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Alaric

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Re: Abgelegene Gasse

from Alaric on 11/13/2017 09:59 PM

Ich war froh, als die Frau sich wieder berappelte und sich von mir aufhelfen ließ. Es war nicht wirklich so, dass ich plötzlich vor Sympathie für sie überkochte - sie hatte mich schließlich gebissen - aber ich hätte es nie über mich gebracht, sie hier einfach so liegen zu lassen.
Es verwunderte mich ein wenig, dass sie so schnell die Worte wiederfand und mich mit Fragen überschüttete. "Astwedler?", kommentierte ich mit fragend hochgezogener Augenbraue und musterte sie eingängig. Hatte ihr Kopf den Boden vielleicht doch etwas härter getroffen als gut war? Machte so etwas Vampiren überhaupt groß was aus?
In diesem Moment bereute ich ein wenig, dass ich im Unterricht in Hogwarts beim Thema Vampire nicht ganz so aufmerksam gewesen war, wie ich es hätte sein können.
Die wilden Thesen der Frau brachten mich nun doch zum Schmunzeln. "Nein, ganz sicher kein Kugelfischgift", erklärte ich grinsend und lehnte dann ihr seltsames Angebot ab, "Mir wäre es ganz lieb, wenn du dich erstmal von meinem Hals fernhalten könntest."
Auch wenn meine Worte nicht unbedingt für meine Freundlichkeit sprachen, ließ mein Tonfall jedoch keine Zweifel daran, dass ich ihr den Biss wirklich übel nahm. Ich wusste ja, dass mir das klein wenig Blutverlust nicht schadete und ich nich auch plötzlich zum Vampir werden würde. 
Ich trat einen Schritt zurück, weil ich das Gefühl hatte, die Frau würde nicht mehr jeden Moment wieder zu Boden sinken und hob dann meinen Zauberstab. Mit einem kleinen Tippen an meinen Hals und einem gemurmelten Wort eines Heilzaubers, kümmerte ich mich lieber selber um das Überbeibsel unseres Zusammenstoßes.
"Mein Name ist übrigens Alaric", stellte ich mich vor, was vermutlich etwas komisch war als Reaktion - aber ich war in letzter Zeit sowieso nicht als ganz zurechnungsfähig zu bezeichnen und irgendwie war es ganz schön Gesellschaft zu haben. Selbst wenn diese Gesellschaft zeitläufig bissig zu sein schien. Es war eine gute Ablenkung davon, was momentan alles so in meinen Gedanken Amok lief.

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Alaric

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Re: Abgelegene Gasse

from Alaric on 10/11/2017 11:38 PM

Mein Zauber fiel doch ein wenig stärker aus als geplant... aber wer wusste auch schon die Wirkung auf einen Vampir einzuschätzen?
Ich beobachtete, wie die Frau nach hinten stolperte und zu Boden ging. Während ich gerade noch versuchte meine Gedanken zu ordnen und befürchtete, dass die Fremde wütend werden und mich erneut angreifen könnte, wenn der Zauber komplett verflogen war, hörte ich plötzlich ein Geräusch. Ein Wimmern.
Irgendetwas stimmte mit der Frau nicht und ich war es auch noch gewesen, der sie ausgenoggt hatte... Entspann dich, du hast dich nur verteidigt, redete ich mir gut zu und wagte es dann, zu der Fremden zu treten. Ich brachte es nicht über mich, sie hier einfach alleine zurückzulassen. Sie wirkte so zerstreut auf mich... fast panisch. Vermutlich wusste sie nicht, was mit ihr geschehen war, wusste nichts von Magie...
"Tut mir leid", sagte ich erneut, diesmal meinte ich es aber durchaus ernst, "Der Zauber hat sie stärker erwischt als geplant. Geht es ihnen gut?"
Zögerlich streckte ich meine Hand aus, um die junge Frau an der Schulter zu berühren und vielleicht dazu zu bringen, ihre Augen zu öffnen. Falls sie wirklich bei Bewusstsein war. 
Nun, wo ich so nah vor ihr war und nicht davon abgelenkt, dass sie mein Blut trinken wollte, erkannte ich, dass sie wirklich hübsch war. Blass ja, typisch Vampir, aber nicht ganz so kränklich, wie sich mein Unterbewusstsein die Blutsauger immer ausgemalt hatte. 
Verdammt, warum konnte ich hübsche Frauen nicht mal auf die übliche Weise treffen?
Ich erlaubte mir ein wenig Galgenhumor. Schließlich blieb mir in meinem Leben ja sonst nicht viel mehr. 
Außerdem war ich ja auch verrückt genug, der Frau zu helfen, anstatt sie dafür anzuzeigen, dass sie mich ohne Erlaubnis einfach überfallen hatte...

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Re: Abgelegene Gasse

from Alaric on 10/11/2017 12:55 AM

Ich ging spazieren, während ich meine schweren Gedanken hin und herwälzte. Die Bewegung half mir, nicht verrückt zu werden.
So viel war in letzter Zeit passiert und ich wusste gar nicht, wo mir der Kopf stand. Es war die richtige Entscheidung gewesen, eine Auszeit zu nehmen und den Job zu kündigen, aber mir graute es schon, es meinen Eltern mitzuteilen...
Während ich meinen Gedanken nachhing, achtete ich nicht groß auf den Weg, den ich nahm und so war ich inzwischen bei ein paar eher abgelegenen Gassen gelandet. Vielleicht würde ich gleich einfach umdrehen und den gleichen Weg zurückgehen...
In diesem Moment wurde ich plötzlich gepackt und in eine der Gassen gedrängt. Alles ging so schnell, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschah und ich gar nicht erst dazu kam, mich groß zu wehren. 
Als ich endlich realisierte, was geschah und was die junge blonde Frau von mir wollte, war es auch schon zu spät und ihre Zähne bohrten sich in meinen Hals.
Ich schnappte erschrocken nach Luft, auch wenn das Gefühl, dass mich dabei überkam, nicht gänzlich unangenehm war. Aber ich sah es nicht ein, tatenlos rumzustehen und mich mal wieder von einer Frau überrumpeln zu lassen.
Also riss ich mich zusammen, zückte meinen Zauberstab - das hier war eindeutig Notwehr, wenn man bedachte, wie stark Vampire waren - und verpasste der Frau einen kleinen Schockzauber. Nicht wildes, ich wollte ja einfach nur, dass sie aufschreckte und von mir abließ. "Mir tut es auch leid", sagte ich mit grimmigem Blick, "Aber ich bin kein Snack für zwischendurch."

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Re: Eigene Änderungen

from Alaric on 09/21/2017 10:22 PM

Alaric hat aus persönlichen Gründen seinen Job gekündigt und ist vorerst arbeitslos auf Selbstfindung oder so xD


~ C.

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Reply Edited on 09/21/2017 10:29 PM.

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Alaric on 06/14/2017 10:34 PM

Als ich den Fahrstuhl verließ, der in das Stockwerk führet, in dem ich arbeitete, wurde ich noch auf dem Flur von einem Memo abgefangen. Ich ahnte sofort schlimmes.
Die letzten Tage waren wirklich der Horror gewesen, was meine Arbeit betraf. Mein Boss war ja eh schon nicht sonderlich zufrieden mit mir, weil ich durchaus mal ein paar Akten durcheinanderbrachte oder ähnliches chaotisches Verhalten an den Tag gelegt hatte.
Doch nun hatte ich wohl dem ganzen die Krone aufgesetzt. Und das schlimmste war, dass ich inzwischen das Dilemma nicht nur Yara zuschieben konnte. Ja, am Anfang hatte die Frau mich einfach überrumpelt, aber inzwischen konnte ich nicht mehr bestreiten, dass sich dieser Fall länger verzögerte, als er sollte. Was vermutlich daran lag, dass mir inzwischen die Motivation fehlte, um Yaras Erinnerungen zu verändern.
Ich schnappte mir das Memo aus der Luft vor mir und faltete es auf. Ein wenig geschockt erblickte ich ein paar Zeilen, unterschrieben von der Ministerin höchstpersönlich. Ich hatte es also echt versaut.
Nervös ging ich zu ihrem Büro, zu dem sie mich bestellt hatte und atmete einmal tief durch, bevor ich mich dazu durchrringen konnte, anzuklopfen. Wenige Sekunden später öffnete sich die Tür und ich trat ein.
"Ministerin Liafwin", sagte ich möglichst gefasst, "sie haben nach mir geschickt?"
Meine Eingeweide fühlten sich an, als würden sie sich zu einem festen Knoten zusammenballen und sich möglichst schwer zu machen, um mich hinab in den Erdboden zu ziehen. Tiefer und immer tiefer, bis die Dunkelheit mich ganz verschluckte. Mir war vollkommen klar, dass mein Job auf der Kippe stand. Und er wackelte heftig, so wie er da am Abgrund stand...

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Re: Costa Coffee

from Alaric on 05/15/2017 04:35 PM

Ich war froh, dass Yara so selbstverständlichen auf meine charmanten Worte ansprang. Ein wirklich geglückter Schachzug von mir zur Ablenkung, wenn man mal davon absah, dass ich wünschte, sie nicht so hintergehen zu müssen.
Doch eine Glückssträhne hatte ich nicht, das zeigte sich sofort, als sie meinen Zauber vereitelte, indem sie unerwartet stehenblieb, um sich die Globusse in einem der Schaufenster anzusehen.
"Bei Merlins Bart...", fluchte ich leise, als Yara den Zauber an sich vorbeischießen und an der Wand neben dem Fenster zerschellen sah. Blitzschnell drehte sich die Frau um und ich konnte richtig erkennen, wie sie 1 und 1 zusammenzählte. Jetzt wusste sie wieder, wer ich war.
"Bitte Yara, lass es mich wenigstens erklären", sagte ich schnell, auch wenn ich ja schon wusste, wie das Ganze vermutlich ausgehen würde. Ich lernte ja auch dazu. 
Innerlich schon gewappnet für einen Angriff und eine Flucht ihrerseits, hörte ich ihr zu. Ihre Worte klangen sehr ruhig und bestimmt, trotzdem sah ich den gehetzten Ausdruck in ihren Augen und die Art, wie sie ihre Tasche festhielt und hineingriff.
Nur knapp konnte ich den Sprühnebel des Pfeffersprays mit einem Zauber umlenken. Es war mehr ein Reflex von mir, als dass ich wirklich darüber nachdachte, was ich tat. 
Dann sah ich auch schon, wie Yara losrannte und setzte ihr nach.
Vermutlich hätte ich sie sogar erwischt, wenn nicht plötzlich eine ältere Dame aus einem der Läden gekommen wäre und mir den Weg versperrt hätte. Im letzten Moment wich ich ihr aus und landete dabei fast vor einem vorbeifahrenden Auto.
Mit quietschenden Reifen hielt das Auto direkt vor mir. Doch das Hupen und Pöbeln des Fahrers war mir vollkommen egal. Ich blickte mich nur nach Yara um, die allerdings bereits hinter der nächsten Straßenecke verschwunden war.
In Gedanken sah ich mich schon vor meinem Chef stehen, der mir ans Herz legte zu kündigen, bevor er die Gelegenheit hatte, mich rauszuschmeißen.

---------- CUT

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Re: Costa Coffee

from Alaric on 05/14/2017 11:34 AM

"Solange es dich interessiert, ist es vermutlich egal, wie trocken das Studienfach ist", meinte ich lächelnd und fügte dann hinzu: "Was genau kann man denn dann am Ende damit arbeiten?"
Ich hoffte, dass war nicht irgendetwas offensichtliches, was ich fragte. Schließlich kannte ich mich mit Muggel-Studienfächern so gut wie überhaupt nicht aus. Einige Hexen und Zauberer spielten zwar mit dem Gedanken auf eine Muggeluni zu gehen, aber bei mir war sehr schnell klar gewesen, dass ich im Zaubereiministerium arbeiten wollte.
Ursprünglich hatte ich ja die Aurorenzentrale ins Auge gefasst, allerdings... Nunja, meine Zerstreutheit kam da nich ganz so gut.
"Wie war das noch? Ich bin ja nicht aus Zucker", griff ich ihre Worte von vorhin mit einem Augenzwinkern wieder auf, "Ich begleite dich gerne."
Das lief doch endlich mal so, wie ich es mir gedacht hatte. Ich trank also in Ruhe meinen Kaffee aus und machte mich dann mit Yara auf den Weg aus dem Café. 
Der Regen draußen war zwar immer noch offensichtlich da, aber wenigstens war er schon schwächer geworden. Allerdings war nass werden nur ein kleiner Preis dafür, meinen Job behalten zu können.
Ich öffnete die Tür nach draußen und hielt sie Yara auf, damit sie vorgehen konnte. Erst dann folgte ich ihr in Londons Straßen.
"Ich bin wirklich froh, dass ich dich getroffen habe", startete ich eine Charmeoffensive zur Ablenkung, "Das hat mir quasi den Tag gerettet, nachdem mein eigentlicher Plan ja ins Wasser gefallen ist."
Das Wetter hatte auch sein Gutes, denn es waren nicht viele Leute unterwegs und ich dachte mir, dass es wohl an der Zeit wäre, das Ganze hinter sich zu bringen. Also zog ich möglichst unauffällig meinen Zauberstab und versuchte einen Moment abzupassen, in dem ich sie mit einem kleinen Zauber lähmen konnte. 
Das war zwar nicht die feine englische Art, aber noch einmal wollte ich ganz sicher nicht riskieren, dass sie mir eine reinhaute. 
Ärgerlicherweise blieb Yara genau in dem Moment stehen, als ich den Zauber anwenden wollte und er verfehlte sein Ziel und verpuffte an der Hauswand hinter ihr.

(deine Entscheidung, warum sie stehengeblieben ist xD Ich wollte nich zu viel vorgeben. Das is ja immer ein wenig doof.)

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Re: Costa Coffee

from Alaric on 05/13/2017 06:45 PM

Selbst als wir unsere Hände wieder voneinander gelöst hatten, spürte ich noch ein Kribbeln an der Stelle, wo ihr Daumen über meinen Handrücken gestrichen hatte.
Ich lenkte mich mit meinem Kaffee ab, wohl wissend, dass vor mir eine wundervolle junge Frau saß, die ich einfach nicht haben durfte. Was hatte ich denn bloß getan, das zu verdienen? So viel schlechtes Karma hatte ich doch gar nicht anhäufen können.
In einem Moment bedankte sie sich noch schmunzelnd für mein Kompliment, im nächsten trat auf ihr Gesicht so etwas wie Überraschung und zum Schluss Distanzierheit. 
Nicht ganz sicher, wie ich ihre Reaktion deuten sollte, überlegte ich, was an meinen Worten sie wohl so aus dem Gleichgewicht gebracht haben konnte. 
Als sie meinte, dass sie jeden Donnerstag hierherkam, nickte ich nur. Ich wusste das ja schon, ansonsten hätte ich sie vermutlich nicht hier aufgespürt. "Was studierst du denn", fragte ich und versuchte möglichst locker und interessiert zu klingen.
Doch trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich Yara innerhalb des Gesprächs irgendwo verloren hatte. Seltsam.
Erst als sie meinte, wenn ich noch jemanden treffen würde, könne sie gehen, ging mir ein Licht auf. Ich verkniff mir ein erleichtertes Lachen - weil ich sie nicht verärgern wollte - und sagte schnell: "Das ist nicht nötig, ich wurde sowieso versetzt." 
Hoffentlich kaufte sie mir das ab. Aber mit Halbwahrheiten hatte es ja nicht geklappt, blieb mir nur noch eine Notlüge, um die Situation zu retten.
"Aber wenn du zurück zur Uni musst, dann kann ich dich ja vielleicht noch ein Stück begleiten", bot ich dann an, "Also nur, wenn du das auch möchtest."
Es würde eine gute Gelegenheit sein, um meinen Job zu beenden, wenn ich sie endlich aus diesem gut besuchten Café rausbekam. Sollte sie allerdings hier bleiben wollen, dann würde ich mir etwas anderes einfallen lassen müssen. Irgendwie unauffällig die Sache durchziehen. Was hatte ich schon groß für eine Wahl, wenn ich meinen Job behalten wollte?

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Re: Costa Coffee

from Alaric on 05/07/2017 12:33 PM

Ich beobachtete wie Yara einen Schluck von ihrem Kaffee nahm und danach mit einem kleinen Milchbärtchen wieder aufschaute. Ich grinste und als sie sich den Schaum von der Lippe leckte, hätte ich schwören können, dass ich einmal kurz vergaß zu atmen.
Als ihr die Röte ins Gesicht stieg, vermutete ich, dass das nicht beabsichtigt gewesen war - nur änderte das nichts daran, was es in mir ausgelöst hatte. 
Klassisch Gentlemen setzte ich mein Pokerface auf und tat so, als würde ich die rötlichen Flecken an ihrem Hals nicht bemerken und wandte mich meinem Kaffe zu. Ich wollte sie schließlich nicht noch mehr in Verlegenheit bringen.
Ich schenkte ihr ein breites Lächeln, als sie mir ihren Namen verriet - den ich zwar schon gewusst hatte, aber nun musste ich mir wenigstens keine Sorgen darüber machen, ihn ausversehen auszuplaudern.
"Ein schöner Name", kommentierte ich und hielt ihre Hand vielleicht einen Ticken länger, als ich es hätte tun sollen. Wenn ich so weiter machte, würde ich es am Ende nur wieder vermasseln. Aber ich war halt auch nur ein Mann.
Da ich Yara schlecht erzählen konnte, dass ich gar nicht woanders hingewollt hatte, sondern das Café mein eigentliches Ziel gewesen war - weil ich sie hatte finden wollen, musste ich mir etwas anderes überlegen. Und das möglichst schnell, bevor mich mein Zögern verriet.
"Ich wollte mich mit jemandem treffen", begann ich. Ich war ein ziemlich mieser Lügner und versuchte wenigstens ein bisschen an der Wahrheit zu bleiben. "Ist dann nur leider ein wenig anders gekommen als gedacht."
Und ohja das war es. Sie war viel niedlicher als in meiner Erinnerung und ich noch viel unfähiger als bisher schon.
"Und was führt dich hierher? Auch nur der Regen?"

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Re: Costa Coffee

from Alaric on 05/07/2017 12:44 AM

Mir gefiel der Gedanke mit dem Konfetti und ich lachte zustimmend: "Das kann man durchaus so sagen." 
Flirtete sie etwa mit mir? 
Oder was wohl noch die wichtigere Frage war: Flirtete ich auch mit ihr?
Das würde die Sache vermutlich eher nur noch verzwickter machen, als mir mein Leben zu erleichter. Aber trotzdem... Sie war wirklich süß, wie locker weiterplauderte und mich angrinste. Die Tatsache, dass sie mich einmal fast niedergeschlagen hatte, half da auch nicht - besonders weil ich ja auch wusste, wie sie ihre Lippen auf meinen anfühlten.
Momentan hatte ich einfach nur pech. Immer wenn ich eine attraktive Frau traf, die anscheinend auch noch nett war, sprach irgendetwas dagegen, sie näher kennenzulernen. Wollte mich das Universum für irgendetwas bestrafen?
"Ich muss zugeben, dass sie damit recht haben", sagte ich ebenfalls grinsend, nachdem sie mir mit dem Zeigefinger vor der Nase herumgefuchtelt hatte. Ja, sie war wirklich niedlich und vor allem auch sehr unterhaltsam. "Sie haben die Sache mit dem Optimismus wirklich raus. Das gefällt mir", meinte ich und entschied mich, dass es wohl an der Zeit war, mich vorzustellen: "Ich bin übrigens Alaric."
Ich streckte Yara über den Tisch und unsere Becher hinweg die Hand hin. 
Leider brachte mich das noch kein Stück weiter, wenn es darum ging, mein berufliches Schlamassel zu bereinigen. In meinem Kopf ratterte es auf hochtouren - nur leider viel mehr deswegen, weil eine attraktive Frau mit mir flirtete. Inzwischen sogar sehr eindeutig, wenn man die Art betrachtete, wie sie mich ansah und scheinbar zufällig unter dem Tisch mit ihrem Knie meines streifte. 
Eine Frau, die wusste was sie wollte. Solche Frauen waren gefährlich.


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