefer streichen und lächelte ihn an. "Das hört sich an wie ein guter Deal.", scherzte ich halb und lachte leise als seine Lippen auf meine trafen. Sie waren wirklich so weich und zart... Sanft neckte ich seine Lippen mit der Zunge und zog ihn in eine festere Umarmung, nicht drängend, nur intim genug um dem hier gerecht zu werden. Ich hasste zu viel Körpernähe für gewöhnlich, aber...
Küssen. Küssen tat ich für mein Leben gern. In jedem Zustand. Warum wusste der Teufel.

So fordernd er war, so unschuldig war er noch, so unsicher ob es das Richtige war. - Warst du anders bei deinem ersten Kuss mit einem Mann? - Das war ich. - Ach ja... - Jünger. Und es war mir egal. - Du nennst es egal, ich nenne es Kinderschändung, jeder nach seiner Facon.
Ich zog den Kuss in die Länge, weil ich spürte, wie ihm die Hitze zu Kopf stieg. So war es richtig, so gefiel mir das. Und wenn er seinen Hargreaves ebenso küsste... dann war Serena auf dem besten Weg zu siegen. - Und ein paar Herzen zu brechen. - Wenn sie dumm genug dazu sind.

Erst nach einer halben Ewigkeiten lösten wir uns voneinander. Ich sah Lorcan an, wie verwirrt er war, immer noch. Und lächelte bevor ich sacht nickte. "Gut. Ich schweige."

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Lorcan

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Re: Dalston Superstore

from Lorcan on 10/29/2016 12:52 AM

Ich wusste nicht was es war, das mich an Red so aufregte. Dass ich ihm Recht gab? Dass er solch einen Einfluss auf mich hatte? War ich wütend darüber, dass er das Chaos in meinem Kopf einfach als bedeutungslos abstempelte und 'Instinkt' nannte, oder war ich eher wütend darüber, dass ich vielleicht doch nicht in Thorn .... Wenn das so war, wo blieb die Erleichterung? Ich biss nur sauer die Zähne aufeinander, bohrte meine Finger fester in seinen Kragen und ließ mich von ihm an sich ziehen. 

Der Stress schoss mir zu Kopf, als ich dran dachte, dass es so riskant war ... er konnte hiervon Serena erzählen. Dann .. dann wäre alles aus. Ich wollte sie immer noch, ich wollte sie immer. Immer wenn ich sie sah folgten meine Augen ihrem Schatten. Immer wenn ich in ihrer Nähe war, wollte ich sie berühren. Wenn sie die Lippen öffnete und ihre Stimme erklingen ließ, dann war es magisch und ergreifend. Sie war die Richtige für mich.

Als seine Zunge über meine Lippen strich öffnete ich die Augen ein wenig, zwiegespalten darüber, ob ich zurückweichen oder es gewähren sollte. Mir wurde heiß, als sich meine Lippen ohne mein Wollen öffneten, meine Augen flatterten zu und meine Hände wanderten von seinem Krangen sanft höher, zu seinem Nacken, in sein Haar. Ich verlor die Kontrolle und er verschlang mich, bis ich das Gefühl hatte zu ertrinken. 

Und plötzlich - irgendwann - brach er ab, löste sich von mir, woraufhin ich benommen die Augen öffnete, noch immer in seinen Armen, mit meinen Händen an seinem Nacken.
Kurz verwirrt über seine Worte während ich mich noch immer sammelte starrte ich ihn nur wie ein Auto an, bis mir alles wieder einfiel und ich schnell meine Hände löste als hätte ich mich verbrannt. "G-Gut", erwiderte ich nur mit großen Augen und nahm einen Schritt zurück.  

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Red

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Re: Dalston Superstore

from Red on 10/29/2016 01:39 AM

Er konnte mich nicht riechen und das ließ er mich spüren. Was er nicht wusste war, dass mir das ziemlich gleich war. Seine Neugier - das was größer war als seine Abneigung - und mein Verlangen diesen kleinen Triumph zu besitzen waren größer. Auch wenn mir das genauso egal war als er förmlich in den Kuss hinein fiel. Er zehrte daran wie ein Ertrinkender.... und brachte mich fast um den Rest meines Verstandes. Ja, mit Jungfrauen war ich zusammen gewesen, mit Erstlingen, Neugierigen, Überraschten... aber nicht mit einem Jungen, der so sehnsüchtig heraus fand, dass da etwas war. - Er sucht. - Er findet. - Ist das nicht schön? - Ja, schon... - Ich glaube.... so schlecht ist es gar nicht, was du tust.

Ich löste mich nur, weil ich spürte wie atemlos wir wurden. Wahrscheinlich hätte Lorcan nicht einmal losgelassen wenn er daran erstickt wäre. Irgendetwas in mir lachte darüber, ganz leise, nicht hähmisch, klingelnd wie eine kleine Glocke. Und viel zu weit weg um es zu fassen zu kriegen. Aber es war etwas, das ich mochte. 
Ohne zu wissen, was er tun sollte - das sah ich in seinen überforderten Augen - lag er noch immer in meinen Armen. Ob es an den Veelagenen lag, dass mir das gefiel oder nicht war ziemlich egal, ich beließ es einfach dabei. Sah ihn an und lächelte ruhig. Hielt seine Hand auf, die in meinen Nacken gestrichen war und jetzt so nervös losließ. Als wäre gar nichts gewesen tanzte ich einfach wieder mit ihm. 

"Für wen auch immer du das machst, Scamander.", sagte ich schließlich und sah ihn gewitzt an. "Er oder sie oder es... hat ziemliches Glück." - Laufen wir Gefahr ein netter Mensch zu werden? - Nicht so entrüstet, bitte. - Warum sagen wir das? - Weil es die Wahrheit ist.
Und genau in diesem Moment kam der Beat wieder, wurde die Musik lauter, schneller; die Party kam wieder in Schwung. 
Ich blieb stehen und musterte Lorcan noch einmal.
"Deal ist Deal. Du solltest gehen, Scamander. Diesem Lokal nach ein Uhr nachts bist du nicht mehr gewachsen.", erklärte ich, gerade als der erste Champagnerkorken mitten in der Menge knallte und die richtig leicht bekleideten Stripper die Bühne betraten. Ich nickte zum Ausgang, damit der kleine Tölpel ihn diesmal auch ungeschadet fand.

Dann ließ ich ihn ziehen, streckte in aller Ruhe lässig die Hand in die Tasche und wandte mich um, um mein Grüppchen zu finden mit dem ich hergekommen war. Ich schaute nur noch einmal über die Schulter als er davon apparierte, der böse Junge, und lachte ihm auf die gleiche distanzierte Weise wie immer zu bevor ich in der Menschenmenge verschwand.


~ RED OUT ~ 

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Reply Edited on 10/29/2016 02:44 AM.

Lorcan

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Re: Dalston Superstore

from Lorcan on 10/29/2016 02:15 AM

Die Atmosphäre fühlte sich für mich sehr ... merkwürdig an, als er mich aufhielt und dann zu tanzen begann. Für wen auch immer ... Das Problem war .. ich wusste nicht einmal für wen genau ich es tat. Für mich? Für Thorn? Für Serena? Mir wurde schwindelig von der Gesamtsituation, dem Ort, der Musik, den Menschen. 

Die ganze Zeit über blieb ich ungewöhntlich still und gedankenverloren, etwas deprimiert, nicht sicher ob ich nun verwirrter als zuvor war oder nicht. Es war eine neue Art von Low-Gefühl, die mich erschöpfte. Wahrscheinlich war seine Idee hier zu verschwinden die beste heute Abend. Mein Gesicht folgte zum Ausgang in dessen Richtung er genickt hatte, alles in mir widerstrebte wieder dort rauszugehen, aber auch hier drin zu bleiben. Was wenn da draußen wieder ein Kerl auf Stöckelschuhen, in Netzstrumphosen und rotem Lackkleid auf mich zustolzierte? 

Geleitet von der Horrorvorstellung ließ ich von ihm ab, verschwand in den Schatten des Clubs, als alle abgelenkt mit der neuen Musik waren. Ich gab ihm Recht, das hier ... es war nicht meine Welt. "Man sieht sich, Hood", sagte ich knapp, vermied es meine Augen hinter ihn auf die Bühne wandern zu lassen .. und apparierte mich dort raus. 

Ich wusste nicht genau wie lange ich gebraucht hatte, doch irgendwann hatte ich es nach Hogsmeade geschafft. Müde und erschöpft blieb ich neben dem Drei Besen stehen, welcher um diese Uhrzeit anscheinend noch offen hatte, aber kaum Besucher. Ich entschied, dass ich einen Drink nach dieser Nacht brauchen könnte, etwas, wessen Meinung ich sonst nie war. An der Theke saß schon jemand, als ich heranschritt und setzte und mir ein alkoholisches Getränk bestellte. Ich merkte schon, heute war die Nacht der gebrochenen Regeln. Wenn ich nach dieser Nacht noch Schulsprecher war dann grenzte das an ein Wunder.

- - -  Thread frei - - -

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Reply Edited on 11/02/2016 10:18 PM.

Arnaldur

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Re: Dalston Superstore

from Arnaldur on 07/09/2017 02:51 AM

Mit einem angenehmen brennen lies ich den Whiskey meine Kehle runter laufen, ehe ich mich auf meinem Hocker etwas drehte um die tanzende Menge zu beobachten. Ich wusste nicht recht warum es mich hier her verschlagen hatte. Eigentlich wollte ich nur etwas diese englische Stadt kennenlernen, sehen wo meine Frau her kam. Und irgendwie hatte es mich dann hier her gezogen. Ein Schwulenclub, das war mir schon am Eingang aufgefallen, aber vielleicht war das auch der Reiz. 
Es war nichts neues das ich mir manchmal auch einen Mann suchte um mit ihm zu schlafen. Ich war niemand der sich auf das weibliche Geschlecht festlegte. Dafür war Sex viel zu aufregend als es nur auf ein Geschlecht zu beschränken.
Ich hatte Freyja gerade eine SMS geschickt das ich länger weg bleiben würde heute, ich wollte immerhin nicht das sie voller Sorge auf mich wartete und wusste das ich heute Abend nicht vor hatte zuhause zu schlafen.
Ich liebte meine Frau über alles, sie war mein Schicksal und keiner konnte mir so viel geben wie sie es mir gab. Aber ich war ein Freigeist und ich brauchte meinen körperlichen Freiraum. Ich war froh das Freyja mich nicht einsperrte was das anging. Natürlich hatten wir Regeln die wir einhielten, aber wir messten unsere Liebe nicht an Monogamie. Nein unsere Liebe war stärker.....tiefer!
Monogamie war Schwachsinn, etwas das sich die Menschen irgendwann ausgedacht hatten um andere Menschen Körperlich an jemanden zu binden aus der Angst man könnte denjenigen Verlassen. Aber fakt war das der Mensch nicht für Monogamie geschaffen war. Wir waren immerhin keine Pingiune. Nein, mein Herz gehörte meiner Frau, ganz und voll... so wie ihres mir gehörte. Aber niemals wollte ich sie einsperren. Und ich wollte nicht eingesperrt sein.

Seufzend nippte ich noch einmal an meinem Glas und lies meinen Blick durch die Menge gleiten, wissendlich das ich heute nicht allein hier raus gehen wollte. Die Luft war stickig und es war etwas ungewohnt aber nicht unangenehm für mich. Auch wenn die Musik etwas gewöhnungsbedürftig war. Sie war sehr... naja... nicht so mein Ding. Aber ich war eben ein Naturbursche.
Mein Mundwinkel zuckte nach oben als ich miterleben musste wie ein Paar von der Tanzfläche stolperten um sich an der Wand fast auf zu fressen. Voller Leidenschaft merkten sie gar nicht das sie dabei fast auf den Boden stürzten, aber warum sollten sie auch...
Grinsend fuhr ich mir durch meine roten Locken, strich sie aus meinem Gesicht und schob mir die Lederjacke von den Schultern, weil es doch ziemlich heiß hier drin war.
Während ich die Ärmel meines Hemdes nach oben krämmelte, blickte ich mich wieder um und blieb mit dem Blick an einem Jungen hängen welcher noch ziemlich jung aussah. Wahrscheinlich war er gerade erst 18. Aber irgendwie war er.... süß.

Doch schon in diesem Moment hämmerte eine Schwache Stimme in meinem Kopf, versuchte mich zu warnen... 

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Pan

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Re: Dalston Superstore

from Pan on 07/09/2017 03:28 AM

Das Wummern in meinen Ohren war so laut, dass ich kaum noch etwas anderes hörte, wenn ich mich darauf konzentrierte. Ich mochte das! Es wusch alles andere auf der Welt einfach fort und ließ so viel Platz für alles was Spaß machte! Der Dalston Superstore war dafür ein heißes Pflaster - gerade für mich - einfach, weil hier alles zusammen kam, was ich von früher kannte und was mir nicht gönnen wollte, dass es mir jetzt weitaus besser ging als jede Nacht auf der kalten, verschissenen, nassen Straße zu stehen und mich in Autos zu lehnen. 
Hin und wieder, wenn die Jungs von damals oder die neuen Jungs mit denen ich Kontakt aufbaute ein bisschen Zeit und Geld übrig hatten, dann kamen wir hierher und tanzten uns die ganze Nacht die Seele aus dem Leib. Heute auch. Wir hatten einen Neuen vomn Strich mitgebracht, der noch nicht genau wusste wo sein Limit war und so tanzte ich einfach mit ihm, mal eng, mal wilder und passte ein bisschen darauf auf, dass er sich nicht zu billig hergab. Aber nur ein bisschen, immerhin war ich immer im Dienst.
Offiziell schaffte ich für das Falcon Grand natürlich nicht an, ich begleitete und dafür floss Geld. Ganz sauber und direkt, alles auf Papier. Was ich aber in der Nacht nach dem begleiten verdiente, das teilte ich sorgsam auf.
Ein Schein für Papa Aeggy, ein Schein für Lottilie, ein Schein für Rickedyreyk und... ein Schein für die kleine Blechdose unter meinem Bett. Das war sauber und fair geteilt. Aber wenn ich mehr wollte, dann war nunmal auch mehr Arbeit dran. 

Lachend schob ich den Neuen zu einem meiner alten Freunde und deutete an, dass ich mich an der Bar bedienen würde bevor ich fröhlich von der Tanzfläche stolperte. Ich strich mir das Haar zurück, das von der Hitze in dem Laden ganz verschwitzt war und sah mich kurz orientierungslos um...
....da erkannte mein fachmännisches Auge im Vorbeiblitzen, dass dieser Abend was abwerfen würde.
Groß, gut gebaut, rote Locken, frecher Blick... kein bekanntes Gesicht, ehrlich gesagt zu roh für die Stadt. Landmänner erkannte ich mit einem Wimpernaufschlag. Sie verirrten sich irgendwann in die Stadt, wo sie keiner kannte und keiner fragte und dann tauchten sie hier auf. Wenn sie Jungs wollten. Jungs für eine Nacht. Die nicht anhänglich waren, nicht mehr wollten. Die nicht plötzlich bei ihnen und ihrer Frau und den Kindern auf der Matte standen. Jungs der Stadt und der Nacht.
Als unsere Blicke sich wieder trafen sagte mein kurzes Lächeln klar, dass ich genau so ein Junge war.

Das süßeste Schmunzeln auf den Lippen trat ich an die Bar, lehnte mich darüber und  bestellte einen WhiteRussian. Im Grunde doch nur um nur unweit von seinem Sitz entfernt zu zeigen wie gelenkig und geschmeidig ich das machte. Das dieser halbe Kinderkörper ganz genau wusste was er konnte... 
Während ich auf meinen Drink wartete stützt ich das Kinn in die schmale Hand und warf immer wieder einen Blick zu unserem Landburschen hinüber. Jeder dieser Blicke blitzte tiefer und eindeutiger als die Lichteffekte hinter mir. Ich leckte mir über die süßen Lippen als mein Glas kam, genau wissend, dass er es sich ansehen würde, und trank einen großen Schluck. Sie mochten die kleinen Jungs wenn sie angetrunkener waren. Dann fiel es ihnen immer leichter den Mund aufzumachen...  

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