Zukunfts-Thread XVI

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 09:57 PM

Elisa atmete beruhigt an Darrens Hals, tat es gut, gehalten zu werden. Als wäre die Welt wieder für eine Sekunde in Ordnung. 
Darren schien sehr begeistert zu sein über ihr Wahlziel und sie grinste in sein erschrockenes Gesicht. "Niemand fragt mitten in Mallorca nach, wenn Du nicht mehr weißt, wie Du hier her kommst. Vor allem nicht auf der Polizeistation." Die Blondine rutschte näher, biss ganz leicht und mit der Ummantelung ihrer Samtlippen in seinen Übergang zwischen Hals und Schulter. "Da kannst Du deine Bettgesellen gut loswerden, wenn sie nerven."
Die eigenen Finger verkrampften sich, als Darren lachte. Den Kopf senkte Elisa, biss sich auf die Lippen. "Hör auf", hauchte sie, während sie sich von ihm weg zurück gegen die Wand lehnte. Sie löste sich vollständig, der kleinere Körper zitterte. Es war nicht ungewöhlich, dass Darren keine Grenzen kannte, doch das hier war Elisa heilig. Mehr als heilig. "Es ist kein Schädling", brachte sie hervor und sie drückte sich noch weiter von Darren weg, schob seine Arme von ihrem Körper. 
"Darren, hör auf", brachte sie nochmal hervor und ihr Blick sprach Bände, bevor er sich ein letztes Mal darüber lustig machte. 
"Ich appariere zu Isaac", Elisa strich sich durchs Haar, blickte ihren Kumpel nochmals an und schüttelte dann den Kopf. Es tat weh. Es tat wirklich weh. Die Schultern zog sie hoch, bückte sich die Blondine nochmals um nach ihren Schuhen zu greifen, dann ging sie. Langsam, barfuß und von lautlosen Schluchzern durchschüttelt. Es gab so gut wie nichts, was ihr wichtig war. Elisa brauchte Liebe und Aufmerksamkeit und es war das einzige, was sie hinbekam. Das Einzige, worauf die Blondine stolz war. Ob Darren wusste, wie schwer es ohne Gefühle war, einen Patronus hervorzubringen? Das nur eine einzige Erinnerung hierfür ausreichte? 
Sie bog um die nächste Ecke und die Blondine ließ sich gegen die Wand fallen, rutschte an ihr herab. Sie sollte nicht alleine sein nach solch einem Höhenflug. Es würde immer kälter werden, in ihr und die gebräunte Haut und vielleicht dann, wenn Elisa das Gefühl hatte zu erfrieren, würde sie die Kraft finden, zu Isaac zu fliehen. Sich seine Wärme ausleihen. 
Die Doxy erlosch immer mehr und die Blondine verbarg das Gesicht an den Knien, zitternd. Irgendwann würde es wieder wärmer werden. Irgendwann würde der ganze Unsinn aufhören. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/17/2017 09:17 PM

Ich atmete stoßhaft aus, als sich Elisas Arme in einer viel zu vertrauten Bewegung um meine Mitte schlossen und ich in dieser bizarren Situation von selbst die Arme um sie legte, um Blondie kurz an mich zu ziehen. Ich mochte normalerweise keine einengenden Berührungen wie Umarmungen oder Händchenhalte, doch gerade jetzt war es bitternötig. Noch immer schlug mein Herz schwer in meiner Brust, viel zu schnell als dass es gesund sein konnte. Und ihre Worte besserten diesen Umstand nicht gerade. 
"Spanien?", platzte ich heraus und drückte Elisa wieder von mir weg - die Hände nun erneut auf ihren Oberarmen - um sie besser ansehen zu können. "Weshalb zur Hölle warst du in Spanien?" Verwirrt blinzelnd sah ich auf Blondie herab, erinnerte mich allerdings im nächsten Moment an die willkür meiner eigenen Rettungsaktionen und schüttelte den Kopf. Meine Hände ließen von ihren Armen ab, stattdessen trat ich einen Schritt zurück und fuhr mir mit beiden Händen über Gesicht und Haare, wobei ich kurz mit den Fingern in den Locken verweilte und tief durchatmete. Was hier gerade gesehen war - und noch immer geschah - hatte sich noch nicht so ganz in den Windungen meines Gehirns verankert. Umso mehr nahm ich das Angebot an, über etwas anderes zu faseln. 
"Das ist dein Patronus, nicht wahr?", sprach ich noch immer außer Atem aus, gefolgt von einem spöttischen Lachen. Mein Kopf nickte in Richtung der Feenartigen Gestalt, dessen bläulich knisternde Magie über dem Boden tänzelte und dabei allerlei Funken verstreute. "Dein Patronus ist ein beschissener Schädling." In mich hineinglucksend stemmte ich die Hände in die Knie und sah belustigt zu Blondie auf. Im Grunde war es gar nicht mal so fern, die Verbindung zwischen der Beissfee und ihr. Und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr passte es einfach perfekt ins Bild. Ich grinste amüsiert - soweit das in meinem Zustand möglich war - und machte mich offensichtlich über sie lustig. Vielleicht war es der abfallende Adrealinpegel oder der Stress, doch irgendwie brauchte ich das gerade. Selbst ihre Frage überging ich. "Jeder, wirklich jeder, hat einen ganz normalen Patronus und du hast eine Doxy." 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 08:16 PM

Darren hielt Elisa fest, bevor sie ihn gesehen hatte. Er hatte sein Lächeln verloren und die Blondine konnte echte Angst in seinen Augen sehen. Darrens Worte bestätigten nur ihre Erlebnisse, hatte sie selbst einige Tiere getroffen, die ihr außerhalb des Unterrichts nie untergekommen waren.
Ganz kurz genoss sie den Moment bei Darren, gab dieser ihr Sicherheit, ehe er sich löste. Hoffnungsvoll schenkte sie ihm ein Lächeln. "Wir beide schaffen das, Locke", hauchte sie ihm entgegen, ehe er sie gehen ließ. Barfuss lief auch sie auf die nächsten Passanten zu, doch anstatt die Leute nach Timbuktu zu verschaffen fragte sie nach der Adresse eines Verwandten außerhalb Großbritanniens. Antworteten sie nicht, landeten sie in der Polizeistation mitten in Mallorca. Immerhin hatte Darren weit weg gesagt. 
Den Lockenkopf sah sie immernur selten, waren sie beide recht beschäftigt. Ihre Finger hatten sich gerade aus dem Top der jungen Frau gelöst, stolperte Elisa aus der Polizeistation heraus und fand sich inmitten einem Schwarm Billywigs. Die Blondine apparierte und stolperte gegen die nächste Hausecke, lehnte den Kopf gegen die Wand hinter sich, schloss die Augen um nach Luft zu schnappen. Apparieren war an sich schon etwas, was Elisa nüchtern auf den Magen schlug, doch so häufig nacheinander mit einigen Menschen und über die Ländergrenzen ließ die Blondine Sterne sehen. 
Ihr Blick hob sich in Richtung der Doxy, die noch immer ihre Runden drehte, beschützend und voller Elan - ganz anders als ihre Erschafferin. "Darren?", rief Elisa, als sie einen Schatten vor sich erkannte und ihre Finger schlossen sich um den männlichen Brustkorb, lehnte sie sich leicht in die entgegengesetzte Richtung, um ihn an sich zu ziehen. "Spanien sieht genauso aus, Darr. Es bringt nichts", hauchte sie ihm leise zu, während ihre Lippen sein Schlüsselbein fanden, sie den Kopf in seiner Halsbeuge versteckte. 
"Hast Du noch Kraft für einen Patronus?" Sie selbst hatte keinen mehr, spürte sie, wie ihr Herzschlag sich normalisierte und ihre Wärme wich. Es würde nicht lange dauern, ehe sie zusammenklappte und die Gefühle sie einholten. 
"Lass uns nach Hause gehen, Darren.", ihre Lippen wanderten über den weichen Hals, die großen Augen geschlossen. 
"Lass mich nicht nochmal alleine, Darren." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/17/2017 07:48 PM

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es zu Elisa zurück schaffte. Doch als ich es tat, stand mir Schreck und Verwirrung ins Gesicht geschrieben. Ich rief mehrere male ihren Namen, bis sie wenige Meter von mir entfernt zwischen zwei Muggel apperrierte und dabei einige verblüffte Schreie und ängstliche Blicke erntete. Irgendein Held aus einer Seitenstraße rief lauthals 'Hexe!', doch im Moment war mir das ehrlich gesagt alles egal. "Es ist nicht nur hier so", keuchte ich etwas missverständlich, als ich endlich bei ihr angekommen war und meine Finger etwas zu fest um ihre dünnen Oberarme schloss. "Die ganze Stadt versinkt quasi im Chaos!" 
Die Idee, dieser Frau zu helfen indem ich sie zu ihrer Wohnung in die Innenstadt brachte, war schlicht gesagt eine ganz beschissene Einfall gewesen. Wenn ich vorher geglaubt hatte das hier - ein paar Blocks vom Picadilly Circus entfernt - wäre eine Ausnahmesituation, so hatten mich die letzten fünf Minuten etwas gänzlich anderes gelehrt. Es hätte wohl einiges an Überzeugungskraft gebraucht, der vor sich hin würgenden Frau eine weitere Adresse zu entlocken. Das Disapperrieren war ihr nicht wirklich gut bekommen und so hatte ich - ein wahrer Held - die heulende Frau in die Arme eines überforderten Feuerwehrmannes geschubst und war abgehauen bevor ich Zeuge davon wurde, wie sie dem Mann vor die Füße reierte. 
"Irgendwas stimmt mit den Tieren nicht", fuhr ich unbeirrt fort und blickte Elisa mit ernsthafter Nervosität entgegen. "Die Leute müssen weg. Weg aus der Stadt." Um meine Worte zu betonen, fuchtelte ich aufgeregt mit den Armen herum und war den nächsten Moment auch schon wieder verschwunden.
Ich fragte nicht mehr. Ich packte die Leute bei den Armen oder Schultern und blaffte, sie sollten sich gefälligst an mir festhalten. Die Orte an die ich apperrierte waren wahhlos. Einmal ein Quidditchstadium nahe Manchester, mehrfach ein Zaubererkrankenhaus in Oxford. Ein See, an dem ich einmal sternhagelvoll gecampt hatte. Ich dachte nicht mehr wirklich nach und handelte lediglich instinktiv. Zugegeben, in diesem Heldending war ich wirklich beschissen; Doch wenigstens tat ich irgendetwas. 
Elisa sah ich nur wenige Male zwischen unseren Disapperrier- und Apperriersprüngen. Jedes mal waren es nur wenige Sekunden, in denen ich nach dem Blondschopf ausschau hielt und mich mit einem Blick vergewisserte, dass es ihr gut ging. Um uns herum verflüchtigten sich die Muggel und zu meiner großen Erleichterung kehrte der Hippogreif nicht zurück. Doch so berichteten einzelne Passanten von anderen magischen Wesen und auch auf meinem ersten Ortswechsel hatte ich Tiere gesehen, die über Menschen hergefallen waren und sich nur schwer davon hatten abbringen lassen. Was auch immer hier passierte, es war nicht gut. Und würde es mehrere freilaufende magische Wesen wie den Hippogreif geben, so würden heute Nacht viele Menschen verletzt werden. 
Ich weiß nicht wie oft ich hin und her gesprungen war, doch als ich dieses Mal in der Seitenstraße landete, schienen sich die meisten Passanten aus den Staub gemacht zu haben. Von Elisa war keine Spur, doch was mir in dem matten Schein der Straßenlaternen sofort ins Auge fiel, war das hellbläuliche, schimmernde Licht eines Patronus. Einer Doxy, um genau zu sein. Und ich wusste auch sofort, wem dieser Patronus gehörte.

Reply Edited on 08/17/2017 08:01 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/17/2017 01:22 PM

Darren krallte sich so sehr an sie wie ihre Finger an ihm lagen. Kurz war ein Genießen seitens der Blondine da, denn sie wurde viel zu lange nicht mehr so gebraucht. Elisa war viel zu lange nicht mehr in der Lage, jemand anderem Sicherheit zu geben. 
"Ich bin immernoch eine Hufflepuff", flüsterte sie, als Darren sie nach dem Greif fragte, biss sich das Mädchen auf die Lippen. Darren stellte eine Bedingung auf, die Elisa nicken ließ. Er ging und sie blieb zurück - ungeküsst und trotzdem ohne das stetige Gefühl kalt und allein zu sein. Ihr Herz rannte in der Brust und die Angst ließ sie lächeln. 
"Wer von euch wohnt am weitesten weg?", fragte Elisa die Gruppe der Mädchen, die sie vorher erschreckt hatte und unter Schluchzen und Krächzen bekam sie eine Adresse heraus. 
Die Augen schloss Elisa, um zumindest einen Schutz hierzulassen, die Menschen nicht vollkommen schutzlos zurückzulassen und so rief sie sich Jacobs Lachen ins Gedächtnis. Jacob letztes Lachen. 
Die Doxy aus Licht schwirrte über der Menge, als Elisa mit drei der Freundinnen apparierte, den Rest hinterherholte. Es waren zu viele um die Erinnerungen zu löschen, hatte jede von ihnen ein Handy, mit dem sie gefilmt hatten. So verschwand Elisa sang-und klanglos, zurück zu den Muggle, die ihre Hilfe brauchten und zurücklassend eine Gruppe von jungen Frauen, deren Weltbild zerstört war. 
Die schmalen Finger Elisas fanden an Darrens, kaum war sie gelandet, blinzelte sie ihn liebevoll an. "Mein Held", ein Flüstern, ehe sie weitereilte, eine kleine Familie nach Hause brachte. Gerade ging es darum, die Muggle zu sichern. Um die Erinnerungen musste sich die Regierung kümmern. 
Die Doxy schwirrte noch immer über der Masse, fletschte die Zähne, wenn man ihr zu nahe kam. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/17/2017 09:37 AM

"Natürlich können wir einfach gehen!", gab ich in einer etwas zu hohen Tonlage und viel zu schnell zurück. Ganz froh darüber, mich an Elisa festhalten zu können. "Wir drehen uns um, setzen einen Fuß vor den anderen und verschwinden, bevor dieser verfickte Hippogreif zurück kommt." Mein Herz schlug schnell in meiner Brust und das Adrealin in meinem Körper schien mir die Fight or Flight Entscheidung recht einfach zu machen, wenn da nur nicht dieses schlechte Gewissen wäre, dass Elisa gerade effizient verstärkt hatte. "Ich meine, du hast ihn doch auch gesehen, oder?", blaffte ich dennoch offensichtlich besorgt um uns beide. Um und herum liefen Leute ziellos umher und das immer lauterwerdende Sirenengeräusch kündigte ein Polizeiauto an. In der Ferne waren mehrere Krankenwagen zu hören, irgendwo die Feuerwehr. Ich erwischte mich bei dem Gedanken, wie die Rettungskräfte überhaupt bei diesen gerangel auf den Straßen durchkommen wollte, fokussierte mich dann allerdings wieder auf Elisa und ihre unpassend Emotionale Schiene. Das konnte sie schließlich nicht ernst meinen? Ich blickte mit aufgerissenen Augen auf Blondie herab und musterte ihre Züge - suchte nach Anzeichen, dass sie nicht wirklich hierbleiben wollte. Doch da sie undurchdringlich zurücksah, gab ich schließlich mit einem Seufzen auf. "Wenn dieses Ding zurückkommt, hauen wir sofort ab", knurrte ich nahezu wütend und schob ihre zierliche Gestalt von mir weg, um nach meinem Zauberstab zu greifen. Dann drehte ich mich mit einem letzten Blick auf sie weg, um eine Frau mittleren Alters anzublaffen, die ihren alarmierten Blick starr Richtung Himmel geheftet hatte. Es brauchte zwei Anläufe, bis ich ihre Adresse aus ihr herausbekommen hatte, doch kurz darauf fasste ich sie am Arm und verschwand mit dem vertrauten Windhauch. 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/15/2017 05:21 PM

Elisa blickte den jungen Mann liebevoll an, der aussah, als würde er sie für verrückt erklären. Nungut - mitgedacht hatte die Blondine wirklich nicht, war das auch wirklich schwer bei der Reizüberflutung, welche in ihrem Inneren stattfand. 
Darren verteidigte sie, ohne mit der Wimper zu zucken und eine große Welle der Zuneigung durchflutete den schmalen Körper. 
"Wir können nicht einfach gehen", flüsterte das Mädchen auf Darrens Worte, krallte sich ein wenig mehr an ihm fest. Immerhin mussten sie doch helfen, oder? Ein wenig mehr von dem Adrenalin auskosten, der ihren kleinen Körper warm hielt und Gefühle hindurch spülte. Doch das ihr Grund zu bleiben so egoistisch war, das würde Elisa nicht zugeben. 
"Wir können sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.", brachte sie deshalb über die Lippen und ihre Finger suchten nach mentaler Stärker, nach seiner Hand. 
Es war fast schon grauenvoll, wie die Muggle sich hier auf dem Boden rollten und die Blonde wusste nicht, ob es besser wäre, sie mit einem Gedächtniszauber nach Hause zu schicken - oder den Greif irgendwie zu vertreiben.  Die Emotionen nach einem Patronuszauber schwirrten noch in der Luft, hatte dieser wahrscheinlich zuerst den Greif vertrieben. Doch das er wiederkommen würde, das hatte der Zauberer wahrscheinlich ausgeschlossen. 
"Darren?", ihr Blick war viel emotionaler als sonst, fast schon liebevoll. "Lass uns ein Mal auf der richtigen Seite stehen." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/14/2017 03:18 PM

Im Gegensatz zu meiner Begleitung brauchte ich einen Moment um tatsächlich nur den Gedanken zu fassen, den herumirrenden Muggeln zu helfen. Nicht einmal ihre flüchtigen Küsse störten mich, nachdem Elisa einfach so - ohne nachzudenken - auf offener Straße apprrierte.
Mit geöffnetem Mund und heftig blinzelnd blickte ich auf die Stelle, an der meine lieblingsblondine vor ein paar Sekunden noch mit diesen halbwüchsigen gestanden hatte. Allerdings riss ich meinen Blick herum, als ein Obdachloser mit grotesk verzerrter Miene um eine Ecke bog und lauthals vom Untergang der Welt schrie - wie in einem vekackten Hollywood Film. Doch statt Godzilla schien ein ausgerissener Hippogreif sich in Richtung Picadilly Circus verirrt zu haben. Oder, zumindest glaubte ich genau das. Hätte ich mir in all der Panik die Mühe gemacht auch nur einen flüchtigen Blick auf mein Handy zu werfen, so hätten mich die vielen entgangenen Anrufe und Nachrichten meiner Mutter und meines Bruders mich des besseren belehrt.
Elisa erschien nur gut eine Minute später auf dem selben Fleck, auf dem sie verschwunden war und wäre einen Schritt nach vorne gestolpert, hätte ich sie nicht instinktiv an mich gezogen um sie am fallen zu hindern. Eigentlich hatte ich sie auch gleich im Eifer der Situation anbrüllen wollen, dass sie nicht einfach so auf offener Straße zaubern konnte, doch es war sowieso zu spät. Bei ihrem Anblick hatte eine leichtbekleidete Partygängerin im Schein der Straßenlaterne angefangen grässlich zu kreischen und ich entzog Elisa entsetzt meine Arme. "Verpisst euch!", blaffte ich das Mädchen und ihre aufgelöste Gruppe an, hauptsächlich als eine Art Abwehrimpuls. Doch im nächsten Moment hatte ich mich schon wieder gefangen und setzte lauthals hinzu: "Wenn er zurück kommt, reißt er euch in Stücke." Ich deutete in die entgegengesetzte Richtung zum Picadilly Circus und schauderte bei dem Gedanken, wie viele Nachtschwärmer sich genau dort aufhalten mussten, in dessen Richtung der Greif verschwunden war. Fast glaubte ich erneut den Schrei dieses Federviehs zu hören, doch im Anbetracht der Geräuschkulisse war dies nahezu unmöglich.
"Wir müssen hier weg", bedrängte ich auch Elisa mit alarmiert aufgerissenen Augen und hartem Tonfall. Unsere Blicke trafen sich und ich sah, dass sie genau so viel Angst hatte wie ich. In meinem Fall war es nicht mal der Hippogreif an sich, sondern viel mehr das um uns herrschende Chaos. Auch wenn sich nicht viele Leute in dieser Seitenstraße befanden befürchtete ich in irgendeinem Tumult zu geraten. Die lauten Sirenen und schreiende, heulende Muggel trugen auch nicht besonders zu ein ruhigen Gemüt bei, und so war ich darf und dran ebenfalls einfach hier und jetzt zu apperrieren. Doch der Gedanke, das Tier könnte zurück kommen und jemanden angreifen - womöglich töten - ließ mich nicht sofort los.

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/13/2017 07:11 PM

Ganz kurz fragte Elisa sich, ob sie das auch mit Isaac hätte tun können. Ihre Lippen zitterten, als sie es in Gedanken verneinte und sie strich mit ihrem Daumen über Darrens Handrücken. 
Dieser erzählte gerade von seinem Training und die junge Frau mit ihren Semesterferien und dem langweiligen Tag blinzelte Darren bittend an. "Nimmst Du mich mit?", fragte sie leise, denn Darren und seinen Jungs dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig den Kopf einschlugen, war eindeutig besser als das Trashprogramm, welches als lief. "Ich benehme mich auch." Elisa würde sogar etwas anziehen, was nicht 'vögelt mit jedem' schrie. Ja, sowas hatte sie im Schrank. 
Nur zu gerne kam sie mit, klammerte sich an Darren, als dieser mit ihr apparierte. Die Blondine verzog das Gesicht bei der Landung, denn auf hohen Schuhen im Nichts stehen zu bleiben war eindeutig ein Unding. 
Die Schreie und die Sirenen waren Gift für ihre empfindlichen Ohren, die immerzu mit tiefen Bässen getränkt wurden. Jetzt das hohe Kreischen zu vernehmen, ließ Elisa zusammenzucken, spürte sie das Adrenalin durch ihre Adern huschen. Welch gutes Gefühl, welch Wohltat. 
Gerade wollte sich die Blondine von der Szene beeindrucken lassen - immerhin sah man so etwas nicht täglich -, als Darren den Helden - für sie - spielte und Elisa am schmalen Arm durch die Straßen zog. Noch immer pumpte das Herz der Studentin laut und vielleicht war es das Risiko, was Elisa dazu brachte, laut aufzulachen. So lebendig hatte sie sich ewig nicht mehr gefühlt. Darren sah weniger begeistert aus, weshalb die Blonde ihre Finger auf seine Schulter legte, ihm ein Lächeln schenkte. 
"Hol Luft", hauchte sie, klarer im Kopf als die letzten Monate. Nochmals schrie der Greif und Elisa erinnerte sich für Sekunden daran, was nach diesem Hoch für ein Fall kommen würde. Doch davon abhalten, sich von Darren zu lösen, um auf ein junges Mädchen mit einem Kind auf dem Arm zuzugehen, tat es sie nicht. "Hey", Elisa sprach sanft, fragte nach den Eltern. "Wir bringen euch nach Hause", flüsterte die Blondine der nicht mal gleichaltrigen zu, als diese die Eltern zu Hause wägten. Kurz drehte sie sich zu Darren, um seine Lippen mit den ihren zu streifen, danach sein Schlüsselbein zu küssen. "Bist Du gleich noch da?" Sie wartete nicht auf eine Antwort, ehe sie mithilfe der Adresse mit den beiden apparierte, der Älteren einen Oblivate vor der Haustür verpasste. Dem knapp dreijährigen Kind würde keiner glauben und so schloss Elisa die Augen, um wieder zurückzukehren. Sie hätte die beiden doch nicht sich selbst überlassen können, oder? War Darren noch da? Die Blondine stolperte bei der Landung, wurde sofort von starken Armen aufgefangen. Nur die Augen traute sich Elisa nicht aufzumachen. Was, wenn das nur ein alberner Traum war?

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/13/2017 12:47 PM

Ich hatte es nicht bis zum endgültigen verlassen des Burgerladen ausgehalten und war kurz vor der Türe in Lachen ausgebrochen. Es schien ganz, als hätte die Kellnerin mit schrecklicher Frisur tatsächlich geglaubt, was Elisa begonnen und wir beide zuende gedichtet hatten. Äußerst edel von mir hatte ich für und beide bezahlt, den skeptischen Blick der stämmigen Frau stets im Nacken.
Die kühle Nachtluft begrüßte uns und ich steuerte den Weg an, mit dem wir auch gekommen waren. Blondies Hand fand in meine und ich hätte sie am liebsten weggezogen, beugte mich dann allerdings ihrem Willen, da der erneute Gedanke an den Gesichtsausdruck der Kellnerin ein weiteres losprusten nicht gerade verhinderte.
"Ich hab' morgen früh Training", verneinten unter zwei Atemzügen Blondies Vorschlag, die sich im übrigen um einiges besser unter Kontrolle hatte als ich. Es war Zeit, dass ich zumindest einmal ansatzweise anfing den verlorenen Schlaf der letzten Wochen nachzuholen. Trotz strategischen Mittagsschläfchen zerrte der Mangel an Energie an meinen Kräften und das wiederum ließ sich immer - ohne Ausnahme - in der Leistung verfolgen. Und auch wenn ich nicht wirklich zu jener Sorte Mensch gehörte, die irgendetwas wichtig nahm, so hatte Quidditch doch einen besonderen Platz in meinem Leben eingenommen. Oh, und ich hasse es abartig von meinem Trainer angeschriene zu werden und das würde er sicherlich, wenn ich morgen so Scheiße abschneiden würde wir heute.
Da ich jedoch momentan kein Bedürfnis hatte ein Arschloch zu sein, verschränkte ich meine Finger nach dem ersten erfolglosen Versuch mich ihr zu entziehen mit Blondies und zuckte mit den Schultern. "Aber ich wollte sowieso noch bei einem Freund vorbeischauen, der noch ein Videospiel von mir hat. Wenn du möchtest, kannst du mitkommen." Ich hatte keine enorme Lust alleine durch die Straßen von London zu wandern und außerdem war es vielleicht auch ganz praktisch, wenn ich vor diesem Idioten mit einer standhaften 9 wie Blondie aufkreuzte.
Mit einer Ablehnung ihrerseits hatte ich kaum gerechnet, so schien Blondie hier eindeutig Gefallen an meiner Gesellschaft gefunden zu haben. Wir verzogen uns an den nächstbesten Ort zum apperrieren, geschützt vor Muggelaugen, und ich ließ ihre Hand erst los als ich wieder festen Boden unter uns spürte.
Wie immer wenn ich in die Stadtmitte musste, apperrierte ich - wie auch der Rest meiner Familie - in einen freistehenden Kellerraum eines lediglich von magischen Personen bezogenes Mehrfamilienhaus. Es war kein allgemein groß bekannter Weg und führte nach nur wenigen Blocks direkt zum Picadilly Circus. AJ - dessen richtigen Name ich noch nicht einmal kannte - arbeitete dort in einem Kino und meinte in seiner letzten Nachricht, ich sollte einfach bei ihm an der Abendkasse vorbeischauen. Neben meinem heiß geliebten Videospiels - das ich wirklich zurück haben wollte - hatte er mir was zu rauchen versprochen. Und das für eindeutig weniger Geld als Elisa es tat, doch die Qualität war mir eben noch nie so besonders wichtig gewesen.
Wie erwartet landete ich neben Blondie zwischen vermoderten, kalten Wänden und dem Geruch nach Waschmittel, begleitet von einer Nuance alter Socken. Das Geräusch laufender Waschmaschinen war ebenfalls nicht unerwartetes, beachte man die Lebensweise der hier hausenden Bevölkerung. Was ich nicht erwartet hatte, waren die lauten Sirenen.
Das betäubende und äußerst alarmierende Geräusch der Polizeiautos hallte selbst in die kahlen Räumlichkeiten des Kellers und ließen mich mit Blondie erschrockene Blicke tauschen. Ich sagte nichts, hastete das Treppenhaus bis zum Erdgeschoss hinauf und lief auf die Straßen von London. Die Geräuschkulisse war lauter geworden, doch was mich wirklich störte war das atemraubende Bild eines fliegenden Greifs - direkt über den Hausdächern. Er spannte seine fedrigen Flügel und kreischte so laut, dass ich Blondie neben mir zusammenzucken sah. Wie geistesgestörte blickten wir beide in den Himmel und hatten wohl beide die selbe Frage um Kopf: "Was war hier los?"
Es waren die ängstlichen Ausrufe einer spanischen Frau, die sich nur wenige Meter von uns wie gelähmt in einen Hauseingang zusammengerollt hatte wie ein panisches Tier, die meine Aufmerksamkeit von dem magischen Wesen am Horizont ablenkte. Sie ratterte ein Gebet herunter, während mein Blick auf ein paar stehengebliebene mit teilweise offenen Türen und einem zerstörten Starbucksfenster huschte. Passanten hielten ihre Smartphones Richtung Himmel, Fahrer starrten aus ihren Wagen während das Tier am Himmel Kreise drehte und dann verschwand.
"Was?..", was das einzige was mein Gehirn ausspucken konnte, während ich mich verwirrt im Kreis drehte. Die Sirenen klingelten in meinen Ohren und so ganz schien ich das, was gerade passiert war, noch nicht realisieren zu können.
Aus der Ferne erklangen Schreie, gefolgt von laut und harsch gerufenen Befehlen. Der Greif war längst aus unserem Sichtfeld verschwunden, doch die umherstehenden Muggel waren noch hier. Und mit ihnen die Panik.
Ich hatte nie viel etwas für Heldenkomplexe übrig gehabt und auch jetzt erübrigte sich mir lediglich das gravierende Gefühl zu flüchten, uns in Sicherheit zu bringe.
"Komm", sagte ich harsch und packte Elisa beim Arm. Es war die reinste Hölle uns durch eine anbahnende Menschentraube zu kämpfen, deren Bestandteile wohl allesamt nicht wusste wohin sie wollten oder was sie tun sollten. Allesamt Muggel, was unschwer zu erkennen war. Wir schafften es in eine verlassene Seitenstraße und sahen ein paar Menschen, die in dem Elektronikladen gegenüber Schutz gesucht hatten. Kurz überlegte ich zu Ihnen zu stoßen, zog Elisa dann allerdings in einen überdachten Hauseingang und von der Straße und den verbliebenen Menschen weg. Egal was hier passiert war, es war nicht gerade erst passiert. Irgendetwas hatten wir verpasst.

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