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Adrianus

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Re: Postfach von Phil

from Adrianus on 12/11/2017 11:52 AM

Dad,

Dieser Brief wird wahrscheinlich uncharakteristisch lang für meine Verhältnisse und vielleicht wäre es besser, wenn wir uns persönlich gegenüberstünden.
Mir geht es gut, so viel kann ich Henry zustimmen, du brauchst dir keine Sorgen machen, auch wenn diese meine Schuld sind, da ich dir bis jetzt nicht schrieb.
Vielleicht beruhigt es dich, wenn ich verrate, dass ich ununterbrochen am arbeiten bin. Es tauchen immer neue unschöne Fälle im Aurorenbüro auf, die einen Vollzeit mit Investigationen beanspruchen und von den Tierwesenangriffen kriegst du wahrscheinlich auch mit. Leider hatte ich kaum Zeit an andere Dinge als diese zu denken - selbst von Henry habe ich länger nichts mehr gehört, obwohl wir unter demselben Dach leben, aber irgendwie ist das Aurorbüro zu meiner zweiten unfreiwilligen Schlafstätte geworden.
Momentan geschehen viele beängstigende Dinge auf der Welt, Dad. Bitte achte auf dich, traue niemandem. Sei vorsichtig. Mehr darf ich leider nicht verraten.
Nebenbei hat mich ein gewisser Mr. Lestrange kontaktiert, der mir mit meinen Genen etwas ausgeholfen hat und auf eine neue Spur gebracht hat, die ich allerdings wegen der Umstände nur bedingt verfolgen kann. Seither habe ich ihn ein wenig im Auge behalten, weil ich doch sehr ... misstrauisch war. Aber ein Gefühl sagt mir ...- ich bin mir noch unschlüssig.
Du hast ansonsten nicht viel verpasst- ich bin sogar froh, dass du meine anstrengendste Zeit nicht mitbekommen hast. Mein schlechtes Gewissen darüber durch was ich Henry gezwungen habe nagt heute noch an mir- daher bin ich dir dankbar, dass du auf ihn gehört und während dieser Zeit nicht den direkten Kontakt zu mir aufgesucht hast. Den Ausmaß meiner Dankbarkeit werdet ihr beiden wahrscheinlich nie greifen können, aber das ist nicht ... schlimm. Es gibt Dinge, die selbst Henry über meine Lage nicht wusste, die ich bewusst verschwiegen und mir anderweitig Hilfe gesucht habe. Ich weiß, dass es euch beide zerstört hätte und das wollte ich keinem zumuten. Der Fakt, dass ich es hier niederschreibe und zum ersten Mal darüber spreche bedeutet, dass sich dieses Problem enorm verbessert hat- mach dir daher keine Sorgen. Okay, Dad? Und sag Henry bitte nichts.
Ob ich es zu Weihnachten schaffe weiß ich nicht. Glaub mir, wenn ich sage ich würde gern ... es würde mir zwar schwerfallen weil wir nicht mehr als vollständige Familie- aber sehr wahrscheinlich werde ich wieder in Investigationen gefangen sein und gerade an solchen Feiertagen passieren die meisten unheilvollen Dinge.

Aber ich werde es versuchen. Vielleicht, irgendwie.

Adrianus.

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Reply Edited on 12/11/2017 05:30 PM.

Adrianus

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Monsieur Labisse’s Bibliothek

from Adrianus on 10/13/2017 03:11 PM

Monsieur Labisse ist sanftmütig und intelligent, mit einem gewaltigen Wissen über magische Kreaturen und Gegenstände, und hat eine tiefgründige Lebensphilosophie.
Konflikte geht er immer ruhig und vernünftig an. Wenn es in seiner Bibliothek mal zu laut wird, dann lässt er die Gäste mit einem französischen "Silence" (Ruhe) verstummen. Auf den Tischen sind kleine Schildchen aufgestellt, auf denen "ni vu, ni connu" steht, und darunter in Klammern "heimlich, still und leise".

Die Bibliothek ist für jeden zugänglich, auch für Muggel seit der Offenbarung. Unter anderem gibt es diese Bücher hier zu finden.

(auch User können Bücher erstellen mit Text & Cover und es beim Storyteller einsenden)




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Reply Edited on 10/14/2017 08:00 PM.

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Re: Zukunfts-Thread I

from Adrianus on 09/21/2017 01:20 AM

Es irritierte mich tierisch, als plötzlich die Rune auf meinem Aurorenring begann zu glühen und ich die kribblige Hitze an meinem Finger spürte, so vertierft war ich, so erpicht darauf seine Antwort auf meine Fragen zu bekommen. Es waren die Antworten, auf die ich fast ein Leben lang gewartet hatte. Fragen die ich mir immer und immer wieder stellte.

Aber ich musste zuhören, dem Ring - einer Durchsage, welches direkt in unseren Köpfen wiederhallte, nur bei denen, die die Ringe trugen. 

Eine Katastrophe. Die Welt dem Untergang nahe. Tierwesen die überall angriffen. London glich einem Schlachtfeld. Oder würde es, wenn man nichts unternahm. 

Ich kniff irritiert die Augen zusammen und zog die Augenbrauen demütig zusammen, als sich meine Hand verzweifelt zur Faust ballte. 

"Mist", brachte ich nur heraus, öffnete sie im nächsten Augenblick wieder und stand auf. "Ich muss gehen, Mr. Lestrange. Auf Wiedersehen."

Wäre es nicht eine so dringende Meldung, eine so große Krise, dann wäre ich wahrscheinlich gebieben, um es mir anzuhören. Ich war wütend auf mich selbst und die Welt in dem Moment, doch die Wut verflog, als ich auf die Straßen von London apparierte und das Chaos sah.

- Thread frei - 

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Re: Zukunfts-Thread I

from Adrianus on 08/25/2017 01:41 AM

Meine Augen verhärteten sich, als er über meine biologischen Eltern sprach und meine ... Familie.
"Ich habe keine Familie mehr. Sie brauchen mir auch nicht mehr über meine Eltern zu erzählen. Anscheinend kannte ja doch niemand deren wahre Identitäten. Ich wusste durch Quellen, dass es Orion war. Zu spät, da war er schon tot. Aber ich habe ihm nie getraut. Phil brauchte mir nie von ihm abzu .... raten ..." Mein Blick hob sich langsam, als ich etwas realisierte ... Phil ... er hatte über ihn Bescheid gewusst. Über alles? Schon so viel früher als ich .. Und ich hab nie einen weiteren Gedanken darüber verloren, weil gleichzeitig so viele andere Dinge passierten.
"Was genau hatte er getan .. er war einer der Leiter der thirdEye und im Ministerium tätig", sprach ich als nächstes im Auroren Modus mit nachdenklichem ton und Blick.

 

Der Mann sprach in Rätseln und warf immer nur Wissensfetzen ein und hoffte, dass man anbiss. Ministerium .. Muggel-Jugendamt .. Das alles interessiert mich nicht. Genauso wenig wie damals als auch heute, in der Hinsicht hatte sich nichts gewechselt. Wer wusste schon, was das Ministerium mit mir getan hätte, wenn nicht Phil und Henry als ersten eine Hand nach mir ausgestreckt hätten. Wer wusste schon, wie ich dann meine Entscheidungen gefällt hätte.

"Er ließ mich nicht leiden, Mr. Lestrange. Nicht bewusst und nicht mit Absicht. So wie ich es in den wenigen Jahren beobachtet habe, haben Mischwesen nicht unbedingt ein .. hohes Ansehen bei der Gesellschaft. Es gibt wenig offizielle Informationen die zugänglich sind, da sie so wenig behandelt werden."

Wieder runzelte ich die Stirn. "Wahl? Welche Wahl?", fragte ich misstrauisch. Dann .. sagte er mehr .. und meine Augenbrauchen schossen in die Höhe. "Nicht den Rest meines Lebens? Wie ist das möglich ...", frage ich dann begriffsstutzig und lehnte mich zurück.

Ich lehnte das "Getränk" ohne Worte ab und schob das Glas einfach trocken von mir. Ich würde das nicht trinken, es ging weniger ums Prinzip und mehr darum, dass ich es widerlich fand und es unangenehme Erinnerungen erweckte.
"Sagen Sie mir ... Ist es normal, dass das Biest als eine Art gespaltene Persönlichkeit agiert und man mit ihm kommuniziert ...?"

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Reply Edited on 08/25/2017 01:43 AM.

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Re: Zukunfts-Thread I

from Adrianus on 07/27/2017 12:04 AM

Dein Gerede über Namen interessierte mich herzlich wenig, wenn es bedeutete, dass ich letzten Endes immer mit Schwerverbrechern, Ex-Verbrechern und Verrückten assoziiert werden würde. Ich arbeitete daran mir meinen eigenen Namen zu machen, bzw. weil mir mein Ruf ohnehin nicht wirklich was bedeutete - zumindest mich von anderen Personen zu distanzieren, mit denen der Name verbunden wurde. Es half reichlich wenig, dass ausgerechnet Rodolphus Lestrange neben mir saß in aller Öffentlichkeit. Meine Augenbrauen zogen sich nachdenklich zusammen. Er war und würde ein Fremder für mich bleiben, genau wie damals, und genau wie jetzt. 

"Warum sollten mich meine biologischen Eltern interessieren?", fragte ich ihn skeptisch und guckte ihn auch genauso an. Komischerweise hatte ich mir nie wirklich Gedanken über meine biologischen Eltern gemacht. Man hatte mir einfach immer gesagt, dass ich ungeliebt war und darum im Heim gelandet bin. Meine Mutter war tot. Und mein Vater anscheinend auch. Bevor Dominique ... abreiste .. hatte sie mir gesagt, dass Orion mein Vater war ... Und dieser kam kurz darauf in einem Feuer um. Dabei hatte ich ihm ebenfalls nie wirklich vertraut. Ich war diesem Kerl bis auf die letzte Sekunde immer misstrauisch gegenüber geblieben.

"Inwiefern eingewöhnt, Mr. Lestrange? Er wusste nie, wie sehr ich mit der Seite kämpfte. Ich bin gut im verbergen." Phil hatte wirklich nicht noch mehr Probleme gebraucht. Ich hatte ihm nicht einmal von meinen Problemen in der Schule erzählt, er hatte immer gedacht ich hätte viele Freundschaften geschlossen. Es war ein ganz schöner Schock gewesen ihn dann plötzlich als stellvertretenden Schulleiter zu sehen. "Bis vor Kurzem habe ich die Gene verleugnet. Aber ich hab nicht damit gerechnet, dass sie so etwas wie ein Eigenleben haben und zurückkämpfen. Die Symptome sind schlimmer geworden seit der Ausbildung ..." 

Ich ballte meine Hände auf dem Tresen zu Fäusten und mied seinen Blick indem ich auf mein Glas hinabstarrte. Es fühlte sich nicht so schlimm an wie damals beim campen ... Immerhin hatte ich zumindest einen Teil von den Genen akzeptiert. Das mit dem Bluttrinken allerdings ... Ich verstand nicht einmal, warum ich dem Kerl das erzählte. Ich schob es darauf, dass er vielleicht - nur vielleicht - irgendwelche Antworten wusste, weil er selbst ein .. ein Vampir war. 

Sofort wurde ich still ... wirklich still, als er mir sagte wie sehr er sie geliebt hatte. Seine Frau ... wahrscheinlich große Liebe. Und er hatte sie verloren. Ich wollte einen Schwerverbrecher nicht verstehen. Erst Recht kein Mitleid mit ihm haben. Aber ich tat es. Ich verstand ihn zu gut. Auch wenn meine Liebe nicht gestorben war - es war allerdings so vieles mehr zerbrochen. Ich spürte schon fast, wie sich eine dunkelgraue Sturmwolke über meinem Kopf sammelte. 

Das Ding konnte er auch wieder haben. "Nächstes Mal .. ich werde es dabei haben."

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Re: Zukunfts-Thread I

from Adrianus on 07/16/2017 07:30 PM

Das kleine Silberding lag zu Hause verstaubt in einem der Regale herum. Ich wusste nicht genau was er von mir erwartete. Nicht damals, und auch nicht heute und jetzt. Black war für mich einfach ein Name, mit dem ich aufgewachsen war. Ich war nur Adrianus Black, dessen Name im Heim fast ausgespuckt wurde. Was der einfache Name in der Zaubererwelt bewirkte irritierte mich bis heute, und das obwohl ich mittlerweile die Geschichte der Blacks kannte. 
"Die Besessenheit der Zauberer von einfachen Namen ist krankhaft, finden sie nicht?", fragte ich skeptisch und nahm eines der Kugeln zwischen die Finger ... immerhin spürte ich innerlich den Hunger wachsen. 

Ich schmiss das Kügelchen in den Mund und spülte es schnell mit Wasser herunter, damit ich nicht den Geschmack des Blutes auf der Zunge hatte. Meine Augen schlossen sich, als mir kurz schwindelig wurde von der Blutdröhnung im System. Nach einem kurzen Eis- und Ausatmen entspannten sich meine Muskeln. "Danke", murmelte ich und wich seinem Blick aus. Es interessierte mich immerhin herzlich wenig was andere dachten, aber es interessierte mich, was Familie, Freunde und Bekannte denken würden, wenn man einen ehemaligen Großkriminellen mit einem Auror zusammen sitzen sah. Und so sehr mir Namen egal waren ... mein Name würde wohl auch wieder eine große Rolle spielen in irgendwelchen bescheuerten Theorien und Gerüchten.

"Die Probleme hat mir weniger der Name eingebracht, Mr. Lestrange. Es waren ..." Ich stockte in einem Atemzug, immerhin hatte ich nie laut ausgesprochen, dass ich Vampirgene hatte. Aber aus irgendeinem Grund schien er darüber Bescheid zu wissen. Meine Augen weiteten sich minimal, als ich es realisierte. Er hatte mir die Kügelchen aus dem Nichts angeboten. 

Hatte er es vielleicht gespürt? Immerhin stand er im Auroren-Bingobuch registriert, auch wenn er kriminell nicht mehr aufgefalen war - es war bekannt, dass er ein Vampir war. "Wie haben Sie es herausgefunden?", fragte ich misstrauisch und verengte die Augen. Wie hatte er mich damals gefunden? Wie hatte er von meinen Genen gewusst? Wie? Wer waren die Occamys?

Meine Handfläche, welches bisher locker auf der Theke gelegen hatte ballte sich zusammen. Danke vielmals für die Info über meine Familienangehörigen, die hatte ich wirklich nicht gebraucht. "Ich weiß von Bellatrix Lestrange. Wie beruhigend." Ich hatte in meiner Lehre genug über ehemalige Großkriminelle lesen dürfen, deren Taten zu Beispielzwecken genutzt wurden, um die Theorie in der Ausbildung zu lernen. Ich hatte eine Weile gebraucht um zu begreifen, warum mich bei dem Thema einige kurios angesehen hatten.



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Re: Zukunfts-Thread I

from Adrianus on 07/03/2017 03:48 AM

Es war ein schöner, heiterer Abend gewesen, doch nach einer Weile hatte ich gespürt, wie die Erschöpfung einsetzte. Immer mehr mussten wir nicht Menschen vor kriminellen Schwarzmagiern retten, sondern ausgerechnet vor Tieren und Tierwesen. Und niemand hatte eine verdammte Vermutung woran das liegen könnte. Nicht nur das, ich spürte auch eindeutig mit jedem Mond der verging, den Neumond näher rücken, was seine Wirkung schon Tage vorher bemerkbar machte.

Man wurde unruhiger.

Hungriger.

Die Kollegen waren mittlerweile schon an diese Phasen gewöhnt, wir hatten immerhin schon lange genug auf engstem Raum miteinander gearbeitet, wir waren fast wie Brüder geworden komischwerweise - ich hätte nicht gedacht, dass sowas möglich wäre. Das ließ mich jedes Mal in mich reinlächeln. Natürlich wurden sie vorgewarnt, dass ich ein Teilvampir war, man musste die Risiken kennen. Aber ich hatte mich nach mehreren versuchen endlich irgendwann bewiesen, nachdem sich meine Schnelligkeit in einer heiklen Situation als äußerst nützlich erwies.

Ich hörte die Person bevor sie sich neben mich setzte und hatte nur darauf gewartet, bis sie endlich aus den Schatten erschien. Den ganzen Abend über hatte ich diese Augen auf mir gespürt, wie ein zusätzlicher Sinn, den man als Auror irgendwann anlernte - ein leichtes Kribbeln im Nacken. Es überraschte mich allerdings trotzdem, als sich meine Augen auf Rodolphus Lestrange legten, den allseits bekannten Verbrecher, der jedes Mal im Ministerium auftauchte. 

Kurz musterte ich ihn irritiert und konnte seinen Worten keine Logik zuweisen - ich konnte mich nur an ein Medaillon im Leben erinnern und ... Erst nun bemerkte ich das Gesicht - jetzt wo ich mich zurückerinnerte - es war das identische Gesicht. 

"Damals ... Du bist es gewesen. Warum?", fragte ich und starrte die Kügelchen vor mir an und erkannte diese als Purpurne Medea. Sie waren ziemlich teuer, das wusste ich - es war auch heikel sie sich zu besorgen, weil irgendwie immer die Gefahr bestand, dass herauskam dass man ein Wesen war.


Ich traute dem Mistkerl kein Rotz, als er mir das Medaillon in die Hand drückte. Direkt zog ich meine Hand weg, wer packte einen bitte einfach so an?
"Was laberst du für ein Scheiß? Brauchst wirklich nicht irgendwelche Storys drumherum zu erfinden. Komm einfach zum Punkt. Was willst du wirklich?", behauptete ich und sah das Ding in meiner Hand an. Es war glänzend und schwer. Musste einiges Wert sein. "Ich muss dich aber enttäuschen, bin kein Schwanzlutscher. Und ich verkaufe meinen Körper auch nicht." 
Zumindest nicht wie einige der Mädchen im Heim. 




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Reply Edited on 07/03/2017 03:50 AM.

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Re: Korridor

from Adrianus on 07/02/2017 10:44 PM

Mein Herz klopfte immer lauter in den Sekunden, in denen er den Kulli in meiner Hand anstarrte und schließlich las, was im Brief stand. Ich wollte den Wandel in seinem Gesichtsausdruck nicht ansehen, aber ich konnte meine Augen auch nicht wegbewegen und presste meine Lippen stattdessen zu einer Linie um meinem Fluchtinstinkt nicht Folge zu leisten.

Aber ich konnte nicht erkennen, was in ihm vorging, als er endlich den Kulli entgegennahm, um zu unterschreiben. Ich konnte nicht wie sonst sehen, was in ihm vorging und was er dachte. Als hätten wir uns entfremdet, als wäre zu viel Zeit vergangen, in der wir uns auseinandergelebt hatten. 

Es war meine Schuld, oder? 

Ich biss die Kiefern aufeinander, als mich innerlich etwas erdrückte und mir das Atmen erschwerte. Tief Luft holend zwang ich mich zur Besinnung und stellte mich wieder gerade hin, meine Augen lösten sich aber von ihm. Jeden Augenblick wuchs der Drang in mir hier zu verschwinden - Henry wäre sicherlich so enttäuscht von mir- 

Gut dich zu sehen. 

Aus meinen Gedanken gerissen blickte ich ihn verstört und geistig nicht ganz anwesend mit einem Spalt breit geöffneten Lippen an, und erstarrte. Gut .. mich .. zu sehen? Ich konnte den Worten erst keine richtige Bedeutung zuordnen und sein Gesicht nicht lesen, was mich weiter verstörte und mich weiter mit Schuldgefühlen zerfressen ließ. 
Ich bemerkte den Kuli und den Brief in seiner Hand, die er mir hinhielt, blinzelte schnell das Brennen in den Augen weg und griff hecktisch - diesmal mit sichtlich bebender Hand - die beiden Sachen und trat einen großen Schritt von ihm zurück.

"Es tut mir Leid Phil ... ich kann nicht .." Ich drehte mich schnell um, machte aber kurz auf dem Absatz halt, um noch zögerlich über die Schulter zu murmeln. "... Noch nicht ..." Und dann vor seinen Augen zu verschwimmen und weg zu sein.

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Re: Korridor

from Adrianus on 06/30/2017 02:56 PM

// sollten uns besser beeilen bevor es gecutted wird 0.0 Aber sehr viel mehr wird denk ich nicht passieren x'D

Ich zog die Augenbrauen hoch, als er mich eine Weile nur anstarrte und nichts tat. Ich konnte es ihm aber nicht verübeln, immerhin war es das erste Mal, dass ich danach wieder vor ihm auftauchte. In Fleisch und Blut. Zähne zusammenbeißend schluckte ich meine Sorgen und Ängste herunter und versuchte professionel zu bleiben. Ein Auror sollte sich nicht von Gefühlen leiten lassen. Man verlangte von mir, dass ich ihn beobachten musste, wie man es bei einem Verbrecher tat, wobei ich wusste, dass ihn wahrscheinlich keinerlei Schuld traf.

Er hatte immer diesen Hang dazu gehabt ungewollt in Scheiße zu landen.

Ich biss mir von innen auf die Wangen, als er schon in sein Büro wollte, aber das würde ich nicht können. Noch nicht, soweit war ich noch nicht. Dass ich hier vor ihm stehen musste war schon eine unvorbereitete Hürde genug gewesen. Mit ihm in einem kleinen Raum eingesperrt sein?

Meine Hand wanderte zur inneren Brusttasche meines Jacketts und zog einen Kugelschreiber hervor, den ich ihm hinhielt. "Ich habe einen für Sie, Sir. Es wäre angebracht vorher gründlich drüberzulesen." 
Der Kugelschreiber zitterte nur minimal in meiner Hand, doch ich hoffte, dass er es nicht bemerken würde und es nur meine Gene waren, die mir einen Streich spielten.

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Re: Korridor

from Adrianus on 06/23/2017 05:48 PM

All die Zeit in der ich in Hogwarts als Auror tätig war hatte ich versucht Phil zu umgehen. Ich hatte es auch Monate geschafft, war meinen Aufgaben nachgegangen im Hintergrund. Doch jetzt sollte ich mich ihm stellen. Ich musste. Und ich wusste nicht, ob ich schon bereit dafür war. Natürlich hatte ich Angst, jede Körperzelle in mir stellte sich dagegen auf aber Befehle waren Befehle. Ich sollte einer der Beobachter von ihm werden, eine Aufgabe, die ich von Anfang an abgelehnt hatte aus verständlichen Gründen. 

Das Wichtigste über mich und Phil wurde den engsten Kollegen weitergegeben, daher hatte ich überhaupt die Möglichkeit Phil all diese Zeit zu umgehen, weil andere mir diese Rückendeckung gaben. Doch nun wurde ich dazu beordert. Die Zeit musste nun ausgereicht haben, um von den Wunden der Vergangenheit geheilt zu sein - und sie zumindest geflickt zu haben. 
Ich musste lernen als Auror standhaft zu bleiben, neutral und nicht von Emotionen für eine einem nahestehende Person beeinflusst zu werden. 

Phil war quasi mein Trainingsobjekt. 

Was ich absolu nicht akzeptieren wollte, und nach stundenlanger verzweifelter und wütender Aufregerei hatten sie mir auf die Schulter geklopft. Ich würde das schon schaffen. Mein Verantwortungsbewusstsein hatte ihnen in den Monaten bewiesen. Sie redeten, als wüssten sie, dass ich die Aufgabe mit Phil packen würde. Ich war mir nicht so sicher.

Ich hatte nicht einmal Henry etwas davon geschrieben, was würde er dazu sagen? 

Phil zu finden war keine schwere Aufgabe, immerhin hatte ich mich in der ganzen Zeit so auf ihn, seinen Geruch, sein Herzschlag, die Schritte und Stimme fokussiert, nur um ihm aus dem Weg gehen zu können - dass meine Instinkte ihn schon unbewusst wahrnahmen, immer in Alarmbereitschaft, wenn er in der Nähe war um bloß schnell zu verschwinden. Doch diesmal war es anders. Diesmal sollte ich ihn gezielt aufsuchen. Und das tat ich.

Ich nahm die letzte Treppenstufe und bemerkte sofort, wie sein Herz und sein Atem kurz stockten, als sich seine Augen auf mich legten. Mein Blick begegnete seinem, ohne eine Miene oder einen Muskel zu verziehen, woraufhin ich langsam auf ihn zuging. Ich rollte das Pergament auf, mit der Aufklärung, dass ich ihm als neuer Wachen-Auror zugeteilt wurde.

"Mr. Cusick, direkte Order des Zaubereiministeriums fordern ihre Unterschrift als Bestätigung."

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