Zukunfts-Thread XVI

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 12/20/2017 01:29 AM

Elisa war erfreut darüber, dass Darren aß. Immerhin mussten ihre Lachsnudeln dann doch einigermaßen geniessbar sein. Und vielleicht war es genau diese Erkenntnis, die der Blondine ein wenig mehr die Augen öffnete. Sie mochte Darren. Und er war ihr um einiges lieber an Gesellschaft als Sören. Auch, wenn er echt überfordert aussah und sich bestimmt unwohl fühlte. Darren zog das hier tapfer durch. Für sie. Konnte Elisa dann nicht auch wenigstens ein bisschen tapfer sein?
Der beinahe unberührte Teller wanderte einige Zentimeter näher in die Tischmitte, um Elisas verschränkten Händen Platz zu bieten. Darren klang keinesfalls wirklich begeistert. Auch seine Frage deutete daraufhin und die Blonde biss sich auf die Lippen, dachte einige Momente nach. Würde Jacob Kontakt zu einem jungen Mann pflegen, den sie kannte, Elisa würde es gerne wissen wollen. Sie käme sich blöd vor, es erst aus der Zeitung zu erfahren. Und zudem fühlte sich die Studentin bei dem Quidditchspieler sehr wohl. Irgendwem musste sie doch davon erzählen, oder? Und wieso dann nicht Isaac, der sie in jeder Situation schon gesehen hatte? Mit dem sie über alles sprach?
"Es ist mir wichtig", gab Elisa leise zu und wieder senkte sich der Tisch, musterte sie den hellen Nagellack. "Isaac hat verdammt viel mit mir mitgemacht und er hat trotzdem an mich geglaubt, Darren. Ich war meistens bei ihm, wenn ich einen schlechten Tag hatte. Es war egoistisch und undurchdacht, aber ich will, dass er stolz auf mich ist...Und das er sieht wie glücklich mich das hier macht." Bei den letzten Worten erhob die Blonde den Kopf und zeigte mit einer wirschen Handbewegung auf ihr lockiges Gegenüber und danach wieder auf sich selbst. Ihre Lippe schob sich hervor und die Magierin verdrehte trotz Schmollmund die Augen. 
"Und vielleicht habe ich einfach ein wenig damit angeben müssen, dass Du mich auch ohne Drogen magst.."

Während Elisa das Essen schmähte, schien Darren kaum genug zu bekommen. Zumindest war es anzunehmen, so wie er schlang. 
Isaac - was wollte Elisa von Isaac? Mit den Schultern zuckte die Blonde, löste ihre Hände fahrig, um sich durchs Haar zu streichen. Darrens Fragen waren unangenehm. Wirklich unangenehm. War es wohl für ihn genauso, diese Dinge auszusprechen? "Ich möchte nicht mehr von Isaac, als das wir im Leben des Anderen vorkommen. Ich schätze ihn sehr, weil er mir jahrelang für mich ein großer Bruder, ein bester Freund und vor allem eine Krankenschwester war und ich ihm dafür unendlich dankbar bin.  Auf eine platonische Weise. Du bist immernoch mein Lieblingsdemont. " Ein hochgezogener Mundwinkel, suchte Elisa nach Darrens Blick. Er wirkte unsicher und die Blondine entschloss, ihm die Wahrheit zu sagen. Egal, wie demütigend es war. 
"Ich brauche keine Erlaubnis, Darren. Weder von Isaac noch von Sören."  Elisas Finger fanden über den Tisch, lehnte sie diese an seine leere Hand. "Isaac habe ich informiert, nicht gefragt. Und Sören..." Die schmalen Schultern hoben sich kraftlos. "Ich weine nur, weil er mein Ego erwischt hat. Und weil ich Angst davor habe, der Wahrheit ins Auge zu sehen..." Dunkle Wimperkränze pressten sich zusammen, brauchte Elisa einige Momente, um die richtigen Worte zu finden. "Sören hat Recht. Ich hätte ihn jederzeit sitzen lassen, um mit Dir Zeit zu verbringen. Es hat nicht gefunkt und ich habe mir so sehr gewünscht, dass es mit Sören gut läuft... aber er war für mich nicht einmal erwähnenswert wichtig..."

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 12/28/2017 12:19 AM

Ich legte meine Gabel beiseite und blickte auf den Rest der Lachsspahgetti, die Elisa großzügig auf den hübschen Teller portioniert hatte. In ihrer Wohnung war es angenehm warm und auch wenn ich zuerst eher unbegeistert den Platz ihres Verflossenen eingenommen hatte - wortwörtlich - so war das hier vielleicht nun der passende Moment um zu sagen, was mir schon eine ganze Weile auf dem Herzen lag. Wie immer wusste ich nicht genau wie oder was ich überhaupt benennen wollte, doch zwischen uns hatte sich schon lange etwas verändert und mir gefiel nicht, wie sich die Sache langsam entwickelte. 
"Du ergibst keinen Sinn", sagte ich letztendlich nachdem sie geendet hatte und sah auf. "Zumindest versteh' ich dich nicht, Elisa." Auf meiner Stirn hatten sich tiefe Furchen gebildet, während ich mit offenem Mund nach den richtigen Worten suchte. Irgendwie ging ich die ganze Zeit davon aus, dass die dürre Blondie vor mir genau wusste, was ich für sie empfand. Oder zumindest, was ich zu empfinden glaubte. Ich hatte keine Ahnung, was verliebt sein hieß oder wie ich das Gefühl beschreiben sollte, das sich jedes Mal in meiner Mitte ausbreitete, wenn wir zusammen waren oder jemanden ihren Namen sagte. Aber was auch immer das zwischen und war, ich hoffte einfach, das es blieb. Für uns beide, Affen wie Sören außenvor gelassen. Und Isaac vielleicht auch. 
"Mein Tetrapackkopf-Bruder wird nicht stolz auf dich sein, weil wir befreundet sind. Als ob ich mir nicht denken könnte, was er gesagt hat." Ich rümpfte die Nase bei dem Gedanken, mein eigener Bruder hätte Sören mir vorgezogen. Der Teller wurde demonstrativ weggeschoben und ja, ich reckte sogar etwas trotzig das Kinn in die Luft. "Und ich wusste eigentlich nicht einmal, dass du dich immer noch mit diesem... Loser triffst." Und sie hatte keine Sekunde darüber nachgedacht, mir dies in einer beiläufigen Konversation zu stecken, während sich bei uns eindeutig etwas anbahnte? 
Vielleicht war ich immer schon ein wenig wütend über Elisas Verlangen nach Zuspruch und ihre Unentschlosseheit gewesen, doch jetzt quoll alles aus mir herraus, als wäre ich mir stets über meine Gefühle im Klaren gewesen. Ihre Finger berührten meine, und ich konnte nicht anders als mit eindringlichem Blick den Kopf schief zu legen und sie direkt anzublicken. Und dann tat ich eben das, was ich instinktiv am besten konnte: Ich zog meine Hand weg und stand auf. "Das ist doch Bullshit." 
Ich konnte sie schnell ausatmen hören, als ich den Stuhl zur Seite rückte und mir unbehaglich durch die Haare fuhr. Da war sie also hin, meine Eloquenz und der Drang zu reden. Weggewischt von meiner Unsicherheit, sie sich stets in Wut und Ärger mantelte.
Elisa sagte etwas, doch ich hörte nicht zu, ging an ihr vorbei und suchte nach meiner Lederjacke, die ich irgendwo ableget hatte. Mein Abgang wäre ohne eindeutig cooler gewesen wenn ich sie wie jeder andere normale Mensch einfach aufgehängt hätte, doch so watschelte ich erst zum Eingangsbereich und dann zum Wohnzimmer. Sie folgte mir. Und der Rest meines Auftritts bestand hauptsächlich aus sehr unfairen und kindischen Handlungen. Ich fand meine Jacke nicht, sie fragte zittrig wo ich sie ausgezogen hätte und ich blaffte wütend zurück. Nicht auf sie - oder die Jacke. Ich war wütend über meine eigene, grenzenlose Unfähigkeit und schaffte es so lange miesmufflig vor mich hinzubrummeln, bis Elisa stumm mit meiner Jacke in der Hand im Türrahmen erschien. Es wurde still zwischen uns und ich spürte regelrecht, wie meine Zeit langsam ablief. Meine Mutter hatte immer gesagt, ich könne nicht mit solchen Situationen umgehen - Marcey meinte das auch. Doch so wie ich gerade meine gesamten Prinzipien über Bord warf, wären sie sicher stolz auf mich gewesen. 
Ich war in langsamen Schritten bei Elisa und fasste geradewegs vorsichtig nach meiner Jacke, nur um sie zur Seite zu legen. Mit der Hand an ihrem Kinn, donnerte ihr Puls gegen meine Handfläche. Ich hatte mich zu ihr herabgebeugt und ihr Mund war so nah an meinem, dass ich ihren warmen Atem auf meinen Gesicht spüren konnte. Wir beide bewegten uns nicht, verharrten in derselben starren Position und tasteten uns Vorsichtig über diese unsichtbare Grenze. Jeder Schritt weiter wäre nicht rückgängig zu machen und würde ohne skrupel etwas zerstören, was wir beide - vielleicht Elisa sogar mehr als ich - brauchten. Dennoch tasteten meine Finger langsam über ihre weiche Haut, mein Daumen strich über ihre leicht geöffneten Lippen und ich schluckte hart. Überrascht von der aufgebrachten Mut für das riskanteste, was ich je gewagt hatte. Ein Kuss, bei dem sich meine Lippen sanft auf ihren liegen. Forsch und besitzergreifend, aber dennoch zärtlich und irgendwie scheu. Elisa war vertraut und gleichzeitig so fremd, dass es mir eine Gänsehaut beschehrte, während ihre Berührungen mir winzige Schauer über den Rücken jagten und meine Hände sie wie automatisch enger an mich zogen. Ich schmeckte ihren Lippenstift, roch ihr dezentes Parfüm und plötzlich war alles Elisa. Meine Elisa. 

Reply Edited on 12/30/2017 02:19 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 01/03/2018 01:41 PM

Darren stammelte. Das war ein Phänomen, welches man bestimmt online stellen und mit drei Kreuzen im Kalender besiegeln sollte. Wirklich. Das Darren einmal nicht wusste, was er sagen wollte, es hätte herrlich sein können. 
War es aber nicht. Stattdessen zuckte Elisa zusammen, biss sich fest auf die Lippen. So ganz nachvollziehbar war Darrens Problem nicht, zumindest nicht von den Worten, die er von sich gab, doch Elisa konnte es verstehen. 
Vor allem, als Darren seine Hand wegzog. 
Danach ging es viel zu schnell, um einzelne Worte, einzelne Gesten auszumachen. Darren war sauer, weil Elisa nichts gesagt hatte. Nichts über Sören. Nichts über ihren Drang, Isaac noch immer zu gefallen. Und vor allem nichts, nichts über sie beide. 
Wirklich realisierte die Blonde die Situation erst, als der warme Atem ihres Gegenübers fast schon liebevoll über ihre Wangen strich, sie ihn an den zitternden Lippen wahrnehmen konnte.  Darrens Hand glühte beinahe auf Elisas Haut und irgendeine Stimme in ihrem Hinterkopf rief laut, sie würde später noch die warme Haut auf ihrer eigenen spüren. Die Berührung. Doch es war egal . Mehr als egal. 
Zart strich Darren über die helle Haut, ehe er ihr noch näher kam. Und bevor Elisa den Moment ganz aufnehmen konnte, klappten ihre Puppenaugen zu, schwer und unaufhaltlich. 
Nicht nur ein Feuerwerk ging in Elisa los, als endlich ihre Lippen vereint waren und die Blonde glücklich in den sanften, eindeutig zärtlichen Kuss seufzte, noch ein wenig näher an Darren herantrat. Würde man später fragen, was in ihrem Leben richtig gelaufen war, Elisa würde von diesem Moment, von diesem Kuss, zuerst erzählen. 
Luft schnappen trennten sich die zwei... Liebenden? Freunde? ; blinzelte Elisa Darren einige Augenblicke an, ehe sich ihre Lippen zu einem Lächeln verzogen. "Hey", keuchte Elisa leise, hob ihre Fersen vom Boden, um Darren näher zu kommen. "Hey", hauchte sie noch einmal, während sie ihre Arme um seinen Nacken schlang, den dürren Körper an seine Muskeln presste. Und "hey" hauchte Elisa, als sie mit ihrer Nase an seine tippte, dann erneut die Augen schloss, um sich diesmal selbst einen Kuss zu klauen. 
Nur allzu gern ließ Elisa Darren zwischen ihre Lippen, kostete seinen Mundraum vollständig aus und eroberte nicht nur ein bisschen seines eigenen Geschmacks. Ihre Lippen kämpften,  zuerst zaghaft um den Gewinn, dann leidenschaftlich, heftiger darum, den Anderen nicht mehr gehen zu lassen. 
Elisas Hände waren tief in den dunklen Locken vergraben, ihr Körper würde von starken Armen fest an Darren Brust gepresst. Doch es war wie ein kleines Stück Zuhause, hier, und obwohl Elisa hier seit ihrer Geburt lebte, war sie erst jetzt richtig angekommen. 
"...geh nicht..", atemlos keuchte Elisa die Worte gegen Darrens volle Lippen, blickte sie ihn an mit Furcht in den Augen. "Geh bitte nicht." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 01/03/2018 09:13 PM

Was Mädchen anging, war ich nicht unerfahren und schmückte mich auch gerne mit irgendwelchen übertrieben erzählten Geschichten darüber. Ich kannte den angenehmen Schauer, der einem den Rücken hinab lief oder das zunehmende Pochen des Herzens, sobald sich die Luft im Raum zu verändern schien. Aber Elisa nun so nahe zu sein war anders. Ganz anders. Ich hatte das hyperaktive Gefühl, meine Brust würde explodieren und gleichzeitig würde ich gerade nirgendwo lieber sein als hier - bei ihr. 
Der zweite Kuss nahm meine Nervosität und ich lachte in den Kuss über diese absurde Situation und darüber, wie absolut sicher ich plötzlich war, halsüberkopf in Elisa verknallt zu sein. In alles an ihr. Und kein blöder Spruch der Welt war gut genug, um diesen Moment zu zerstören. 
Wir küssten uns wie Teenager und ehrlich gesagt konnte mir die Hufflepuff gar nicht nah genug sein. Zwar hatten wir das alles schon ein wenig hinter uns, doch fühlte sich alles abruderweise echter und irgendwie intensiver an. Dabei hatten wir uns gerade noch gestritten und ich war drauf und dran gewesen, einfach abzuhauen. 
"Ich geh' nirgendwohin", grinste ich der Blondine fast schelmisch ins Gesicht und hatte sie im nächsten Moment gegen die Hand hinter sie gedrückt. Eine Hand schoben ihr T-shirt in die Höhe, als sie mit kribbelnden Fingerspitzen ihre Tallje hinaufwanderten und ich unseren Kuss weiter in die länge zog. Die andere Hand schob sich fast neckend an ihren Hinternd und ich konnte nicht anders, als sie bei der nächsten Atempause völlig glücklich und ziemlich außer Atem anzublinzeln. "Wir sind hier noch nicht fertig." 

~ Finito. c:

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Pixie on 02/18/2018 01:54 PM

Wer? Isaac und Pixie
Wo? Glanmore Universität
Was? Pixie ist auf der Suche nach etwas Tollem für die Schülerzeitung und läuft in Darren rein, der ihr vielleicht sogar helfen kann, wer weiß?
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Viele Berichte könnte ich eh nicht mehr schreiben, die letzten mussten was Gutes sein und wenn es möglich wäre auch noch weniger Mord und Totsachlag, was Lustiges, ein paar kleine Gerüchte von dem einen oder anderen, etwas Lustiges, zu wenig wurde derzeit gelacht. Also musste langsam mal wieder was her...bei der Stimmung in Hogwarts, die ja nicht wirklich zum Lachen einlud, ging alle für in den Keller, zumindest ein großer Teil, suchte ich mein Glück für eine Idee außerhalb Hogwarts. Mein Weg führte mich zur Uni, da würde ich ja hoffentlich bald mal hinkommen...so ganz in Gedanken an eine gute Story stolperte ich und dabei, wie sollte es anderes sein, in jemanden rein. Ich lächelte den Jungen entschuldigend an. "Sorry, kommt davon, wenn man nicht im hier und jetzt ist mit den Gedanken", entschuldige ich mich.

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Reply Edited on 02/18/2018 06:23 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 02/20/2018 03:16 AM

Ein bisschen verfluchte ich Fynn ja, mich zu einem apatischen Bildschirmstarrer gemacht zu haben. Aber wie hätte ich auch denken können, dass unerreichbar zu sein so nervig sein konnte? Mein zerkratztes IPhone wog schwer in meiner Manteltasche, während ich jeden Gedanken an Ivy zu verdrängen versuchte und dabei kaum auf das Script vor mir achtete. Eigentlich hatte ich diesen nervigen Kurs nur belegt, weil es anscheinend doppelt so viele Credits für halb so viel Aufwand gab - dabei hatte mich allerdings niemand aufgeklärt, wie nervig es war Theatherstücke zu schreiben. 
Es war der zweite Montag im Monat, draußen tröpfelte es aus einer grauen miesmuffel-wolkendecke und ich war bis auf die Knochen genervt. Überraschung. Zu meinem Glück stand nur noch eine Vorlesung auf meinem Stundenplan (zu der ich mich auch nur schleppte, weil ich sowieso schon hier war und Hosen trug) und der vegane Muffin in meiner Lederumhängetasche machte die Welt irgendwie auch weniger grau. 
Ich war gerade dabei die selbe Zeile nun schon zum dritten mal zu überfliegen, als mir etwas kleines, blondes gegen die Brust lief und sich in einer allerletzten Abwehrreaktik abstieß. Überrascht blinzelnd und plötzlich um einiges wacher blickte ich auf die gut zwei Köpfe kleinere Gestalt vor mir und runzelte lediglich die Stirn. 
"Ist es überhaupt möglich mit seinen Gedanken im Hier und Jetzt zu sein?", gab ich einen Tick zu nüchtern und einen Tick zu schnell auf die Äußerung der Blondiene zurück, räusperte mich allerdings schon im nächsten Moment. "Ich meine, entschuldige. Das war meine Schuld." 
Ich kniff bei dem vergeblichen Versuch ihr Gesicht zuzuordnen die Augen zusammen, beschloss allerdings schnell dass dies a) ziemlich komisch aussehen musste und b) sie mich sicherlich darauf hinweisen würde, sollten wir uns tatsächlich kennen. Das war die schreckliche Sache an Hogwarts und der Uni; man kannte unzählige Gesichter, doch in meinem Fall noch weniger Namen als Personen. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Pixie on 02/21/2018 04:44 PM

Dieser Mensch war zu groß, viel zu groß. Ich empfand es immer als etwas Unangenehmem so viel kleiner zu sein als andere, ich fühlte mich dann immer etwas zu schnell eingeschüchtert, was ja sonst nie der Fall war, meine Schwachstelle. Und dann schien er auch noch so wenig kommunikationsfreudig zu sein... "Dass müssen Sie mir wohl sagen sehr geehrter Herr Professor", gab ich dennoch grinsend zurück. "Alles gut, ich bin ja in dich reingelaufen", merkte ich an und sah zu dem großen Jungen hoch, gefiel mir nicht sowas, nein.
Ich grinste amüsiert. "Möchtest du meine Gedanken lesen oder siehst du etwas an mir, was so winzig, aber doch vorhanden und irgendwie auffällig ist, von dem ich noch nichts weiß?" Am naheliegendsten war vielleicht, dass er versuchte mich zu erkennen, was ich bewundernswert fände, denn ich konnte es nicht, peinlich wenn es anderes sein sollte. "Ich bin übrings Pixie, du wirst mich vermutlich eher nicht kennen. Ich bin zwar von Hogwarts, aber auf der Uni bin ich noch nicht und wer bist du?", fragte ich neugierig.

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Isaac

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 02/23/2018 07:37 PM

Es war nicht das erste Mal, dass mich jemand als "Professor" betitelte und ich behagte darauf, dass es an dem unordentlichen Bart lag. Und vielleicht an meiner nervigen Angewohnheit, meine absurden Gedanken laut auszusprechen. Aber hauptsächlich war es bestimmt der Bart. Auf die kleinere Herabblickend, ging ich einen kleinen Schritt zurück um nach unserem Zusammenprall einen angemessenen Abstand zwischen uns zu bringen. 
"Du warst mit Darren befreundet", schloss ich letztendlich und deutete in einer beiläufigen Geste in ihre Richtung. Ich hasste es abgrundtief, wenn mir etwas nicht einfiel. Was - zugegeben - wirklich oft vorkam und mir des öfteren ein paar Schlaflose Stunden bescherte, bis ich letztendlich doch nachgebe und bei der Möglichkeit googelte. Nur der Name der blonden war mir noch entfallen, doch das war aus irgendeinem Grund weniger nervig, als ihr Gesicht nicht zuordnen zu können. 
Ohne besonders auffällig zu wirken, studierte ich ihre Gesichtszüge bei der Erwähnung meines kleinen Bruders. Darren hatte so eine Art an sich, die in vielen Menschen einfach die schlechtesten Eigenschaften herausbrachten. Hass, zum Beispiel. Deswegen auch die Vergangenheitsform - so hatte ich es immer lieber mir anzuhören, weshalb genau das Fischgesicht nicht mehr mit jemandem befreundet - oder was auch immer - war, anstatt mir von wütenden, weiblichen Wesen das Gesicht zerkratzen zu lassen. Zu meiner Zufriedenheit schien letzteres zumindest bei dem Exemplar vor mir nicht der Fall zu sein und ich lehnte mich ein wenig zurück. 
"Ich bin Darrens Bruder", sagte ich und setzte einen Tick zu spät hinzu: "Isaac." Es kam einfach viel zu oft vor, dass ersteres für die meisten Gesprächspartner völlig ausreichte. "Und ich bin auf der Uni, auch wenn das momentan eine eher zwanghafte Tatsache ist." In der Andeutung eines Lächelns und der Annahme, dass sie sich entweder a) verlaufen hatte oder b) irgendwas suchte, fragte ich: "Kann ich dir irgendwie helfen?". Und da sollte noch mal jemand behaupten, ich wäre nicht nett. Ich war sehr wohl nett. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Pixie on 02/24/2018 01:11 PM

Ich legte den Kopf leicht schief. "Noch bin ich es, aber wer weiß schon was morgen kommt", gab ich lächeln zurück. Die Geste ließ ich jetzt mal ungeachtet. "Oder weißt du mehr als ich?", fragte ich grinsend und interessiert daran, wie er erstens auf einmal auf Darren kam und zweitens darauf kam, dass wir keine freunde mehr waren. Wenn ich mich nicht täuschte, dann waren wir es noch, außer ich hatte was nicht mitbekommen, würde mich aber nach den letzten Nachrichten wundern, nun gut. Vielleicht wusste ja Mister Geheimnisvoll mehr.
Alles klar Mister Geheimnisvoll war der Bruder, der große, wenn ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehnen wollte an dieser Stelle. "Okay, freut mich Issac." Ich sollte aus dem Namen nicht irgendwas schließen können so wie er oder? "Wie kommt's?", fragte ich interessiert, immerhin gab es keinen Grund hier zu sein, wenn man nicht wollte, dann machte man eben was anderes. Ich wusste, dass es viele Möglichkeiten gab, in der letzten Klasse bekam man das eingetrichtert. "Vielleicht, ich suche nach einer coolen, aber nicht zu tragischen Story für die Schülerzeitung", antwortete ich und sah ihn gespannt an. "Wenn immer her damit."

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Isaac

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 04/03/2018 06:39 AM

"Nein, nein", antwortete ich einen Tick zu schnell und insgeheim viel zu erleichtert über die Tatsache, dass ich wenigstens einer Person begegnete die meinen Bruder zur Ausnahme einmal nicht umbringen wollte. "Ehrlich gesagt bekomm ich Darren kaum zu Gesicht. Ich glaube sogar er könnte Entführt werden und ich würde es erst eine Woche später erfahren." Warum war ich auch so grottenschlecht in dieser digitalen Kommunikation? Vielleicht sollte ich Darren mal ein paar Emojis schicken. Oder so. 
"Freut mich auch... ähm, wie war nochmal dein Name?" Nicht dass sie ihn bereits erwähnt hätte oder ich mich nach diesem Gespräch noch daran erinnern würde, aber ich wurde gut erzogen. Immerhin konnte ich mir nun in meiner Annahme, sie studiere hier nicht, sicher sein. Ansonsten hätte sie meine Worte nie in Frage gestellt. Ich glaube diesen Schmerz des 'ich möchte hier sein aber auch nicht' konnten wirklich nur Studenten nachempfinden. Und so sagte ich stattdessen: "Dein Glück das ich Literatur studiere - in welche Richtung soll die Story gehen?" 

    

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