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Fynn

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Abgeschlossen Muggel Gut Muggelschule/-uni Chaot Musiker Pro-Magie

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/29/2017 09:05 PM

Keine Ahnung, was ich erwartet hatte. Vermutlich hätte ich einfach stillschweigend alles über mich ergehen lassen, während Alastair diesmal vielleicht sogar was gesagt hätte. Ich dachte kurz an gestern Abend zurück, als er mich vor einer Prügelei gerettet hatte.
Dass er zu zählen begann, erklärte ich mir so, dass vermutlich nicht vollkommen ausflippen wollte oder sowas? Ich hatte mal davon gehört, dass man dann lieber zu zählen begann ... aber irgendwie hörte sich das eher wie ein Countdown an und er grinste so komisch, als ich ihn unschlüssig ansah. Bei 1 angekommen, kapierte ich dann, was er voraus gesehen hatte.
Wie ein Rumpelstielzchen kam die Inhaberin der Bäckerei wieder herein gepoltert, nachdem sie ihre Arbeit unterbrochen hatte, umrundete die Theke und baute sich direkt vor dem Kerl auf. Mit einer Lautstärke, so dass auch die Gäste im hintersten Eck mitbekamen, was sich der Mann eben geleistet hatte, warf sie ihm wüste Beschimpfungen an den Kopf, die sie mit der Aufforderung ihren Laden zu verlassen, die keinerlei Widerstand zuließ, beendete. Zornig verzog sich der Typ und die Frau strich sich mit vom Mehl staubigen Fingern ein paar locker gewordene Haarsträhnen aus dem Gesicht, dabei murmelte sie immer noch wütend vor sich hin.
"Also, dass es sowas heutzutage noch gibt ... Was sich manche alles erlauben ... Himmel noch mal! ..."
Ich war so perplex gewesen, dass ich das ganze einfach nur stumm und ein bisschen erschrocken beobachtet hatte - jetzt breitete sich ein amüsiertes Grinsen auf meinem Gesicht aus. Wer hätte gedacht, dass er so schnell zurecht gewiesen würde ...
Auf Alastairs Kommentar hin nickte ich nun verstehend und sah dann nochmal bewundernd zu der Frau. Eigentlich war es so leicht, sich gegen jemanden zu stellen ... ich war ein kleiner, lausiger Feigling.
Alastair ließ mir aber nicht so viel Zeit, darüber nachzudenken, er begann zu erzählen.
Neugierig blickte ich ihn an und es fiel mir sogar leicht, von dem Kaffee zu trinken - seine Geschichte, wie er auf Mrs Primrose getroffen war, brachte mich zum Lächeln. Oder war es einfach, weil ich ihn ansah?
Dann kam aus der Backstube eine weitere Frau, die beruhigend die Hände an Mrs Primroses Schultern legte und Alastair erklärte mir nun, dass es sich eben nicht um eine sehr aufmerksame Frau gehandelt hatte, die nicht davor zurück schreckte, ziemlich deutliche Worte zu finden, sondern sehr viel mehr auf sich hatte: es war persönlich. Und das erklärte auch ihre vielsagenden Blicke von vorhin. "Ooohh ...", machte ich, als mir ein Licht aufging, und dann musste ich lächeln. Das war eine ziemlich gute Idee gewesen, hier her zu kommen. Mein fröhlicher Gesichtsausdruck schwang dann jedoch wieder in etwas angespannteres um, als die Heldin Mrs Primrose zu uns an den Tisch kam. Vermutlich wurde ich auch ein bisschen rot.
"Alles klar bei euch?", erkundigte sie sich und klang dabei fast besorgt.
"Ich hab eben gedacht, ich hör nicht recht ... tut mir Leid, dass ihr das abbekommen habt ... Den Kerl wenn ich nochmal hier drin sehe ...", drohte sie in die Luft.
"Ehm ... dafür können Sie ja nichts ...", stammelte ich, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, etwas sagen zu müssen. "Aber ... vielen Dank." Das erschien mir nur angemessen ... aber es war auch seltsam.
"Ich hoffe, ihr könnt das Essen trotzdem noch genießen ...", seufzte sie und nachdem ich ihr versichert hatte, dass alles in Ordnung war, ging sie auch wieder zurück an die Arbeit.
Ich atmete tief durch und kaute etwas Gedanken verloren an dem Croissant. Da fiel mir ein, dass ich ja auch etwas von mir erzählen konnte. "Ich bin seit März in London. Wir ehm, also meine Freunde und ich", begann ich etwas piepsig, "wir haben eine Band und wollen endlich Fuß fassen. Beziehungsweise wollten ...", korrigierte ich mich, "seit ein paar Wochen ist es ziemlich ... öhm, kompliziert. Deshalb war ich gestern auch in dem Club. Ich hatte mal einen Tag abends nichts zu tun, aber ... mit den anderen konnte ich trotzdem nichts unternehmen und dann hab ich mich daran erinnert, dass ich ja weiß, wie ich da Freigetränke bekomme ..." Ich trank nochmal einen Schluck Kaffee; diesmal schmeckte es nach dem Gebäck etwas sehr bitter ...
"Das war das erste Mal, dass ich mich so richtig vorsätzlich zum Trinken an die Bar gehockt habe ... also, keine Angst, ich bin kein Alkoholiker", lachte ich etwas verlegen, bevor er noch nen falschen Eindruck bekommen würde.

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Reply Edited on 05/29/2017 09:16 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/29/2017 04:40 PM

Da war es schon wieder, das fröhliche Funkeln in ihren Augen, als würde sie etwas wissen, was andere nicht bemerkten. Verwirrt brauchte ich ein bisschen länger, bis ich letztendlich bestellte.
"Dann nehme ich einen Teller mit Ihrer Empfehlung, bitte", sagte ich einfach, weil ich mich nicht wirklich hätte entscheiden können. Wahrscheinlich hätte ich dann einfach viel zu viel genommen, weil ich alles probieren wollte.
"Ah, da will sich wer überraschen lassen, alles klar! Für dich das selbe wie immer, Alastair?", tönte die Frau freundlich und er nickte.
Während wir auf unser Essen und die Getränke warteten, schielte ich vorsichtig zu ihm hinüber.
"Ehm, du bist also öfter hier?", schloss ich aus der Tatsache, dass die Dame wusste, wie er hieß - er hatte ja gemeint, er sei ebenfalls noch nicht recht lange hier. Was mich auch leich zur nächsten Frage brachte.
"Was hat dich denn nach London gezogen?" Irgendwie war ich jetzt wieder ziemlich nervös. Wie gestern Abend, bevor ... Kein guter Zeitpunkt, um abzudriften, Fynn.
Dann bekamen wir unsere Bestellung serviert - und diesmal ging das Grinsen der Frau eindeutig in die Richtung, die sagte ich-freue-mich-heimlich-über-das-was-ich-weiß und ich runzelte die Stirn; auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es nicht unbedingt schlimm war.
Ich hatte im Moment ja auch etwas andere Sorgen, die in Form einer weißen, großen Tasse mit - hoffentlich - süßem Milchkaffee vor mir standen. Ich betete, dass ich es jetzt besser schaffte, das Zeug ohne groß Grimassen zu schneiden hintunter zu bekommen. Nicht so wie an dem Nachmittag mit meinem Kumpel Isaac vor ein paar Wochen ... nun ja, da hatte ich mir aber auch keine Mühe gegeben, meine Abneigung gegen dieses Getränk ein bisschen zu überspielen; da hatte ich mich ja bewusst dafür entschieden, weil ich so übermüdet gewesen war. Ein anderes übermüdet als heute übrigens; ein schlechteres.
Okay, dieser Kaffee schmeckte auch etwas besser, nicht ganz so furchtbar bitter ... so vom Gefühl her musste mein Gesicht recht neutral aussehen, als ich schluckte. Den Nachgeschmack vertrieb ich auch gleich, indem ich von dem kleinen Häppchen Kuchen aß, der neben einem Brötchen und einem Croissant, Wurst und Marmelade auf dem Teller lag.
Alastair erzählte ein wenig, ich war froh, dass ihm meine Frage nicht allzu viel auszumachen schien. Schließlich waren wir doch dafür hier, oder nicht? Ich fing grad an, mich etwas zu entspannen, ich hatte es sogar zugelassen, dass sich unsere Knie berührten - da kam jemand zur Tür herein. An sich ja nichts schlimmes, das war ja ein öffentlicher Ort, aber es war der Baarkeeper aus dem Club.
Wie kam der denn jetzt hier her? Musste der nicht noch irgendwas arbeiten oder so? Offensichtlich nicht. Leider.
Und er blickte auch noch direkt zu uns her. Ich spürte, wie sich mein Puls beschleunigte und ich senkte schnell den Kopf. Was total sinnlos war, er hatte uns ja schon gesehen. Vielleicht ... vielleicht wusste er gar nicht mehr, dass wir aus dem Club gegangen waren?
Ein abfälliges Schnauben zeriss meine Hoffnung in der Luft, als er an die Theke heran trat, die sich ungefähr eineinhalb Tischlängen uns gegenüber befand. Wenn ich etwas zur Seite schielte, konnte ich genau seine Füße sehen und sie zeigten in unsere Richtung. Noch war die nette Dame in der Backstube verschwunden.
"Dass ihr euch überhaupt in die Öffentlichkeit traut ... widerliche Schwuchtel."
Durch das laute Rauschen in meinen Ohren kam mir die rauchige Stimme des Mannes von weiter weg vor, aber ich verstand ihn trotzdem ziemlich gut. Meine Wangen begannen zu brennen; ich strarrte immer noch auf den Tisch und versuchte einfach, ihn zu ignorieren.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/22/2017 04:11 PM

Natürlich merkte ich seinen Blick auf mir ruhen und ich grinste still in mich hinein. Es war ziemlich süß wie er mich so ganz ungeniert anschaute und mir dann auch noch die Tür aufhielt. Ich wusste gar nicht richtig, wie ich damit umgehen sollte. Die Dame hinter der Theke lächelte uns beide freundlich an und ich glaubte auch ein amüsiertes Funkeln in ihren Augen zu sehen, aber vielleicht täuschte ich mich auch. Sie kam dann gleich zu uns an dem Tisch, weil im Augenblick alle anderen Gäste versorgt waren.
Es widerstrebte mir selbst, aber ich achtete kleinlich darauf, einen Abstand zwischen mir und Alastair zu lassen, der zu sagen schien gute-Kumpel-schlagen-sich-den-Magen-voll. Dabei wollte ich das nicht wirklich, aber ich wollte mir heute keinen Blick mehr wie den des Barkeepers einfangen. Das war ziemlich feige. Aber: ich wusste irgendwie auch nicht, wie ich mich verhalten sollte, für meinen Geschmack hatte ich viel zu oft Bilder von gestern Nacht im Kopf. Das war ... nicht optimal, wenn man ungezwungen erscheinen wollte. Es war einfach eine ziemlich schräge Situation.
Als Alstair für mich gleich einen Kaffee bestellte, fiel mir auf, dass ich ganz vergessen hatte, ihm zu sagen, dass ich keinen Kaffee trank. Aber jetzt wollte ich das auch nicht tun, wie hätte das denn ausgesehen?
"Bitte mit großzügig Milch und Zucker ...", warf ich dann einfach noch ein. Das war ja jetzt auch nicht zu ungewöhnlich und ich hoffte, das Gebräu dann gut hinunter bringen zu können.
"Hmm, kann man um diese Uhrzeit noch ein Frühstück bestellen?", fragte ich die nette Dame und hoffte, bald frische Brötchen und Croissants vor mir zu haben.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/21/2017 07:56 PM

Na gut, dann hieß es jetzt Augen zu und durch. Heute war wohl der Tag, an dem ich besonders mutig war und viel ausprobierte. Aber wenn es weiterhin so gut ausging ... sprach nichts dagegen.
Ich nahm den Helm entgegen und zwengte meinen Kopf hinein. Das Teil war ziemlich schwer. Mir war nicht ganz so gut dabei, dass Alastair deswegen keinen hatte, aber es war ja auch nur normal, dass er nicht grundsätzlich zwei Helme hatte.
"Okay, ich glaube, das kreig ich hin", antwortete ich ihm zwinkernd und schlang dann meine Arme fest um seinen Bauch, mit dem unteren Teil des Helms war ich an seine Schulter gelehnt. Hätte ich nicht das Visier vor dem Gesicht gehabt, hätte ich vermutlich die ganze Fahrt über seinen Geruch in der Nase gehabt, so eng klammerte ich mich fest. Es war wirklich ziemlich nervenaufreibend, auf einem Motorrad mitzufahren, vor allem in den Kurven. Ich hatte jedes Mal befürchtet, dass wir einfach auf die Straße krachen würden.
Aber schließlich waren wir da und ich stieg mit wakligen Beinen von der Maschine.
"Grade noch so ...", meinte ich grinsend zu Alastair und gab ihm den Helm zurück, um dann meine Haare wieder etwas zu sortieren, sie mussten in alle Richtungen davon stehen.
"Aber nur, wenn ich dich das nächste Mal einladen darf ...", sagte ich frech und teilte ihm so gleichzeitig mit, dass ich sehr davon aus ging, dass es ein nächstes Mal gab. Na sowas, so viel Direktheit war ich von mir gar nicht gewohnt.
Mit dem Aufschwingen der Tür stieß uns der herrliche Duft von Brot und Gebäck entgegen und mein Magen meldete sich knurrend zu Wort. Ich hatte verdammt großen Hunger.
Nachdem ich mich zu Alastair an einen Tisch gesetzt hatte, fragte ich ihn schon fast ungeduldig: "Hast du auch so Hunger? Ich könnte essen, bis ich platze!"

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Reply Edited on 05/21/2017 07:59 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/20/2017 07:47 PM

Wieder überraschte mich Alastair mit seiner Reaktion. Er hatte genau mitbekommen, was in mir vorgegangen war und ich war ihm sehr dankbar, dass er sich von Leuten wie diesem Typen nicht davon abhalten ließ, er selbst zu sein. Etwas, was ich hierauf bezogen anscheind jetzt noch lernen musste. Um auch gleich damit anzufangen, ignorierte ich den Kerl einfach und lehnte mich an Alastair. Es tat unheimlich gut, von ihm gehalten zu werden. Ich wunderte mich etwas über mich selbst ... dass ich mich genau jetzt hier befand war sowas von nicht ich ... zumindest nicht das ich von gestern Morgen. Ich hatte mich noch nie einfach so betrunken - abgesehen von dem Versuch, mit Isaac gegen mein Kreatief anzukämpfen, aber das zählte nicht so richtig - ich hatte mich noch nie in einem Club abschleppen lassen und vor allen Dingen hätte ich es nie soweit kommen lassen wie gestern Nacht. Das war einfach nicht, was ich machte. Und doch war es passiert und ich war im Moment eigentlich ganz cool damit. Naja, mit einem Kerl wie Alastair neben mir, der mich nach einem Kaffee gefragt hatte, war das auch nicht so schwer nachzuvollziehen.
Ich fand es interessant zu hören, dass er ebenfalls neu in London war ... dahinter verbarg sich mit Sicherheit eine Geschichte, die es sich anzuhören lohnte. Überhaupt wusste ich ja außer seinem Namen und dass er ein ziemlich guter Liebhaber war nicht wirklich etwas über ihn. Gut, jetzt natürlich, dass er ein Motorrad hatte. Der Gedanke daran, dass wir jetzt noch Zeit hatten, um genau solche Dinge von dem anderen zu erfahren, ließ mein Herz einen kleinen Hopser machen. Dafür lohnte es sich, die Kopfschmerzen auszuhalten.
"Okay, dann ... ehm, fahren wir dahin", meinte ich nur und folgte ihm zu seiner Harley.
"Oh .. wow, sieht ja cool aus", sagte ich ehrlich beeindruckt. Ich kannte mich zwar nicht mit sowas aus, aber es war schon ein wuchtiges Teil. Passte irgendwie zu Alastair.
"Kann ich da wirklich einfach so mitfahren?" Ganz so wohl war mir bei dem Gedanken nicht, aber wenn er das sagte, würde es schon in Ordnung sein ... Einfach nur das machen, was er mir auftrug.

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Reply Edited on 05/20/2017 07:51 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/19/2017 03:10 PM

Nachdem ich vergebens versucht hatte, ohne Zahnbürste oder Zahnpasta den Geschmack von Alkohol und Schlaf aus meinem Mund zu bekommen, ließ ich es seufzend bleiben und kämmte mit den Fingern meine Haare halbwegs ansehnlich hin.
Als ich aus dem Bad trat, wartete Alastair schon auf mich. Konnte jemand plötzlich noch besser aussehen als noch vor ein paar Stunden? Obwohl er verkatert und verschlafen war und ansonsten das selbe anhatte wie am Abend? Jedenfalls kam es mir so vor und es war mir ein bisschen peinlich, dass ich ihn gleich so lange anstarrte. Vielleicht war es auch, weil ich wusste, wie er unter der Kleidung aussah ...
Er öffnete die Tür für mich, also ging ich davon aus, dass er nichts mehr weiter brauchte und blickte mich nochmal um, um sicher zu gehen, dass ich alles bei mir hatte. Dann gingen wir nebeneinander nach unten aus dem Laden. Es schienen tatsächlich nur noch Mitarbeiter da zu sein, bzw schon, und ein Mann wie ein Schrank, der hinter der Theke stand und Gläser spülte, warf uns einen angewiderten Blick zu. Ich hatte mich noch nie so sehr, so bewusst und auch auf so eine positive Art mit meiner Sexualität wohl gefühlt wie in den letzten Stunden und so angesehen zu werden, versetzte mir einen schmerzvollen Stich. Dieser Mann sollte eher von sich selbst angewidert sein ... Ich schluckte schwer, aber ging einfach weiter, nach draußen, wo sich Alastair zu mir umdrehte und mich fragte, wie es wo hingehen sollte.
"Hm ...", machte ich und zuckte mit den Schultern. "Ich bin mit der U-Bahn gefahren ... und ich weiß hier in der Gegend auch nur, dass hier der Club ist ... ich bin noch nicht sehr lange in London", gab ich zu und überließ damit ihm die Entscheidung. Mir war es ehrlich gesagt egal, wo wir hingehen würden ... Solange man uns nicht blöd von der Seite anmacht, dachte ich bitter.
"Vielleicht ... ich weiß nicht. Irgendwo, wo man seine Ruhe hat?", drückte ich es vorsichtig aus und blickte dabei betreten auf den Boden. Vielleicht ging es ihm ja ganuso - obwohl er auf mich den Eindruck machte, als hätte schon so einiges an Erfahrung und würde sich nichts um die Meinung irgendwelcher Leute scheren.

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/18/2017 06:32 PM

Alastair & Fynn
~~~*~~~

Anfang Juni - Cut von hier

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Re: summer hits ~ Alastair & Fynn

from Fynn on 05/17/2017 05:23 PM

Ich war froh, dass Alastair mein Gesicht nicht sehen konnte, als er mich fragte, ob wir noch zusammen Kaffee trinken gehen würden. Ich war völlig überrumpelt von dieser Frage, vor allem, weil ich nie erwartet hätte, dass er mich fragen würde, dass er anscheinend ähnlich dachte und es sich für ihn auch so anfühlte, als wäre es für einen Abschied noch nicht der richtige Zeitpunkt. Das war total verrückt. Wir hatten einfach nur betrunken Sex miteinander gehabt ... Nein, aber nicht nur, sagte ich mir selbst.
Stocksteif saß ich auf dem Bett und lief an wie eine Tomate. Ich sollte endlich mal antworten und nicht schweigend hier sitzen – nicht, dass er das noch falsch verstehen würde ...
Also wagte ich es, mich halb zu ihm umzudrehen.
„Das wäre schön", meinte ich ebenso zaghaft wie er gefragt hatte und lächelte schüchtern. Und ich erhaschte noch kurz einen Blick auf sein Nicken, dass die knappe Antwort auf meine Frage war.
„Okay ... Ich geh mich dann mal anziehen."
Es war ein bisschen seltsam, nackt vom Bett in das Badezimmer zu gehen, aber es kam mir kindisch vor, nach heute Nacht irgendwie verschämt zu tun. Und ich ließ die Tür auch scheinbar zufällig einen kleinen Spalt auf. Man sah zwar nicht hinein, aber dennoch.

 

>>>>>>> CUT hier hin

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Reply Edited on 05/19/2017 02:40 PM.

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Re: summer hits ~ Alastair & Fynn

from Fynn on 05/15/2017 09:50 PM

Alastair reagierte erst gar nicht, dann gab er einen protestierenden Laut von sich.
"Ja, schon", gab ich schmunzelnd zurück. Wie er so da lag und gähnte, immer noch total verschlafen und auch ein bisschen verweint ... er sah plötzlich so jung aus und war so weich in meinen Armen.
Ich drehte mich wieder auf die Seite, hielt ihn dabei aber an mich gedrückt, und streifte mit meiner Nasenspitze über die seine. Dann gab ich ihm einen kurzen Kuss. Ich konnte ihn verstehen. Ich wollte auch nicht aufstehen. Und die Kopfschmerzen waren da der kleinste Grund dafür ...
Mit meiner Hand schweifte auch mein Blick einen Moment ab, was mich verschmitzt grinsen ließ. Himmel, er sah so gut aus. Vermutlich errötete ich gerade auch ein bisschen – meine Wangen begannen jedenfalls zu glühen. Jup, es war mittlerweile schon etwas Alkohol aus meinem Kopf gewichen. Vorsichtig löste ich mich aus Alastairs Umarmung und setzte mich auf den Arm gestützt etwas auf.
"Ich glaube, die Leute hier wollen uns auch los haben ... es war vorhin schon jemand an der Tür."
Unsicher, wie wir jetzt weiter verfahren würden, was er machen, mit mir sprechen würde, kratzte ich mich am Kopf, schwang aber dann die Beine aus dem Bett, so dass ich mit dem Rücken zu Alastair saß.
"Ehm ... geht's dir wieder besser?", fragte ich doch noch kleinlaut über die Schulter, dabei konnte ich ihm aber nicht wirklich ins Gesicht sehen. Vermutlich hätte ich das nicht sagen sollen, aber ich hätte mir ewig Sorgen gemacht, wenn ich ohne ein Wort darüber zu verlieren, gegangen wäre.

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Re: summer hits ~ Alastair & Fynn

from Fynn on 05/15/2017 09:18 AM

Bei all der Dramatik, die dieser Situation doch zu Grunde lag, breitete sich in meiner Brust ein wohliges Kribbeln aus, als sich Alastair an mich kuschelte. Er hatte die Augen immer noch geschlossen, aber es wirkte so, als wäre er nicht mehr im Tiefschlaf. Ich nahm seine Hand, die er locker neben seinen Kopf gelegt hatte, und verschränkte meine Finger mit seinen. So gut das mit den Kopfschmerzen ging, suchte ich den Raum nach einer Uhr ab und fand einen Wecker auf dem Nachtkästchen. Es war 12 Uhr mittags.
Kein Wunder, dass bereits jemand an der Tür gewesen war. Die meisten, die hier ein Zimmer mieteten, verschwanden wahrscheinlich still und heimlich in den frühen Morgenstunden wieder. Ich war froh, dass weder ich noch Alastair einfach so abgehauen war.
Trotzdem sollten wir jetzt vielleicht mal daran denken, den Club zu verlassen ... Vage kam die Erinnerung in mir hoch, dass ich ja auch einen Termin hatte. In 30 Minuten um genau zu sein. Ich würde ihn absagen. Wegen Krankheit oder sowas. Rechtzeitig würde ich es dahin eh nicht mehr schaffen und ich wollte Alastair nicht mit einem hektischen Aufbruch überrumpeln - vor allem nicht, wenn es ihm nicht gut ging. Und es war etwas nicht in Ordnung, man weinte nicht aus dem Nichts in den armeeines Fremden.
Ich drückte seine Hand und hob dann etwas seinen Kopf an.
"Hey, Alastair...", meinte ich halblaut  zu ihm und maeinen Kopf durchfuhr ein stechender Schmerz. Ich ignorierte das einfach.
"Es ist schon Mittag ... wir sollten aufstehen ..."

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