Zukunfts-Thread XVI

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Fynn

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Abgeschlossen Muggel Gut Muggelschule/-uni Chaot Musiker Pro-Magie

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/30/2017 03:56 PM

Alastair schien irgendwie ... abgelenkt, aber gleichzeitig sehr konzentriert, ich ahnte auch schon, dass es nicht das war, was ich ihm erzählt hatte. Mit einem amüsierten Grinsen sah ich ihn an, wie er ein bisschen nach vorne gelehnt, und wartete, ob er noch etwas zu meinen Ausführungen sagen würde - zweifelte aber ehrlich gesagt daran. Und zu wissen, dass ich wahrscheinlich der Grund dafür war, war einerseits erschreckend und neu, aber dann auch wieder ... gut. Das Kribbeln weckte mich auf - auf eine andere Art wie das Essen und der Kaffee.
Ich spürte, wie er sich neben mir einen kurzen Moment anspannte, als ich sein Bein berührte und ich wandte mich grinsend etwas von ihm ab, um ein wenig zu verbergen, dass mir ebenfalls die Röte ins Gesicht stieg.
Worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Es war total verrückt, aber ein selten gutes Verrückt. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe und sah Alastair dann wieder an.
"Wenn du Lust hast, kannst du ja nächstes Wochende ins Seb's kommen - wir spielen am Samstag da ...", bot ich an und war gespannt auf seine Reaktion und ob er sich anmerken ließ, dass er nicht so gut zugehört hatte.
Es war schier unmöglich, bei seinem Anblick nicht zu lächelnd ... er war ein bisschen verkatert und verschlafen und seine Augen hatten einen leicht verträumten Ausdruck ... Ich stützte mich mit meiner linken Hand zwichen uns ab - ich fand tatsächlich mehr hinter uns als wirklich zwischen uns einen freien Fleck, an dem das ging.
Da klingelte mein Handy.
Ich schreckte zusammen und befand mich plötzlich wieder in der Bäckerei und obwohl mein Handy nur vibrierte, kam es mir unheimlich laut vor. Auf dem Display stand Lyesmith.
"Oh scheiße ...", fluchte ich leise und meinte entschuldigend zu Alastair: "Da muss ich kurz ran ..." und hob auch schon ab.
Ich hatte völlig vergessen, den Termin dann auch wirklich abzusagen ...
"Miss Lyesmith ...", sprach ich etwas kleinlaut und machte mich auf eine eher unfreundliche Begrüßung gefasst.
"Fynn, wo bist du denn?!"
"Ehm, ich bin ... ich bin beim Arzt. Mir geht es nicht gut ..."
"So?! Und, hast du schon mal was davon gehört, dass man sich da abmelden könnte? Ich halte hier die Leute schon sein 15 Minuten hin und jetzt muss ich ihnen sagen, dass du überhaupt nicht kommst?"
"Ja ... also, es ..."
"Ich hoffe für dich, mein Lieber, dass sie dir das nicht sehr nachtragen ... vielleicht hast du ja Glück, heute scheinen sie gut drauf zu sein ..."
Dann hatte sie aufgelegt. Na toll ... Ich seufzte und steckte das Telefon weg. Es wäre nur um ein paar "styling" Tips gegangen ... meine Güte, das war mir wirklich ziemlich egal ...

Don't be afraid to dream a little bigger, darling.
 - there's nothing holding me back

 

Reply Edited on 05/30/2017 07:58 PM.

Alastair
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Alastair on 05/31/2017 06:09 PM

„Gerne", meinte ich lächelnd. War das Schräg? Ja irgendwie schon... War es mir egal dass es schräg war? Jap eindeutig. Ganz ‚zufällig' war ich es jetzt der mit meinem Bein an seins strich als er plötzlich angerufen wurde. Ich nickte ihm nur zu und aß nebenbei einfach meinen Porridge weiter. Der war wie immer himmlisch! „Hab ich dich etwa von einem wichtigen Termin abgehalten?", fragte ich leicht betreten und rührte mehr unterbewusst in meinem Porridge. Ich wünschte Sophia wäre hier. Sie hätte mich jetzt garantiert irgendwie beruhigt. Und wenn es nur dadurch wäre dass sie alle anderen in Todesangst versetzt hätte.

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Fynn

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Fynn on 05/31/2017 08:28 PM

Ich hoffte, Alastair hatte nicht so viel von dem mit bekommen, was Miss Lyesmith zu mir gesagt hatte, was aber eher unwahrscheinlich war, er saß ja direkt neben mir und sie hatte laut genug gesprochen ...
Als er mich danach fragte, hörte er sich ziemlich bedröppelt an - das hatte er aber doch überhaupt nicht nötig ...
"Ach was ...", winkte ich ab, "Ich wollte da sowieso nicht hin ... ich hatte eigentlich in letzter Zeit genug Termine ..." Ich legte das Handy zwischen uns auf dem Tisch ab; nicht ganz ohne Hintergedanken. "Und eh ... mir war jemand anderes wichtiger", grinste ich Alastair an und lehnte mich einen Moment lang so zu ihm rüber, so dass wir Schulter an Schulter da saßen. Aber nur kurz, dann zerpflückte ich immer noch grinsend den Rest meines Croissants. Da ich den Kaffee für meine Verhältnisse schon ziemlich leer getrunken hatte, ignorierte ich die Tasse einfach; außerdem schmeckte das Zeug so lauwarm noch schrecklicher.
"Ich bin gespannt, was du sagst ...", meinte ich dann darauf bezogen, dass er wirklich für Samstag zugesagt hatte. Vor allem weil ich diesmal auch zwei Titel solo spielen würde ... Lieblingslieder von mir.
"Du musst ganz knallhart deine Meinung sagen, okay?", sagte ich fodernd zu ihm, während ich eine Scheibe Schinken zusammen rollte und mir in den Mund schob. Mein Teller war jetzt schon ziemlich leer und so hungrig ich auch gewesen war - jetzt war ich ziemlich voll. Und ich musste mal wo hin.
"Bin gleich wieder da ... Falls Mrs Primrose kommen sollte, ich bin schon satt", teilte ich Alastair mit und legte noch kurz meine Hand auf sein Knie, bevor ich aufstand und die Toilette suchte.
Ich ließ mir absichtlich ein wenig Zeit, trocknete mir bedächtig lange die Hände ab ... Mein Handy befand sich immer noch auf dem Tisch, ich hoffte, dass er das mitbekommen hatte.
Als ich dann wieder zurück ging, ließ ich es mir nicht nehmen, ihn direkt anzuschauen. Er hatte gestern Abend toll ausgesehen, im hellen Mondlicht. Und er sah auch jetzt verdammt gut aus. Am liebsten hätte ich jemanden gebeten, mich zu rütteln, um sicher zu gehen, dass ich mir das nicht alles einbildete ... das war einfach das letzte, womit ich gerechnet hatte. Ich meine, das hier war doch sowas wie ein ... Date?
Ich hockte mich wieder nah neben Alastair und streifte mit meinem Blick das Handy, bevor ich ihn an seine Augen heftete; aber ich konnte nicht sagen, ob es noch an der selben Stelle lag wie vorhin oder nicht ...
Dann raunte ich: "Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du schön bist?"







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Reply Edited on 07/05/2017 06:55 AM.

Keen
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Keen on 07/09/2017 08:24 PM

 

Das letzte Abendmahl. 

Chloe und Keen, 15.08.2023 in Paris, Frankreich. 

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Waren wirklich schon Wochen vergangen, seitdem Keen dieses Mädchen mitten in Hogsmead getroffen hatte? Waren wirklich schon Wochen vergangen? 
Der junge Mann stand in der Verwaltung von Beauxbatons, als er sich dieses das erste Mal fragte. Stockdunkel war die Schule und Keen durchstöberte munter weiter die Akten nach der Richtigen. 
Hatte sie wirklich so gut gerochen, als sie ihm zum Abschied einen Kuss auf die Wange gedrückt hatte? Hatte sie wirklich so unfassbar gut gerochen? 
Der Vampir stand im Blumenladen mitten in Paris, als er sich dieses das erste Mal fragte. "Rote Rosen" wies er die eingeschüchterte Verkäuferin an und der Betrag an Geld, den er daließ, als er den Laden verließ, den Arm voll mit Blumen, der Betrag war viel zu viel. 
War es wirklich so gewesen, wie er sich erinnerte? War es so gewesen?
An die Haustür der Dupins klopfte Keen, als er sich zurückerinnerte, zurück an dieses seltsame Treffen in Hogsmead. 

- Flashback - 
Wie ein Gentleman hatte Keen der Beauxbatons die Tür aufgehalten, kaum hatte er sie zu Madame Puddifoots' Cafe gebracht. Den Stuhl hatte er ihr hingerückt und entgegen dem Rüpel von draußen hatte er sich hier benommen. Vielleicht würde das Mädchen vor ihm ja dieses Turnier gewinnen und dann war sie gewiss nützlich für ihn. 
Hoffen konnte er ja. 
Kürbissaft hatten sie getrunken und während er sie von ihrem Leben erzählen ließ, hatte Keen irgendwann ihre Hand in die seine genommen. Ein Stück Kuchen hatten sie gegessen, während Keen sie über das französische Ministerium ausfragte. Sie war nicht naiv, was ihm sehr gefiel und als sie sich zu ihm beugte, um über einen Witz zu lachen, den er scheinbar gemacht hatte, da war es ihm aufgefallen. Dieser Geruch. Dieser pure Eigengeruch von ihr.
Vielleicht war es dieser Moment gewesen, in dem er es beschlossen hatte. Vielleicht hatte Keen in genau diesem Moment beschlossen, das er sie besitzen wollte. Vielleicht war es aber auch der gewesen, in dem sie ihm kichernd erzählt hatte, sie würde bald von seiner Bildfläche zurück nach Paris verschwinden. Vielleicht hatte Keen in genau diesem Augenblick bemerkt, wie sehr er ihr Blut und ihre Gesellschaft brauchte. 

- Flashback Ende - 

Und nun stand er hier, Keen, einige hunderte Kilometer von diesem Ort entfernt, wo er eigentlich sein sollte, und wie ein liebeskranker Idiot übte er in der Spiegelung der Tür das charmante Lächeln, eigentlich nur um das hinterlistige Grinsen zu vertreiben.
Sie würde seines sein. Dafür sorgte er. Und so wartete Keen auf eine Reaktion aus dem Haus, das Hemd enganliegend zu dem blauen Anzug. Und Keen lächelte so süß wie schon lange nicht mehr, denn er wusste eines, als er Schritte auf der Treppe vernahm. Er hätte sie auch ohne den Arm voll Rosen haben können. 

Reply Edited on 07/09/2017 09:24 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/11/2017 09:56 AM

Darren und Elisa, in der Zoo Bar & Club mitten in London. 

Die Augen hatte Elisa geschlossen, als sie so an der Wand lehnte. Sie war selbst erst um drei nach Acht aufgetaucht und Darren war nicht da. Würde er sie doch versetzen? Nicht kommen? Die Lippen waren etwas zerbissen, doch nichts, was eine neue Schicht des nudefarbenen Lippenstifts nicht wieder hinbekommen hätte. Im Gegensatz zu sonst war sie recht bedeckt gekleidet in der zerrissenen Jeans und dem hellen Top, welches keine Fantasien offen ließ. Erst das Klingen ihres Handys brachte Elisa zurück in diese Welt, las sie kurz die Worte. Mehr oder weniger erfreut über die Nachricht - Darren würde kommen, aber zu spät - stieß sie sich von der Wand ab, um sich einen Weg hinein zu suchen. 
Jack und Jim waren nicht zu übersehen. Eigentlich waren ihre Namen anders, aber die Blondine war sehr betrunken am Abend ihres Kennenlernens gewesen und so waren sie beide nach ihren Getränken benannt worden. Und da beide inzwischen wieder vor dunklen Gläsern saßen, hatte sich seit letztem Monat nichts geändert. Es war seltsam mit den Beiden. Elisa mochte sie, wenn auch auf recht platonische Art. Die Muskelmasse war furchteinflößend und wenn sie mit einem der Protze unterwegs war, wurde sie niemals auch nur böse angesehen. Aber die Blondine war kein Fan von dieser T-Rex-Figur, bei der es Männern unmachbar fanden, ihre Oberarme höher als ihre Schultern zu heben. 
Auch heute Abend hatten sie sich in extrem enge Shirts gequetscht, um bloß nur jeglichen Muskel zu betonen, der sichu unter der Haut befand. Elisa seufzte, ehe sie sich einen Weg in Richtung der Fitnessstudio-Menschen machte, ihre Absätze bei jeglichem Schritt hörbar. Hatte sie Darren mitgeteilt, dass ihre Freunde Muggle waren. Und das sie diesen Kerlen ihre Vitamine verkaufte und daher heute eindeutig in der Lage war, Darren auszuhalten? 
Die Begrüßung fiel skuril aus wie immer, da Jack Jim nichts gönnte und umgekehrt. Und während Elisa mit den Demontbrüder eigentlich ein recht faires, harmloses Spiel spielte, war das hier wie ein Krieg unter besten Freunden. So drehte Elisa bei beiden den Kopf weg, um nicht geküsst zu werden, nahm dann gegenüber Platz. Die Konversation war recht oberflächlich, erzählte sie kurz von ihren letzten Partys, ohne die Männer darauf zu erwähnen und die Muskelprotze erzählten von den Neuerung seit der letzten Zeit. Ihr Blick, welcher dauernd zur Tür wanderte, wurde von Minute  zu Minute sehnsüchtiger, auch als der Alkohol auf den Tisch kam. Vier Tequila, ein Jack, ein Jim, ein Gin Tonic (Darren hatte den Rum auf letzter Party schließlich nicht wirklich gemocht, seinem Blick zu Folge...) und schließlich ein Caipi für sie selbst. 
"Ich habe noch jemanden eingeladen", brachte sie hervor und ihre Mundwinkel wanderte von alleine hoch. "Erinnert ihr euch an die Geschichten über den Typ, bei dem ich nachts als unterkomme, wenn ich es nicht nach Hause schaffe? Sein Bruder und ich haben sooo ein Ding." Mehr führte Elisa nichts aus, erzählte hingegen etwas ganz groteskes über die Zusammensetzung der Steroide, ehe sie Geld und Pillchen wechselten. Die Blondine hatte gerade alles verstaut, als sie die vertrauten Locken wahrnahm. Gerader setzte sie sich hin, veränderte sich auch der Rest ihrer Ausstrahlung.  "Hey", gab Elisa von sich, als Darren es endlich an ihren Tisch geschafft hatte. Sie zog ihn liebevoll zu sich, lehnte sich so weit zu ihm, dass ihre Haare die Gesichter verdeckten. "Muggle, Schatz."

Reply Edited on 08/11/2017 10:10 AM.

Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/11/2017 07:13 PM

Ich war mal wieder zu spät, bedauerte es beim direkten Anblick von Elisas Verabredungen kein bisschen.
Kingkong eins und zwei blickten düsterer als ein James Bond mit Depressionen und waren grob geschätzt die vierfache Portion von mir, was mich beim eintreten kurz stutzen lassen hatte. Und natürlich hatte ich Elisa insgeheim verflucht und mich gefragt, weshalb genau ich überhaupt ihrer Bitte nachgegangen war. So schlimm war der Nachmittag mit meinem Bruder schließlich nicht gewesen und allgemein hatte ich diese Woche sehr wenig geschlafen und sehr viel trainiert, was allgemein eine nicht sehr empfehlenswerte Kombination war. Blondie brachte einfach das schlimmste in mir zum Vorschein. Das bittere war einfach, dass es mir irgendwie gefiel. Meine Mutter hatte einmal gemeint, Ärger würde mich quasi anziehen. Und bei Merlin, das tat sie.
"Heeeey", begrüßte ich die kleine Runde mit einer offenen Handbewegung, die es mir sofort erlaubte Elisa - welche von ihrem Stuhl gerutscht war - in die Arme zu nehmen. "Sorry, dass ich zu spät bin. Ehrlich." Das war eine Lüge, an dessen Ende ich eigentlich noch eine erfundene Erklärung hatte hängen wollen, doch Elisas schnell gemurmelte Worte ließen meine Stimme verebben. Ich schenkte ihr einen gekonnten 'wirklich?' Blick, wandte mich aber rechtzeitig um meinen Mangel an Freude nicht bemerkbar zu machen, an die zwei lebenden Schränke. "Ich bin Darren", begrüßte ich auch sie mit einem überzeugten Grinsen und hielt mich mit einem Händedruck zurück, aus Angst sie könnten mir aus versehen meine wertvollen Finger brechen. Die waren nämlich erst letzte Woche einem Klarscher zum Opfer gefallen und das Gefühl war einfach nur widerlich. Nicht so widerlich sie berstende Rippen, Nasenknorpel oder ausgeschlagene Zähne; Aber widerlich.
Ich ließ mich auf den Stuhl neben Blondie fallen und zog den offensichtlich für mich bestellten Drink geräuschvoll zu mir. "Was hab' ich verpasst?"
Jep. Ich würde es bereuen hier her gekommen zu sein.

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Elisa
Deleted user

Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/11/2017 08:31 PM

Elisa hatte seinen Blick gesehen und ein klein wenig hatte sich das schlechte Gewissen bei ihr eingestellt. So war es auch nicht verwunderlich, dass ihre Hand auf seinem Oberschenkel lag, kaum hatte er sich neben sie gesetzt. Ihre Finger bewegten sich beruhigend über den Stoff seiner Jeans, blinzelte die Blondine ihn unschuldig an. "Wir haben über Geschäftliches gesprochen", brachte sie hervor, während sie dem Kellner winkte, zwei Runden Tequila bestellte. Es war zu ruhig und sie waren alle zu nüchtern. 
"Das ist Jack", "Andreas", verbesserte Jack und Elisa zog die Schultern hoch. "Das ist Jack und hier haben wir Jimmy." Jimmy nannte seinen Namen - Nick -, doch wieder reagierte die Blondine nicht. Wieso auch? Immerhin sprangen beide ohne zu Zucken auf die Nennung ihrer Lieblingsgetränke an. 
"Erzähl, Schatz, wie war Dein Tag?", fragte sie Darren mit einem ihrer umwerfenden Lächeln, die anderen beiden nur etwas in das Gespräch mit einziehend. "Er ist Spitzensportler, müsst ihr wissen." Ihre Finger waren noch immer an seinem Oberschenkel, ihr Blick interessiert auf seine Lippen gerichtet. 
Eine gute Stunde schlechter Konversation und ganze fünf Tequila für jeden später war die Situation doch etwas angenehmer, erzählten Jack und Jim zusammen von ihrem letzten Fitnessevent, auf der sie gemeinsam eine der Bodybuildermädels abgeschleppt hatten und diese alle beide nacheinander hatte hochheben können. Elisa war mit ihrem Hocker näher an Darren gerutscht, lag ihre Jeans an der seinen. 
Die Blondine spürte den Alkohol ein wenig, als sie sich den vierten Mojito bestellte und sie blickte hoch zu Darren, welcher ihr wahrscheinlich unbewusst Wärme spendete. "Hast Du mit Isaac gesprochen?", fragte sie leise und nach einem bösen Blick in Richtung der beiden halbstarken Männer verschwanden diese eher mit schlecht gelauntem Gesichtsausdruck in Richtung der Bar. 
"Darr, die beiden machen nicht mehr lange mit und dann haben wir den Abend für uns. Was hälst Du von einer Spätvorstellung im Mugglekino?"

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/11/2017 09:15 PM

Der Abend zog sich zwischen langweiligen Gesprächen über Sport - irgendwie hatten die zwei Gorillas mich als einer von ihnen abgestempelt - und tausend Abstreitungen dass ich mich der Leistung wegen nicht an Elisas Medizinschrank bediente in die Länge. Auch wenn die beiden nur indirekt darüber redeten, so war mir schnell klar geworden dass das hier die Elisa Version einer Geschäftsessen war und ich mich gutwillig hatte hineinziehen lassen. Spätestens hierauf wäre ich auch verschwunden, doch Blondie hatte Wort gehalten und zahlte all meine Drinks.
Ich hatte Kingkong eins und zwei verklickert müssen ich sei Fußballprofi. Eine schwerwiegende Tatsache, für die Blondie noch würde büßen müssen. Die beiden redeten sich mit ihren komischen Trainingsplänen den Mund fusselig und tatsächlich atmete ich wortwörtlich auf, als die beiden zur Bar verschwanden. Durch die mittlerweile vernichteten Getränke war mir warm geworden und ich rieb mir in einer untypisch unbehaglichen Geste den Oberarm.
"Das hab ich tatsächlich", bestätigte ich ihre Worte und wandte mich etwas in Blondies Richtung. Das Gespräch an sich war weniger ausschweifend, dafür umso klärender gewesen. Dafür dass Isaac so viel Zeit damit verbrachte über Worte nachzudenken, vergeudete er sie herzlich wenig. "Eigentlich war es ihm egal, das wir befreundet sind." Das wir miteinander geschlafen hatten, war vorsichtshalber nicht Gesprächsthema gewesen und in meinen Augen auch so nicht besonders relevant; Immerhin waren Blondie und ich nur Freunde. Nicht einmal mit gewissen Vorzügen oder anderen Extras, sondern einfach nur Freunde. "Er hat mit den Schultern gezuckt und weiter auf die Themse gestrarrt, bis er irgendwann direkt gefragt hat ob wir etwas miteinander haben - irgendwas. Ich habe es abgestrittenes und gefragt, ob er auf dich steht. Dann hat er nur so typisch dämlich gelächelt, ohne mich überhaupt richtig anzusehen." Ich schnaubte abfällig. "Ganz so, als müsste ich die Antwort schon wissen. Alles muss man ihm aus der Nase ziehen."
Auf jeden Fall war die Sache für mich nun erledigt und ich bräuchte mich nicht eklig fühlen. Irgendwie war es wichtig gewesen es aus seinem Mund zu hören; Blondie hätte ich nicht geglaubt. Dann schlief sie eben manchmal bei ihm - und wenn schon. Da mein schlechtes Gewissen nun beruhigt war und ich sowieso nicht vorhatte mich Blondie auf diese Weise erneut zu nähern - dafür machte es viel zu viel Spaß mit ihr wegzugehen - schien alles in Ordnung. Das war sowieso genug Stress für die nächsten Fünf Jahre. Ich war, was so etwas anging, sehr pragmatisch.
"Aber ich muss zugeben, dass es mich fast ein wenig gewundert hat", sagte ich bevor ich erneut an meinem billigen Rum mit Cola nippte. "Ich meine, so langsam sollte er sich ja wieder aufraffen können."
Aus irgendeinem Grund, der vielleicht hat etwas mit dem konsumierten Alkohol und meinem Mangel an Motivation mir überhaupt über sowas Gedanken zu machen, ging ich davon aus dass Elisa von seiner Trennung wusste.
Das Lachen der beiden Kingkongs schallte bis zu unserem Tisch und verstärkte in mir den Drang, sobald wie möglich diesen Schuppen hinter uns zu lassen. "Ich hasse Kino", meinte ich dennoch zu Blondie. Es war einfach nicht mein Ding, so lange stillsitzen zu müssen. "Aber bitte lass uns trotzdem abhauen. Als Kind hatte ich Albträume von Donkey Kong und jetzt servierst du mir gleich zwei."

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/11/2017 09:45 PM

Elisa selbst war auch nicht allzu glücklich über den Verlauf des Abends, aber was sollte sie tun? Sie brauchte das Geld und diese ein, zwei Stunden waren es mehr als wert, dass sie hierauf mehr als das Doppelte verlangen konnte, wie sie es in der Uni tat. 
Bei dem Wort Fußball hatte es die Blondine fast zerrissen vor Lachen, doch sie hatte keinerlei Regung gezeigt, nur ihren Kopf kurz an Darrens Schulter gelehnt. Ja, das würde sie eindeutig etwas kosten. Aber es war es wert, nicht alleine hier zu sitzen. 
Die Ausführung über das Gespräch war knapp, doch Elisa verstand den Sinn davon. So grinste sie nur in Darrens Richtung, beugte sich nach oben, um ihn kurz keusch zu küssen. "Du hättest mir auch einfach glauben können, Locke", brachte Elisa hervor, hatte sie genau das seit Anfang an erzählt. "Auch wenn ich etwas enttäuscht bin, ihm so wenig zu bedeuten, dass er Dich mir ohne mit der Wimper zu zucken zumutet", ein Schmunzeln und ihre Finger wanderten über seine Hüfte zu seiner Brust, suchte sie seinen Herzschlag. Isaac hatte also nicht geantwortet. Erst als Elisa Darrens Herz schlagen spürte, sah sie hinauf und ihr Blick war von Unschuld und ein kleinem wenig Verletztheit belegt. "Ich dachte, da wäre etwas zwischen uns, Darren? Ich dachte, ich wäre für Dich etwas Besonderes?" Ein, zwei Blinzeln, dann senkte sie den Blick visierte das Knie des jungen Mannes an, während ihre Mundwinkel kurz vor Belustigung zuckten. "Ich dachte, wir haben etwas miteinander..." 
Elisa hörte ihm weiter zu, zuckte ihre Augen  in seine Richtung, bezüglich dem Aufraffen. Doch sie fragte nicht danach, sah eher zu Jack und Jimmy, deren echten Namen sie schon vergessen hatte. "Kommst Du mit, wenn ich mich verabschiede?", hauchte sie ihm entgegen, um sich wieder hochzubeugen. Diesmal verharrte sie eine Handbreit vor seinem Gesicht, blinzelte ihn bittend an. Würde er ihr Verlangen nach einem Kuss stillen und ihr damit die Aufmerksamkeit, die Wärme schenken, nach der sie sich zehrte? 
"Wenn Du nicht ins Kino willst, wohin sollen wir dann? Irgendwelche Orte, die Du mir zeigen willst, Liebling?"

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/11/2017 10:05 PM

Ich grinste. "Nimms' mir nicht übel Blondie aber es gibt Menschen, von denen erwartet man einfach, dass sie unberechenbar sind." Um den Bezug auf Ihre Person zu unterstreichen tippte ich ihr spaßhalber gegen die Stirn. Allerdings ließ ich die Hand auf ihre nächsten Worte hin gleich wieder sinken, einen empörten Gesichtsausdruck aufsetzend.
"Dich mir zumuten?", wiederholte ich ihre Worte und schüttelte den Kopf. "Ich hab den Ratschlag bekommen, nichts anderes zu tun als gelegentlich was zu Rauchen." Und darauf beschränkte sich mein Konsum eigentlich auf, abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen. Nach allem war ich immer noch hauptberuflicher Sportler und allein dass ich das Rauchen nicht aufgab, schien hart an der Grenze. Ganz abgesehen von meinem Alkoholkonsum.
Belustigt wanderten meine Augenbrauen in die Höhe, als sie mal wieder die Finger nicht von mir lassen konnte. Allerdings kannte ich Blondie mittlerweile gut genug, um dies als eine nicht auf mich bezogene Gestik, sondern als allgemeine Eigenart ihrerseits anzusehen. "Lass das", forderte ich also mit einem kleinen Grinsen. "Bevor seine Fanboys rüberkommen und mir mein hübsches Gesicht mit dem kleinen Finger brechen." Demnach hatte sich die Sache mit dem Abschied wohl auch geklärt; Ich würde mich artig im Hintergrund halten, bevor wir endlich abhauen konnten - wohin auch immer.
"Ist das der Moment in dem ich sage 'ich wüsste da etwas', nach deiner Hand greife und dich zu meinen absoluten, geheimen Lieblingsort führe?", fragte ich mit einer Grimasse und fuhr mir durch die dichten Locken. "Und dann teilen wir einen emotionalen Moment in dem wir uns so nahe sind wie noch nie?" Der Rest meines Getränks wurde gekippt und geräuschvoll zurück auf den Tisch gestellt. "Ich kenn' einen guten Burgerladen um die Ecke."

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