Zukunfts-Thread XVI

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Isaac

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Ravenclaw Abgeschlossen Reinblut Hogwarts Glanmore Universität in Hogwarts Unentschlossen Journalist Buchclub Pessimist Autor Anti-Offenbarung

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 11/24/2017 03:53 AM

Ich nickte resigniert, die Stirn wie so oft in Falten gelegt. Jules war ein Geschenk meiner Eltern zum ersten Schultag gewesen und auch wenn sie mich am erste Tag ganze vier Mal gebissen hatte, so war sie dennoch meine Eule gewesen - auf die ich mehr als stolz gewesen war. Der Gedanke, jetzt noch mehr Briefe mit meiner ganz eigenen Eule verschicken zu können, hatte mein Zwergen-Ich geradezu mit Europhie überschüttet. Dass sie nun einfach verschwunden - und vermutlich tot war - schien mir noch immer unbegreiflich. 
"Was du nicht sagst", erwiederte ich mit einem kleinen Schunzeln, meine trüben Gedanken mit einem weiteren Reiben über den müden Augen fortwischend. "Solange... Babybell nicht der nächste Grund für weitere Tote in der Innenstadt ist." Dass ich ihren leichtfälligen Unterton im Anbetracht der Umstände ein wenig fahrlässig fand, wahr wohl unverkennlich in meiner Stimme zu hören. Es war genug schreckliches Passiert und noch immer wusste niemand, was genau mit den Tieren nicht stimmte. 
Aber selbst mein Unterton schien Elisas Laune nicht zu dimmen. Die Wörter flossen nur so über ihre mit einem Lächeln überzogenem Lippen, während ihre Augen jenen Ausdruck annahmen wie immer, wenn die Blonde von etwas sprach was sie begeisterte. Oder liebte. Allein ihre Ausdrucksweise ließen bei mir sämtliche Alarmglocken klingeln, doch wagte ich es nicht ihre gute Laune zu dimmen. Was hatte ich auch für ein Recht, Elisas erste, wackelige Schritte auf einem anderen Weg mit meinem Pessimissmus zu erschweren? Das was mir auf der Zunge lag, musste und wollte sie bestimmt nicht hören. Und so nickte ich matt lächelnd, während ich innerlich betete dass sie einfach recht hatte. Dass ihre Erwartungen in meinen kleinen Bruder den Umständen und seinem Wesen gerecht wurden und ich einfach nur voreingenommen war von all dem, was Darren sonst immer so praktizierte. 
"Es freut mich wirklich, dass es dir besser geht", erwiederte ich schließlich und sah auf. "Pass einfach nur auf dich auf, Elisa." Vielleicht war mein Blick etwas zu druchdringlich, doch es war die selbe Bitte wie immer. 
Ich hatte ihr einmal gesagt, dass es schnellere Wege gab sich umzubringen, als sich den Körper mit Drogen zu vergiften. Sich das Herz brechen zu lassen gehörte zu einem dieser Wege - das hatte ich am eigenen Leib erfahren. 

    

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 11/24/2017 09:41 PM

Einen Schmollmund ziehend lauschte Elisa den nicht sonderlich begeisterten Worten ihres dunkelhaarigen Gegenübers. "Komm schon, Isaac! Meinst Du nicht, ich kann ein tödliches Monster von einem verängstigten Welpen unterscheiden? Hab' ein bisschen Vertrauen in mich!" Isaac müsste nicht sagen, wie gut diese Vertrauensnummer bis jetzt funktioniert hatte. Wirklich nicht. Aber er konnte doch jetzt auch nicht einfach ihr kleines, süßes Ding beschimpfen! 
Auch von der Freundschaft mit Darren war Isaac überhaupt nicht begeistert. Das konnte die Blonde eindeutig an dessen Blick erkennen. So musste Elisa nachlegen und vollkommen vom Thema hinwegbewegend gab sie ein "Ich date jemanden!", geflüstert von sich. 
"Er heißt Sören und war in Hufflepuff. Wir kennen uns noch von früher, aber da er doch ein paar Jahre -" Nur aus dem Augenwinkel sah die Studentin ihr Gegenüber tief Luft holen. "25, Isaac, 25 ist er. Das ist noch vollkommen in Ordnung und nein, Du brauchst Dir keinerlei Sorgen zu machen. Er hat wundervolle Manieren, studiert gerade Rechtswesen an der Londoner Uni und naja, ich mag ihn!" Anders als zuvor blieb die Farbe ihrer Wangen gleich, schob es die junge Frau auf die Verwandschaft zwischen Isaac und seinem Bruder, die Elisa den Scham ins Gesicht getrieben hatten. Trotzdem war da ein nettes Lächeln und auch wenn es keinerlei Blitzen und Glitzern in ihren Augen gab, würde Elisa sich keinesfalls davon abbringen lassen, den jungen Mann regelmäßig zu sehen. 
"Er ist ein Guter. Trinkt nicht mehr als Wein und Bier, sieht sich gerne Quidditchspiele an, konnte mir die Sternbilder erklären und irgendwann traut er sich auch bestimmt, mich zu küssen." Musste die Blonde mehr sagen? Sören war wundervoll. Und solange sich Elisa mit ihm traf, konnte sie sich gut einreden, in Darren nur einen Freund zu sehen. Das band sie Isaac aber sicher nicht aufs Auge. Vielleicht wäre seine Angst um sie dann aber besser? 

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Isaac

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 11/25/2017 10:54 PM

"Du musst dich vor mir nicht rechtfertigen", sagte ich und meinte es auch so. Dabei schlich sich erneut ein kleines Lächeln auf meine Lippen – das war doch langsam ungesund? In wen oder was Elisa sich verliebte, war noch immer ihre Sache und ich nahm mir nicht das Recht, mich gegen ihre persönlichen Angelegenheiten auszusprechen. Ob es nun ein magisches Monster, irgendein langweiliger Jurastudent oder – ja – sogar mein grenzdebiler, kleiner Bruder war. Was allerdings nicht hieß, dass ich insgeheim daran zweifelte, ob Elisa trotz allem die Sache mit dem selbst belügen nicht wie angenommen abgelegt hatte. Immerhin hatte ich ihren Blick gesehen. Und gehört, wie sich ihre Stimme verändert hatte, als sie von ihm sprach. Vielleicht sollte dich doch ein, zweit Worte mit Darren darüber wechseln. Denn wenn ich ehrlich war, musste ich mir eingestehen den Blondschopf gut genug zu kennen, dass ihr Langweile und Mittelmaß doch schon immer zu wieder war. An Komplettumschwünge glaubte ich nicht – Menschen änderten sich nicht so schnell, besonders nicht zum guten. Oder richtigen. Darren bedeutete Ärger. Und Elisa liebte Ärger. 
„Wenn er dich glücklich macht?", kommentierte ich ihre Worte, während ich mich auch schon wieder meinem Pergament zuwandte. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb der Satz wie eine Frage klang – und nicht, weil ich es insgeheim bezweifelte. So hatte sie schon immer gerne Dinge gerechtfertigte, die mir im Grunde nicht wichtig waren. Und ich hatte sie gelassen, weil ein Teil von mir wusste das Elisa das brauchte, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass sie nur sich selbst von ihren Worten überzeugen musste – nicht mich. Ich hatte mir sorgen gemacht, als sich ihre Lebensweise in ihren Gesicht gespiegelt hatte; Der blassen hat, den eingefallenen Wangen, den dunklen Augenringen. Und ich hatte mir sorgen gemacht, als ihre Konzentration nachließ und das Zittern zunahm. Die Stimmungsumschwünge, das Herzrasen, das Schwitzen, die Ohnmachtsanfälle an den Morgen danach. Es war zu leicht dies alles mit Zaubern zu vertuschen, doch blieb dieser Bestandteil von Elisas Routine oft aus, wenn sie nach einer langen Nacht bei mir nächtigte und so kleine Facetten offenbarte, die niemand sonst sehen konnte. Ich hatte mir über vieles Sorgen gemacht, da würde ein langweiliger Jurastudent mit scheußlichen Namen bestimmt nicht meinen Blutdruckwert in die Höhe treiben. „Ich bin einfach nur froh darüber, dass du beschlossen hast dich nicht umzubringen." Denn genau das hatte sie getan. Elisa war langsam verrottet, während jeder sie dabei gefeiert hatte. Und daran war einzig und alleine sie selbst schuld gewesen.

    

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 11/26/2017 08:51 PM

Blonde Wellen wiegten sich hin und her, als die Studentin den Kopf schüttelte. "Keine Rechtfertigung, Isaac. Ich möchte Dir nur davon erzählen, weil Du genug Kerle mit mir durchgemacht hast." Ein Grinsen auf ihren hellen Lippen, zwinkerte die Blondine. Wie viele Typen hatte sie an Isaac vorbeigeschleust? Von ihm rauswerfen lassen? Viel zu viele war nicht mal ein Begriff dafür. 

Glücklich sein, ja das war Elisa. Jetzt, mit sich, mit Darren - und wenn sie an den Abend dachte, den sie zuerst am Herd und dann mit Sören in der sturmfreien Bude ihrer Eltern verbringen würde. Oh, sie sollte unbedingt über eine Wohnung oder ein Einzelzimmer im Wohnheim nachdenken! Aber Lachs-Zucchine-Pasta mit späterem Netflix und - NEIN! Kein Chill - Kuscheln, was sprach schon dagegen? 
"Sören tut alles dafür. " Nun zog die junge Frau ein Buch aus ihrer eigenen Tasche, öffnete es, den Blick nicht von Isaacs Gesicht nehmend. 
Sie sprachen über Kleinigkeiten, unwichtiges. Die Ausarbeitungen schrieb die Blonde nebenbei, ließ sich Synonyme von Isaac aufsagen. Es war lächerlich vertraut, so miteinander zusammenzusitzen, auch wenn sie es zuvor nur selten getan hatten. Aber sie lernten doch voneinander, oder? 
Elisa legte ihre Arme von hintenum die Schultern des sitzenden jungen Mannes, als sie sich einige Zeit später von ihm verabschiedete, ihm einen Kuss auf die Wange drückte. 
"Schlaf mehr, Isaac", säuselte ihm zu, verließ die Bibliothek, um nach Verlassen Hogwarts einen Supermarkt aufzusuchen. 

Blonde Wellen wiegten sich hin und her, als die Studentin an der Kasse stand. Immerwieder rief sie sich Isaacs stolzen Blick vor Augen, lächelte sie bei dem Gedanken daran. Sie hatte ihn wieder, ihren Ruhepol, ihren Isaac, ihre Möglichkeit, sie selbst zu sein.

[Thread frei]

Reply Edited on 11/26/2017 08:52 PM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 11/27/2017 12:14 AM

Einige Stunden später - Darren und Elisa, bei ihr zuhause. 

Wie genau es zum Bruch mit Sören kam, hatte Elisa nicht sagen können. Sie hatte sich verdammt gut gefühlt nach ihrem Gespräch mit Isaac. Und sie hatte sich auf den Abend mit dem Jurastudenten gefreut. Wirklich. Immerhin hatte sie versprochen zu kochen. Und wenn man als Giftmischerin eines liebte, dann genau das. Summend hatte sie alles zubereitet und schlussendlich Jacob mit ein wenig Geld aus dem Haus gejagt. Dieser wollte eh zu einem guten Freund - Elisa hatte etwas von Finn verstanden, aber wer konnte sich sowas schon merken? - und die Blondine musste das Sturmfrei in ihrem Elternhaus eindeutig ausnutzen. Natürlich hatte die Studentin nicht vor, den Besucher in ein Bett zu zerren - immerhin stand der erste Kuss noch aus -; aber es war doch um einiges gemütlicher als das Zimmer, welches sie sich mit Mackenzie im Studentenwohnheim teilte oder Bournes Wohnung, in der Sasha rumlungerte. 
Und so hatte sich die Blonde sogar nett angezogen und sich wirklich darauf gefreut, ein normales Leben auf die Kette zu bekommen. 

Als Sören dann auftauchte, war es schnell gegangen. Freundlich aber bestimmt hatte er ihr erklärt, dass er sich keinesfalls von jemanden belügen lasse und dass er sie eindeutig auf den Bildern des Klitterers erkannt hatte. Dann hatte sich der junge Mann darüber ausgelassen, weshalb es genau dieser Spieler sein musste, der vor kurzem seine Lieblingsmannschaft verlassen hatte und wie lange die Blonde wirklich benötigt hatte, von den Dates mit Sören, ehe sie diesen Typen an sich ranließ. 
Erst viel zu spät war Elisa aufgegangen, dass sie den Lockenkopf in Schutz genommen hatte, versucht hatte, seinen Werdegang zu erklären und gar kein Wort über die Falschaussage des kleinen Nebenartikels verlor. Vielleicht war es der Moment gewesen, in dem Elisa stumm zugestimmt hatte, das es zwischen ihr und Sören wahrscheinlich keine Zukunft gab, auch wenn sie sich Mühe gab und es wirklich versuchte. Und obwohl sie ihn mochte. 
Aber es hatte keinen Sinn und so schlug Sören das Klatschblatt sauer auf den ordentlich hergerichteten Küchentisch - Elisa hatte sich mit Jacob über Kerzen gestritten und war spätestens jetzt froh darüber, keine aufgestellt zu haben - geknallt und dann war er gegangen. Wortlos. 
Und Elisa konnte nicht anders, als nach ihrem Handy zu greifen. Zitternd wählte sie die Nummer des Verlags, doch erst als sich eine weibliche Stimme meldete, fiel der Blondine auf, wie sinnlos es war, ihre Identität aufzudecken und dafür die Bilder einzuziehen. Es hatten sie doch eben alle gesehen! So legte die Studentin auf und nun eher sauer als traurig tippte Elisa einen Buchstaben nach dem anderen an Darren. 

Lange war es gegangen, bis die Antwort kam. Das Lächeln beim Lesen konnte sich die Blonde trotzdem nicht verstecken, dauerte es kaum noch Minuten, ehe es klingelte. Und mit noch immer hochgezogenen Mundwinkel öffnete sie die Tür, schmiss sich fast schon in die Arme des frisch geduschten jungen Mannes. Das Gesicht verbarg sie an seinem Hals, ließ nun endlich das Zittern zu, bevor sie an seine Haut ein "Danke, dass Du da bist", haspelte. 
Mit roten Augen löste sie sich schwerfällig, sah Darren von unten herauf an. "Komm rein", ein Flüstern. "Du bekommst auch Essen."

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 11/27/2017 12:58 AM

Ich hatte noch nicht einmal die große Chance eine Begrüßung über die Lippen zu bringen, da hatte Elisa schon die Arme um meine Mitte geschwungen. Um ehrlich zu sein hatte ich irgendwie erwartet, sie würde trotz ihrer Bitte eher weniger emotional auf diese Trennung reagieren; Doch anscheinend hatte ich mich dabei wieder einmal geirrt.
„Ehrm", begann ich absolut intelligent, als sich Elisa auch schon wieder von mir löste. „Geht es dir gut?" Sehr dumme Frage – jedoch wusste ich nicht weiter, was ich sonst sagen sollte.
Ich folgte ihr in das Haus ihrer Eltern, zog artig die Schuhe aus und ignorierte die geröteten Augen der Blondine. Sie hatte also geweint – wegen diesem Spaßt?
„Hör zu Elisa.." Was genau sollte ich ihr nun sagen? „Ich weiß ehrlich nicht was in solchen Momenten zu sagen ist." Krasser Anfang, Darren. „Aber das mit dem Foto lässt sich sicher klären." Immerhin war es nur Händchen halten, oder? Sie hatten schließlich nichts anderes getan. "...Sören hat dich und deine Lachsspaghetti gar nicht verdient." 
Unbehaglich lehnte ich mich gegen die Küchentheke, während Elisa unruhig angefangen hatte irgendwelches Geschirr per Hand wegzuräumen. Ansonsten war alles penibel hergerichtet - unverkennbar für ein Date. Ein langweiliges, ödes Abendessen Date. Nur die Kerzen fehlten auf dem gedeckten Tisch, der das Bild gerade zu abrundete. Selbst Elisa sah ungewohnt brav aus, eine Mischung aus hübsch und klassisch. Sie hatte sich offensichtlich für ihn hübsch gemacht, während er nichts anderes im Sinn hatte als sie abzuservieren? Meinetwegen? 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 12/03/2017 11:27 PM

„Hör zu Elisa.." Wieder nutzte Darren nicht den liebevoll ausgewählten Kosenamen, sondern sprach sie persönlich an. Und irgendwie reichte das, um die Mundwinkel ein klein wenig nach oben zu ziehen, weil sie kaum mitbekommen hatte, dass der Lockenkopf den richtigen Namen seiner Mitmenschen nutzte. Jeder hatte seinen Spitznamen und die Abwesenheit dieses machte die Blonde ein wenig besonders. 
Wusste überhaupt wer, was man sagen sollte, wenn das Ego seines Gegenüber Minuten zuvor auf dem Boden gelandet war? Gab es dafür eine Knigge-Regel? Eine Entschuldigungskarte? Irgendwas? Wahrscheinlich nicht. Und so lehnte sich Elisa ein Ticken mehr an den Tresen, nickte Darren zu. 
"Ich möchte es gar nicht klären", gab sie leise zurück und Elisa biss sich auf die Lippen, der Blick gen den Küchenfliesen gewand. Immerhin hatte sie nichts Falsches getan. Und hätte Sören sie ausreden lassen, hätte sie ihm ja vielleicht irgendwann erklärt, das da nichts mehr zwischen Elisa und Darren lief. Zudem, wenn sie auch nur ein bisschen ehrlich war: Sören war vielleicht nicht ganz der Richtige gewesen. Er war eben da gewesen und es war schön für die Blonde, sich begehrt zu fühlen. Aber wirklich tiefgehende Gefühle hatte Elisa eher zu den Lachsspaghettis als zu dem jungen Mann entwickelt. Nur war die Studentin noch nie gerne ehrlich zu sich selbst. 
"Vielleicht schmeckt es Dir auch gar nicht.", gab sie nur zu seiner Beurteilung der Verdientheit zu verstehen, stellte dann die Pasta auf den Tisch. 
"Willst Du Wein dazu? Oder ein Bier? Unser Kühlschrank müsste voll davon sein. Ansonsten kann ich Dir Kürbissaft und Wasser anbieten." Die Karaffe fühlte die Blonde mit Wasser, wartete auf Darrens Antwort um ihm das Gewünschte zu reichen. 
Immernoch hibbelig nahm Elisa Platz, strich sich nochmal über die roten Augen, um die weggewischten Tränen zu überdecken. "Bedien Dich." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 12/04/2017 01:10 AM

Ich stockte einen Moment bezüglich ihrer unerwarteten Antwort, suchte in Elisas Gesicht nach Anzeichen des weiblichen Symdroms etwas anderes zu meinen und nickte letztendlich. Der Typ war sowieso ein uncoole Socke - was genau Elisa an ihm gefunden hatte, stand für mich sowieso nur in den Sternen geschrieben. 
"Gut", sagte ich deswegen und tat die Sache mit einem schulterzucken ab. Ich machte es ihr einfach, nicht darüber reden zu müssen, wenn sie diese Entscheidung schon für sich selbst geschlossen hatte. Und ehrlich gesagt konnte ich gar nicht mehr als möglich zustimmen, ihren unerwarteten Lover abzuschießen. "Allerdings werden die Spaghetti langsam kalt und ehrlich, Elisa, das wäre eine ziemliche Verschwendung." Ich grinste ein aufmunterndes Grinsen, dass einen kleinen Stimmungsaufschwung bewirken sollte - doch die Augen der Blondine schimmerten noch immer verdächtig und in mir kam immer mehr der Impuls auf alles zu tun, um einen Heulkrampf ihrerseits zu vermeiden. 
"Ich esse alles, Elisa", sagte ich deswegen und ließ mich an dem edel gedeckten Tisch nieder. "Alles - dann bestimmt auch deine Lachsspaghetti. Und falls du eine miserable Köchin bist, verspreche ich bei meinem Besen, trotzdem so zu tun als wären sie das beste, was ich jemals im Mund hatte!" Auch wenn die zweideutige Anspielung beabsichtigt gewesen war, lächelte ich Elisa aufmunternd zu und versuchte sie dadurch ein klein wenig zu besänftigen. Doch die Wahrheit war nuneinmal, dass ich in solchen Dingen weder gut noch geübt war. Um ehrlich zu sein bereiteten sie mir eine heiden Angst und das Bedürfnis, nach Mexiko auszuwandern um meinen Namen ändern zu lassen und eine Lamafarm aufzumachen. 
Ich verdeutlichte ihr mit einem eindeutigen Blick dass ich aufjedenfall Bier bevorzugte und fand mich gute fünf Minuten später mit einem vollen Teller Lachsspaghetti und einer geöffneten Bierflasche dem tollsten Mädchen das ich kannte gegenüber und hoffte, dass sie nicht gleich in Tränen ausbrach. Wer mich kannte sollte denken, ich sollte langsam an ähnliche Situationen gewöhnt sein, doch wir beide aßen einfach nur schweigend und nachdem ich ihr drei Mal versichert hatte wie gut es schmeckte, wusste selbst ich nicht mehr was nun zu sagen war. Ich verfluchte Sören innerlich sogar dafür, mich in diese Situation gebracht zu haben. Elender Vollidiot. 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 12/15/2017 09:05 AM

Wie bitteschön sollte die Blonde Darren erklären, das ihre Tränen mehr dem verletzten Ego geschuldet waren und der Tatsache, sich jetzt mit verschiedenen Gefühlen auseinander setzen zu müssen? Wie bitteschön erklärte man das anderen? 
War es deshalb nicht einfacher, auf das Angebot schweigend zu nicken und es mit einem relativ passablen Lächeln dabei gut sein zu lassen? 
Darren sprach über seine Essgewohnheiten und entlockte dabei Elisa ein kurzes Grinsen. "Ich hoffe, Du musst gar nicht simulieren..." Die Zweideutigkeit seiner Stimme beruhigte sie umgehend, war es wieder genauso wie sonst, war es wieder so wie früher.  "Danke", flüsterte die Blonde leise, strich sich nochmal mit den manikürten Händen durchs Gesicht. 
Das Schweigen drückte und es missfiel der Studentin ziemlich, was man auch an ihrem Essverhalten merkte. Zwei, drei halbleere Gabeln führte Elisa zwischen ihre Lippen, dann legte sie das Besteck auf die Seite. Der Appetit war ihr eindeutig vergangen. 
"Isaac und ich haben uns heute morgen ausgesprochen," gab die Blonde zögerlich von sich, um die Stille zu übertönen. "Ich habe ihm erzählt, dass wir beide momentan einiges unternehmen. Er klang zwar nicht so begeistert darüber, aber ich bin mir sicher, er findet unsere Freundschaft cool." 
Die Gedanken wanderten erneut zu dem Gespräch und Elisa verzog das Gesicht bei dem Part, als sie Sören in Schutz vor Isaacs Aussagen genommen hatte. Mit einem Kopfschütteln versuchte die Blondine es zu vertreiben, dachte eine Weile über neue Themen nach. 
"Danke, dass Du hier bist.", ein Flüstern, ehe Elisa ihm ein leichtes Lächeln schenkte. "Du hast deinen Verein gewechselt?"

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 12/19/2017 12:25 AM

Diese Stimmung im Raum war ungefähr so angenehm wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Nicht, dass ich jemals eine gehabt hätte - doch mein Kumpel Timmy verwendete immerzu diesen nervigen vergleich. Elisas dichte Wimpern waren von der Tränennässe verklebt und allein der Ausdruck tiefer Traurigkeit hatte sogleich etwas bizarres wie auch unzensiertes, reines. Keine Maskte, kein Lächeln, keine aufreizende Pose und keine Worte von spitzer Zunge. Doch ich wusste einfach nicht was ich sagen sollte, so gehörte dies bestimmt nicht zu meinen Schwächen und wie ich zum ersten Mal in Beziehung zu ihr wirklich erkennen musste, war sie nicht die einzige mit eindeutigen Macken. Und so stocherte ich in den servierten Lachsnudeln herum und blickte immer wieder zu Elisa, deren Tränen zwar mittlerweile versiegt waren, doch die Niedergeschlagenheit war ihr immer noch anzusehen. 
Gottfroh über ihren so plötzlichen Themenwechsel, machte ich ein interessiertes Geräusch mit vollem Mund. "Natürlich tut er das", sagte ich auch leztendlich nachdem ich geschluckt hatte und ließ für einen Moment die Gabel ruhen. Insgeheim wunderte es mich, dass sie noch immer das Bedürfnis hatte meinen Bruder um diese 'Erlaubnis zu bitten. Als bräuchte ich seinen Segen, um mit ihr abzuhängen. "Ist dir das immer noch so wichtig?". 
Stirnrunzelnd sah ich zu der Blondine, die gerade vor fünf Minuten noch wegen ihrem beschissenen Papkartonkopf-Sören geheult hatte und jetzt offenbarte, dass ihr die Beziehung zu mir und offensichtlich zu meinem Bruder noch immer unangenehm war. Oder zumindest fasste ich es so auf. "Was möchtest du überhaupt von Isaas?"
Die Frage sollte beiläufig klingen, weshalb ich mir eine weitere Gabel Spaghetti in den Mund stopfte und den Blick abwandte. Das stetige Gefühl von unbehagen ließ meine Stimme komisch klingen und verlieh meinen Worten einen seltsamen Nachklang. Ich wusste schließlich, dass die beiden Freunde waren und Elisa gerne bei ihm Trost gesucht hatte, mehr jedoch nicht. Ihr Verhalten sprach jedoch wieder von etwas ganz anderem und so langsam wurde ich ungeduldig. So ließ ich auch ihre Frage von meinem Vereinswechsel außen vor und brummte stattdessen: "Wir müssen nichts zusammen unternehmen, wenn du das Gefühl hast erst deinen komischen Freund... Exfreund oder meinen Bruder um erlaubnis fragen zu müssen." 

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