Zukunfts-Thread XVI

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 01:22 PM

Darren krallte sich so sehr an sie wie ihre Finger an ihm lagen. Kurz war ein Genießen seitens der Blondine da, denn sie wurde viel zu lange nicht mehr so gebraucht. Elisa war viel zu lange nicht mehr in der Lage, jemand anderem Sicherheit zu geben. 
"Ich bin immernoch eine Hufflepuff", flüsterte sie, als Darren sie nach dem Greif fragte, biss sich das Mädchen auf die Lippen. Darren stellte eine Bedingung auf, die Elisa nicken ließ. Er ging und sie blieb zurück - ungeküsst und trotzdem ohne das stetige Gefühl kalt und allein zu sein. Ihr Herz rannte in der Brust und die Angst ließ sie lächeln. 
"Wer von euch wohnt am weitesten weg?", fragte Elisa die Gruppe der Mädchen, die sie vorher erschreckt hatte und unter Schluchzen und Krächzen bekam sie eine Adresse heraus. 
Die Augen schloss Elisa, um zumindest einen Schutz hierzulassen, die Menschen nicht vollkommen schutzlos zurückzulassen und so rief sie sich Jacobs Lachen ins Gedächtnis. Jacob letztes Lachen. 
Die Doxy aus Licht schwirrte über der Menge, als Elisa mit drei der Freundinnen apparierte, den Rest hinterherholte. Es waren zu viele um die Erinnerungen zu löschen, hatte jede von ihnen ein Handy, mit dem sie gefilmt hatten. So verschwand Elisa sang-und klanglos, zurück zu den Muggle, die ihre Hilfe brauchten und zurücklassend eine Gruppe von jungen Frauen, deren Weltbild zerstört war. 
Die schmalen Finger Elisas fanden an Darrens, kaum war sie gelandet, blinzelte sie ihn liebevoll an. "Mein Held", ein Flüstern, ehe sie weitereilte, eine kleine Familie nach Hause brachte. Gerade ging es darum, die Muggle zu sichern. Um die Erinnerungen musste sich die Regierung kümmern. 
Die Doxy schwirrte noch immer über der Masse, fletschte die Zähne, wenn man ihr zu nahe kam. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/17/2017 07:48 PM

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es zu Elisa zurück schaffte. Doch als ich es tat, stand mir Schreck und Verwirrung ins Gesicht geschrieben. Ich rief mehrere male ihren Namen, bis sie wenige Meter von mir entfernt zwischen zwei Muggel apperrierte und dabei einige verblüffte Schreie und ängstliche Blicke erntete. Irgendein Held aus einer Seitenstraße rief lauthals 'Hexe!', doch im Moment war mir das ehrlich gesagt alles egal. "Es ist nicht nur hier so", keuchte ich etwas missverständlich, als ich endlich bei ihr angekommen war und meine Finger etwas zu fest um ihre dünnen Oberarme schloss. "Die ganze Stadt versinkt quasi im Chaos!" 
Die Idee, dieser Frau zu helfen indem ich sie zu ihrer Wohnung in die Innenstadt brachte, war schlicht gesagt eine ganz beschissene Einfall gewesen. Wenn ich vorher geglaubt hatte das hier - ein paar Blocks vom Picadilly Circus entfernt - wäre eine Ausnahmesituation, so hatten mich die letzten fünf Minuten etwas gänzlich anderes gelehrt. Es hätte wohl einiges an Überzeugungskraft gebraucht, der vor sich hin würgenden Frau eine weitere Adresse zu entlocken. Das Disapperrieren war ihr nicht wirklich gut bekommen und so hatte ich - ein wahrer Held - die heulende Frau in die Arme eines überforderten Feuerwehrmannes geschubst und war abgehauen bevor ich Zeuge davon wurde, wie sie dem Mann vor die Füße reierte. 
"Irgendwas stimmt mit den Tieren nicht", fuhr ich unbeirrt fort und blickte Elisa mit ernsthafter Nervosität entgegen. "Die Leute müssen weg. Weg aus der Stadt." Um meine Worte zu betonen, fuchtelte ich aufgeregt mit den Armen herum und war den nächsten Moment auch schon wieder verschwunden.
Ich fragte nicht mehr. Ich packte die Leute bei den Armen oder Schultern und blaffte, sie sollten sich gefälligst an mir festhalten. Die Orte an die ich apperrierte waren wahhlos. Einmal ein Quidditchstadium nahe Manchester, mehrfach ein Zaubererkrankenhaus in Oxford. Ein See, an dem ich einmal sternhagelvoll gecampt hatte. Ich dachte nicht mehr wirklich nach und handelte lediglich instinktiv. Zugegeben, in diesem Heldending war ich wirklich beschissen; Doch wenigstens tat ich irgendetwas. 
Elisa sah ich nur wenige Male zwischen unseren Disapperrier- und Apperriersprüngen. Jedes mal waren es nur wenige Sekunden, in denen ich nach dem Blondschopf ausschau hielt und mich mit einem Blick vergewisserte, dass es ihr gut ging. Um uns herum verflüchtigten sich die Muggel und zu meiner großen Erleichterung kehrte der Hippogreif nicht zurück. Doch so berichteten einzelne Passanten von anderen magischen Wesen und auch auf meinem ersten Ortswechsel hatte ich Tiere gesehen, die über Menschen hergefallen waren und sich nur schwer davon hatten abbringen lassen. Was auch immer hier passierte, es war nicht gut. Und würde es mehrere freilaufende magische Wesen wie den Hippogreif geben, so würden heute Nacht viele Menschen verletzt werden. 
Ich weiß nicht wie oft ich hin und her gesprungen war, doch als ich dieses Mal in der Seitenstraße landete, schienen sich die meisten Passanten aus den Staub gemacht zu haben. Von Elisa war keine Spur, doch was mir in dem matten Schein der Straßenlaternen sofort ins Auge fiel, war das hellbläuliche, schimmernde Licht eines Patronus. Einer Doxy, um genau zu sein. Und ich wusste auch sofort, wem dieser Patronus gehörte.

Reply Edited on 08/17/2017 08:01 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 08:16 PM

Darren hielt Elisa fest, bevor sie ihn gesehen hatte. Er hatte sein Lächeln verloren und die Blondine konnte echte Angst in seinen Augen sehen. Darrens Worte bestätigten nur ihre Erlebnisse, hatte sie selbst einige Tiere getroffen, die ihr außerhalb des Unterrichts nie untergekommen waren.
Ganz kurz genoss sie den Moment bei Darren, gab dieser ihr Sicherheit, ehe er sich löste. Hoffnungsvoll schenkte sie ihm ein Lächeln. "Wir beide schaffen das, Locke", hauchte sie ihm entgegen, ehe er sie gehen ließ. Barfuss lief auch sie auf die nächsten Passanten zu, doch anstatt die Leute nach Timbuktu zu verschaffen fragte sie nach der Adresse eines Verwandten außerhalb Großbritanniens. Antworteten sie nicht, landeten sie in der Polizeistation mitten in Mallorca. Immerhin hatte Darren weit weg gesagt. 
Den Lockenkopf sah sie immernur selten, waren sie beide recht beschäftigt. Ihre Finger hatten sich gerade aus dem Top der jungen Frau gelöst, stolperte Elisa aus der Polizeistation heraus und fand sich inmitten einem Schwarm Billywigs. Die Blondine apparierte und stolperte gegen die nächste Hausecke, lehnte den Kopf gegen die Wand hinter sich, schloss die Augen um nach Luft zu schnappen. Apparieren war an sich schon etwas, was Elisa nüchtern auf den Magen schlug, doch so häufig nacheinander mit einigen Menschen und über die Ländergrenzen ließ die Blondine Sterne sehen. 
Ihr Blick hob sich in Richtung der Doxy, die noch immer ihre Runden drehte, beschützend und voller Elan - ganz anders als ihre Erschafferin. "Darren?", rief Elisa, als sie einen Schatten vor sich erkannte und ihre Finger schlossen sich um den männlichen Brustkorb, lehnte sie sich leicht in die entgegengesetzte Richtung, um ihn an sich zu ziehen. "Spanien sieht genauso aus, Darr. Es bringt nichts", hauchte sie ihm leise zu, während ihre Lippen sein Schlüsselbein fanden, sie den Kopf in seiner Halsbeuge versteckte. 
"Hast Du noch Kraft für einen Patronus?" Sie selbst hatte keinen mehr, spürte sie, wie ihr Herzschlag sich normalisierte und ihre Wärme wich. Es würde nicht lange dauern, ehe sie zusammenklappte und die Gefühle sie einholten. 
"Lass uns nach Hause gehen, Darren.", ihre Lippen wanderten über den weichen Hals, die großen Augen geschlossen. 
"Lass mich nicht nochmal alleine, Darren." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/17/2017 09:17 PM

Ich atmete stoßhaft aus, als sich Elisas Arme in einer viel zu vertrauten Bewegung um meine Mitte schlossen und ich in dieser bizarren Situation von selbst die Arme um sie legte, um Blondie kurz an mich zu ziehen. Ich mochte normalerweise keine einengenden Berührungen wie Umarmungen oder Händchenhalte, doch gerade jetzt war es bitternötig. Noch immer schlug mein Herz schwer in meiner Brust, viel zu schnell als dass es gesund sein konnte. Und ihre Worte besserten diesen Umstand nicht gerade. 
"Spanien?", platzte ich heraus und drückte Elisa wieder von mir weg - die Hände nun erneut auf ihren Oberarmen - um sie besser ansehen zu können. "Weshalb zur Hölle warst du in Spanien?" Verwirrt blinzelnd sah ich auf Blondie herab, erinnerte mich allerdings im nächsten Moment an die willkür meiner eigenen Rettungsaktionen und schüttelte den Kopf. Meine Hände ließen von ihren Armen ab, stattdessen trat ich einen Schritt zurück und fuhr mir mit beiden Händen über Gesicht und Haare, wobei ich kurz mit den Fingern in den Locken verweilte und tief durchatmete. Was hier gerade gesehen war - und noch immer geschah - hatte sich noch nicht so ganz in den Windungen meines Gehirns verankert. Umso mehr nahm ich das Angebot an, über etwas anderes zu faseln. 
"Das ist dein Patronus, nicht wahr?", sprach ich noch immer außer Atem aus, gefolgt von einem spöttischen Lachen. Mein Kopf nickte in Richtung der Feenartigen Gestalt, dessen bläulich knisternde Magie über dem Boden tänzelte und dabei allerlei Funken verstreute. "Dein Patronus ist ein beschissener Schädling." In mich hineinglucksend stemmte ich die Hände in die Knie und sah belustigt zu Blondie auf. Im Grunde war es gar nicht mal so fern, die Verbindung zwischen der Beissfee und ihr. Und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr passte es einfach perfekt ins Bild. Ich grinste amüsiert - soweit das in meinem Zustand möglich war - und machte mich offensichtlich über sie lustig. Vielleicht war es der abfallende Adrealinpegel oder der Stress, doch irgendwie brauchte ich das gerade. Selbst ihre Frage überging ich. "Jeder, wirklich jeder, hat einen ganz normalen Patronus und du hast eine Doxy." 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 09:57 PM

Elisa atmete beruhigt an Darrens Hals, tat es gut, gehalten zu werden. Als wäre die Welt wieder für eine Sekunde in Ordnung. 
Darren schien sehr begeistert zu sein über ihr Wahlziel und sie grinste in sein erschrockenes Gesicht. "Niemand fragt mitten in Mallorca nach, wenn Du nicht mehr weißt, wie Du hier her kommst. Vor allem nicht auf der Polizeistation." Die Blondine rutschte näher, biss ganz leicht und mit der Ummantelung ihrer Samtlippen in seinen Übergang zwischen Hals und Schulter. "Da kannst Du deine Bettgesellen gut loswerden, wenn sie nerven."
Die eigenen Finger verkrampften sich, als Darren lachte. Den Kopf senkte Elisa, biss sich auf die Lippen. "Hör auf", hauchte sie, während sie sich von ihm weg zurück gegen die Wand lehnte. Sie löste sich vollständig, der kleinere Körper zitterte. Es war nicht ungewöhlich, dass Darren keine Grenzen kannte, doch das hier war Elisa heilig. Mehr als heilig. "Es ist kein Schädling", brachte sie hervor und sie drückte sich noch weiter von Darren weg, schob seine Arme von ihrem Körper. 
"Darren, hör auf", brachte sie nochmal hervor und ihr Blick sprach Bände, bevor er sich ein letztes Mal darüber lustig machte. 
"Ich appariere zu Isaac", Elisa strich sich durchs Haar, blickte ihren Kumpel nochmals an und schüttelte dann den Kopf. Es tat weh. Es tat wirklich weh. Die Schultern zog sie hoch, bückte sich die Blondine nochmals um nach ihren Schuhen zu greifen, dann ging sie. Langsam, barfuß und von lautlosen Schluchzern durchschüttelt. Es gab so gut wie nichts, was ihr wichtig war. Elisa brauchte Liebe und Aufmerksamkeit und es war das einzige, was sie hinbekam. Das Einzige, worauf die Blondine stolz war. Ob Darren wusste, wie schwer es ohne Gefühle war, einen Patronus hervorzubringen? Das nur eine einzige Erinnerung hierfür ausreichte? 
Sie bog um die nächste Ecke und die Blondine ließ sich gegen die Wand fallen, rutschte an ihr herab. Sie sollte nicht alleine sein nach solch einem Höhenflug. Es würde immer kälter werden, in ihr und die gebräunte Haut und vielleicht dann, wenn Elisa das Gefühl hatte zu erfrieren, würde sie die Kraft finden, zu Isaac zu fliehen. Sich seine Wärme ausleihen. 
Die Doxy erlosch immer mehr und die Blondine verbarg das Gesicht an den Knien, zitternd. Irgendwann würde es wieder wärmer werden. Irgendwann würde der ganze Unsinn aufhören. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/18/2017 01:05 PM

Natürlich hörte ich nicht auf. "Klar ist es ein Schädling", erwiderte ich leichthin, ohne das Zittern ihrer Stimme überhaupt zu bemerken. "Es gibt viel zu viele von ihnen, sie sind ungewünscht, aggressiv und gehen der magischen Bevölkerung auf die Nerven. Oder hat sich schonmal jemand gefreut, wenn sich diese beschissenen Viecher irgendwo eingenistet haben?" Ich schüttelte den Kopf, den Blick in meiner gebückten Haltung auf den Boden gerichtet. Die Arme noch immer in die Knie gestemmt sah ich noch immer außer Atem und erschöpft zur Seite. Über etwas anderes zu reden tat gut, doch wir beide sollten langsam aus der Innenstadt verschwinden. Ich sollte zu meinen Eltern und Elisa sollte dahin gehen, wo auch immer sie wollte. Dass dieser Ort anscheinend die Wohnung meines Bruders darstellte, schob ich direkt darauf, dass ich sie mit meiner kleinen Stichelei beleidigt hatte. Was ungewohnt war, doch Blondie war durch die vergangene halbe Stunde wohl reizbar geworden.
"Wirklich?", gab ich nun sarkastisch zurück und richtete mich auf. "Du bist wegen sowas beleidigt und denkst jetzt, ich würde es bereuen wenn du zu Isaac abhauen willst?" Aber sie blickte mich lediglich kopfschüttelnd an. Ja, enttäuscht. Vielleicht auch irgendwie verletzt, was ungewöhnlich war, da Blondie sonst doch so gerne die unverwundbare spielte. Doch ihre Bemerkung war mir gegen den Strich gegangen und ich war nicht in der Lage heute noch mehr Bullshit zu vertragen. Dachte sie tatsächlich, Isaac würde sich mit ihr gegen mich verbinden, nur weil ich ein kleines bisschen gemein gewesen war? Vielleicht schenkte er ihrem Aufmerksamkeitsdefizit Beachtung, doch er war immer noch mein Bruder.
"Ist das wirklich dein Ernst?", rief ich ihr nach, als sie tatsächlich nach ihren Schuhen griff und ohne weitere Worte ging. Auch wenn ich wirklich keinen Nerv für so etwas hatte, waren wir gerade durch die Hölle gegangen. Die Sirenen waren noch immer nicht verstummt und ich wollte gar nicht wissen, was gerade um uns passierte. Deswegen trat ich von einem Bein auf das andere und ging ihr nach einem leise ausgestoßenem Fluch nach.
Sie saß auf den Boden gekauert wir ein geschlagener Hund. Mein erster Gedanke war dass es nicht an meiner Bemerkung, sondern an der gesamten Situation lag. Blondie konnte mit Stress also nicht umgehen, interessant.
"Steh auf", gab ich halb genervt, halb mit guter Absicht ab als ich neben sie trat. "Wir sollten beide von hier verschwinden, bevor die Welt noch ganz untergeht."
Ich war nicht gut mit Worten. Und schon gar nicht in diesem Ermutigungs-Ding. Aber mein Kopf schmerzte und ich war müde und alles schien gerade durchzudrehen, es schien für mich also kein Verbrechen, dass ich gerade jetzt keine Lust auf dramatische Gefühlsduselei hatte. Wollte sie zu Isaac gehen und sich ausheulen, dann sollte sie das machen. Sollte sie denken dass er ihr mehr zugeneigt war als mir, dann bitte. Nur würde ich sie bestimmt nicht hier sitzen lassen, während ein Hippogreif mutmaßlich irgendwo am Himmel kreiste.

Reply Edited on 08/18/2017 01:10 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/18/2017 01:31 PM

Elisa versuchte wegzuhören. Sie versuchte es wirklich und ein wenig konnte sie die Worte ausblenden. Doch die Bedeutung dahinter war klar. Sie war ein Schädling. Unerwünscht und beschissen. Nur war sich die zitternde Blondine nicht mehr sicher, ob Darren von der Doxy oder von ihr selbst sprach. 
Sie konnte Darrens Wärme spüren, bevor er sie ansprach. Elisa richtete sich auf, kämpfte damit, den Blick zu heben. "Ich kühle aus, Darren", hauchte sie ihm entgegen, als würde es ihre Reaktion erklären. Die zarten Finger suchten nach seinen, versuchte sie ihn an sich zu ziehen. Er hatte es nicht gewusst. Er konnte nichts dafür. Es war eben Darren. 
"Nicht nur Du hast einen unlustigen Bruder", gab sie von sich und versuchte sich mithilfe der Wand, Darrens Hand und dem letzten bisschen Adrenalin von dem Boden hochzudrücken. Es war schwerlich, vor allem da die Blondine schwankte, kaum dass sie stand. "Jacobs letztes Lachen ist meine Patronuserinnerung", Elisa senkte den Kopf, während ihr kleiner Körper sich durch Schluchzer hob. Geräuschlos rollten Krokodilstränen über die gebräunten Wangen, wollte sie nicht, dass Darren es sehen konnte. "Ich war 15, als ich es hörte." Vielleicht würde es ihm helfen zu verstehen. Vielleicht würde Darren begreifen, wie wichtig Elisa diese blöde Doxy war. Vielleicht würde er merken, auf was er herumtrampelte. 
Wie schon zuvor zog sie Darren an sich, dieses Mal jedoch kraftlos und schwach. Die Blondine ängstigte sich davor, umzufallen, den Boden wieder so nah zu spüren und so hoffte sie, der Gryffindor würde ihren Körper gegen die Wand drücken, sie festhalten. 
"Kannst Du.. kannst Du mich bitte nicht alleine lassen?", hauchte sie Darren zu, während ihre inzwischen eiskalten Finger an seine Wangen fanden. "Ich traue mir selbst nicht, wenn die Kälte zurückkommt und die Welt in Graustufen einfärbt." Der blonde Kopf fiel gegen Darrens Schulter, war Elisa kraftlos, erschöpft und kalt. Würde Darren sie nach Hause schicken, würde sie wie so häufig auf dem Gehweg landen, die Arme unter dem Kopf gebettet und die Knie wie ein Fötus an den Körper gezogen. Es war kalt, sie war kalt. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/18/2017 06:13 PM

Sie kam tatsächlich meinen Worten nach, was einer wiederspenstigen Person wie Elisa sonst nicht ähnlich war. Trotz meinem genervten Tonfall wankte sie einen Schritt auf mich zu und ich hob instinktiv die Arme, um sie bei einem möglichen Sturz aufzufangen. Meine Stirn lag in Falten, während mein Blick mit einer wachsenden Ungewissheit auf ihren blassen, hübschen Zügen ruhte. Hatte sie das ganze Spektakel so aus der Fassung gebracht? Schließlich war es ihre Idee gewesen, hier zu bleiben. 
Mit jeder Sekunde wuchs in mir der Drang, diese beschissene Straße zu verlassen. Stets hatte ich das besorgte Meckern meiner Mutter im Hinterkopf und das Zittern ihrer Hände, dass mich stets ungewöhnlich nervös und fahrig machte. Ich hatte keine Ahnung wo sich Isaac befand und ich selbst konnte mir im Moment nichts schöneres vorstellen als mich in der Sicherheit meines Zuhauses zu wissen, bevor noch mehr Viecher beschlossen hier aufzukreuzen. Das entfernte Klingen der Sirenen war zudem keine Hilfe für meine Kopfschmerzen und die stets Uhruhe in meinen Knochen. 
"Okay..", war das einzige, was ich auf ihre plötzlichen Worte zu erwidern hatte. Sie hatte nie auch nur einen Bruder erwähnt, mich immer nur mit meine getriezt. Es war der Moment in dem ich auch bemerkte, dass ich einen wunden Punkt getroffen hatte. Woops. 
Ich presste die Lippen zusammen, nicht sicher was ich sagen sollte. Wie immer setzte Blondie auf Körpernähe und ich bemühte mich nicht wie sonst auch, bemüht Beifällig Abstand zwischen uns zu bekommen. Stattdessen legte ich nach einigem Zögern die Arme um ihre zitternde Gestalt und hob eine Hand an ihren Hinterkopf, damit sie sich an mir anlehnen konnte. Ihre Bitte klang noch immer in meinen Gedanken nach, doch in meinem Kopf hatte ich sie schnell beantwortet. Nein. 
Ich war kein Mensch der Dinge faselte wie 'ich bin für dich da' oder 'du kannst immer mit mir reden', da es in den meisten Fällen nicht stimmte. Deprimierte und traurige Menschen waren langweilig. Ja, fast öde. Blodie so zu sehen berührte etwas in mir und ja, sie tat mir tatsächlich Leid. Doch war ich nicht die Stützte, die sie sich wünschte. Das würde ich nie sein. 
Mit Bedauern im Blick drückte ich sie an mich und sah in den sternenbedeckten Himmel hinauf, seufzte und sagte leise: "Ich sollte Nachhause gehen. Du auch. Geh zu deinem Bruder. Versichere dich, dass es deiner Familie gut geht." 
In der Ferne heulte der schrille Klang eines Feuerwehrautos auf, gefolgt von einem Krankenwagen. Während die Welt unterzugehen schien standen wir im Schatten einer dunklen Hauswand und ich wagte es fast nicht, Elisa loszulassen. 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/18/2017 06:38 PM

Elisa war dankbar, dass Darren sie festhielt. Seine Worte waren nachvollziehbar und die Blondine konnte ihn verstehen, auch wenn sie es nicht wollte. Ihre Lippen drückten sich an seinen Hals, die zitternden Finger in sein Shirt gekrallt. "Schreibst Du mir, wenn Du Zuhause bist?", fragte sie leise, als wäre er es, um den man sich Sorgen machen müsste. Elisa löste sich ein bisschen, nicht weit genug um ihre Wärme zu verlieren, doch konnte sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischen. 
"Danke, dass Du geholfen hast." Sie lehnte sich wieder an ihn, lächelte ein klein wenig an seinem Schlüsselbein, unsicher, ob er es spüren konnte. Es war nett heute gewesen, ehe das Ganze passiert war. Elisa löste sich nun ganz, beugte sich herab um seine Wange zu küssen. Würde er den Unterschied überhaupt merken? Würde er merken, dass sie nicht ihn küsste - sondern nur seine Haut? 
Nochmals versuchte es Elisa mit einem Lächeln, auch wenn man ihr die Erschöpfung, die Müdigkeit eindeutig ansah. 
"Pass auf Dich auf", hauchte sie ihrem Lieblingsspieler entgegen, bevor sie apparierte, die Schuhe in der Hand. 
Wie schon zu oft davor blieb Elisa liegen, als sie auf dem Asphalt auftraf, still weinte und darauf hoffte, dass man sie finden würde, ehe es zu spät, zu kalt war. Darren hatte Recht, sie musste nach ihrer Familie sehen. Elisa krümmte sich mehr zusammen, als der Windstoß über sie hinwegrauschte und die Blondine zitterte vor Schluchzen. 
Elisa wusste nicht, wie sie auf das Sofa kam, inmitten ihrer Familie, bedeckt von Kissen und Decken. "Hey mein Schatz, Du bist so kalt", flüsterte ihre Mutter und drückte ihrer Tochter eine Tasse Tee in die Hand. "Du warst wirklich lange weg..."

[Thread frei; außer Darren mag nochmal.]

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Isaac

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 08/19/2017 02:23 AM

[Fml. :'D]

    

Reply Edited on 08/19/2017 02:25 AM.
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