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Isaac

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Re: [LÖSCH MICH]

from Isaac on 08/09/2018 05:59 PM

@Veronica & @Darren bitte löschen. :)
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Reply Edited on 08/12/2018 07:13 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 05/14/2018 03:24 PM

"Genau", sagte ich und verzog keine Miene. "So bin ich eben; fürsorglich." Jeder der mich kannte wusste, dass ich es nur getan hatte um Darren gehörig auf den Sack zu gehen - zudem hatte ich den Inhalt der Spardose regelmäßig für neue Pokemonkarten und die Bücher ausgegeben, von denen mein Vater immer behauptete ich sei zu jung und naiv um sie zu lesen. 
Pixie schien nur mäßig begeistert von meiner brillianten Idee, jedoch war in ihren Zügen abzulesen dass sie es immerhin in betracht zog. "Am besten sprichst du zuallererst Professoren an, die sowieso immerzu ihre eigene politische Meinung als bitteren Beigeschmack zum Unterricht beimischten - positiv, negativ oder neutral." Worauf ihr eine negative Meinung zu dem Thema wahrscheinlich mehr Leser einbringen würde und Menschen mit strikter nein-politik sich meist sowie gerne lauthals darüber ausließen und ein solches Interview höchstwahrscheinlich mit offenen Armen begrüßen würden. Aber das würde die Kleine schon selbst herausfinden. 
"Kein Problem", erwiederte ich deshalb mit einem matten Lächeln und einem halbherzigen Schulterzucken. "Wenn du wieder mal ein krea-tief hast, weißt du ja jetzt an wen du dich wenden kannst." Und da soll meine Mutter noch einmal behaupten, ich sei nicht hilfsbereit. Ha. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 05/10/2018 01:33 PM

Innerlich fragte ich mich ob es gesellschaftlich akzeptabel wäre, wenn ich meinen Pflichten als älteren Bruder darin nachkam, dem Lockenkopf regelmäßig diesen Totenkopfschädel mit einem folgenden Fragezeichen zu schicken. Aber wahrscheinlich würde Darren das durchschauen und mir gerade deswegen prinzipiell nicht antworten. Hm. 
"Das Lösegeld", gab ich deswegen mit der gewohnten Andeutung eines Lächelns zurück und rieb mir den Nacken. "Als ich sechzehn war hab ich angefangen eine Spardose mit der Aufschrift "Darren's Askaban Kaution" zu führen, das wäre in diesem Sinne auch für multible Zwecke sinnvoll." Ich grinste ein wenig - natürlich hatte ich diese verbeulte Spardose nichtmehr. Beziehungsweise vergammelte sie sicherlich irgendwo in meinem Kinderzimmer, falls meine zartbeseitete Mutter nicht zufällig darüber gestolpert war und eine solche Verletzung ihrer gesamten Prinzipien entsorgt hatte. Innerlich vermerkte ich mir bei meinem nächsten Besuch einmal danach zu suchen, das wäre immerhin ein großartiges Geburtstagsgeschenk. 
Diesen Gedanken beiseite schieben witmente ich mich wieder Pixies anliegen, dachte einen Moment nach und zuckte anschließend die Schultern. "Nimm' einfach was politisches. Ich meine, selbst wenn das Thema der Offenbarung schon allseits breitgetreten wurde, interessiert es die große Masse. Noch interessanter wird es, wenn du bekannte Personen aus Hogwarts zu ihrer Meinung befragst." Und das war schließlich auch der schmale Grad an dem man sich selbst heraushielt und trotzdem darüber berichtete. "Du gestaltest also eine Doppelseite mit einer mäßig großen Überschrift und befragst jeden, der bereit ist dir seine Meinung über das Thema vorzuleiern - das sind in der Regel einige. Menschen reden gerne über sich selbst, wenn du ihnen das Gefühl gibst ein Statement zu setzen. Dazu tapezierst du ein Foto über jede Zitate und voilà, ein Artikel den jeder lesen möchte."

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 04/03/2018 06:39 AM

"Nein, nein", antwortete ich einen Tick zu schnell und insgeheim viel zu erleichtert über die Tatsache, dass ich wenigstens einer Person begegnete die meinen Bruder zur Ausnahme einmal nicht umbringen wollte. "Ehrlich gesagt bekomm ich Darren kaum zu Gesicht. Ich glaube sogar er könnte Entführt werden und ich würde es erst eine Woche später erfahren." Warum war ich auch so grottenschlecht in dieser digitalen Kommunikation? Vielleicht sollte ich Darren mal ein paar Emojis schicken. Oder so. 
"Freut mich auch... ähm, wie war nochmal dein Name?" Nicht dass sie ihn bereits erwähnt hätte oder ich mich nach diesem Gespräch noch daran erinnern würde, aber ich wurde gut erzogen. Immerhin konnte ich mir nun in meiner Annahme, sie studiere hier nicht, sicher sein. Ansonsten hätte sie meine Worte nie in Frage gestellt. Ich glaube diesen Schmerz des 'ich möchte hier sein aber auch nicht' konnten wirklich nur Studenten nachempfinden. Und so sagte ich stattdessen: "Dein Glück das ich Literatur studiere - in welche Richtung soll die Story gehen?" 

    

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Re: [ABWESEND]

from Isaac on 03/26/2018 02:34 AM

Ich verlänger meine Abwesenheit noch mal um die möglichen vier Wochen, weil ich momentan weder besonders viel Zeit oder Lust habe. :) Demnach betrifft es Isaac, Veronica, Darren und Finnian bis zum 15 April.

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Reply Edited on 03/26/2018 01:37 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 02/23/2018 07:37 PM

Es war nicht das erste Mal, dass mich jemand als "Professor" betitelte und ich behagte darauf, dass es an dem unordentlichen Bart lag. Und vielleicht an meiner nervigen Angewohnheit, meine absurden Gedanken laut auszusprechen. Aber hauptsächlich war es bestimmt der Bart. Auf die kleinere Herabblickend, ging ich einen kleinen Schritt zurück um nach unserem Zusammenprall einen angemessenen Abstand zwischen uns zu bringen. 
"Du warst mit Darren befreundet", schloss ich letztendlich und deutete in einer beiläufigen Geste in ihre Richtung. Ich hasste es abgrundtief, wenn mir etwas nicht einfiel. Was - zugegeben - wirklich oft vorkam und mir des öfteren ein paar Schlaflose Stunden bescherte, bis ich letztendlich doch nachgebe und bei der Möglichkeit googelte. Nur der Name der blonden war mir noch entfallen, doch das war aus irgendeinem Grund weniger nervig, als ihr Gesicht nicht zuordnen zu können. 
Ohne besonders auffällig zu wirken, studierte ich ihre Gesichtszüge bei der Erwähnung meines kleinen Bruders. Darren hatte so eine Art an sich, die in vielen Menschen einfach die schlechtesten Eigenschaften herausbrachten. Hass, zum Beispiel. Deswegen auch die Vergangenheitsform - so hatte ich es immer lieber mir anzuhören, weshalb genau das Fischgesicht nicht mehr mit jemandem befreundet - oder was auch immer - war, anstatt mir von wütenden, weiblichen Wesen das Gesicht zerkratzen zu lassen. Zu meiner Zufriedenheit schien letzteres zumindest bei dem Exemplar vor mir nicht der Fall zu sein und ich lehnte mich ein wenig zurück. 
"Ich bin Darrens Bruder", sagte ich und setzte einen Tick zu spät hinzu: "Isaac." Es kam einfach viel zu oft vor, dass ersteres für die meisten Gesprächspartner völlig ausreichte. "Und ich bin auf der Uni, auch wenn das momentan eine eher zwanghafte Tatsache ist." In der Andeutung eines Lächelns und der Annahme, dass sie sich entweder a) verlaufen hatte oder b) irgendwas suchte, fragte ich: "Kann ich dir irgendwie helfen?". Und da sollte noch mal jemand behaupten, ich wäre nicht nett. Ich war sehr wohl nett. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 02/20/2018 03:16 AM

Ein bisschen verfluchte ich Fynn ja, mich zu einem apatischen Bildschirmstarrer gemacht zu haben. Aber wie hätte ich auch denken können, dass unerreichbar zu sein so nervig sein konnte? Mein zerkratztes IPhone wog schwer in meiner Manteltasche, während ich jeden Gedanken an Ivy zu verdrängen versuchte und dabei kaum auf das Script vor mir achtete. Eigentlich hatte ich diesen nervigen Kurs nur belegt, weil es anscheinend doppelt so viele Credits für halb so viel Aufwand gab - dabei hatte mich allerdings niemand aufgeklärt, wie nervig es war Theatherstücke zu schreiben. 
Es war der zweite Montag im Monat, draußen tröpfelte es aus einer grauen miesmuffel-wolkendecke und ich war bis auf die Knochen genervt. Überraschung. Zu meinem Glück stand nur noch eine Vorlesung auf meinem Stundenplan (zu der ich mich auch nur schleppte, weil ich sowieso schon hier war und Hosen trug) und der vegane Muffin in meiner Lederumhängetasche machte die Welt irgendwie auch weniger grau. 
Ich war gerade dabei die selbe Zeile nun schon zum dritten mal zu überfliegen, als mir etwas kleines, blondes gegen die Brust lief und sich in einer allerletzten Abwehrreaktik abstieß. Überrascht blinzelnd und plötzlich um einiges wacher blickte ich auf die gut zwei Köpfe kleinere Gestalt vor mir und runzelte lediglich die Stirn. 
"Ist es überhaupt möglich mit seinen Gedanken im Hier und Jetzt zu sein?", gab ich einen Tick zu nüchtern und einen Tick zu schnell auf die Äußerung der Blondiene zurück, räusperte mich allerdings schon im nächsten Moment. "Ich meine, entschuldige. Das war meine Schuld." 
Ich kniff bei dem vergeblichen Versuch ihr Gesicht zuzuordnen die Augen zusammen, beschloss allerdings schnell dass dies a) ziemlich komisch aussehen musste und b) sie mich sicherlich darauf hinweisen würde, sollten wir uns tatsächlich kennen. Das war die schreckliche Sache an Hogwarts und der Uni; man kannte unzählige Gesichter, doch in meinem Fall noch weniger Namen als Personen. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 11/25/2017 10:54 PM

"Du musst dich vor mir nicht rechtfertigen", sagte ich und meinte es auch so. Dabei schlich sich erneut ein kleines Lächeln auf meine Lippen – das war doch langsam ungesund? In wen oder was Elisa sich verliebte, war noch immer ihre Sache und ich nahm mir nicht das Recht, mich gegen ihre persönlichen Angelegenheiten auszusprechen. Ob es nun ein magisches Monster, irgendein langweiliger Jurastudent oder – ja – sogar mein grenzdebiler, kleiner Bruder war. Was allerdings nicht hieß, dass ich insgeheim daran zweifelte, ob Elisa trotz allem die Sache mit dem selbst belügen nicht wie angenommen abgelegt hatte. Immerhin hatte ich ihren Blick gesehen. Und gehört, wie sich ihre Stimme verändert hatte, als sie von ihm sprach. Vielleicht sollte dich doch ein, zweit Worte mit Darren darüber wechseln. Denn wenn ich ehrlich war, musste ich mir eingestehen den Blondschopf gut genug zu kennen, dass ihr Langweile und Mittelmaß doch schon immer zu wieder war. An Komplettumschwünge glaubte ich nicht – Menschen änderten sich nicht so schnell, besonders nicht zum guten. Oder richtigen. Darren bedeutete Ärger. Und Elisa liebte Ärger. 
„Wenn er dich glücklich macht?", kommentierte ich ihre Worte, während ich mich auch schon wieder meinem Pergament zuwandte. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb der Satz wie eine Frage klang – und nicht, weil ich es insgeheim bezweifelte. So hatte sie schon immer gerne Dinge gerechtfertigte, die mir im Grunde nicht wichtig waren. Und ich hatte sie gelassen, weil ein Teil von mir wusste das Elisa das brauchte, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass sie nur sich selbst von ihren Worten überzeugen musste – nicht mich. Ich hatte mir sorgen gemacht, als sich ihre Lebensweise in ihren Gesicht gespiegelt hatte; Der blassen hat, den eingefallenen Wangen, den dunklen Augenringen. Und ich hatte mir sorgen gemacht, als ihre Konzentration nachließ und das Zittern zunahm. Die Stimmungsumschwünge, das Herzrasen, das Schwitzen, die Ohnmachtsanfälle an den Morgen danach. Es war zu leicht dies alles mit Zaubern zu vertuschen, doch blieb dieser Bestandteil von Elisas Routine oft aus, wenn sie nach einer langen Nacht bei mir nächtigte und so kleine Facetten offenbarte, die niemand sonst sehen konnte. Ich hatte mir über vieles Sorgen gemacht, da würde ein langweiliger Jurastudent mit scheußlichen Namen bestimmt nicht meinen Blutdruckwert in die Höhe treiben. „Ich bin einfach nur froh darüber, dass du beschlossen hast dich nicht umzubringen." Denn genau das hatte sie getan. Elisa war langsam verrottet, während jeder sie dabei gefeiert hatte. Und daran war einzig und alleine sie selbst schuld gewesen.

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 11/24/2017 03:53 AM

Ich nickte resigniert, die Stirn wie so oft in Falten gelegt. Jules war ein Geschenk meiner Eltern zum ersten Schultag gewesen und auch wenn sie mich am erste Tag ganze vier Mal gebissen hatte, so war sie dennoch meine Eule gewesen - auf die ich mehr als stolz gewesen war. Der Gedanke, jetzt noch mehr Briefe mit meiner ganz eigenen Eule verschicken zu können, hatte mein Zwergen-Ich geradezu mit Europhie überschüttet. Dass sie nun einfach verschwunden - und vermutlich tot war - schien mir noch immer unbegreiflich. 
"Was du nicht sagst", erwiederte ich mit einem kleinen Schunzeln, meine trüben Gedanken mit einem weiteren Reiben über den müden Augen fortwischend. "Solange... Babybell nicht der nächste Grund für weitere Tote in der Innenstadt ist." Dass ich ihren leichtfälligen Unterton im Anbetracht der Umstände ein wenig fahrlässig fand, wahr wohl unverkennlich in meiner Stimme zu hören. Es war genug schreckliches Passiert und noch immer wusste niemand, was genau mit den Tieren nicht stimmte. 
Aber selbst mein Unterton schien Elisas Laune nicht zu dimmen. Die Wörter flossen nur so über ihre mit einem Lächeln überzogenem Lippen, während ihre Augen jenen Ausdruck annahmen wie immer, wenn die Blonde von etwas sprach was sie begeisterte. Oder liebte. Allein ihre Ausdrucksweise ließen bei mir sämtliche Alarmglocken klingeln, doch wagte ich es nicht ihre gute Laune zu dimmen. Was hatte ich auch für ein Recht, Elisas erste, wackelige Schritte auf einem anderen Weg mit meinem Pessimissmus zu erschweren? Das was mir auf der Zunge lag, musste und wollte sie bestimmt nicht hören. Und so nickte ich matt lächelnd, während ich innerlich betete dass sie einfach recht hatte. Dass ihre Erwartungen in meinen kleinen Bruder den Umständen und seinem Wesen gerecht wurden und ich einfach nur voreingenommen war von all dem, was Darren sonst immer so praktizierte. 
"Es freut mich wirklich, dass es dir besser geht", erwiederte ich schließlich und sah auf. "Pass einfach nur auf dich auf, Elisa." Vielleicht war mein Blick etwas zu druchdringlich, doch es war die selbe Bitte wie immer. 
Ich hatte ihr einmal gesagt, dass es schnellere Wege gab sich umzubringen, als sich den Körper mit Drogen zu vergiften. Sich das Herz brechen zu lassen gehörte zu einem dieser Wege - das hatte ich am eigenen Leib erfahren. 

    

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 11/22/2017 03:46 AM

„Ich denke ein Teil von mir hängt immer noch an dem Gedanken, dass sie nicht tot, sondern irgendwo da Draußen ist und eines Tages wieder wie verrückt meine Fensterscheibe zerkratzt." Ich sprach die Worte aus, noch während ich mich über Elisas Polaroid beugte und es ihr letztendlich mit gerunzelter Stirn aus der Hand nahm. Darüber, dass sie sich in Zeiten wie diesen gerade so ein Haustier anschaffte, verlor ich zunächst einmal kein Wort. Dafür aber sagte der Blick, den ich der Blondine zu war, wohl mehr als genug. „Babybell?", wiederholte ich außerdem den lächerlich niedlichen Namen des Monsters und gab ihr nach einer letzten Betrachtung kopfschüttelnd das Foto zurück. „Ich weiß gerade nicht was mich mehr verwundern sollte: ‚süß' oder ‚gefunden'?".
Das Licht fiel momentan so in die Bibliothek, dass Elisas Gestalt von dem hellen Lichtschein der untergehenden Sonne umgeben war. Ich ließ sie ausreden, stellte keine Fragen und machte auch keine interessierten Geräusche, als ich ihren Worten folgte und mir dabei jede ihrer Bewegungen, ihre Betonung und ja, vielleicht auch den Ausdruck in ihrem Gesicht einprägte. Es war nicht schwer ihr die Betroffenheit anzumerken, die emotionale Bindung die mit jedem Wort mitschwang und ihre Lieder kaum merklich flackern ließ.
Es dauerte einen ganzen, langen Moment, bis die Bedeutung ihrer Worte mir tatsächlich bewusst wurden. Und dann, dann hob sich mein rechter Mundwinkel mit einem wissentlichen lächeln und ich ließ mich erneut gegen die Lehne meines Stuhles sinken – die Finger erneut durch die zerzausten Haare streichend. „Das erklärt einiges, denke ich."
Ich nickte offensichtlich in Gedanken, verweilte einen Moment im schweigen und lehnte mich anschließend wieder nach vorne. Auch wenn ich mich natürlich über ihren Entzug freute und irgendwie auch von stolz durchströmt wurde, so hatte ihre letzte, kleine Bemerkung meine Freude doch ein wenig gedimmt. Es war nicht zu verleugnen, dass ich im ersten Moment nicht glücklich über diese kleine Offenbarung war. Die Frage, wie dies passiert war, schwirrte in meinem Kopf, doch da es momentan so viel wichtigere Sachen für Elisa gab, zwang ich mich nicht darauf herumzuhaken.
„Ich bin stolz auf dich", sagte ich letztendlich und lächelte sanft, als mein Blick die Rillen in dem Holztisch musterte. „Ich bin wirklich stolz auf dich, Elisa." Das war ich tatsächlich. „Du siehst besser aus, gesünder." Ich stockte kurz. „...Glücklicher." Und der aufkommende Zweifel war kaum zu verbergen, als ich darauf aufsah und mich unausgesprochen fragte, ob sie dies mit Darren auch bleiben würde. „Er ist mein Bruder", folgte unweigerlich und in den Worten stand all die brüderliche Zuneigung, die ich selbstverständlich für meinen jüngeren Bruder hatte. „Aber er ist Darren."

    

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