Zukunfts-Thread X

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Trixi

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Re: Zukunfts-Thread X

from Trixi on 06/01/2017 10:34 PM

Heute war mein erster Tag in dem neuen Labor, ich hatte mich ziemlich freiwillige für die Experimente gemeldet es war immerhin etwas anderes als der Falconwood Alltag und wenn ich nicht bei jemandem total verrückten war sicher eine gute Ablenkung zu dem Anderen, außerdem musste ich ja auch nicht jeden Tag hier sein und konnte weiter meine Leichen schnibbeln, wäre auch tragisch wenn das nicht ginge. Ich trauerte immernoch dem Jäger dasein nach, aber vielleicht sollte ich nach zwanzig Jahren auch damit abschließen. Ach was, ich tätschelte meine Tasche in der sich immer meine kleine Pistole befand, nur für den Fall, und steckte dabei die Zeitung weg die ich grade eher bis zu den interessanteren Todesanzeigen überflogen hatte. Es würde morgen früh eine interessante Beerdigung geben, da müsste ich hin und ich hatte sie schon angestrichen um sie nicht zu verpassen.
Das Taxi mit ich unterwegs war hielt an und ich stieg aus. Diese Gegend war... naja, das was ich erwartet hatte, alt, und ich hatte einen Imbiss auf dem Weg gesehen, was definitiv der größte Vorteil war. Ich zog meine Sonnenbrille ab und nahm schließlich meinen Gehstock vom Taxi um nach drinnen zu gehen.



Mein Gehstock klackerte gewohnt in dem leeren Gang vor sich hin und hallte wieder, alte große Gebäude waren nicht für meine Ohren gemacht. Ich sah kurz auf mein Handy und stellte fest, dass es die richtige Uhrzeit war - Natürlich. Was auch sonst? - und sah mich um, als schließlich einem Licht folgte bis ich schließlich einen, mit etwas durch den Wind wirkender Frisur, Mann vorfand. Ich legte mein Lächeln auf und ging zu ihm rüber um ihn zu begrüßen, nicht ohne ihn dabei zu mustern. Eine lästige Angewohnheit, aber ich sah nunmal oft genug Menschen vor mir liegen um nicht auf den Körperbau oder Anderes zu achten. "Trixi Sands, guten Tag", sagte ich und nahm den Gehstock in die andere Hand um ihm die Hand zu reichen.

misssandman-braunleicht.png

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 06/01/2017 09:44 PM

Mit einem leisen Seufzen schloss ich die unzähligen offenen Fenster auf meinem Handy, in denen News-Seiten über die neuesten, politischen Entwicklungen spekulierten und sich die Mäuler zerrissen - das alles war viel zu irreal, um wahr zu sein. Dass eine komplett andere Welt direkt neben unserer existiert hatte... ich wusste immer noch nicht, was ich davon halten sollte.
"Wir werden wohl sehen, wo all das hinführt, was?", fragte ich leise und trat an die Schmetterlings-Voliere, die nur noch ein Bruchteil von dem darstellte, was meine Tiere vorher zur Verfügung gehabt hatten - von dem riesigen Raum voller Pflanzen und exotischer Gebilde war nur ein verhältnismäßig winziger Glaskasten zurück geblieben, in den nur die wenigsten Pflanzen hineinpassten. Ich musste nach Feierabend dringend in den Baumarkt und das Ding neu einrichten.
Vorsichtig öffnete ich die Glastür und schob ich in die Voliere, wo sich direkt ein neugieriger Birkenspinner in meinen Haaren verfing. Nachdem ich ihn vorsichtig hinaus gepflückt hatte, ließ sich ein Aurorafalter an meinem Hemdsärmel nieder und ich musterte ihn eine Weile, bevor ich erneut seufzte und ihn auf eine der Pflanzen setzte. Die Stille und Ruhe, die in dieser Voliere herrschte, erinnerte mich erneut daran, wie gerne ich hier gearbeitet hatte, die letzten Jahre - und wie kurz wir vorm Durchbruch standen, um die entscheidenden Ergebnisse zu erzielen.
"Hoffen wir das Beste", lächelte ich den beiden Geißkleebläulingen zu, die sich auf meinen weißen Hemdsärmel stürzten - normalerweise trug ich dunkle Kleidung, um nicht als Schmetterlingsmagnet zu fungieren, aber heute war eine Ausnahme.
Ein Geräusch ließ mich zusammen fahren, es drang aus dem leer geräumten Teil des Labors - mein Blick fuhr zur Uhr und mir wurde klar, dass ich die Zeit vergessen hatte; das musste die Fachkraft sein, mit der ich in der nächsten Zeit meine Arbeit teilen würde.
Hastig versuchte ich, die restlichen Falter von meiner Kleidung zu klauben und mich ohne Begleitung zurück in den Raum zu schieben.

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Ben
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Re: Zukunfts-Thread X

from Ben on 06/01/2017 09:22 PM

// Sorry, da ihr über der 3 - Wochen - Frist seid, übernehmen wir den Thread mal... >.> 


Wann? In ein paar Monaten, nach einem gewissen Ereignis
Wer? Trixi & Ben
Was? Einzuuug




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Killian
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Re: Zukunfts-Thread X

from Killian on 04/22/2017 09:54 PM

"Wie habe ich dir jemals das Gefühl gegeben dich nicht ausstehen zu können, Greer?", gab ich sachlich zurück und nahm noch einen Schluck aus meinem Weinglas. Ihre vorherige Wiederholung meiner Wore überging ich gekonnt - sie hatte genau gehört was ich gesagt hatte und auch den Sinn dahinter verstanden. Es war die Wahrheit, die meisten Mädchen waren mir zu langweilig. Greer hingegen war eine andere Geschichte, doch unsere Streitigkeiten hatten bereits Geschichte. Erst seit letztem Jahr zog ich sie mit meiner eigenen Nähe auf, anstatt nur mit spitzen Bemerkungen und tacktischen Manövern, die sie aus dem Gleichgewicht brachten. 
"Offensichtich missverstehst du meinen Sinn für Humor. Das hier, meine Liebe, ist ziemlich erst." Ich nickte zu dem Ring und lächelte matt. Jetzt, da ihre anfängliche Wut plötzlich dem Unglauben wich, war es irgendwie weniger amüsant. Im Gegenteil, weshalb ich ebenfalls versuchte ein wenig ernster zu bleiben. Und zu meiner vollen Überraschung ging Greer drauf ein. Allein ihre Miene, mit der sie sich entschlossen den Ring ansteckte, sorgte dafür dass ich für einen Moment stockte und sie mehr oder weniger fassungslos anblickte. Solange, bis der Kellner erneut zu uns herüberkam und ich mich wieder zusammenriss. War das ihr ernst? Auch wenn der Gedanke hieran mir Spaß bereitet hatte, war ich davon ausgegangen sie würde mich stehen lassen und somit ihren eigenen Namen in den Dreck ziehen. Doch das hier war alles andere als offensichtlich gewesen. Und ich zollte ihr hierfür meinen Respekt. 
Mit einem kleinen Nicken stimmte ich ihr stumm zu und wartete mit meinen folgenden Worten, bis der Kellner wieder verschwunden war. "Meine Mutter hat nichts geplant", sagte ich ruhig und rückte meine innere Gabel am Tisch gerade. "Und wir werden auch zu nichts kommen, solltest du weiter den Wein leeren als würdest du verdursten. Reiß dich zusammen, Greer." Ich sagte es nicht böse oder gar herablassend, es war lediglich eine kleine Erinnerung daran wo wir uns befanden. "Ich für meinen Teil", begann ich erneut und sah sie dieses mal an, "habe noch nichts geplant. Allerdings liegt meine letzte Trainingsstunde eine Weile zurück." 
Wie bereits erwähnt, erschien mir dieses ganze Klischee grundlegend falsch für unser Verhältnis. Doch Greer konnte kämpfen. Und wenn das bedeutete nicht einen Spaziergang - oder was auch immer - zwischen Smalltalk und schwerwiegender Stille hinter mich bringen zu müssen, dann trat ich lieber gegen sie an. Immerhin sollte sie genug Wut angesammelt haben, um ein Ventil zu brauchen ihren ganzen Hass auf mich rauszulassen. 

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Greer

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Re: Zukunfts-Thread X

from Greer on 04/22/2017 08:52 PM

"...weniger ermüdend..", wiederholte ich seine Worte fast schon verächtlich und schüttelte nur den Kopf. Er war geschmacklos und widerlich und ich hasste ihn wirklich. Zwar hatte ich auch nichts romantisches erwartet, aber mich als weiger ermüdend zu bezeichnen, tat mir trotzdem irgendwie weh. Ich mochte das alles nicht, ich verstand es nicht. Ich wusste einfach nicht was er mit mir wollte. 
"Du kannst mich nicht ausstehen...", warf ich ein, und machte deutlich wie unnötig diese Verlobung war. Es durfte einfach nicht sein. Mein Puls stieg in die Höhe und mir wurde heiß vor Wut. Aber ich durfte es verdammt nochmal nicht zeigen.  
"Hier wird gar nichts wiederholt, Killian. Hör auf mit dem Mist...es ist langsam wirklich nicht mehr lustig!", sagte ich ernst, weitete dann aber ungläubig die Augen als er wirklich den Ring aus seiner Jacke zog.
Nein! Nein das konnte er nicht ernst meinen! Wir hassten einander!!
Langsam stellte ich das mittlerweile leere Weinglas wieder auf den Tisch und nahm die Schatule in die Hand. Nur um mich selbst zu überzeugen, öffnete ich sie und blickte direkt auf einen glitzernen Diamanten, welcher auf einem Ring angebracht war.
Für einen kurzen Moment vergass ich zu atmen um ihm nächsten moment Stossweiße ein und aus zu Atmen.
Ein Blick in Killians Gesicht machte mir deutlich wie ernst er das hier alles meinte. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Oder erwartete er einfach das ich sowieso nein sagte?! War das ein Spiel um mich vor meiner Familie zu blamieren?! NIEMALS.
Ich atmete tief durch, ehe ich den Ring raus nahm und ihn mir an meinen Ringfinger stulbte und dann einen Kellner zu mir winkte.
"Mein Verlobter und ich nehmen beide den Hummer!"
Mein Blick richtete sich auf Killian und ich schenkte ihm ein falsches Lächeln. Von mir bekam er keinen Rückzieher, Niemals!! Angriffslustig hob ich meinen Kopf und blitze ihn wütend an.
Nachdem der Kellner mir mein Glas wieder aufgefüllt hatte und sich mit unserer Bestellung auf zur Küche machte, nahm ich mein Glas wieder in die Hand und trank es halb leer.
"Was machen wir nach dem Essen? Deine Mutter hat sich sicher mehr für uns ausgedacht, oder?" 

     

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Killian
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Re: Zukunfts-Thread X

from Killian on 04/22/2017 08:14 PM

"Natürlich", antwortete ich mit einem mitschwingendem Unterton der verriet dass mich ihre schnellen Weinschlücke etwas irritierten. Ich selbst nippte an dem Glas, stellte es danach jedoch wieder ab. Ich mochte keinen Alkohol. Davon brannte mir die Kehle und ich schaffte es nicht mehr klar zu denken, geschweige denn Situationen richtig abschätzen zu können; Und zu was für einem Jäger machte mir das? 
"Ich dachte mir, da diese Situation für mich sowieso unumgänglich ist, wärst du eine angenehme und weniger... ermündende Wahl. Du bist gut, Greer. Das musst du dir schließlich eingestehen. Und dein Name besitzt Ansehen. Jede offenkundige Einladung hättest du abgelehnt und deine Großeltern sind bereits begeistert von mir, weshalb das ganze leider..." Ich machte eine kleine Pause und lächelte sie kühl an. "...So aussehen musste. Entschuldige, falls dir dieses Treffen zu barsch erscheint. Wir können es gerne nach deinen Wünschen wiederholen." Passend zum Satzende schlug ich die Speißekarte zu und legte sie nieder. Ich hasste es, wie all die Restaurats die den Vorlieben meiner Mutter entsprachen kaum Auswahl besaßen. Allgemein erschien mir dieser Ort in meinem Sinne etwas zu geschmacklos für ein solches Treffen. Zwar waren einige Paare und auch Geschäftspartner anwesend, doch für ein Date mit solche Bedeutung erschien es mir irgendwie ermüdent. So sehr, dass ich beschloss der sich anbahnenden Stille entgegenzukommen. 
Ich griff ich meine Tasche und nahm die Schachtel mit Ring heraus, plazierte sie vor uns auf dem Tisch und faltete in einer nachdenklichen Gestik die Hände ineinander. "Greer", sagte ich und sprach ihren Namen absichtlich mit nachdruck aus. "Das ist der Verlobungsring meiner Großmutter, ich hoffe er gefällt dir." 
Wenn sie gedacht hatte, dass ich mit dieser Verlobung scherzte, dann lag sie falsch. Ebenso falls sie vermutete, dass sie den üblichen überdramatischen Heiratsantrag bekam; Dies würde nicht passieren. Wir haben von vorneherein hier, um sachlich über unsere Zukunft zu reden. Ich wusste ich würde noch so einige Gelegenheiten haben sie mit Sticheleien an den Rand des Wahnsinns zu führen.

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Greer

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Re: Zukunfts-Thread X

from Greer on 04/22/2017 07:40 PM

(Lass mich xDD)

Entspannt wie eh und je saß er da und erfreute sich an meiner Wut. Gott wie ich diesen Typen hasste. Es war wirklich zum verrückt werden. Und trotzdem musste ich Ruhe bewahren, denn hier war alles voller Leute. Aber sobald wir hier raus kamen, würde ich ihn in den Park bringen und ermorden. DAS WAR DOCH JETZT NICHT WAHR.
Das er so entspannt war und offenbar die Situation absolut super fand, machte mich nur noch wütender. Und wie immer wenn ich wütend wurde aber es nicht raus lassen durfte, wurde mein Blick Eiskalt. Meine blauen Augen gefroren zu Eis und ich blickte fast gelangweilt in die Speisekarte rein. Irgendwie musste ich diesen Abend überstehen, denn ich war mir ziemlich sicher das er nach dem Essen die Verlobung wieder aufheben würde. Er machte das hier nur um mich zu ärgern. 
Mein Block hob sich kurz, stechend sah ich ihm in seine Augen um ihm zu sagen das mir sein geheuchel regelrecht auf die nerven ging, aber auf meine Lippen setzte ich ein Lächeln das falscher nicht hätte sein können.
"Danke, mir geht es gut. Mal sehen wie lange noch.", sagte ich nur und sprach eine milde Drohung aus. Als der Kellner den Alkohol holte, hob ich nur eine Augenbraue, sagte aber nichts. Immerhin war ich erst 16 Jahre alt. Aber ich würde heute eine Ausnahme machen weil ich es wirklich nicht aushielt. 
Mein Blick glitt wieder zu Killian, der zugegeben, wirklich sehr gut aussah. Sein Haar war gemacht aber nicht zu aufgedonnert und seine Augen blitzten frech und wenn ich ihn nicht so hassen würde, hätte ich anhand seines Aussehens wahrscheinlich erleichtert aufgeatmet. Aber ich kannte Killian und ich verabscheute ihn.  
"Danke, du siehst auch sehr gut aus.", sagte ich aber mit einem falschen Lächeln, hob mein Weinglas, statt das Wasserglas zu heben und trank gleich 4 Schlücke hintereinander, ehe ich das Gesicht leicht verzog.
"Ich fühle mich wirklich geschmeichelt..", sagte ich gleich hinterher. Vielleicht konnte ich das Spiel ja umdrehen.. er wollte mich ärgern das wusste ich. Aber er hatte sich zu einem Treffen für eine Verlobung eingelassen und offenbar mit dem Wissen das ich das war.
"Sag bloss du hast den Wunsch geäußert mich zu heiraten. Vielleicht hättest du mich erst mal zu einem Date einladen sollen, anstatt deine Eltern zur Hilfe zu nehmen." 

     

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Killian
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Re: Zukunfts-Thread X

from Killian on 04/22/2017 06:57 PM

(Da hat sie endlich ihre Natalie Dormer. :'D) 

Ich musste zugeben, ein klein wenig mehr Protest ihrerseits erwartet zu haben. Doch der eindeutige Schreck auf Greers hübschen Zügen war für den Moment genugtuung genug. Ich schenkte den Kellner auf ihre unhöflichen Worte hin ein entschuldigendes Lächeln und nahm die Karte entgegen, noch während sich die Jägerin platz nahm und ihr weises Kleid zurecht strich. 
Ihre leise gezischten Worte erwiederte ich lediglich mit einem kleinen Schnalzen der Zunge und schlug mit gelassener Miene die Speißekarte auf. "Ich wünsche dir auch einen wunderschönen Abend, Greer", sagte ich mit samtweichem Tonfall und appelliere somit direkt auf ihre mangelnden Manieren. Weshalb genau ich einen solchen Narren an die junge Frau vor mir gefressen hatte, war mir bis heute unklar. Es bereitete mir einfach Freude, meine Konkurrentin Nummer eins aus der Haut fahren zu sehen. Ein schelmischer Blick über den Rand der Karte reichte, um zu erkennen wie überrascht sie war mich hier zu sehen. Direkt vor ihr, an diesem Tisch, mit dem Verlobungsring meiner Großeltern in der Tasche. 
Persönlich fand ich es ziemlich lächerlich zu behaupten, ich müsste Greer nicht zu meiner Frau machen. Tausendfach hatten meine Großeltern mir betont, dass sie lediglich ein Vorschlag war - natürlich. Bei jeder anderen jungen Frau hätte ich wohl alibimäßig eingewilligt dem Abendessen beizuwohnen, danach jedoch abgelehnt. Doch Greer war nicht wie die meisten Jägerinnen. Sie war talentiert, klug und ausgesprochen hübsch. Ganz davon abgesehen dass sie sich auf die Kultur unserer Familien verstand und den Traditionen nachging. So wie jetzt, denn sie hatte sich tatsächlich die andere Speißekarte gegriffen und funkelte mich darüber hinweg immer noch wütend an - doch sie war hier geblieben und hatte nicht auf dem Absatz kehrt gemacht. 
"Schön dich wieder zu sehen", begann ich den üblichen Smalltalk von dem sie wusste, dass ich ihn hasste. "Ich hoffe du bist seit unserer letzten Begegnung etwas... ausgeglichener." Ein kleines Schmunzeln umspielte meine Mundwinkel. "Und ich hoffe natürlich du bist nicht allzu enttäuscht mich hier sitzen zu sehen." Zwar hatte ich wirklich nichts damit zutun dass gerade Greer an mich geraten war, doch dies würde ich sie vorerst nicht wissen lassen. Es wäre sicher amüsanter wenn sie tatsächlich dachte, ich hätte das alles eingefädelt. 
Der Kellner kam und servierte uns Weiswein und stilles Wasser, so wie ich es bereits davor bestellt hatte. Ich dankte ihm mit einem matten Lächeln und hob das Weinglas ein wenig in die Luft, bereit mit Greer anzustoßen. "Auf einen schönen Abend und dich meine Liebe; Du siehst bezaubernd aus." 

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Greer

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Re: Zukunfts-Thread X

from Greer on 04/22/2017 06:37 PM

Manchmal hasste ich mein Pflichtgefühl und die Tatsache das ich meinen Großeltern nichts abschlagen konnte. Und wenn ich nichts meinte, meinte ich wirklich nichts. Eine Ehe war wirklich zu viel, und so wie mein Vater ausgeflippt war, teilte er wohl meine Meinung. Dennoch war ich selbst wohl zu dem Schluss gekommen das ich, wenn ich das Erbe meiner Großeltern erben wollte und eine gute Nachfolgerin werden wollte, das ich einfach auf meine Großeltern vertrauen sollte. Und ich traute mir selber nicht zu das ich jemals heiraten würde, wenn meine Großeltern mir also jemanden suchten, dann musste der Typ wohl was auf dem Kasten haben. Und wer weiß, vielleicht würde ich lernen ihn zu lieben und wenn nicht könnte man sich auch schlicht weg absprechen. Es war nur etwas auf dem Papier, ein Vertrag, etwas für die Aussenwelt. Nichts mehr. 
Also war ich den Wünschen meiner Großeltern nach gegangen, hatte mich in ein schönes weißes Kleid gesteckt, meine Haare gemacht und hatte mich auf den Weg gemacht meinen Verlobten kennen zu lernen und meinen Verlobungsring anstecken zu lassen. Immerhin würde er ihn mir geben.

ane.jpg

Ich musste zugeben, ich war sehr nervös. Immerhin war mein Großvater kein Mensch vieler Worte und hatte mir deshalb weder gesagt wie mein Verlobter hieß, noch wie er aussah. Ich wusste nur das es wichtig war das ich ihn heiratete, mehr nicht. Mein Bruder hatte mich schon aufgezogen das er sicher hässlich wie die Nacht war und so dumm, das er kein anständiges Wort sprechen konnte. Und auch wenn ich äußerlich keine Regung gezeigt hatte, war ich innerlich halb verrückt geworden. Bitte nicht das.
Ich hielt mich selbst jetzt nicht für die schönste Frau der Welt aber ich dachte mir schon das ich ein bestimmtes Niveau verdiente. Als ich also in das schicke Restaurant tratt, musste ich mich darauf konzentrieren das meine Knie nicht schlotterten. ich hob also meinen Blick, sah den Kellner an und bat ihn mich zu meinem Platz zu bringen, nachdem ich ihm meinen Namen nannte. 
Mit festen Schritten und erhobenem Blick folgte ich dem Kellner zu meinem Tisch und wer dort auf mich wartete, lies mich die Augen weiten.
Nein... Nein das konnte nicht sein. Das war ein schlechter Scherz.
"Sind Sie sich sicher das dies hier mein Tisch ist?!", fragte ich ausdruckslos den Kellner während ich die Person am Tisch anstarrte.
"Natürlich, Miss."
Man konnte die verwirrung des Kellners raus hören, trotzdem legte er nur die Karten auf den Tisch und ging. Nur langsam setzte ich mich an meinen Platz, während ich Killian unentwegt anstarrte.
"Das kann doch nicht wahr sein..", kam es dann zischend aus meinen Lippen und ich konnte nicht anders als die Arme abwertend vor der Brust zu verschränken. Langsam lies ich den Blick durch den Raum wandern. Es war stockend voll, kein Ort an dem ich meine Wut raus lassen konnte. Also zischte ich nur leise.
"Ist das auf deinen Mist gewachsen?! Das ist nicht witzig!" 

     

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Killian
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Re: Zukunfts-Thread X

from Killian on 04/21/2017 10:35 PM

Wo: London Central. Wann: Anfang Mai. Wer: Greer & Killian.

Ich hatte mir dieses Szenario schon des Öfteren ausgemalt und war zu dem Schluss gekommen, dass es genau vier Möglichkeiten gab wie dieser Abend enden könnte. Die erste Variante erschien mir am langweiligsten, denn diese wäre dass die kleine Greer sich kommentarlos zu mir setzt und ihr Schicksal aus Pflichtbewusstsein akzeptiert. Die zweite war wahrscheinlicher - Sie würde ihre Fassung verlieren, mich anschreien und irgendetwas kaputt machen – schließlich war ich mir über das versteckte Temperament der Jägerin bewusst. Drittens: Sie erkannte ihre Zwickmühle und ging ihrer Wut nach indem sie endlich mit mir schlief – sehr unwahrscheinlich – aber nicht undenkbar. Und dann wäre da noch die vierte Variante, in der sie sich schlicht und einfach weigern würde diese Verlobung einzugehen.
Meine Finger trommelten ungewöhnlich nervös auf der weisen Tischdecke des überteuerten Restaurants herum, dass meine Mutter für dieses Treffen ausgesucht hatte. Sie war aufgeblüht, seit meine Großeltern beschlossen hatten gerade Greer als die Glückliche auszuwählen. Ich würde ja gerne behaupten ich hätte darauf meinen Einfluss gehabt und somit mein kleines Spielchen eindeutig ein paar Level nach oben katapultiert, doch zu meiner eigenen Schande hatte ich dieses Mal nichts damit zu tun. Das änderte nichts daran, dass ich mir mit meinen Gedanken über diese altertümliche Vereinbarung im Klaren war; Es war nur eine weitere Pflicht, die ich zu bewältigen hatte. Und ich würde es tun, so oder so. Dass gerade Greer ein Teil davon war, schien dem ganzen nur noch einen besonderen Reiz zu verpassen.
Ein weiterer Blick auf meine Armbanduhr verriet mir, dass sie jeden Moment hier sein musste. Keinesfalls würde sie zu spät sein, dafür war dieser Abend zu wichtig und Greer zu gut erzogen. Es würde mir eine Freude sein, ihre Maske aus Höflichkeit und Anmut bröckeln zu sehen, sobald sie ihre hübschen Augen auf mich richten und realisieren würde, was hier vor sich ging.
Wir hatten einen Tisch am Fenster mit dem perfekten Ausblick über die Abendlichen Lichternetze von London. Früher war es Tradition gewesen die Zukünftige bei sich Zuhause zu empfangen, doch in diesem Punkt hatten unsere Familien beschlossen die alten Bräuche etwas außen vor zu lassen – immerhin war diese Art von Verlobung schon lange nicht mehr üblich. Im Grunde hatte meine Familie lediglich eine Empfehlung ausgestellt und da die Mcalistairs nicht so sehr verbandelt sind wie es günstig wäre, tat ich lediglich etwas für das Allgemeinwohl. Ich konnte noch nicht einmal behaupten dass es mich groß störte, so war mir der Gedanke einer Ehe nicht besonders essentiell vorgekommen. Und nun da ich wusste wer an meiner Seite stehen würde, musste ich mir eingestehen die letzten Wochen regelrecht darauf gewartet zu haben Greer zu begegnen. Wir hatten uns seit dem Vorfall bei den Trainingsdummys nicht wieder gesehen. Doch wie ich im nächsten Moment feststellen musste war sie noch immer die Schönheit, die ich in Erinnerung hatte. Allein wie sie mit gefassten Blick dem Kellner in meine Richtung folgte und jeder ihrer Schritte von ihrer Arbeit als Jägerin sprach; Es hätte mich wirklich schlechter erwischen können. Dies sagte allerdings Vorraus, dass sie nun keinen Rückzieher machte.
Ich sagte nichts, als ihr Blick auf mich fiel. Doch mein rechter Mundwinkel zuckte verräterisch nach oben und ich wusste, dass es ihr nicht entgangen war.

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