Ein Friedhof

First Page  |  «  |  1  |  2  |  3  |  »  |  Last [ Go to bottom  |  Go to latest post  |  Subscribe to this topic  |  Latest posts first ]


Meridiana
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Meridiana on 05/01/2016 10:07 PM

Ich begegnete so gut wie nie einem Menschen alltäglich, ging mir auf. Dazu gab es so wenig; meine Tante, Raya meine Hauselfe und Zero und seine Familie... Nur Menschen, die ich als meine Familie bezeichnete. Und ab heute wohl auch Aidan. Ein seltsames Gefühl war es schon, das musste ich zugeben. Aber kein schlechtes, das fürwahr nicht, ein Umstand, den ich mich zwang nicht zu hinterfragen um die Entspannung nicht zu verlieren. 
Das hier war kein Ort für Spielchen, kein Ort für Andeutungen über Alles und jede Wichtigkeit in verborgenen Winkeln und es war ganz sicher nicht der Ort an dem große Entscheidungen getroffen werden sollten. Es war ein Platz wie gemacht auf sein eigenes Leben zurück zu sehen und darüber nachzudenken, zu einem Schluss zu kommen und sich klar zu werden, dass alles einmal vorbei geht. Für die einen bedeutete das Schmerz und unendliches Leid, andere hatten sich damit abgefunden, oder taten zumindest so. Oder versuchten nicht darüber nachzudenken, dass sie es irgendwann mussten. Wie war das wohl mit ihm? Welche Verluste hatte er hier und andernorts, die er überlebt hatte? 
Keine tiefgründigen Familienverhältnisse. War es nur eine Vermutung, die journalistische Erfahrung oder lag es an seinem bitteren Ton, ganz hinten, sehr weit hinten in seinem Auflachen, das wohl niemand hörte, vielleicht nicht einmal er selbst, dass ich ihm nicht glaubte? Und doch zwang ich mich wieder zur Zurückhaltung, es ging mich nichts an, solange er das nicht wollte. Und solange ich ein Quäntchen Zuneigung zu ihm empfand.
Schweigend und völlig ruhigen Schrittes spazierte ich über das Kopfsteinpflaster hinüber zu der kleinen Mauer, die die Gräber von der Kirche trennte und lehnte mich auf das fast schon kitschig malerische Efeu darauf; um mir die Sonne auf die Schultern scheinen zu lassen, die stillen Parzellen zu beobachten und nachzudenken. Seine Mutter lag hier, unweit der meinen und er hatte genug Zutrauen es zu erwähnen obwohl es nicht nötig gewesen war. Auf eine seltsame Weise fühlte ich mich ihm für einen Moment sehr verbunden.
Er sprach so leicht von ihr, dass ich ihm glaubte; ob sie ein enges Verhältnis hatten oder nicht, ihn mir als jungen Sohn vorzustellen, der regelmäßig nach Hause kommt und nach dem Rechten sieht war schön. Es zauberte mir ein unbemerktes Lächeln ins Gesicht. "Sie muss eine glückliche Frau gewesen sein.", meinte ich schließlich und wusste nicht einmal ob Aidan mich hörte. Immerhin konnte ich nicht erwarten, dass er mir stupide hinterher dackelte, das war nicht sein Stil, das passte nicht zu ihm. "78 Jahre...", dachte ich laut vor mich hin als wäre das eine verblüffende Sache. "78 Jahre Leben. Sie hat das alles gesehen, miterlebt."
Mit einem von Herzen kommenden leisen Lachen strahlte ich zu Aidan hinüber, ohne wirklich deutlich zu machen, was mit das alles gemeint war. Doch irgendwie schien Aidan einen großen Teil davon auszumachen, und das war auch so. Mochte der Rest der Welt denken was er wollte, ich sah in Aidan einen erfolgreichen, starken Mann, der durchaus wusste was er wollte und dafür mit größter Klugheit einstand - wäre er sonst was er ist und vor allem: Würde er sonst all diese Risiken der TEA meistern können? Seine Mutter hatte gute Arbeit an ihm geleistet.

Reply Edited on 05/01/2016 10:11 PM.

Aidan
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Aidan on 05/01/2016 11:33 PM

Aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, dass sie mir das mit den nicht vorhandenen Familiendramen nicht glaubte. Vielleicht lag es daran, dass das eine glatte Lüge gewesen war, die ich mir vermutlich nicht einmal selbst geglaubt hätte, aber sie stimmte wenigstens in der Hinsicht, dass zwischen mir und meiner Mutter nicht wirklich etwas gestanden hatte. 
Ich beobachtete, wie sie sich von mir abwandte und langsam zu einer der Efeu überwucherten Mauern wanderte und beschloss nach einer Weile, ihr zu folgen, nur, um mit einigem Abstand wieder stehen zu bleiben und ihr zuzuhören, als sie über meine Mutter sprach. Es war noch immer seltsam, das so selbstverständlich zu bemerken. Meridiana Fairburn sprach über meine verstorbene Mutter und ich stand hinter ihr, die Hände in den Hosentaschen und blinzelte in die Frühlingssonne. Irgendetwas hatte mich zurück katapultiert, in eine Zeit, die mir Jahrhunderte weit entfernt schien, sowohl zeitlich als auch emotional. Und auch wenn ich noch immer nicht wusste, was ich von diesem Gefühl halten sollte, beschloss ich, es zuzulassen, diese schräge Szene.
Das Alles.
Ich dachte an den Moment, an dem ich die Augen aufgeschlagen hatte, mit dem Geruch von Amoniak in der Nase und einem Zittern in der Hand, das ich nicht zuordnen konnte und in der nächsten Sekunde verbannte ich die Erinnerung zurück an den Ort, wo sie bisher geruht hatte. Für ein paar Sekunden schloss ich die Augen. 
Sie hätte all das raus bekommen können, vermutlich. Ich war ein Mann der Öffentlichkeit und der Fall war öffentlich gewesen, damals, und auch, wenn mein Name in keiner Zeitung gestanden hatte, die meisten hatten davon mitbekommen. Unglücke geschahen. Und ich hatte Mühe gehabt, die Fälle, die ich tagtäglich dokumentierte, zurück an die unpersönliche Stelle zu rücken, wo sie hin gehörten. Unwilkürlich fragte ich mich, ob es Meridiana auch so gegangen war, an einem Punkt ihres Lebens.
Also holte ich langsam zu ihr auf, lehnte mich ebenfalls auf die Mauer und wandte meinen Blick nicht ab, von den grauen Steinen der Gräber vor uns, als ich fragte:
"Zweifeln Sie manchmal an dem, was wir tun?"
Das war keine einzigartige Frage. Irgendwann kam man immer an dem Punkt, an dem man sich mit Kollegen darüber austauschte, was einem den Tag füllte, und es hatte tatsächlich einmal eine Zeit gegeben, in der ich das öfter getan hatte, aber diese Frage an Meridiana zu stellen war etwas Anderes. Denn irgendetwas sagte mir, dass ihre Antwort kein belangloses Gerede von ein paar Journalismus-Studenten sein würde, sondern eine Meinung, die mich tatsächlich interessierte.  

Reply

Meridiana
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Meridiana on 05/02/2016 12:03 AM

Wie ich ihn so betrachtete, mit der Sonne der Erinnerung im Herzen, da sah ich wie über seine die finsteren Wolken kamen. Schleichend, ganz langsam und trotzdem er die Augen geschlossen hielt und dieses ausdruckslose Gesicht aufsetzte. Wieviele Dinge auf dieser Welt konnte ich lesen... dieses eine war mehr als das. Ich erkannte es wieder. Das Lächeln auf meinen Lippen verschwand während ich ihn beobachtete und war gänzlich vergangen als er die Augen nach einigen Sekunden wieder aufschlug. Ich sah ihn einfach nur an. 
Etwas, das ich gesagt hatte, das fügte ihm Schmerzen zu, irgendetwas in den dahingesagten Worten. Und es wäre eine Lüge gewesen, wenn ich gesagt hätte es täte nicht weh das mit anzusehen. Das alles. Was alles..? Mir fiel ein wie Mrs. O'Shea diese Worte benutzt hatte. Sie musste das ertragen, verstehen Sie? Die ganze Nacht lang, das.. das.. alles. War Aidan am Ende das Gleiche widerfahren? Ähnliches oder.. Schlimmeres? Ich blieb still, vollkommen still, genau wie damals in meinem Zimmer, und sah ihn einfach nur an. 
Erst als er zu mir kam und sich in mir der letzte Wille mich zu erheben und zu ihm zu gehen legte, senkte ich auch den Blick und warf ihn hinüber zu den Gräbern. Aidans Anwesenheit neben mir hatte etwas Tröstliches und doch Schauderndes zugleich bekommen, jetzt, wo im Raum stand, dass etwas geschehen war. Wahrscheinlich wäre es doch weitaus taktvoller gewesen es heimlich heraus zu finden und stillschweigend dort stehen zu lassen, wo es war.
Dann hörte ich seine Frage, aber ich regte mich nicht, zog nur die Arme etwas enger an als wäre es kühler geworden. Ernst und nachdenklich wanderten meine Augen über die Blumen hinweg, bis sie an den kleinen, blauen Kornblumenblüten in der Ferne hängen blieben. "Hier?", fragte ich leise, fast zynisch, aber sehr ruhig. "Nein, niemals. Hier bin ich klar. Hier weiß ich warum ich es tue." - Und doch gab es Momente, in denen ich am liebsten vergeben, vergessen und verzeihen würde, wie jeder Mensch. Den einfachen Weg einschlagen und hoffen damit zurecht zu kommen statt der dauernden Anstrengung, der ewigen Plagerei, dem Versteckspiel und den Taktiken. Immer dann, wenn man müde wurde, immer dann... "Wenn ich mich einsam fühle. Dann frage ich mich ob das alles wirklich wichtig ist.", gab ich ohne jede Scheu zu. Vor niemandem auf dieser Welt hatte ich das je getan und ich würde es nicht wieder tun. "Aber das ist Egoismus. Und Kurzsichtigkeit. Das ist die wahre Schwäche und ihr nachzugeben hilft niemandem. Mir nicht, Ihnen nicht und dem Rest der Welt auch nicht. Nicht zu tun was wir tun würde das Leid vergrößern für dessen Abschaffung man gekämpft hat."
Ich sah zu ihm hinüber und fragte mich, ob Aidan mir deswegen so einsam und verlassen erschien. Weil ich verstand, dass er mir ähnlich war was das betraf und dann fragte ich mich zugleich, ob es ewig so sein musste. Die Mächtigen dieser Welt gingen meist nicht wegen der Stärke ihrer Feinde unter, sondern wegen ihrer eigenen Schwächen. Sie verrannten sich auf der Suche nach einem Weg zwei Welten miteinander zu vereinen. Nichts auf der Welt, außer dem Wissen, dass das kaum möglich war, stimmte mich so traurig wie das. Und vielleicht merkte ich es gar nicht, aber aus diesem Grund lehnte ich meinen Kopf für einen Moment an Aidans Schulter. Nur für einen Moment. Um ihn wissen zu lassen, dass was auch immer passiert war, ich ihn verstand und dass er, wenn er es wollte, nicht allein war. Nur einen Moment.

Reply Edited on 05/02/2016 12:04 AM.

Aidan
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Aidan on 05/02/2016 11:35 PM

Wie erwartet fiel ihre Antwort genau so inspirierend aus, wie ich gedacht hatte. 
Nur, wenn ich einsam bin.
Das war ein Zugeständnis, das ich in der Form ehrlich gesagt nicht erwartet hatte und unwillkürlich fragte ich mich, woher Meridiana das Vertrauen in mich nahm. Wir kannten uns kaum und alles, was wir sicher voneinander wussten, war, das wir ein ähnliches Schicksal teilten, das unser Job wohl mit sich brachte. Vielleicht steckte doch mehr hinter dieser Verbundenheit, als zunächst angenommen. 
Mein Blick wanderte für ein paar Sekunden zur Seite und ich musterte die scharfen Konturen ihres Profils einen Moment zu lange. Noch immer wurde ich die Frage nicht los, was es war, das Merdiana umher trieb, sie so unglaublich beherrscht und zugleich rastlos machte und ihr diese leichte Melancholie verlieh, die in jeder ihrer Äußerungen mitschwang, und ich wurde das Gefühl nicht los, das ich der Antwort hier, auf dem Boden, unter dem die Überreste ihrer jungen Mutter lagen, bereits unheimlich nah war.
Bei ihren Worten nickte ich abwesend und wandte meinen Blick wieder ab. Ich teilte ihre Meinung, und trotzdem: sie hatte sie anders formuliert und mit Dingen in Verbindung gesetzt, die mich faszinierten. Ihre Art zu denken und sich auszudrücken war etwas, das mich fesselte, egal, ob wir uns in ihrem verglasten Büro befanden oder auf einer bewachsenen Mauer in der Frühlingssonne.
Wenn ich einsam bin.
Dieser Satz beschäftigte mich noch immer und als ich meinen Blick erneut zur Seite richtete, versuchte ich, den Ausdruck in ihren Augen zu bestimmen, der mich so sehr verwirrt hatte, als ich sie vorhin am Grab gesehen hatte. Sie hatte so alt gewirkt, für ein paar Sekunden, so müde - und ich hätte zu gern gewusst, was es war, das sie hierher brachte.
Und dann tat ich es einfach. Ich fragte. Vielleicht, weil ich der makaberen und unglaublichen Szene, in der ich mich befand, inzwischen nichts anderes als bloße Resignation entgegen bringen konnte, vielleicht aber auch, weil Meridiana der erste Mensch seit langem war, der es mir wert war, zu fragen.
"Was treibt Sie an, Meridiana?", fragte ich also und dieses Mal hielt ich ihren Blick und das, obwohl ihre Berührung meinen Puls in die Höhe schießen ließ und mir Gänsehaut über den Rücken schickte. Es war mir egal, dieses eine Mal. Denn ausnahmsweise überwog der Reiz, ihr Gesicht so nah neben meinem zu haben sogar die Fluchtreflexe, die die unerwartete Nähe in mir auslöste.

Reply Edited on 05/02/2016 11:37 PM.

Meridiana
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Meridiana on 05/03/2016 12:12 AM

Obwohl ich nicht hinsah, bewusst nicht hinsah sondern zu den Gräbern vor uns, konnte ich spüren wie Aidan mich musterte. Mein Ohr lag an seiner Schulter und ich konnte den Puls spüren, der aufflammte und langsam wieder zur Ruhe kam. Etwas regte ihn auf, ob es nun meine Worte waren oder meine Nähe. Er hatte es nicht leiden können als ich seine Hand berührte, ich erinnerte mich durchaus daran. 
Still und auf seltsame Weise einträchtig standen wir da, in der Sonne, als gäbe es gerade nichts Anderes auf der Welt. Gab es jemanden, der auf Aidan wartete? Ein Freund, ein Vertrauter, ein Bruder? Ich hatte Tante Meri, ich hatte Zero, so verdreht er auch war, sie waren etwas. Wen hatte Aidan? Er wirkte nicht wie ein Mann großer Freundschaften.
Und dann, mitten aus dem Nichts, stellte er die Frage. Wenn ich schwieg, so wie immer, oder es abtat, dann war das hier Nichts, absolut Nichts und wir konnten beide unserer Wege gehen und weiter machen wie zuvor, weil es nichts zu ergründen gab. Wenn ich redete würde er in einen inneren Kreis meines Lebens vordringen, den ich straff gezogen hatte. Wie sonst schien es, dass niemand meinen Namen hörte und mich auf diesen Prozess ansprach, der vor 23 Jahren in jeder Zeitung gestanden hatte, auch in Aidans. Weil sie es nicht durften, und ein Blick genügte ihnen das klar zu machen. 
Aber er hatte so wunderbar gefragt, er fragte nicht was geschehen ist, wahrscheinlich weil man ihn selbst genug danach gefragt hatte. Er fragte was mich antrieb. Rain hatte wohl Recht, wenn sie meinte ich wäre verliebt. In die Art wie Aidan die Dinge ausdrückte, was all das andere betraf würde die Zeit zeigen oder eher nicht. Aber die Art wie er sprach war wundervoll.
"Kein Kind sollte gezwungen sein friedlich zu Bett zu gehen und von den Schreien seiner Mutter zu erwachen. Kein Kind sollte gezwungen sein hilflos im Dunkel zu verharren und zu hoffen, dass eine Tür und ein Schrank stark genug sind.", sagte ich ruhig als spräche ich über sachliche Themen in alten Büchern und doch sah ich ihn dabei nicht an. Zu gut konnte ich das Keuchen hinter meinen Händen hören und das Scharren und Kratzen der... "Keine Tochter sollte gezwungen sich vor dem Vater den sie liebte zu fürchten. Kein Sohn sollte gezwungen sein, seiner kleinen Schwester Bruder, Mutter, Vater... und Schutzengel zugleich zu sein.", sprach ich einfach gegen die Erinnerungen an, fest und klar und Herrin meiner selbst. Und damit war alles gesagt, alles andere war unwichtig und mein Problem, nicht das der Welt. 
Endlich konnte ich den Blick heben und ihn ansehen, diesen tiefen, neugierigen und doch zurückhaltenden Blick, den ich so warm erwiderte. Wir wussten beide, das es ein altes Spiel war, das wir hier trieben. Zeig mir deins, dann zeig ich dir meins. Ich würde nicht darauf bestehen, aber etwas in seiner Art heute und in seinem Verhalten mich so nah bei ihm zu zu lassen sagte mir, dass er es vielleicht wollte. "Und was ist, das Sie antreibt, Aidan?", fragte ich deswegen, zum ersten Mal seit Ewigkeiten, dass mich diese Frage und ihre Antwort.. tatsächlich menschlich interessierte.  

Reply

Aidan
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Aidan on 05/04/2016 09:34 PM

Eine Weile herrschte Stille und ich hatte mich beinahe mit dem Gedanken abgefunden, einen Schritt zu weit gegangen zu sein, als Meridiana begann, zu sprechen. Sie brauchte nicht viele Worte, um das Grauen zusammen zu fassen, das ihr die Kindheit genommen hatte, aber sie reichten aus, damit mein Puls erneut in die Höhe schoss. 
Ich hätte mich damit abfinden können, dass ich nicht mehr erfahren würde, was es war, das Meridiana antrieb. Ich hätte nach Hause gehen können, zu Summer, um den Tag damit zu verbringen, ein Anderer zu sein und ich hätte diese Begegnung hier zwischen den Gräbern für immer vergessen können, wenn ich gewollt hätte, aber ich würde es nicht tun, denn Meridiana hatte sich tatsächlich dazu entschieden, ihr Geheimnis mit mir zu teilen.
Merryweather Summers. 
Plötzlich lag hinter diesem Namen so viel mehr, keine tragische Geschichte, zu der ich keine Verbindung hatte, sondern eine, die ich an eigener Haut miterlebt hatte. Für ein paar Sekunden wurde der Name von Meridianas Mutter vor meinem inneren Auge zu dem von Neona und ich erlaubte mir einen Moment zu lange, an sie zu denken und das, was ihr Grab bedeutete. 
Ich hatte mich seit unserem ersten Treffen gefragt, was es war, das Meridiana und mich verband. Ein gemeinsamer Beruf, eine Profession - die selben Visionen, ein gemeinsames Ziel; aber es war so viel mehr gewesen, als das. Wir hatten den selben Horror durchlebt, durch die Augen verschiedener Protagonisten.
Ihre Mutter wurde zu Neona. Und für den Bruchteil einer Sekunde sah ich in dem Schatten, der ihre Augen verdunkelte das Gesicht von Summer, in dem Moment, in dem ich sie wieder gefunden hatte, in unserer ehemaligen Wohnung. Es war seltsam, Vatergefühle für Fairburn zu haben und im nächsten Augenblick war die Welle, die mich erschlagen hatte, wieder vorüber gezogen und ich fand zurück zu meiner alten Beherrschtheit, aber die Erkenntnis blieb: wir hatten das selbe durchgemacht.
Ihre Frage traf mich unvorbereitet, obwohl ich mit ihr hatte rechnen können. Jetzt, wo ich Bescheid wusste und all die unerklärlichen Regungen von Meridiana einordnen konnte, schaltete sich mein alter Verstand wieder ein, und der sagte, dass sie es nicht wissen musste.
Du könntest jetzt gehen. Auf und davon. Du weißt von ihr und sie weiß nicht von dir, du und Summer bleiben sicher und du kannst so tun, als hätte niemand an der Festung gerüttelt, die du brauchst, um so weiter zu machen.
Für ein paar Sekunden war ich gewillt, dem Drang nachzugeben. Meinem Puls zu folgen, der in Schüssen durch meinen Hals kochte, zu fliehen vor ihrer Frage und dem Wissen, wie ähnlich wir beide uns waren.
Und was ist, was sie antreibt, Aidan?
Ich konnte nicht gehen. Nicht, nachdem ich in ihren Augen Summers gesehen hatte. Also schluckte ich und dachte nach, rational, wie ich es tun würde, wenn es um einen Artikel ging. Es war ein Hobby gewesen, das Schreiben. Eine einfache Leidenschaft, mit der ich versucht hatte, unser junges Glück über Wasser zu halten, und das hatte funktioniert. Wann war diese Spielerei zu meinem Lebensinhalt geworden, dem einem, dem ich mich hingab, Tag und Nacht, um nichts anderes zuzulassen, das mein Leben jemals wieder auf eine Bahn lenken könnte, die mich zurück zu jenem Tag bringen würde, in die Blutlache derer, die ich liebte?
Ich hatte Xandria gehabt. Xandria und die Buchstaben und das hatte gereicht. Oder zumindest hatte ich versucht, mir das einzurden.
"Ich schätze, das Wissen, dass Zuhause niemand mehr wartet", erwiderte ich also abwesend und ich verfluchte mich dafür, dass ich jetzt doch geantwortet hatte und gleichzeitig wusste ich, dass ich es ihr schuldig gewesen war. Eine Weile herrschte Stille und ich nutzte sie, um die glühenden Gedanken in meinem Kopf auszublenden.
"Es ist schlimmer, als würden sie sterben, nicht?", stellte ich dann fest und richtete meinen Blick erneut in die Sonne, in bittersüßer Melancholie. "Wenn sie sich vergessen." Man konnte den Menschen nicht böse sein. Es war der Virus. Das Böse. Die Werwölfe und das, was sie mit den Personen machten, die sie anfielen. Sie brachten sie um. Jeden Monat wieder. 
Es war nicht Chaz gewesen, der Neona und Summer getötet hatte. Nicht mein Bruder. Es war ein Monster gewesen, etwas, das von ihm Überhand gewonnen hatte. Und deswegen würde Mutter nie mehr erfahren, dass ich sehr wohl wusste, wer es gewesen war. 
"Ich hab ihn nicht wieder gesehen", meinte ich und ein gleichgültiger, beinahe zynischer Ausdruck gelangte in meine Stimme, als ich weitersprach, ohne den Blick zurück auf sie zu richten, "Wer weiß, was mit ihm passiert ist. Wahrscheinlich sollte ich ihm nur das Beste wünschen, er ist immerhin noch immer mein Bruder."  

Reply

Meridiana
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Meridiana on 05/04/2016 11:28 PM

Mein Kopf brauchte nicht mehr an seiner Schulter zu liegen, mein Ohr so nah an seinem Puls, um zu wissen, dass er überlief, das schaffte er zu zeigen, ohne, dass ich es hörte. Es war nicht mein Ziel gewesen. Nichts auf dieser Welt wollte ich weniger als wenn Andere betreten waren durch Dinge, die mir widerfahren waren. Wahrscheinlich mochte ich Zero deswegen so sehr; in seiner einfach gestrickten, wenig empathischen Knuddelart gab er mir genau das, was nötig war, nicht zu viel. Davon hatte ich ungefragt genug gehabt.
Doch in seiner Mimik, in seinem Gesicht lag mehr als das und deswegen war es in Ordnung, dieses eine Mal. Weil ich sehen und spüren konnte, dass er verstand und davon wahrscheinlich noch zu viel. Da waren Erinnerungen hinter dem Blick, die ihm die Sicht auf das versperrten, was er gerade ansah. Der Fluchtinstinkt im sachten zucken seiner Iris, die mich veranlasste den Arm um seine Mitte zu legen, locker, kaum spürbar, nicht um ihn davon abzuhalten zu gehen, sondern ihm zu zeigen, wo er war. Nicht da, nicht an dem Ort an den er dachte, sondern hier und es gab keinen Grund zu fliehen. Die Bäume, die Steine, die Sonne und ganz zuletzt ich waren keine Gefahr für ihn. Nicht physisch und nicht psychisch; sollte er etwas sagen, würde es nur hier Platz finden und nirgendwo sonst. Nie wieder.
Dass Zuhause niemand mehr wartet. Kurz, ehrlich. Und die absolute Wahrheit. Darauf gab es nichts zu sagen und nichts zu denken. Ich hätte es selbst nicht so grandios zutreffend ausdrücken können. Wieder einmal wurde mir klar - wie schon seit unserem ersten Treffen - dass dieser Mann vor mir mehr bedeutete als das was die Menschen in ihm sahen. Er war einsam. Frau und Kind... verschwunden. Und Zuhause niemand mehr der wartet. 
Weil es nicht anders ging und weil auch ich irgendwo tief in mir ein Herz hatte zwang ich ihn nicht mich anzusehen, ich legte nur die Hand an seine Wange und zog sein Profil die wenigen Zentimeter zu mir hin. Ich küsste die Schläfe hinter der sich die Sehnen langsam wieder beruhigten und die Kühle zurückholten, die half die Erinnerungen zu bewältigen. Küsste sie und lehnte für einen Moment meine Stirn daran, weil ich wusste, was er meinte. Und wahrscheinlich auch um ihm still zu versprechen, dass es jemand gibt, der auf ihn warten würde.
"Es ist das Gleiche.", flüsterte ich um nichts zu zerstören. "Sie verfallen... sie vergehen. Es ist das Gleiche, nur lebendiger." - Das Bild meines Vaters, dem scheinenden Ritter sagenumwobener Abenteuer in Irlands weiten Wiesen drang mir in den Kopf. Und das Bild des Mannes, der zusammengesunken und zu früh ergraut ins Nichts starrte, in Erinnerungen daran lebend was mal war. "Man sieht Ihnen beim sterben zu."
Meine Mutter, seine Familie. Meine Kindheit, sein Leben. Mein Vater, sein Bruder. Sie hatten es nicht gewollt und ich wusste das, verstand das, es war da. Doch es änderte nichts, absolut nichts. Nicht für Aidan oder seinen Bruder; nicht für Raffael, mich und meinen Vater. Und besonders nicht für die Familien Peters und Fairburn, die es einmal gab. "Wären wir wirklich gnädige Wesen... würden wir sie erschießen, wenn sie noch im Wundbett liegen.", fasste ich zusammen, nicht hart und abgebrüht, sondern ehrlich und von Herzen. "Aber dafür lieben wir sie zu sehr. Wir müssen erst sehen, was passiert." 
Ich konnte nicht mehr hier stehen und mir vorstellen wie die Seele meiner Mutter an ihrem Grab sitzt und mir zuhört was ich sagte. So ließ ich ich ganz sacht von Aidan, drehte mich ab und ging sehr langsam und sehr still wieder über den Platz, nicht fort von ihm, nur fort von den Steinen. 

Reply

Aidan
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Aidan on 05/06/2016 12:31 AM

Ich zuckte zusammen, als ich ihre Finger in meinem Gesicht spürte und in dieser Sekunde fühlte sich unsere gesamte Begegnung, dieses Gespräch, diese Blicke so unheimlich falsch an, dass ich nicht anders konnte, als verkrampft gegen die Fluchtreflexe anzukämpfen, die ihre unerwartete Nähe in mir auslöste. Es lag nicht an Meridiana. Ihr Kopf hatte auf meiner Schulter geruht und vermutlich war das die intimste Geste, die ich einem Menschen in den letzten 5 Jahren zugestanden hatte, aber das hier war zu viel. 
Als ihre Lippen auf meine Haut trafen, begann ich, zu zittern, und viel mehr als ihre Berührungen hasste ich meine Reaktion darauf. Es war so einfach, souverän zu bleiben, im Alltag, denn normalerweise überschritt niemand diese einfache, selbstverständliche Grenze, die hinter einem Hände-Schütteln oder einem Schulterklopfen gezogen war, aber Meridiana tat es und ich schwankte zwischen der Erkenntnis, dass die Einsamkeit vielleicht doch nicht ein so sicherer Begleiter war, wie bisher gedacht, und dem Gefühl der Platzangst, dem Verlangen, mich und die offenen Wunden, die sie mit einfacher Körpernähe offen legte, in Sicherheit zu bringen.
Genau so plötzlich, wie der plötzliche Ausbruch meiner Emotionen mich getroffen hatte, hatte ich mich auch wieder unter Kontrolle, fuhr meine Gedanken bestimmt herunter und atmete wieder tief, als wäre diese Begegnung gerade nie passiert, aber ihre Worte huschten trotzdem an mir vorbei, ohne, dass ich ihren Inhalt wirklich wahrnahm. Ich hatte mich gesammelt und das hier würde mir nicht nochmal passieren, aber das minimale Zucken, das kurze Einknicken vor dem, was Meridiana gerade ans Tageslicht befördert hatte, reichte, damit ich wusste, dass sie meine Schwachstelle entdeckt hatte. 
Wir müssen erst sehen, was passiert.
Als Meridiana sich von mir abwandte und ich ihre Schritte hörte, die sich langsam entfernten, folgte ich ihr nicht sofort. Ich starrte noch eine Weile auf die Gräber auf der Hügelkuppe vor mir, ließ ihre letzten Sätze auf mich einwirken und ballte schließlich meine Fäuste, um das elende Zittern aus meinen Fingern zu vertreiben, bevor ich mich schließlich umdrehte, um zu sehen, ob sie ging, oder auf mich wartete.
Sie war langsam. Und ihr Atem, den ich bis eben noch auf meiner Wange gespürt hatte, echote noch immer durch meinen Kopf wie ein Rauschen. Vielleicht war das hier genug gewesen, für ein Treffen. Genug getragene Melancholie, genug Tiefsinnigkeit, zu viel Nähe für so ein zufälliges Treffen.
Ich verfolgte jeden ihrer Schritte und erneut faszinierte mich ihre Art, sich durch die Welt zu bewegen, ein Fingerschnippen hier, ein Lächeln da, und die Welt verlor ihre Stützen, um sie herum, sie riss sie ein, ganz so, wie sie wollte, und das, ohne auch nur eine Sekunde ihre Eleganz zu verlieren. Der rasende Puls in meinem Hals erinnerte mich auf unsanfte Weise daran, dass auch ich mich diesem Einfluss nicht entziehen konnte. 
Ich ging ihr nicht nach. Aber ich ließ sie auch nicht aus den Augen. 

Reply

Meridiana
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Meridiana on 05/06/2016 01:00 AM

Wie gern hätte ich es einfach übersehen, überspürt oder wie auch immer es jetzt zu nennen war. Aidan und ich waren Herren und Gebieter der Worte, aber es gab Zeiten und Situationen in denen das null und nichtig war. Wieder einmal hatte ich ihn in eine Ecke getrieben, wie im Café, doch diesmal ohne es zu wollen. Und diesmal ohne Hintergedanken, sondern einfach um ihm zu zeigen, dass ich ihn schätzte oder vielmehr das was er mit mir geteilt hatte. Es gab Situationen in denen ich es hasste ich zu sein. Selten, fürwahr, aber das hier war einer dieser Momente und soblieb ich doch stehen. 
Es war undankbar gewesen von mir an einer Stelle an der ich einfach nur für ihn da sein wollte. Die Empathie hatte gefehlt. Auf seine Weise hatte er mir sein Inneres offen gelegt, auf seine ganz spezielle Weise und was tat ich? Kesselte ihn ein wie ein Reh, brachte ihn zum Zittern, zum Hadern und drückte den Finger in die Wunde des Fluchtwillens, den ich immer in ihm spürte. Ich bereute, zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich tief. Das hatte er nicht verdient. 
Tief Luft holend hob ich den Blick und sah doch nirgendwo konkret hin, stand einfach nur da mitten auf diesem Platz in dieser seltsamen Situation und dachte an den Mann hinter meinem Rücken, dem ich erlaubte genau dort zu sein - hinter meinem Rücken, wo ich nicht sehen oder erkennen konnte was er tat oder vor hatte. "Es tut mir leid, Aidan.", kam es von meinen Lippen, so ehrlich wie unvorbereitet. "Und zwar nicht auf diese Weise." - Nicht auf die romantische. Und ohne Sie und Du, denn beides passte nicht mehr zu ihm und mir. Passte nicht hierher.
Ich drehte den Blick über die Schulter zu ihm hinüber und sah wie er mich betrachtete. Und zum ersten Mal in der kurzen Zeit die wir uns kannten schlug ich den Blick zuerst nieder. Es war zu viel geschehen heute obwohl wir so wenige Worte gewechselt und so wenig Zeit miteinander verbracht hatten. Mir blieb nur zu hoffen, dass er wusste: Würde er eines Tages Hilfe brauchen, Unterstützung oder einfach nur einen Menschen, der ihm zuhörte, stünde meine Tür ihm jederzeit offen, wäre jedes Meeting gecancelt. Wenn er das wollte. Aber das musste nicht ausgesprochen werden.
Gerade als ich gehen wollte fiel mir etwas ein, das Zero einmal gesagt hatte und das für seine Verhältnisse intelligent genug gewesen war um es sich zu merken. Einsamkeit ist eine Krankheit, Didi. Und jeder hat seine eigene Medizin dagegen. Dieser Satz huschte einen Moment über meine gerunzelte Stirn, dann sah ich Aidan noch einmal an, lächelte ehrlich und sanft wie meine Mutter es getan hätte.
"Ich hoffe, etwas hat überlebt." - Etwas von Aidans Lebensfreude, etwas an Hoffnung für uns alle; etwas von dem was ich so sehr geschätzt hatte zwischen ihm und mir. Irgendetwas. Dann drehte ich ab, diesmal nicht weil ich es wollte, sondern, weil ich ihm ansah, dass es nicht mehr ging. Das hier war seine Entscheidung, nicht meine und das war völlig in Ordnung.

Reply

Aidan
Deleted user

Re: Ein Friedhof

from Aidan on 05/07/2016 01:36 AM

Sie blieb stehen. Und noch bevor sie begann zu sprechen, wusste ich, was jetzt kommen würde - am liebsten hätte ich mir ihre Entschuldigung gar nicht angehört, aber Meridianas Gesicht, das ich nur im Halbprofil von hinten sehen konnte, sah mit einem Mal so unglücklich aus, dass ich gar nicht anders konnte, als sie zu mustern, während sie sich für etwas entschuldigte, für das sie definitiv nichts konnte. 
Als sie sich zu mir drehte, schüttelte ich nur kaum merklich den Kopf. Es war mehr ein Abwinken. Ein Okay. Die Distanz zwischen uns schob meine Gedanken zurück dahin, wo sie hin gehörten und je länger wir da standen, und uns ansahen, desto sicherer wurde ich mir, dass ich Meridiana mochte. Wenn auch vielleicht nicht auf diese Weise. Einfach, weil diese Weise viel zu abwegig war, um auch nur daran zu denken. Sie entschuldigte sich nicht auf diese Weise und ich würde ihr diese Weise auch nicht zurück geben, dieser Fakt stand zwischen uns. Und trotzdem... er hatte etwas, dieser Nachmittag, Meridianas Kleid, die Sonne, das Gespräch... 
Fast bedauerte ich es, als sie sich abzudrehen schien, aber andererseits war wohl klar, dass das hier mehr als genug gewesen war, für uns beide, auf unsere Art und Weise. Doch sie ging nicht. 
Ich hoffe, etwas hat überlebt.
Zugegeben, ihr Satz traf mich unerwartet und vermutlich stand mir die Überraschung klar ins Gesicht geschrieben. Etwas. Es bedurfte keiner weiteren Ausführung, weder für sie, noch für mich, und so sah ich sie ein paar Sekunden an, bevor sich mir erneut dieses Grinsen aufs Gesicht stahl und ich meinen Blick durch den Himmel fahren ließ, bis die Sonne mich erneut blendete.
Wir waren schon seltsam. Das gleiche, schwere Schicksal. Andere Schwachstellen. Und trotzdem standen wir hier, in der Frühlingssonne eines Friedhofes und taten, als wäre die Welt unser Schachbrett. Es waren Momente wie diese, in denen mir bewusst wurde, dass wir überhaupt gar nichts konnten, wenn es darauf ankam, und auch, wenn das grausam war, in dieser Sekunde stimmte mich das versöhnlich.
"Einen schönen Tag noch", wünschte ich ihr, und es war eine lächerlich alltägliche Floskel - und trotzdem meinte ich sie ernst. "Genießen Sie ihr Wochenende, Meridiana."
Wir würden uns wiedersehen, ich in Anzug, sie in Bluse, und wir würden reden und debattieren, über Geschäfte, und dann würden wir Kaffeetrinken und über Neuseeland reden - und wir würden wissen, was der Andere mit sich herum trug; aber es wäre nicht wichtig.  

Reply
First Page  |  «  |  1  |  2  |  3  |  »  |  Last

« Back to forum