Zukunftsthread VdieXte

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Pablo

33, male

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Posts: 41

Re: Zukunftsthread VdieXte

from Pablo on 03/07/2018 01:52 AM


~~*~~
Blumen zum Kaffee
~*~
Aira & Pablo



Es war gut, dass er Aegir wieder einmal etwas abnehmen konnte, indem er sich um die Angelegenheiten mit Miss Flores kümmern konnte, sich statt ihm mit der jungen Dame in dem Café traf, um ein nettes Treffen vorzugaukeln, was eigentlich nur zum Überspielen des Geschäfts gedacht war. Obwohl er fand, dass es doch immer recht angenehm war, sich mit Zinnia zu treffen und zu unterhalten, es war eine schöne Abwechslung und sie hatten sich jedes Mal etwas zu erzählen, wenn es sich auch nur auf Oberflächliches beziehen sollte; es war niemals unangehem oder gedrängt.
Und für Pablo persönlich war es auch ganz gut, dass er sich heute zumindest für eine Weile um etwas anderes Gedanken machen musste, etwas, was nicht so alltäglich geworden war wie die Arbeit im Hotel selbst - ein Umstand, der ihm oft erlaubte, viel zu Grübeln, die Routine vor Ort. Leider, wie er sich immer öfter dachte....
Leider, weil ihm viel zu häufig die kleine, schräge, rosa schimmernde Narbe auf der Nase so deutlich bewusst war wie nichts sonst. Und das unweigerlich dazu führte, dass er an die Momente dachte, an frech blitzende Augen, alles, was an seinem Geburtstag passiert war.... das war nicht gut, das wusste er.
Sehr konzentriert hatte er heute alles zusammen gesucht, was er brauchte, stets bemüht, dass seine Gedanken nicht abschweiften; Er hatte die Geldscheine in die Mappe gelegt, in der sie die Unterlagen bekommen hatten, er hatte sich sorgfältig seine Klamotten gerichtet - er trug zu diesen Treffen oft wie Aegir über das Hemd eine Anzugweste - und auf dem Weg zum Kaffee in einem Blumenladen einen hübschen Strauß für Zinnia besorgt, das tat er jedes Mal.
Jetzt wartete er im Café an dem selben Tisch wie jedes Mal und hoffte, dass er mit Zinnia noch für eine Weile länger Ablenkung finden würde.

~ Are you happy? ~


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Aira
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Re: Zukunftsthread VdieXte

from Aira on 03/07/2018 02:30 AM

Es war jedes Mal wie ein aufregendes Spiel, ein kleines Abenteuer. Ich schlüpfte so leicht in die Rolle, wie man ein Outfit wechselte.
Aira Perez trat vor den Kleiderschrank und Zinnia Flores sah sich dann später in ihrem adretten Kostüm im Spiegel an. Heute hatte ich eine cremefarbene Bluse zu einem ebenso farbigen Rock gewählt. Darüber trug ich einen roten Mantel, ein weißer Seidenschal, den ich mir locker um den Kopf schlang und eine elegante Sonnenbrille. Auffällig unauffällig, wie meine Granny es mir beigebracht hatte. Am Ende würde man sich an mich erinnern, aber nur an die Frau mit dem roten Mantel.
Selbstbewusst ging ich die Straße entlang, nachdem ich in einer verlassenen Gasse appariert hatte. Das Café zu dem ich ging, gehörte einer meiner Verwandten, auch wenn wir es nie offen zeigten. Sie führte ihr Leben inzwischen unter anderem Namen, wollte sichergehen, nicht belangt zu werden, falls unser Familiengeschäft aufflog. Wenn wir uns in der Öffentlichkeit trafen, war ich immer in der Rolle von Zinnia Flores. Eine Spur eleganter, eine Spur unnahbarer und vor allem schweigsamer, als Aira es war.
Es passierte selten mal, dass ich aus der Rolle fiel. Es wurde schwierig, wenn man jemanden besser kennenlernte und öfter sah. So wie ich Pablo Garcia immer mal wieder traf. Eigentlich hätte ich das Buch in meiner Tasche gar nicht mitbringen sollen. Es war rar und wenn man wirklich gut recherchierte, könnte man vielleicht herausfinden, wer es erstanden hatte. Doch ich gestattete mir dieses Risiko, ich vertraute Pablo, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, warum.
Ich betrat das Café und schenkte dem Mann ein strahlendes Lächeln. Er saß an demselben Tisch wie immer und hatte sogar Blumen dabei. 
"Mr. Garcia!", schnurrte ich geradezu und legte meinen Mantel ab, "Es ist wie immer eine Freude, sie zu sehen."

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Pablo

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Posts: 41

Re: Zukunftsthread VdieXte

from Pablo on 03/07/2018 08:33 PM

Immer wieder aufs Neue bewunderte Pablo die Einfachheit der Eleganz in Zinnia Auftreten, ihren Schritten, der Art, wie sie ihre Hände bewegte. Sie hatte eine Präsenz, die ihn aufblicken ließ, noch bevor sie die Tür zum Café richtig geöffnet hatte - er wusste, dass es diesmal sie und niemand anderes war, der herein trat.
So wie Pablo unauffällig war, manchmal gar unsichtbar werden konnte unter Leuten, aber es trotzdem schaffte, dass jeder unterbewusst seine Anwesenheit wahrnahm, hatte Miss Flores für ihn diese Ausstrahlung, die man nicht übersehen konnte, die einen nicht unbeeinflusst ließ. Aber auf eine Art, die etwas geheimnisvolles und doch wenig Aufdringliches hatte.
Die junge Frau beeindruckte ihn sehr, von Anfang an und sie war ihm sympathisch.
"Guten Tag, Zinnia", gab er den Gruß zurück, während er sich höflich erhob und ihr die Blumen reichte, als sie zu ihm gekommen war.
"Für Sie, ich hoffe, ich habe Ihren Geschmack getroffen."
Sein Lächeln an Zinnia war ehrlich erfreut und mit einer anbietenden Geste wartete er einen Moment, ob sie sich aus dem Mantel helfen lassen würde, den er dann sorgfältig für sie auf den freien Stuhl an ihrem Tisch legte.
"Schön, dass wir uns wiedersehen können...", meinte er dann, als sie sich gegenüber saßen, "Wie geht es Ihnen?"
Pablo sprach nur, wenn er etwas zu sagen hatte, für ihn war diese Frage nicht nur eine höfliche Floskel, er meinte sie ernst.
Es war ihm durchaus bewusst, dass auch alles, was sie ihm erzählte, erfunden sein konnte, aber das machte ihm nichts aus.
Vor allem nicht heute, wo er sich gerne ablenken ließ von den blauen Augen, die ihn verfolgten, wohin er ging...

~ Are you happy? ~


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Aira
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Re: Zukunftsthread VdieXte

from Aira on 07/01/2018 07:07 PM

Ich ließ mir von Pablo aus meinem Mantel helfen und nahm den Blumenstrauß entgegen. Wie immer genoss ich sein tadeloses Benehmen wie aus einem anderen Jahrhundert. Es gab viel zu wenig Männer heutzutage, die einer Frau noch das Gefühl gaben, eine Königin zu sein. Lächelnd schnupperte ich an dem Blumenstrauß und meinte: "Vielen Dank, Pablo. Sie sind wirklich wunderschön."
Nachdem wir uns gesetzt hatten, kam auch sogleich eine Kellnerin vorbei, um unsere Bestellung aufzunehmen. "Hmmmm...", machte ich und tippte mir mit dem Zeigefinger nachdenklich auf meine geschürzten Lippen, "Was können sie mir denn empfehlen?" 
Natürlich war ich schon ettliche Male hier gewesen und wusste, was auf der Karte stand, aber es gehörte einfach zum Spiel, jeden Ort aufs Neue zum 'ersten Mal' aufzusuchen.
Wenig später hatte ich eine der Kaffespezialitäten bestellt und schenkte Pablo nun wieder meine volle Aufmerksamkeit. 
"Mir geht es gut, danke", antwortete ich mit einem strahlenden Lächeln, "ich könnte bei diesem schönen Sonnenwetter den ganzen Tag durch London spazieren. Und wie steht es mit Ihnen?"
Ich hatte es nicht eilig, zum geschäftlichen Teil zu kommen, also faltete ich die Hände unter meinem Kinn und bedachte den Mann vor mir mit einem interessierten Blick. Ich war von Haus aus Neugierig und immer auf der Suche nach neuen Facetten, die es an einer Person zu entdecken gab. Es war ja kein Geheimnis, wer Pablo in dieser Stadt war. Er gehörte einem Vampirclan an, jedoch war er ein Mensch, ein Muggel. Ich hatte mich schon öfter gefragt, ob die Menschen in diesen Clans ihr menschliches Leben aufgeben wollten oder ob es noch andere Gründe gab, ein Leben mit Vampiren zu führen. Jedoch hatte ich nie gefragt, da es mir mehr als unhöflich erschien, etwas so privates anzusprechen.
"Waren Sie und Mr. Indriðason zufrieden?", fragte ich dann. Auch wenn niemand sonst verstehen würde, worauf ich anspielte, würde Pablo wissen, worum es ging. Er war schließlich hier, um mich für meine Arbeit zu bezahlen. Tadelose Arbeit, selbstverständlich. Doch es gebührte der Höflichkeit trotzdem nachzuhaken. 

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