Zukunfts-Thread X

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Allyson
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Re: Zukunfts-Thread X

from Allyson on 11/26/2017 01:44 PM

Ich entdeckte Zac sofort und spürte ein warmes Gefühl um mein Herz streicheln. Liebe fühlte sich immer noch so ungewohnt an, so neu, aber gut. Beängstigend gut. 
"Tollpatsch", kommentierte ich grinsend, als er über meine Krücken stolperte. Wo hatte der denn seine Augen gehabt?
"Dir auch einen guten Tag." Ich folgte ihm mit den Augen, als er sich mir gegenüber niederließ und gleich einen Spruch vom Stapel ließ.
Ich rollte mit den Augen. "Mitgenommen ist gut. Und heiß fühle ich mich grade eher weniger." Trotzdem gefiel es mir, dass er nicht gleich angeekelt davonlief. Ich stützte mich mit den Ellbogen auf die Tischplatte und musterte ihn. "Du siehst auch nicht schlecht aus."
Zu schade, dass mein Becken sehr ramponiert war.  

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Zac

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Re: Zukunfts-Thread X

from Zac on 11/18/2017 08:04 PM

Hände aneinanderreibend betrat ich die drei Besen, wohlwissend, dass ich mal wieder zu spät zu meiner eigenen Verabredung erschien zog ich meinen Mantel aus & ließ meinen Blick über die Geste schweifen. Es war nicht allzu voll hier, was also hieß, dass ich Alysson in binnen von wenigen Sekunden ausfindig machen konnte.
Irgendwas seltsames spielte sich zeigleich in meiner Magengegend ab, das ich als äußerst unangenehm einstufte, jedoch nicht unmöglich es zu ignorieren.
Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich mich nicht darüber freute Alysson zu sehen, trotzdem war es mir immer noch peinlich, dass ich sie, typisch für mich, mal wieder stehen ließ.
Ohne darauf zu achten, was Aly so neben sich geparkt hatte, stolperte ich über die Krücken, als ich mich auf dem Weg machte ihr einen Wangenkuss zu schenken. Nur mit Mühe konnte ich mich noch auf den Beinen halten & sah sie erstmal recht verwirrt an. ,,Was bei Merlin?'' 
Mein Blick wechselte zwischen ihr & den Krücken...Das sie ein kleiner Tollpatsch war, war kein großes Geheimnis mehr, aber das hier konnte man sicher nicht in die Kategorie ''ich bin über meine eigenen Füße gestolpert'' stecken.
,,Alles in Ordnung? Du siehst ziemlich mitgenommen aus..'' Komplimente verteilen war genau mein Ding & während ich so nett zu ihr war, nahm ich auf dem Stuhl genau ihr gegenüber Platz.
,,Mitgenommen, aber dennoch heiß. Du hast brav meine Bitte, die ich im Brief an dich gerichtet habe befolgt !''



  

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Allyson
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Re: Zukunfts-Thread X

from Allyson on 10/14/2017 07:04 PM

(Ich klau mir den Thread mal ^^)

Zac & Allyson
Drei Tage später
Drei Besen in Hogsmeade


Schwerfällig sank ich auf einen Stuhl, die Krücken lehnte ich neben mich an den Tisch. Vor zwei Tagen wurde ich endlich entlassen und meine Hüfte schmerzte dank der Schmerzmittel nicht so sehr. Geschwollen und farbig war sie allerdings immer nicht.
Ich ließ mir ein Butterbier bringen, rührte es allerdings nicht an. 
Zac war noch nicht da, aber das machte nichts. Die Würde wollte ich mir bewahren, nicht vor Zac auf Krücken durch das halbvolle Zimmer zu laufen. Ich hasste es selbst wie die Pest.
Seufzend fuhr ich mir durch die Haare und beobachtete eine schwarz weiße Katze, die hinter der Theke umherstrich.  

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 08/18/2017 01:19 AM

Meine neue Kollegin schien nicht gerade eine ausgesprochene Frohnatur zu sein. 
Nicht, dass mich das zu vorschnellen Schlüssen gebracht hatte - in England hatte ich relativ schnell gelernt, dass Abweisung irgendwo auch Zuneigung bedeuten konnte. Andererseits wirkte Trixi nicht so, als würde sie große Zuneigung für irgendetwas empfinden, aber je nach Härte unserer Arbeit konnte das wohl auch ein Vorteil sein. 
"Ich komme aus Massachusetts", bestätigte ich ihre Frage, "Aber bin schon mehr als zehn Jahre in Großbritannien." 
Nach einem Schluck Kaffee erwiderte ich ihren Blick erneut. "Wo kommen Sie her? England, nehme ich an?"
Während meiner Ausführung fiel es mir schwer, etwas aus ihrer Mimik zu lesen, denn sie veränderte sich kaum. Ganz im Ernst, diese Frau hätte Englands neues Magazin-Cover werden können. Etwas britischeres war mir selten begegnet. 
Ich konnte nicht verhindern, dass ich leicht nervös wurde, als ich wieder nach meiner Kaffeetasse griff und sie mit beiden Händen umschloss. Wenn ich Recht hatte, mit meinen Vermutungen - und das hoffte ich wirklich nicht - , dann wäre ich in einer Geschichte gefangen, in die ich niemals hinein geraten hatte wollen. 
Aber Trixi tat es - sie bestätigte meine schlimmsten Befürchtungen.
"In Ordnung...", meinte ich und nahm einen weiteren Schluck Kaffee, den ich eine Weile im Mund behielt, bevor ich meine Gedanken sortiert hatte. Worauf würde das hier hinaus laufen? Wofür hatte ich all die Jahre geschuftet, im Sinne der Wissenschaft? Um Menschenrechte zu verletzen, illegal und unmoralisch? Waren sie denn überhaupt Menschen...?
Ich schluckte und nickte leicht.
"Was wissen wir bisher?", fragte ich und aus irgendeinem Grund behielt ich einen viel zu kühlen Kopf bei dem Ganzen. Ich hätte geschockter sein sollen, entsetzter. Aber ich resignierte. Nahm es hin. Vielleicht lag es daran, wie leer ich mich gefühlt hatte, die letzten Wochen, seitdem ich Anne nicht mehr sah. Oder da war schon immer etwas gewesen, etwas, das ich tapfer ignorierte... 
"Wie gut sind wir gedeckt? Es ist ein staatliches Projekt, nicht? Aber wenn wir auffliegen sollten, gibt es Ärger... wie kommen wir an unsere Laborratten?" 
Ich brauchte Details. Und dann würde ich entscheiden können, ob es Zeit war, aufzuhören, mit all dem hier.

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Trixi

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Re: Zukunfts-Thread X

from Trixi on 08/11/2017 09:14 PM

Einen China-Imbiss gab es hier also auch? Sollte ich mir merken, auch wenn es nicht ganz mein Fall war, aber in der Not fraß der Teufel fliegen. Ich nickte und wusste nicht wieso er lachte. Ein Imbiss war ein guter Grund, nichts worüber man Witze machen musste. Manche Leute waren aber auch seltsam.
Vielleicht würde er ja Glück haben und mit seiner merkwürdigen Art zu seinen merkwürdigen Schmetterlingen zurück kommen, man wusste es ja nie. Vielleicht würde er auch irgendwann auf meinem Tisch landen. Auch das konnte niemand wissen. Ich prostete jedoch einfach nur zurück und lächelte kurz zurück. Vielleicht wurde er auch irgendwann von einem fleischfressenden Schmetterlinge getötet und landete dann bei mir... Ich sollte aufhören Todesursachen für meinen neuen Kollegen zu finden.
Andererseits... vielleicht würde er auch irgendwann von dem Stock erschlagen der neben mir stand, wenn er nochmal meine Standfestigkeit anzweifelte. "Sie sind Amerikaner?", fragte ich nach und ignorierte seine Entschuldigung dabei vollkommen.
Ich hörte seinen Gedanken zu und war überrascht dass jemand der sich mit Schmetterlingen auseinander setzte doch tatsächlich auf die richtigen Schlüsse kam. Und waren wir hier theoretisch hätte man mich direkt aus dem Projekt streichen können, also nickte ich kurz zur Bestätigung.
Die Offenbarung. Dieser Name, ich mochte ihn nicht, egal wer ihn benutze. Und ich würde diese Lebewesen die sich als Menschen ausgegeben haben auch nicht als Menschen bezeichnen. Sie waren wie die Nachtwesen niemand von uns und somit auch nicht der Bezeichnung würdig. Aber das von ihnen selbst bei uns Nighthuntern nichts bekannt war ist auch eine tragische Sache, das zeigte nur die bösartige, hinterhältige Art dieser Dinger.
Und er begriff auch, dass wir an genau denen Experimente machen werden. Er war nicht dumm, wenigstens etwas.
"Sie haben mit ihren Worten ziemlich genau das Richtige getroffen. Wir werden das Vergnügen haben zu sehen wie belastbar die sind und wie groß die Gefahr ist die von ihnen aus geht." Es war schließlich keine Frage ob sie eine Gefahr darstellen, den das war der Fall.

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 08/08/2017 12:38 AM

Ihre Antwort überraschte mich ehrlich gesagt, denn vermutlich würden eher weniger Menschen Leichen als langweilig beschreiben. Ich hatte nie ein Problem mit Leichen gehabt, war ich doch einigen begegnet während meiner Karriere, aber ich hatte nie mehr Zeit mit ihnen verbracht, als nötig. 
Also nickte ich und nahm einen Schluck Kaffee, als sie das mit der Location sagte.
"Mh", bestätigte ich und schluckte, bevor ich durch eines der Fenster nach draußen wies, "In die Richtung ist ein fantastischer China-Imbiss. Das war bisher immer noch das beste Argument, hier zu arbeiten." Ich lachte leicht, unsicher, ob sie zum Lachen wirklich fähig war.
Genau so unsicher war ich darin, wie ich ihr Interessant interpretieren sollte, aber ich beließ es einfach dabei. Allzu viele Gedanken hatte ich mir gottseidank nie darüber gemacht, was andere Leute von meiner Arbeit dachten, und so würde ich es auch in Zukunft halten.
Andererseits bekundete sie mir mein Mitleid, das war neu. "Danke", erwiderte ich ehrlich, "Aber es war abzusehen. Wer weiß, vielleicht finde ich wieder eine Förderstelle, für die Zukunft. Bis dahin..." Ich prostete ihr lächelnd zu, "Auf zu neuen Ufern." 
Ich schien einen wunden Punkt berührt zu haben, mit dem Sitz-Angebot, was ich mir innerlich notierte. Anscheinend dachte sie, es läge an ihrem Stock und der offensichtlichen Bein-Verletzung. 
"Daran hatte ich keinen Zweifel", erwiderte ich auf ihre leicht bissige Antwort, "Das sind amerikanische Manieren, keine Andeutungen. Entschuldigen Sie." 
Manchmal verstand ich die Briten wirklich nicht, mit all ihren unterschwelligen Nachrichten, die sie in jedem zweiten Satz verpackten. Als wäre niemand in diesem Land auf die einfache Wahrheit vorbereitet - ich hatte mich dem ganzen viel zu sehr angepasst inzwischen, aber manchmal vermisste ich den heimischen Slang meiner Verwandten. 
Bevor ich noch nostalgischer wurde, ging ich lieber auf ihre Gegenfrage ein.
"Nun...", meinte ich und stellte die Kaffeetasse neben mir ab, bevor ich die Arme verschränkte und Luft holte, "Ich weiß, dass es in Richtung Humanbiologie geht. Experimentelles, wenn ich richtig verstanden habe. Im ersten Moment dachte ich an psychologische Testverfahren, aber ich bin Biochemiker und Sie Gerichtsmedizinerin, genau wie meine Laborangestellte. Klingt nicht besonders theoretisch, wenn Sie verstehen, was ich meine." 
Ich verfolgte jede Regung ihrer Mimik. Ich wollte Antworten, so langsam. Inzwischen war ich mir so gut wie sicher, dass wir keine besonders legale Arbeit durchführen wurden, aber dass ich keine Informationen bekam, ärgerte mich fast noch mehr. Ich musste doch wissen, woran ich forschte, verdammt...
"Und dann gab es den Knall, vor ein paar Wochen", sprach ich weiter, "Die Offenbahrung. Eine neue Art Mensch, mitten unter uns? Mir kann keiner erzählen, dass das nicht schon früher bekannt war, irgendwo da oben." Ich griff wieder nach meiner Tasse, jedoch ohne zu trinken - ich wollte ihre Antwort sehen.
"Wenn ich also raten müsste", schloss ich, "Würde ich sagen, wir testen, wie belastbar diese magischen Entitäten von nebenan sind, und das nicht unbedingt auf die schöne Art und Weise." 

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Trixi

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Re: Zukunfts-Thread X

from Trixi on 07/30/2017 07:53 PM

Mein Blick ging durch die kleine Küche, bevor ich die Tasse entgegen nahm und kurze die Nase hoch zog. Diese Aufschrift war für meinen Geschmack ein wenig zu kitschig, aber wenn er meinte, dass er sich solche Tassen holen musste... Ich musste mir anscheinend noch eine Eigene mitbringen sonst könnte ich das dann doch eher weniger ertragen. Von solchen positiven Sprüchen die einem schon morgens entgegensprangen war ich einfach nie der Fan gewesen.
Wieso ich in die Forschung wechselte? "Von dem was ich bis jetzt weiß kann es nur spannender werden. Wenn ich ehrlich bin sind Leichen das sehr oft nicht, vorallem wenn es immer das Gleiche ist." Und wenn ich schon nicht meinen Wunschjob machen konnte, dann konnte ich ja wenigstens darauf hoffen, dass hier wenigstens etwas passieren könnte wo ich ein wenig mehr machen könnte, beziehungsweise mitbekommen könnte. "Außerdem ist die Gegend hier besser." Super Restaurant, ein paar Straßen weiter ein Friedhof. Super Mischung.
"Interessant", meinte ich ich und brauchte wohl nicht fragen, warum sich eher auf den Bio Part bezogen wurde.
Oh doch ich konnte glauben wie oft die Frage gestellt wurde, von jeder Person die genau wie ich dachte, dass Schmetterlinge reine Zeitverschwendung waren. "Das ist natürlich tragisch, dass es länger dauern wird, wo sie doch vor einem Ergebnis stehen." Ich lächelte leicht mitfühlend und ertränkte es direkt in einem Schluck Kaffee.
Es wunderte mich schon fast, dass er mir den Stuhl jetzt erst anbot und doch hob sich meine Augenbraue um einen gefühlten Meter. Ich konnte es nicht leiden, nur weil ich einen Stock hatte und ihn brauchte hieß das nicht, dass ich mich alle paar Minuten auf irgendeinen Stuhl setzen musste. Gut, eigentlich schon, schließlich hatte ich den Stock ja nicht ohne Grund, aber ich wollte es trotzdem nicht. "Nein danke, ich kann noch ganz gut stehen." Ich kniff kurz die Augen zusammen und lehnte meinen Stock dann einfach aus Prinzip gegen den Tisch. Würden meine paar Minuten in denen ich am Tag vernünftig stehen konnte halt hierfür drauf gehen.
"Was wissen Sie den schon alles davon?", stellte ich einfach die Gegenfrage.

 

(Ich stelle mir ihre Kaffeetasse so vor: klickidiklickklack :'D)

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 07/05/2017 11:33 PM

Ich nickte, Kaffee, das war ein gutes Zeichen. Ich hatte diese englische Tee-Offensive nie wirklich verstanden, und um ehrlich zu sein war ich auch nicht besonders heiß darauf, das jemals zu tun - mit Kaffee-Menschen konnte ich wesentlich besser arbeiten. Mit einem leichten Lächeln wies ich ihr den Weg in Richtung der Küche, die im Grunde nur aus einer Küchenzeile bestand, die den winzigen Raum beinahe komplett füllte. Die Tür hatten wir nur, damit die hygienischen Vorschriften erfüllt waren, aber um mal ganz ehrlich zu sein, die Schmetterlinge waren sowieso fast überall gewesen, bevor ich sie in stundenlanger Arbeit in der winzigen Voliere gesammelt hatte. 
Der Kaffee war noch in der Thermoskanne, weswegen ich ihr lediglich eine Tasse heraussuchte (es war die mit der Aufschrift ' I <3 me ') und auffüllte, bevor ich mir selbst noch eine eingoss. 
"Gerichtsmedizin", wiederholte ich, "Interessant. Wie kommt es, dass sie in die Forschung wechseln?" Ehrlich gesagt fielen mir nicht viele Bereiche ein, in denen Gerichtsmediziner forschen konnten, und die, die ich im Kopf hatte, machten mir ein wenig Angst. 
Ich nickte, bei ihrer Frage, fügte aber noch hinzu: "Aber eigentlich sind wir ein Biochemie-Labor. Wir haben uns nur nach und nach auf den Bio Part spezialisiert." Ganz zur Missgunst unserer Sponsoren, bedauerlicherweise. Das neue Projekt lag wohl mehr in ihrem Sinn, wenn ich mir die Gelder ansah, die uns versprochen worden waren.
"Sie glauben gar nicht, wie oft mir diese Frage gestellt wurde", erwiderte ich mit einem leicht ironischen Unterton - ich war mir sehr wohl bewusst, dass meine Arbeit in Fachkreisen eher belächelt wurde, und egal, wie sehr ich diesen Fakt hasste, inzwischen versuchte ich einfach, ihn wegzulächeln. "Tatsächlich stehen wir kurz davor, die genetischen Informationen zu entschlüsseln und auszuwerten. Natürlich kann das jetzt ein wenig dauern, wo unser Hauptfokus sich vorläufig... verschiebt."
Ich warf ihr einen Blick zu, der hoffentlich signalisierte, dass ich nicht wirklich eine Ahnung davon hatte, was uns bevorstehen würde.
"Setzen Sie sich doch." Ich deutete auf einen der rollbaren Bürostühle, die letzte Einrichtung, die wir nicht weg geräumt hatten, dann lehnte ich mich gegen die Küchenzeile. "Also", meinte ich und nahm einen Schluck Kaffee. "Worum wird es gehen, in diesem Projekt?"

Reply Edited on 07/05/2017 11:35 PM.

Trixi

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Re: Zukunfts-Thread X

from Trixi on 06/22/2017 11:59 PM

Mein Blick folgte dem kleinen flügeligen Ding was er aus seinen Haaren zog und ich erinnerte mich daran was dieser Mann tat. Schmetterlinge. Hübsch, nur sah ich keinen großen Spaß an soetwas Kleinem. Mir waren da meine Nächte neben einer netten Leiche doch lieber. Das konnte ich wenigstens aufschneiden und zerbrach es nicht. Seine Hand wirkten hingegen sowieso so als wäre sie für solche Arbeiten gemacht oder eher gesagt daran gewohnt. Ich hatte nicht viel mit den lebendigen Menschen gearbeitet, aber er klang.. nett. Was nicht unbedingt gut war für diese Sache hier, aber jetzt war es so.
"Kaffee, möglichst dunkel", antwortete ich auf seine Frage während ich auf den Käfig mit den Schmetterlingen zutrat und dabei zu sah wie sie durcheinander flogen. Was gab es da nur zu studieren? 
Als ich seine Schritte hörte drehte ich mich um und setzte mein Lächeln auf, während ich ihm folgte. Die Küche, wahrscheinlich nicht der Ort den ich oft benutzen würde. Warum man Essen und Arbeit voneinander trennte war mir immer schon eine große Frage gewesen. Man musste doch nachdenken können.
"Wie es scheint ist dem so der Fall", erwiederte ich und ließ meinen Blick durch den Raum wandern. Nicht hübsch, aber meine Arbeitsstelle war noch nie die Hübscheste gewesen, wie auch. "Ich habe als Gerichtsmedizinerin gearbeitet. Und sie forschen an Schmetterlingen? Gab es schon bahnbrechende Erkenntnisse?" Ich sah ihn an und war mir noch nicht sicher, ob es mich wirklich interessierte was mit diesen Flatterdingern war.

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 06/01/2017 11:03 PM

Ich hatte mich gerade mit Müh und Not aus der Volierentür gedrückt, da erklangen besser zuzuordnende Geräusch aus dem Nebenraum - Stöckelschuhe. Und ein drittes, dumpferes Geräusch, das ich erst verstand, als meine neue Kollegin in der Tür stand: ein Gehstock.
Von Trixi Sands hatte ich bisher nicht mehr erfahren als ihren Namen und ihre Profession - genug, um mich misstrauisch werden zu lassen, um was für ein Projekt es sich handelte, um das wir uns in den nächsten Monaten kümmern würden.
Ich spürte eine Bewegung in meinen Haaren und ohne nachzudenken fischte ich den letzten, verirrten Falter von meinem Kopf und entließ ihn zurück in seine Voliere - dann wandte ich mich meiner neuen Kollegin zu.
"Benjamin Reed", erwiderte ich die Begrüßung und den Händedruck; auch ohne ihn konnte ich mir denken, dass ich es mit einem toughen Gegenüber zu tun hatte. 
Nachdem ich meine Hand zurück gezogen hatte, entstand eine kleine, leicht unangenehme Stille. Wäre Poppy bloß hier gewesen, sie hätte mir das zwischenmenschliche mit Freude abgenommen...
"Kann ich Ihnen etwas anbieten?", besann ich mich auf meine Manieren, "Kaffee? Tee? Ein Wasser?" 
Unsere Küche war winzig, aber sie hatte gereicht, um bis in die Abendstunden zu arbeiten. Meine Wohnung war nicht weit von hier und so war ich im Grunde ständig gependelt - auch mitten in der Nacht, wenn die Experimente es erforderten.
Während ich ihr den Weg zur Küche wies, versuchte ich, ein Gespräch aufzubauen, dass die Situation irgendwie auflockern würde.
"Wie es aussieht, werden wir also in den nächsten Monaten zusammen arbeiten", meinte ich mit einem leichten Lächeln, "Als was haben Sie vorher gearbeitet? Kommen Sie aus dem Bereich der Forschung?"

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