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Red

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  Knallrümpfiger Kröter

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Re: Rotted Rowan | Miran & Red

from Red on 09/19/2016 12:42 PM

Es hing noch Gin an meinen Lippen als wir uns küssten. Er machte seinen Geschmack noch weicher... noch intensiver als er den des Alkohols völlig wegwischte. Noch immer hielt ich Miran fest am Kragen, damit er mir ja nicht weglief. Der gehörte mir heut Nacht!
Er taumelte etwas, fiel gegen die Theke, aber ich ließ nicht locker; ich folgte ihm und fiel mehr oder weniger gegen ihn. Mein Körper lehnte an seinem, nur den Bruchteil einer Sekunde bis ich seine Haut durch mein Shirt spüren konnte. Ich löste meinen Griff um seinen Kragen und ließ meine Finger am aufgeknöpften Rand seines Hemdes hinunter fahren, die butterweiche Haut hinab,... bis meine Hand unter dem Stoff verschwand.

 

Wohlig schnurrte ich als seine Zunge dahin war und streckte den schlanken Hals für ihn. Vergrub mein Gesicht in diesem dichten, braunen Wust verschwitzter Haare und warf Millie, die etwas perplex neben uns stand einen Blick zu, der mehr sprach als tausend Worte.
Du hast verschissen, Kleine. Versuch nicht, dich mit mir anzulegen. Such dir einen anderen Deppen, der hier... ist für den King reserviert.
Sie runzelte die Stirn, nahm den zweiten Gin Tonic und torkelte von dannen als ich spürte wie Miran meinen Hals in Besitz nahm. Flatternd schloss ich die Augen und strich unter seinem Hemd über seine Brust... drehte süße, federzarte Kreise um seine Brustwarze nur um ihn zu ärgern. Dieses wunderbare Gefühl von absoluter Glückseligkeit breitete sich in meinem Magen aus. Und wenn mein Bein zwischen seinen umherstrich war mir klar, dass es Miran nicht anders ging.

Meine Lippen wanderten zu seinem Ohr hinunter, an dessen Krempe ich knabberte wie eine neckende Katze. Leise fauchte ich ihm zu bevor ich ihm zuflüster: "Du kannst noch viel mehr besitzen als das.."
Mein Bein wanderte unauffällig weiter hinauf zwischen seinen, übte sacht immer mehr Druck auf seinen Schritt aus, während meine Hüfte sich ganz natürlich enger und enger an seine schmiegte. "Viel mehr."
Dann hob ich seinen Blick und sah fahrig vor Vorfreude in seine großen blaugrauen Augen. Ein Lächeln schob sich auf meine Lippen; ich liebte diese Mischung aus Verlangen und Überforderung darin. Ich zwickte ganz langsam seine Brustwarze nur um noch mehr davon zu sehen.

"Warte...", hauchte ich als er kurz den Mund dabei verzog. "Ich mach das wieder heil..versprochen."
Ich drückte ihn etwas zurück, warf ihm einen verlangenden Blick zu und lehnte mich zum Kragen hinab. Meine Finger knöpften die restlichen Bestände seines Hemdes auf.. da lagen meine Lippen schon an seiner Brust. Umschmichelte meine Zungenspitze den armen, maltretierten, aber so unglaublich harten Nippel, dass mir Schauer über den Nacken liefen.

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Red

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/18/2016 02:20 AM

Wieder waren wir an einem dieser Punkte, an denen wir beide schwiegen. Ein Psychologe hatte mal gesagt, dass Schweigen nur das Lösen von Differenzen aufschob... Aber was hätten wir sagen sollen? Wie hätten wir einander jetzt etwas sagen sollen ohne... zu wissen, dass es Unglück brachte? - Du spürst den Schmerz. - Ihren, ich sehe ihn. - Das ist gut. - Was ist daran gut? - Du empfindest mit ihr, oder nicht? - Mit... ihr? - Du fühlst es ihr nach; nur ein wenig.
Allein sein. Das kannte ich. Und ich hasste es. Ja, das fühlte ich ihr nach. Und vielleicht war das ja genug..?

Doch als ich mich gerade entschlossen hatte meine Hand wieder auf ihre zu legen und genau das zu sagen, fiel sie mir in die Arme. Zu sagen, ich wäre überrascht gewesen wäre wohl martialisch untertrieben... ich war... völlig... versteinert. Ihre Arme um meine Mitte waren wie Schraubzwingen, die ich einerseits so sehr genoss... und andererseits nicht verdiente. "Blue..", bat ich leise und versuchte sachlich zu klingen. Aber ihre Worte standen mir im Weg. Familie. Nach allem was die Hoods ihr angetan hatten... langsam legte ich die Arme um sie und hielt sie so fest es ging an mich gedrückt. 
Ob ich sie nun pervers veranlagt liebte oder nicht.. egal, ob ich bei Gray auf Widerstand treffen wurde oder bei Grandame. Sollten sie mich ruhig zerreißen, bei Blue würde ich das nicht weiter zulassen.
"Blue... dank mir nicht. Ich liebe dich einfach... Cousine.", flüsterte ich ihr zu, zum einen weil meine Stimme nicht mehr wollte, zum anderen um sie zu beruhigen. Trotzdem fiel selbst mir auf, dass ich sie nie laut Cousine genannt hatte zuvor.

Bei ihrem Blick auf die Uhr hatte ich einen Augenblick um mich wieder zu fassen. Ich holte kurz tief Luft und fasste meinen Zauberstab um ihn zu betrachten. "Du solltest das beruflich machen.", versuchte ich mich an einem Scherz. Immerhin würden wir den Rest des Tages nicht besonders viel Lachen. 
Dann umrundete ich den kleinen Tisch und fasste ihre Jacke um sie ihr - ganz Gentleman - aufzuhalten. Knipste das Licht aus und sah durch das Halbdunkel zu ihr hinüber. Im Licht, das durch den Verkaufsraum und die Tür nur mäßig auf sie fiel... war sie dem gefallenen Engel noch ähnlicher. Ich senkte den Blick... und folgte ihr dann hinaus. 

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Re: Rotted Rowan | Miran & Red

from Red on 09/17/2016 11:41 PM

Ich hörte ihn bevor ich ihn sah... und fragte mich wie ich ihn nicht hatte erkennen können. Miran... Mirano.... bei dem ich immer an schimmerndes Glas hatte denken müssen. "Mirano...", flüsterte ich vor mich hin, kaum zu verstehen gegen das Wummern des DJs. Ich schloss die Augen und ließ den Namen durch meinen Körper wandern wie warmes Öl. Mir wurde so warm, als hätte jemand begonnen jede Sehne und jeden Muskeln in mir zu küssen. So fühlte sich Fröhlichkeit an, ich erinnerte mich! Ich erinnerte mich an all das!

Laut lachte ich in meinen Gin und schob den anderen dreist die Theke hinunter bis vor den Jungen, der in meiner Stufe war. Das melancholische Gesicht in den hinteren Reihen, das mich hin und wieder anzog, weil man ihm ansehen konnte.... egal! Völlig egal. Genauso egal wie... wie war ihr Name gewesen? Ich erinnerte mich an ein, zwei Gelage.... aber Namen.
"Millie....", sprach ich einfach nach als sie ihren Namen sagte. Und als sie mich tatsächlich ansah zwinkerte ich ihr zu, wie sie mir die Zunge rausstreckte.

Ohne auch nur ein Wort mehr rückte ich heran, fasste an Miran vorbei ihr Kinn und zog ihr Gesicht an mich heran. "Her damit.", hauvchte ich und küsste sie, inbrünstig, ohne jede Zurückhaltung.. nur wenige Zentimeter vor dem überrumpelten Gesicht des Jungen, der noch immer von Millie an der Brust begrabbelt wurde. Erst als Millie kichernd ihr Gesicht wegdrehte schenkte ich ihm ein Grinsen. Lasziv leckte ich mir Millies furchtbaren LipGloss von den Lippen und behielt meine Unterlippe direkt hinter den Zähnen. Er war süß.... unglaublich süß. Und sowas von einwandfrei eine Jungfrau. Vielleicht nicht mit ihr.. aber mit mir. 
"Nicht neidisch sein.", rief ich ihm zu und schnipste ihm unter die Nase. "Kriegst Entschädigung."

Millie lachte und wollte ihm gerade einen genauso überzeugenden Kuss auf die Lippen setzen als ich Miran Hals über Kopf am Kragen packte und zu mir heran zog. Das seichte Kribbeln, das mich bei seinem Anblick durchfahren hatte wich einem sehr penetranten Prickeln, dass sich an ganz bestimmten Stellen konzentrierte. Er schmeckte süß und herb zugleich als ich seine Überraschung ausnutzte und unsere Zungen in einen ziemlich nachdrücklichen Tango zwang.  

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/17/2016 10:57 PM

Gefallene Engel. - Gray. - Bruderliebe. 
Das drehte sich in meinem Kopf. Verhallte im dunklen Nichts zwischen den Spiegelwänden als wollte es sich über mich lustig machen. Wie lange hatte ich nicht mehr an Gray gedacht? Wie lange hatte es gedauert, bis ich ihn nach der Beerdigung nicht in jedem Schatten, nicht in jeder peripheren Bewegung zu sehen gemeint hatte? Bruderliebe... war es das was mich störte an Blue und ihm? Hatten die beiden so etwas wie.. ich und Cassiel? Dieses Besondere, das einen dazu brachte alles auszuschütten, was man hatte, einfach alles. Und zuzugeben, dass man nichts war außer... ein bisschen lebensfähige Materie? 
Mir wurde wieder schlecht.

Ich liebte Blue.
Und selbst ihr hätte ich das niemals sagen können, konnte ich es niemals sagen. Wie eng musste sie mit Gray sein, wenn es möglich war, dass die beiden... Gray war nicht so krank wie ich, er liebte Blue anders. Das beruhigte mich und das war das Einzige, das mich beruhigte.

"Dann tue ich das ab jetzt.", sagte ich leise, fast ein wenig geschlagen gebend. Sie hatte keine Ahnung, dass es Männer, Jungs in ihrer Umgebung gab, die sie liebten, wie sie war. Und ich mochte emotional verkrüppelt sein, aber nicht dumm. Gray und ich würden für sie sterben, beide aus unterschiedlichen Gründen. Und dann war da James, dem man die Liebe zu ihr an der Nasenspitze abkratzen konnte. Drei Engel für Charlie. "Aber glaub mir, ich bin nicht der Einzige. Du musst nur genau hinsehen.", fügte ich an. 

Das Aufleuchten meines Zauberstabes lenkte mich ab, wandte meinen Blick darauf hinab. Ich empfand keine Erleichterung und keine Freude beim Anblick des vollkommen wiederhergestellten Stabes. Sonst hätte ich ihn nie zerbrochen. Aber ich dankte ihm im Stillen doch, dass er mir die Zeit gegeben hatte Blue zu überzeugen.
"Dann sind wir hier.. wohl fertig?", fragte ich bemüht ruhig und sah sie fragend an.

Wir wussten beide was jetzt kommen würde.
Sie fürchtete mir ihre Behausung zu zeigen.
Ich ergründete die Tragweite ihres künftigen Entsetzens... wenn sie sah, dass diese Behausung leer war. 

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Re: Rotted Rowan | Miran & Red

from Red on 09/17/2016 12:46 AM

"Nicht so hastig, du Schluckspecht!"
Als ich das hörte legte ich das Röhrchen weg und lehnte mich auf der Lounge der Gallerie im Club zurück. Wenn ich die Augen schloss, dann dröhnte mir der Beat durch die Glieder wie eine Herzdruckmassage. Pumpte und pumpte und pumpte.
Das Gefühl kam in meinen Fingerspitzen an und für einen Moment knurrte ich einfach laut auf um direkt im nächsten Moment in absolutes Lachen zu verfallen. Der Typ, der mich zurück gehalten hatte klopfte mir grinsend auf die Schulter.
"Was hast du denn sonst noch intus, Kleiner? Heute wieder All you can snuff?", lachte er mich an und ich lachte zurück. Grabschte nach seiner Hand und zog ihn zu mir bis er fast von der Lehne der Lounge auf mich drauf fiel. Ich packte sein Gesicht und sah ihn einfach an. "Ich liebe dich, mein Freund.", trällerte ich ihm entgegen und küsste ihn.
Das stimmte. Gerade liebte ich alles und jeden. Selbst diese verschwitzte, stinkinde Meute da unten. Der Typ machte sich lachend los und rappelte sich auf.
"Kleiner, DA biste an der falschen Stelle bei mir!", meinte er belustigt und nickte die Gallerie hinunter. "Da haste Auswahl!"

Mit diesen Worten ging er zu einem der Anderen und ich drehte mich um, hing mich über die Brüstung der Gallerie und sah hinunter. Überall Menschen, so süße Menschen, so lebendiges Volk, so warme, süße Körper.. Und morgen würde keiner fragen wer wen im Arm gehalten hatte. Mein Kopf war so leicht... ich hörte mein Herz schlagen, trommeln, rasen. Für einen Moment flatterten meine Augenlider und dann... trat dieser Typ in den flirrenden Lichtkegel in der Nähe der Bar.

Große Augen, so natürlich braun... er tanzte ziemlich... funky. Altmodisch, aber das ließ mich lachen. Mit neuem Elan riss ich mich von der Couch, tanzte noch kurz mit der Kleinen, die hier oben zum Animieren da war und erinnerte mich unten auf der Tanzfläche schon nicht mehr daran, wie ich die Treppe runter gekommen war. Ein Mädchen kam auf mich zu, mit blauen Haaren, rief meinen Namen, umarmte mich fröhlich und begann an mir zu tanzen. Hatte ich mit ihr geschlafen? Sie flüsterte mir irgendetwas zu, aber da kam nichts in meinem Hirn an. Ich vergrub einfach mein Gesicht an ihrem Hals und leckte über ihre kreidebleiche Haut. Als sie lachend aufquietschte schob ich sie weiter und hielt nach dem Jungen Ausschau... warf meinen Körper gegen die Bar und bestellte glücklich wie ein Pilzelein zwei GinTonic. Drehte mich um und wartete...

Ich fand ihn schon. Heute Nacht gehörte dieses süße, unschuldige Ding mir.  

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/17/2016 12:24 AM

Ihre Augen füllten sich mit Tränen und mein Gesicht dadurch mit Ernst. Damit war ich ihr zu Nahe getreten und zum ersten Mal konnte ich das nachvollziehen. Zuhause wartete die Kiste auf mich, die ich vor Grandames Augen in meinem Umkleidezimmer verbarg... mit seinen Notizen. Mit seiner Brille. All den Kleinigkeiten, die nichts wert waren außer dem an das sie mich erinnerten. Wie war ich auf den Gedanken gekommen sie könnte ihren Vater mit mir teilen?
Doch gerade als ich meine Frage höflich, aber bestimmt zurück nehmen wollte... sagte Blue zu. Irritiert sah ich sie an. Sie sah so glücklich aus dabei. Und wieder einmal verstand ich sie nicht... nickte nur kurz und lächelte. Nicht ehrlich, aber bisher hatte das noch nie irgendwer gemerkt. Niemand. Nicht einmal Grandame, manchmal.

Engel sind stark.
"Engel können weinen. Engel können fallen.", meinte ich zu ihren Worten und sah ihr zu wie sie wieder begann an meinem Zauberstab zu arbeiten. Ich war nie religiös gewesen, aber ich war jedes Mal wieder fasziniert von Marmorstatuen. Es gab viele Engel darunter und über jeden hatte ich mich informiert. Wissenschaftliche Neugier. "Und sterben. Sie sind nur eine reinere Version des Menschen, denen man Flügel angedichtet hat. Selbstlose Wesen, die mit ihrem Herzen, ihren Seelen genug Kraft erzeugen jeden in ihrer Umgebung glücklicher und strahlender zu machen. Was tust du Anderes?"
Es war sehr trocken gekommen, aber es war tatsächlich meine Meinung. Ein wenig angewidert nahm ich noch einen Schluck von meinem kalten Tee.

Wie sie mich betrachtete als hätte ich den Verstand verloren. Sah sie denn nie in den Spiegel? Konnte sie nie sehen was für ein Spektrum an Gefühlen in ihren Augen lag oder in ihren Mundwinkeln? In ihren Brauen. Sah sie das wirklich nicht? Diese Palette an Farben und Bewegungen, die sie so besonders machte. 
"Du bist wunderschön wenn du so bist.", entfuhr es mir bevor ich darüber nachdenken konnte. Aber meine inneren Spiegel waren schnell genug um mich schelmisch funkelnd lächeln zu lassen. "Wohl deswegen liebt er dich so sehr." - James.... oh, James.

Und damit sah ich wieder auf die Arbeitsplatte hinunter und wartete geduldig.

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/05/2016 01:47 AM

Gemeinsamkeiten schweißten Menschen zusammen. So stand es in den schlauen Büchern. Also hatte ich mir jahrelang Dinge gesucht für die ich Interesse heucheln konnte um so der Welt etwas Handfestes zu geben, woran sie sich orientieren konnten bei mir. Hier lag das gerade aber völlig anders. Das war da. Das liebevolle Lächeln auf Blues Lippen. 
"Würdest du.. mir die vorlesen?", fragte ich sehr vorsichtig, weil ich wusste - es neuerdings wirklich wusste - wie ungern man Dinge von Verstorbenen teilen konnte. Es hatte etwas mit Besitz zu tun. Und Schätzen.

"Ja, ein Engel.", sagte ich fester, weil ihr Stottern einen Gegenpart brauchte. Ihre Unsicherheit musste meine Stärke sein, wenn ich tatsächlich etwas für sie bewirken wollte. Ich musste sie da stützen wo sie es selbst nicht konnte.
Ich stellte meinen mittlerweile kalt gewordenen Tee fort und setzte mich auf, suchte nach einer Lücke in der Wand, die ihre Hände zwischen ihrem Gesicht und der Außenwelt bauten. Zwischen ihr und mir.
"Versteck das nicht.", meinte ich plötzlich und legte meine Finger auf ihre um sie sacht hinunter zu ziehen. Ich liebte es sie empfinden zu sehen... weil sie so viel tiefer empfand als all die Anderen. Und es nicht verbarg, für gewöhnlich, hinter Masken und falschen Gesichtern. Wenn sie bei mir war war das anders, aber.. wenn ich sie im Schulflur beobachtete, dann sah ich das. Es war wunderschön. Lebendig und... unfassbar. "Versteck das bitte nicht.", wiederholte ich als ich ihr wieder in die Augen sehen konnte.

Ich war wieder ganz ich selbst als ich so zu ihr gebeugt saß und ihr in die Augen sah. Darin nach diesen tausend Spektren der Gefühle suchte, die immer darin herum schwebten. Hass... war nicht darunter. Oder ich erkannte ihn nicht. 
"Du wirst mich genauso wenig enttäuschen können.", sagte ich schließlich leise. Das war nicht möglich. Niemals. Jeder... aber nicht Blue.
"Lass uns das zu Ende bringen.", schloss ich und nahm auch den Blick ab um auf den Arbeitstisch zu sehen. Lass uns den Zauberstab reparieren und dann gehen wir raus. - Und schauen uns mal an wie weit wir alles verliebter Maßen verbocken können, hm? 

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/04/2016 11:54 PM

Dass sie das so erheiterte war... unterhaltsam. "Poesie ist....", begann ich und überlegte wie ich es am besten ausdrückte. "Es ist Gefühl und Ausdruck in gerade Linie gebracht. Sauber und kompakt und nach logischen Regeln. Ja. Ich liebe sie."
So offen hatte ich das noch nie ausgedrückt. Aber ich wusste noch wann es mir aufgegangen war.
Eines nachmittags als ich Gray zum Essen holen sollte, war er im Bad gewesen. Und als ich auf das Bett sah, lagen da die Notizzettel... mit den Ideen für seine seltsamen Liedtexte. Ich hatte ihn duschen gehört... und gelesen bis er das Wasser ausstellte. Dann hatte ich mir einen der Zettel eingesteckt und war hinaus gegangen als wäre ich nie da gewesen. 
Singin' all my songs to bedroom mirrors
Deep inside my heart I'm still here
They don't need to understand

Ich schüttelte einfach den Kopf und merkte erst jetzt wie ich in meinen Tee hinunter gesehen hatte. Als ich den Blick wieder hob lächelte ich wieder, irgendwo weit hinten sogar ehrlich. "Du bist ein Engel, Blue, und deswegen lieben dich die Menschen.", fasste ich es einfach zusammen. 
"Ich will nur nicht, dass du dich vergisst. Du bedeutest vielen Menschen sehr viel. Deiner Mutter, deiner Hauselfe, Gray... mir.", sprach ich weiter und spürte, langsam, wie die Wirkung des Schnees nachließ. "Da fühlt man sich nicht gezwungen, nicht direkt. Ob ich glücklich wäre, das weiß ich nicht, ich bin kein Hellseher. Aber es ginge mir besser wenn es dir besser ginge. Wenn du mehr essen würdest. Wenn du mehr schlafen und trinken würdest. Wenn du mehr Zeit hättest du zu sein."
Das Lächeln war aus meinem Gesicht verschwunden, weil ich seit eben hinterfragte, ob auch das nun wieder dramatisch und poetisch war. "Das ist alles und du darfst mich jetzt gern dafür hassen. Es macht keinen Unterschied."

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/04/2016 09:47 PM

Ich nahm meinen Teebecher in die Hand und klackte vorsichtig den Deckel ab, damit das Kondenswasser mir nicht auf die Kleidung tropfte. Wie ich das hasste, es war ekelerregend. Behutsam legte ich ihn beiseite und roch an meinem Tee wie bei einer guten Inhalation. 
Vielleicht war es das, was uns unterschied. Ich dachte nach und tat dann etwas und dachte weiter nach. Sie tat es, weil sie es tun musste oder wollte.. und manchmal dachte sie erst darüber nach wenn es bereits getan war. Wenn ich mir das so klar machte waren im Grunde beide Wege ziemlicher Mist.
"Wir sind verschachtelte Wesen immer auf der Suche nach dem richtigen Weg durch das Labyrinth.", hauchte ich in Erinnerungen an etwas, das es in meinem Leben nicht mehr geben sollte. Mit einem Blinzeln machte ich mich wieder davon frei. "Vielleicht, Blue. Vielleicht versuche ich das."

Dann trank ich endlich um den Teebecher nicht einfach nur stupide in der Hand zu halten und lehnte mich noch etwas zurück.
Mir nutzen. Mich leiden sehen. An solche Dinge dachte sie, wenn sie an mich dachte? - Wir denken nie an etwas Anderes. - Das ist nicht wahr. - Oh, doch, immerzu. - Nicht wenn es um Blue geht.
"Du wirst mich niemals leiden sehen, wenn ich dir etwas Gutes tun will.", gab ich als Versprechen, das so ehrlich gemeint war wie ich es sagte. "Niemals. Du hast es selbst gesagt. Wir sind Familie. Und Familie sollte solche Dinge füreinander tun dürfen, ohne, dass sich einer der Angehörigen dadurch... gezwungen sieht. Oder habe ich das falsch definiert?"

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Re: Zukunfts-Thread VII

from Red on 09/04/2016 02:24 AM

Fast schon überrascht sah ich auf als ich gerade noch ein Stück vom Scone abzupfen wollte. Erst einmal hörte ich nur zu und beobachtete sie dabei wie sie in ihres biss und dann so wohlig zufrieden aussah. Das Bild war süß, irgendwie leicht in mir und brachte mich zum Lächeln. 
Wie es wirklich ist. - Du könntest es ihr einfach sagen. Wie du es mit Cassiel gemacht hast.
Ich mochte meinen kleinen Spiegel, wenn er diese sanfte Stimme hatte. Sie erinnerte mich an Dinge, die ich doch nicht klar sehen konnte. Manchmal, wenn ich nicht mehr wusste was noch, dann... - Nein, das würde sie nicht verstehen. - Er hat es verstanden. - Sie hat ihre eigenen Sorgen, meine braucht sie nicht. 

"Die Wirklichkeit ist manchmal wirklich... langweilig.", sagte ich nach einer ganzen Weile also und nahm doch noch einen Bissen vom Scone. "Man denkt über tausend Dinge nach und am Ende... bleibt einem Hunger, Durst und Müdigkeit davon."
Mit diesen Worten warf ich einen bedeutungsschweren Blick auf den Tisch. Da waren wir beide auch nicht anders. Nur auf zwei unterschiedlichen Wegen. - Du siehst es ein? - Ich habe nie etwas dagegen gesagt. - Oder getan..

"Aber.. deswegen bin ich hier.", erklärte ich kurz und schlug die Beine übereinander. Ich konnte Blue nicht glücklich machen, dazu schwang ich mich gar nicht erst herauf. Aber ich konnte ihr gut tun, ich wusste es. Wenn ich es richtig anstellte, dann konnte ich zumindest dafür sorgen, dass es ihr gut ging. Und von diesem Punkt aus konnte sie losgehen... und glücklich werden.
Also schüttelte ich den Kopf. "Das war nicht die Frage, Blue. Es ehrt mich, dass du mich glücklich sehen willst, aber das hat nichts damit zu tun wenn ich etwas für dich anstrenge. Wenn ich etwas für dich tue... dann ist das allein für dich. Und niemanden sonst."
Du bist das wert, Blue. Auch wenn du nicht so denkst. - Und ausnahmsweise kann ich nichtmal widersprechen. 

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