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Guido

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  Flubberwurm

Abgeschlossen Muggel Flexibel Muggelschule/-uni Sonstiger Angestellter Freak University of London Pro-Magie

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Guido on 03/22/2018 08:56 PM

"Zumindest wüsstest du dann was Putzen ist.", murmelte ich zwar nur nebenbei, aber sicher gut hörbar zu Con hinüber. Ich lächelte immer noch. Natürlich war das eines der ersten Dinge, die meine Eltern mir und meinen Schwestern beigebracht hatten: In Anwesenheit der Herrschaft entweder fokussiert, ernst oder lächelnd aufzutreten. Das war eine Sache der Manieren und des Anstandes, man erwartete es einfach. Bei Con kam allerdings oft noch dieses kleine Quäntchen Gehässigkeit in mir zum Vorschein, das mich bei Giorgio schon begleitet hatte als ich ihm das erste Mal ein Spültuch in die Hand drückte. 

Das Lächeln verschwand auch nicht von meinen Lippen als er mich perplex anblinzelte, ich verschränkte nur im Gang hinter der offenen Tür sehr vielsagend die Arme. War ja klar, dass er nicht für fünf Minuten einfach ein netter Mensch sein konnte. Ich konnte wirklich nichts dafür, ich scheute mich nicht vor harter Arbeit und auch nicht vor Dreck oder davor behandelt zu werden als wäre ich eine andere Spezies. Nur Spinnen... diese schrecklichen Biester die die Hölle bald samt und sonders verschlingen möge. Aber Con war der einzige Mensch der mir jetzt helfen konnte. Also lächelte ich einfach weiter als er sich über mich lustig machte.
Bis zu dem Punkt... an dem er dachte mich so easy verarschen zu können, blieb ich ruhig und freundlich und reglos.
"Faszinierend.", antwortete ich einfach gefährlich ruhig. "Du schaffst es nichtmal den Arsch einer Spinne los zu lassen wenn du ihn einmal angegrabbelt hast.... du solltest das untersuchen lassen."

Ich schloss die Augen und holte seeeeeeehr tief Luft. 
"Wenn du rechts wieder von links unterscheiden kannst wäre ich dir sehr verbunden wenn du das Tierchen entfernen könntest.", fügte ich dann mit dem Rest meiner Geduld zu. "Sonst sehe ich mich gezwungen Jamie zu wecken und ihn in dein Bett einzuladen, weil es dir ja so leid tut." 

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Guido

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Guido on 03/22/2018 01:11 AM

Die betet wahrsch- ~ Stille.
Ka-Ching.
Es war tatsächlich so einfach den großen Con weich zu klopfen. Es brauchte nicht mehr als an sein an das Bankkonto und den Spiegel gebundene Ego zu klopfen und schon war man auf der sicheren Seite. Was das anging waren die Kinder reicher Leute überall auf der Welt gleich, unabhängig von Sprache, Kultur oder Herkunft des Vermögens. Einer der Gründe, warum ich zu Beginn meines Aufenthaltes aufpassen musste Con nicht einfach bei Giorgios Namen zu nennen. 
Nicht, weil ich mich verguckt hatte. Nicht, weil ich Con auf irgendeine besondere Art gemocht hatte.
Es hatte einfach gegen das Heimweh geholfen.
Einen Menschen zu haben, der genauso war wie jemand Zuhause. Egal wie dämlich er war. Dafür mochte ich Finley einfach. 

Als die Tür aufging lächelte ich immer noch so gewinnend wie zuvor. Dass er mich anstierte und mir näher kam als würde er mich am liebsten im nächsten Moment gegen die Wand klatschen hielt mich auch nicht davon ab. Ich hatte ihn geknackt. Ich - das Kindermädchen. Ich - der Typ, der nach der Uni seine Anzüge von der Reinigung holte. Dafür ließ ich mich gern ein Mädchen nennen. 
Ich machte nur eine kurze Geste und ging vor zu meiner Zimmertür. Die öffnete ich zwar, aber soweit von dem Zimmer an sich entfernt wie es nur ging. "Tu nicht so als hättest du anderes zu tun, pavone.", gab ich nur leise zurück um den Flur endlich ruhig zu bekommen und Jamie nicht zu wecken. "Es ist Freitag Abend und du bist hier. Kein Champagner, kein hübscher culo und keine mammella, die aus ihrem Ausschnitt direkt in dein Gesicht purzeln. Gibs zu. Mich zu retten ist das Spannendste deines ganzen Abends, also bitte."
Und damit wies ich ihm lächelnd den Weg zu meiner Tür, hinter der der Erzfeind noch immer an der Wand lauerte... nur drei Zentimeter weit rechts. 

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Guido on 03/22/2018 12:12 AM

Ich blieb ganz ruhig stehen und tippte nur mit der eingehakten Hand langsam immer wieder auf meinen Oberarm. Es war ja nun nicht so als würde ich gern darum bitten. Natürlich war mir klar, dass das nur eine Spinne war. Ja, ich wusste, dass das ein ziemlich kleines Tier war. Ich könnte es erschlagen. Aber.... es war ein unglaublich ekelhaftes Tier. Und wenn es sich bewegte sträubten sich alle Haare an meinem Körper. 
Und was sollte ich sonst tun? Die Herrschaften waren auf einer Gala für irgendetwas für das sie sich im Grunde nicht interessierten. Elly schlief entweder oder war gar nicht da, wer wusste das, und bis ich das überprüft hatte war Itzy wahrscheinlich schon in mein Bett gekrochen. 

Mach die Augen zu, dann ist sie weg. 
Irgendwo oben am Rande meines Haaransansatzes spürte ich ein Ziehen, das ansagte, dass mir sehr bald der Geduldsfaden riss. Also schloss ich die Augen... holte tief Luft... und sprach mit der lackaffigsten Tür von London weiter. 
"Faszinierender Weise klappt das mit Arachnoiden genauso wenig wie mit dir.", antwortete ich sehr ruhig und bemessen. Immerhin gab es genug Momente in denen ich mir eine Antwort zu seinen absolut dämlichen Kommentaren verkniff wenn es ihn vor der Familie hätte blöd da stehen lassen. Es gab andere Punkte sich zu revanchieren. Wie genau jetzt. 
Im Grunde mochte ich den Idioten in diesem Zimmer. Und er mochte mich, wenn er es auch nicht zu gab. Er hatte keine Freunde, zumindest nichts Nennenswertes, und mich hatte er genug an Zuhause erinnert um irgendwann mal wirklich mit ihm zu reden als es mir hier am Anfang zu einsam war.
"Oder bin ich da etwa auf etwas gestoßen?", frotzelte ich grinsend der Tür entgegen. "Hat der große Finley O'Connor, Retter der Witwen und sexuell Ausgetrockneten tatsächlich Angst vor Spinnen?" 

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Re: Zukunfts-Thread XIX

from Guido on 03/21/2018 10:43 PM

Als Jamie ins Zimmer trottete - vorbei an mir und dem Bügelbrett mit dem ich sein Sonntagsgewand fein säuberlich bearbeitete nachdem ich seine Schuluniform gebügelt und all seine Socken zusammen gelegt hatte - sah man ihm den Flunsch schon hundert Meter gegen den Wind an. Das konnte vieles bedeuten, von existenziellen Krisen wie dem Nichterreichen der Keksdose oder immer wiederkehrenden Problemen wie dem Nichtauffinden von Spielpartnern.
"Eine Gewitterwolke schaut fröhlicher als du, Cavaletta.", sprach ich den stummen Schmoll direkt an. Auf Italienisch, natürlich. Dafür hatte man mich ja nun auch mit Freuden angestellt. Nur ein gut vorbereitetes Kind würde zu einem erfolgreichen Mann heran wachsen. Und nach einem Jahr tagtäglichen Durchhaltevermögens war der kleine Mann sogar relativ gut darin mir zu antworten.
"Onkel Finley mag nicht mit mir spielen....", grummelte der kleine Haufen Langweile und ich schickte ihm einen mahnenden Blick. 
"Es heißt "möchte nicht", Cavaletta, und du weißt, dass dein Onkel Con genannt werden will.", korrigierte ich ihn.
"Aber das ist Schwachsinn!", mockierte Jamie und haute mit den Fäusten trotzig auf die Decke.
"Ich weiß, dass das Schwachsinn ist, aber er wünscht es so. Und du wünschst, dass er mit dir spielt. Du solltest ihm also mit gutem Beispiel voran gehen, nicht wahr?", wandte ich ein und stellte das Bügeleisen beiseite. "Außerdem ist es selbst für Freitag bereits Zeit sich in die Kissen zu legen und von Ländern voller Wunder zu träumen.", fügte ich sanfter hinzu.

Während Jamie sich ins Bad verkrümelte und ich ihm zuhörte wie er seine winzigen, lückigen Zahnreihen putzte, drehte ich das Licht runter - wie jeden Abend - überprüfte den richtigen Winkel des Nachtlichtes - wie jeden Abend - und trug Mr.Benito (einen abscheulich teuren Stoffbären) zum Bett hinüber - wie jeden Abend. Manche Menschen lachten darüber, dass ein junger Mann Kindermädchen wurde... aber ich nicht. Jamie war goldig, wenn man ihn lange genug kannte und nicht ansah wie eine hochherrschaftliche Familie. Und ich tat gern jeden Abend das Gleiche und wusste, dass es dem kleinen Mann ein bisschen Ruhe und Wärme brachte. Und so wunderte mich auch nicht, dass Jamie - wie jeden Abend - an der gleichen Stelle von Alice im Wunderland einschlief. 


Die Zahnbürste noch im Mund und den Blick auf das Handy gerichtet stapfte ich barfuß in mein Zimmer. Kate war aus und schickte einen Haufen Selfies, das irre Wesen. Ich musste in mein Minzaroma schnauben und schüttelte grinsend den Kopf. Ich wusste gar nicht, ob sie Elly mitgenommen hatte, ich hatte zumindest keine Zeit gehabt. Immerhin war morgen Tag der offenen Tür in Jamies Grundschule und das war mir anstrengend genug um vorzuschlafen. Ich wusch mir das Gesicht, schob mir mit einer Hand voll Wasser das Haar zurück und machte mich auf den Weg ins Bett....

....als der Erzfeind mich ansah.
Aus hunderten, ekligen Augen..... an acht unglaublich hässlichen, grausigen, behaarten Beinen.....

Ich regte mich nicht. Starrte das Vieh an meiner Wand nur an und beschwor es bei der Heiligkeit der Mutter Maria sich bloß auch nicht zu bewegen. Kaltes Grausen fuhr meinen Rücken hinauf.... wenn es sich jetzt....

Mit einem Hechtsatz der Panik landete ich auf dem Flur und schlug meine Zimmertür zu als dieses Unvieh aus der Hölle drei Zentimeter nach rechts wanderte! Wirklich?! Hatte diese eine Sorte Tier nicht von der Arche fallen und ersaufen können?!  
"Vaffanculo!!", fluchte ich leise und holte sehr, sehr tief Luft. Und jetzt? Was sollte ich jetzt tun?! Da wieder rein gehen und so tun als... Niemals!!! 
Völlig entnervt ließ ich den Blick umher schweifen und erkannte, dass unter Cons Tür noch Licht schimmerte. Ein leichtes Schnauben später trabte ich den Flur hinunter und klopfte ohne Scham ziemlich gut hörbar an seine Tür. Mit verschränkten Armen und einem unglaublich gemeißelten Gesichtsausdruck wartete ich auf eine Reaktion. Con war..... schwierig. Aber nicht zu nichts zu gebrauchen. Im Grunde genommen war er Giorgio, nur mit weniger Armani am Leibe und weniger Gesten während er sprach. Ein bisschen weniger Mafia, eben. Und mit ihm war ich sehr gut zurecht gekommen.
"In meinem Zimmer hängt eine Spinne an der Wand.", sagte ich sofort und ließ ihm keine Sekunde um zu sprechen. "Mach sie weg."

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Reply Edited on 03/21/2018 10:44 PM.

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Re: Profil vollständig

from Guido on 03/21/2018 09:22 PM

Pronto.

 

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Re: Ich arbeite als ...

from Guido on 03/21/2018 09:19 PM

Name: Guido Vianello
Alter: 23 Jahre
Beruf: Student & Kindermädchen 

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