Zukunfts-Thread XVI

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 10/01/2017 12:23 AM

Elisas Augen schlossen sich, als ihre Stirn an Darrens warmen Körper lehnte. Er roch noch immer wie zuvor und ein klein wenig war es wie nach Hause kommen. Die Welt fühlte sich fremd an in letzter Zeit und Elisa mochte das Fremde nur bedingt. Nur, wenn sie es kontrollieren konnte, wenn sie es im Griff hatte. Und das war momentan nicht möglich. 
Darren zu sehen machte es kurz einfacher. Natürlich war er der gleiche Arsch wie sonst, aber die Blonde konnte nicht verhindern, dass Tränen in ihre Augen schossen. Sie hatte ihn wirklich vermisst. Genau wie Isaac. 
Nach einigen Blinzlern und ähnlichem löste sich die Studentin, betrachtete den Lockenkopf. Es war ihm sichtbar unangenehm, sie zu sehen und die Blonde war kurz davor, sich für den tätlichen Übergriff zu entschuldigen. Dann aber lächelte sie etwas sanfter und ließ ihre Finger zurück an seinen Unterarm wandern. Kalt war sie noch immer, doch zwischen der jetzigen Körpertemperatur, die ein wenig von einem kalten Fliesenboden hatte, war es ein Riesensprung zu dem damaligen eingefrorenen Iltis. Es änderte jedoch nichts daran, dass ihre Hand in seine rutschte, so als würde sie dahin gehören. 
"Ich hasse Dich", die zarte Stimme übertönte die Musik und auch wenn das Schnurren da war, klang es nicht mehr danach, Sex mit jeglichem Wesen in den nächsten 20km haben zu wollen. Trotzdem nickte die Blonde auf sein Angebot mit dem Drink. Für Darren war es eine Geste des Eingestehen von Fehlern und das musste Elisa ihm anerkennen. Auch, wenn sie eindeutig nicht begeistert von seiner ganzen Aktion war. 
"Pure Fanta, Darren", gab sie ihrem Liebling leise zu verstehen, folgte seinem Blick. "Ich kläre das hier und find Dich an der Bar, ja?" Darren würde nicht davonlaufen. Dafür hatte sie zu sehr ein schlechtes Gewissen gesehen. 
Ihre Finger drückten nochmals auf seine, strich sie vorsichtig darüber, bevor sie sich abwand. 
Elisa hatte nun ein klein wenig ein schlechtes Gewissen gegenüber Sören. Sie erklärte ihm, dass Darren der kleine Bruder ihres besten Freundes war und Elisa ihn das letzte Mal vor knapp einem halben Jahr gesehen hatte. Der junge Mann war nicht gerade angetan, jedoch versuchte Sören wirklich, sich nichts anmerken zu lassen. Elisa brachte ihn mit zur Bartür, verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Wange und versprach glaubhaft, im Laufe des nächsten Tages anzurufen. Und Elisa nahm sich ganz fest vor, dem Versprechen nachzukommen. 
Elisa drängte sich durch die Menge zurück in Richtung Bar, schmunzelte, als sie Kenneth entdeckte. Seine brünette Begleitung sah sich sehr auffällig um und die Blondine ahnte instinktiv, nach wem. 
Kaum Sekunden später trat die Studentin neben ihren Lieblingsquidditchspieler, die Lippen aufeinander gepresst. 
"Du musst mich aber nicht einladen, Darr, wenn Du lieber zu Deiner Freundin zurückmöchtest."

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 09/30/2017 11:42 PM

„Oh, Fuck", schoss es mir äußerst intelligent durch den Kopf, als ich für den Bruchteil einer Sekunde tatsächlich damit rechnete gleich sehr dumm angemacht zu werden. Wütende, weibliche Wesen gehörten definitiv auf die Top-Ten der Dinge, die ich auf dieser Welt am meisten fürchtete. Und um ehrlich zu sein, kam es viel zu oft vor dass ich jemanden verärgerte.
Dementsprechend keuchte ich kaum merklich, als sich Blondie in meine Arme begab und ich erleichtert die Arme um ihre Gestalt schloss. Grund um auf mich wütend zu sein hatte sie allemal. Ich und meine Freunde hatten ihren übrig gebliebenen Vorrat natürlich nicht versenkt, wie sie es vorgeschlagen hatte. Nein, wir hatten allesamt eine Menge Spaß gehabt. Nur Kenneth nicht, der hatte irgendwann beschlossen eine Schwimmflügelsammlung zu starten und war seitdem noch abgedrehter als sonst. Ich würde ja gerne behaupten ich hätte daraus gelernt, doch dafür war die Aktion viel zu lustig gewesen. Und dazu noch kostenlos. Und diese vielen Tage voller Freude hatten wir einzig und allein Elisa zu verdanken, die meines Erachtens wirklich danach aussah, als hätte sie ihr Vorhaben durchgezogen. Zu sagen, dass ich an ihren Entzug geglaubt hatte, wäre eine Lüge. Doch als ich mich letztendlich von ihr löste und sie direkt ansah, war der stumpfe Ausdruck in ihren Augen verschwunden, der sonst immerzu allgegenwärtig gewesen war. Etwas war anders an ihr und ich wusste noch nicht ganz genau, was ich davon halten sollte.
„Natürlich hast du mich vermisst", grinste ich spitzbübisch und fuhr mir durch die Locken. Sie wären länger geworden, seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten. Was – zugegeben – auch schon eine Weile her war. Die eher beiläufige Geste verwandelte sich schnell in ein Ausdruck von Unbehagen, als ich mit der Hand in meinem Nacken verweilte und künstlich lachte. „Naja", war das einzige was ich zu ihren Worten zu sagen hatte, gefolgt von einem beiläufigen Schulterzucken. „Tut mir Leid?" Es war wohl bekannt, dass ich nicht gerade die fürsorglichste Person war. Und um ehrlich zu sein interessierte es mich die Leiden der meisten Menschen nicht, immerhin hatten sie diese meist sich selbst zu verdanken. Ich war keine Schulter zum Ausheulen, keine Konstante unter einem Ozean aus Variablen und – bei Merlin – bestimmt keine gute Anlaufstelle für Ratschläge. Ich hatte gerne Spaß und wie allseits bekannt war, war Blondie dazu gut gewesen.
„Wie wärs erstmal mit einem Drink als Wiedergutmachung?" Ein wirklich erbärmlicher Versuch, für den ich bei jeder anderen jungen Frau sicherlich den Versuch von Körperverletzung als Reaktion nahezu provoziert hätte. Vor allem in Anbetracht des vielen Geldes, das ich und meine Kumpels in Form ihrer Drogen regelrecht zum Fenster hinausgeworfen hatten. Wäre ich Elisa, dann wäre ich sauer. Und wenn selbst ich diese Gefühlsregung auf mich selbst nachvollziehen konnte, dann sollte dies etwas heißen.
Erst jetzt fiel mein Blick auf den Typen hinter ihr, der neugierig und ja, sogar seltsam freundlich zu uns hinüber blickte und offensichtlich erwartete, dass Elisa mich vorstellte. Er war alles andere als der Typ Mensch, mit dem sie sonst so ihre Nächte verbracht hatte und ich bezweifelte, dass sie ein Familienmitglied hier her schleppen würde. So blickte ich also von ihm zu ihr und zog abwartend eine Augenbraue nach oben.

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 09/30/2017 09:01 AM

Es war der erste Ausgang für Elisa dieser Art. Klar. Vorgestern hatte sie ganze zwölf Stunden gehabt - und das nicht das erste Mal -, aber das hier war etwas anderes. Sie war morgens um Zehn aus Bournes Wohnung entlassen worden und sie hatte sich erst 24 Stunden bei ihm auf der Wache einzufinden. Ihr zweites Zuhause, momentan. 
Eine lange Liste hatte Elisa in der Handtasche, die auf ihrem hübschen Sommerkleid lag. Es war nicht allzu viel länger, betonte wie immer ihre Vorzüge, doch vielleicht würde man es als weniger billig bezeichnen wie ihre alten Kleider. 
Und so saß sie da, Punkt Nummer 238 abarbeitend, der Besuch ihrer Lieblingsbar. 
Das Fanta vor ihr war alleinig in dem Glas, schmeckte es süß und ein wenig klebrig.  Aber es war gut, denn man sah ihm die Alkohollosigkeit nicht an. Und wer würde schon eine nüchterne Elisa erwarten? 
Jetzt, wo sie aus dem Geschäft draußen war, hatte sie sich auf die mehrfache Bitte eines Kunden eingelassen, mit ihm auf ein Date zu gehen. Und vielleicht war es genau das, was sie jetzt brauchte. 
Elisa war sich sicher, dass ihre Mutter den jungen Mann lieben würde, denn er war nett und zuvorkommend und wirklich toll anzusehen. Und trotzdem tat ihr Herz nichts. Was ganz anders aussah, als sie Darren erblickte. Ein klein wenig Zorn überrollte sie, schreckte es die Blondine jedoch nicht ab, ihre Finger nach seiner Hand auszustrecken.  "Du!", gab die Studentin von sich, sauer und anklagend, ehe sie dem Grinsen verfiel. 
Ganz schnell war der junge Mann ihr gegenüber vergessen, wand sie sich kommentarlos vom Tisch ab, um auf Darren zuzukommen und sich ganz leicht gegen ihn fallen zu lassen. 
Die Highheels waren Nike's gewichen und so reichte die Blonde dem Quidditchspieler kaum bis zur Kinnpartie. 
"Ich habe Dich vermisst, Darren", gab sie leise von sich als die starken Arme sich um ihren zierlichen Körper legten und Elisa lächelte an seinen Hals. "Nachdem Du meine Drogen hattest, war ich ja scheinbar uninteressant." 
Ja. Ein wenig war sie noch immer wütend. Immerhin hatte er sich in fünf! Monaten keine drei Mal gemeldet und auf keinen der 1640 Anrufe reagiert. Aber jetzt war er hier und ....
"Du hast einiges gutzumachen, Locke." 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 09/30/2017 05:04 AM

Wer: Elisa & Darren | Wo: Irgendeine Bar, außerhalb von London. | Wann: In fünf Monaten.

"Ich schau' immer diese Aufräumsendungen", erklärte ich der hübschen Brünette neben mir, deren IQ sich anscheinend an der Zimmertemperatur abmessen ließ. Nicht das es mich besonders störte - immerhin war sie ganz nett anzusehen. Nur war ich hierzu einfach noch nicht betrunken genug. 
In der heruntergekommenen Bar war es der ordentlich aufgedrehten Rockmusik und dem Hintergrundgeräusch der anderen Nachtschwärmer mittlerweile so laut, dass ich mich etwas zu meiner Gesprächspartnerin über den klebrigen Tisch beugte. "Und zwar schau' ich die immer Rückwärts. Dann sind das meistens einfach nur zwei adipöse Frauen, die durch eine Wohnung watscheln und sie verwüsten." Mein Mund verformte sich zu einem gewinnenden Lächeln. Ganz, als hätte ich etwas unglaublich tolles gesagt. Und als das Mädchen aus der Feuernation - sie hatte so einen komischen halb-Dutt auf ihrem Kopf, wie die Feuer-Menschen bei Avatar - mich mit großen Augen erstaunt anblickte, hätte ich mich am liebsten in der kleinen Bierlache vor mir ertränkt. 
Es war Samstag Abend, ich hatte frei und irgendeiner meiner Teamkollegen hatte es geschafft eine Bar ausfindig zu machen, die nicht von der kleinen Tier-Invasion zerstört, verwüstet oder ausgeraubt wurde. Ich sah am Blick meiner Freunde, dass ihnen die letzte Shot Runde eindeutig gut getan hatte. Und so verabschiedete ich mich von Feuernation-Dutt mit dem simplen und meiner Meinung nach sehr gerechtfertigtem Vorwand, mich betrinken zu müssen. 
Ich war gerade dabei mich durch die engstehenden, schwitzenden Menschen zu drängen als ich mich an einer mir vertrauten Gestalt vorbeischob und zugleich stehen blieb, als ich ihr wohlbekanntes Lachen vernahm. Irritiert drehte ich mich um, nur um in Blondies vertraute Züge zu blicken. Ihre Miemik fror für einen Wimpernschlag ein, als sie meinen Blick erwiederte und ich nicht anders konnte, als verdattert dreinzusehen. Sie sah anders aus - verändert. Diese Art von verändert, die man nicht genau bestimmen konnte. Da war kein anderer Haarschnitt, kein sonderbares Piercing oder sonstige Auffälligkeiten. Sie sah einfach.. gesünder aus. 
Als ich mich wieder gefangen hatte, breitete ich die Arme aus und neigte den Kopf mit einem kroketten Grinsen zur Seite. "Und ich dachte schon du bist gestorben, Blondie."

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/19/2017 02:25 AM

[Als ob ich was besseres zutun hätte. :'D]

Ich hatte dieses unangenehme - und leider äußerst vertraute Gefühl - etwas sehr, sehr falsch gemacht zu haben. Meine Mutter sagte immer es fehlte mir an Empathie. Isaac meinte das auch, doch ich hatte früh herausgefunden dass es die Menschen um mich herum irgendwann nicht mehr überraschte. Und dies wiederum hielt sie davon ab mir genau solche Dinge anzuvertrauen, wie Elisa es gerade getan hatte. Und das war für mich völlig in Ordnung.
Sie verabschiedete sich recht knapp und ließ mich mit einem unangenehmen Gefühl in der Magengegend zurück, dass ich nicht recht deuten konnte. Dessen Anwesenheit in meinem Gefühlshaushalt war trotzdem mehr als lästig.
Es war das erneute aufheulen einer Polizeisirene, dass mich letztendlich wieder aus meinen Gedanken holte und davon abbrachte, weiter auf die Stelle zu starren, an der Elisa gerade verschwunden war. Es würde ihr doch gut gehen, oder? Immerhin war sie Blondie - unannahbar, selbstsicher und mehr als von sich selbst überzeugt. Die bilderbuchverkörperung eines Miststücks mit Charakter, Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen. Die vielen Drogen nicht zu vergessen. Es gab viele ihrer Sorte und jeder ahnte, dass etwas mehr hinter dem selbstzerstörerischen Verhalten steckte, doch spielte es keine Rolle. Bei der nächsten Party würden sie wieder am Start sein. Sie würden Witze reißen, arrogant Lächeln und die bösen Blicke jener Mädchen ernten, die ihnen nicht das Wasser reichen konnte. Jegliche männliche Wesen würden ihnen nacheifern und man hatte garantiert eine gute Zeit mit ihnen, solange es nicht persönlich wurde und die Wahrheit hinter dem Image durchsickerte.
Als ich selbst Nachhause disapperrierte redete ich mir selbst ein, dass sie okay sein würde.

Wie erwartet war meine Mutter fast gestorben vor Sorge. Ich war auch so wirklich beschissen darin auf Nachrichten zu antworten und ich war mir sicher, irgendwann würde sie mich deswegen eigenhändig umbringen.
Mein Vater brütete vor dem Fernseher und drückte mir mit einem erleichterten Blick die Schulter, als ich ins Wohnzimmer trat und mich nach einer kargen Begrüßung neben ihn setzte. Meine Rippen schmerzten noch immer von der Umarmung meiner Mutter doch auch wenn ich die Gelassenheit selbst mimte hatten mich die Bilder der letzten Stunde mitgenommen und es tat gut, Zuhause zu sein.
Mom bat mich fünf Mal auf Isaacs Handy anzurufen, als würde es irgendeinen Unterschied machen ob ich oder sie es tat. Mein Vater murmelte halblaute Äußerungen des Entsetzens über die über den Bildschirm huschenden Szenarien. Ich sagte nichts. Ich saß einfach nur da, mit dem Handy zwischen beiden Händen und lauschte stumm und mit brennenden Augen den Berichten. Alles was dort Draußen passierte schien nun ganz weit weg. So, als könnte es mich hier nicht erreichen. Insgeheim wusste ich, dass dies bestimmt nicht der Fall war. Bei Merlin, was für ein abartig abgefuckter Tag.

~ Thread frei. c:

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Isaac

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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Isaac on 08/19/2017 02:23 AM

[Fml. :'D]

    

Reply Edited on 08/19/2017 02:25 AM.

Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/18/2017 06:38 PM

Elisa war dankbar, dass Darren sie festhielt. Seine Worte waren nachvollziehbar und die Blondine konnte ihn verstehen, auch wenn sie es nicht wollte. Ihre Lippen drückten sich an seinen Hals, die zitternden Finger in sein Shirt gekrallt. "Schreibst Du mir, wenn Du Zuhause bist?", fragte sie leise, als wäre er es, um den man sich Sorgen machen müsste. Elisa löste sich ein bisschen, nicht weit genug um ihre Wärme zu verlieren, doch konnte sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischen. 
"Danke, dass Du geholfen hast." Sie lehnte sich wieder an ihn, lächelte ein klein wenig an seinem Schlüsselbein, unsicher, ob er es spüren konnte. Es war nett heute gewesen, ehe das Ganze passiert war. Elisa löste sich nun ganz, beugte sich herab um seine Wange zu küssen. Würde er den Unterschied überhaupt merken? Würde er merken, dass sie nicht ihn küsste - sondern nur seine Haut? 
Nochmals versuchte es Elisa mit einem Lächeln, auch wenn man ihr die Erschöpfung, die Müdigkeit eindeutig ansah. 
"Pass auf Dich auf", hauchte sie ihrem Lieblingsspieler entgegen, bevor sie apparierte, die Schuhe in der Hand. 
Wie schon zu oft davor blieb Elisa liegen, als sie auf dem Asphalt auftraf, still weinte und darauf hoffte, dass man sie finden würde, ehe es zu spät, zu kalt war. Darren hatte Recht, sie musste nach ihrer Familie sehen. Elisa krümmte sich mehr zusammen, als der Windstoß über sie hinwegrauschte und die Blondine zitterte vor Schluchzen. 
Elisa wusste nicht, wie sie auf das Sofa kam, inmitten ihrer Familie, bedeckt von Kissen und Decken. "Hey mein Schatz, Du bist so kalt", flüsterte ihre Mutter und drückte ihrer Tochter eine Tasse Tee in die Hand. "Du warst wirklich lange weg..."

[Thread frei; außer Darren mag nochmal.]

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/18/2017 06:13 PM

Sie kam tatsächlich meinen Worten nach, was einer wiederspenstigen Person wie Elisa sonst nicht ähnlich war. Trotz meinem genervten Tonfall wankte sie einen Schritt auf mich zu und ich hob instinktiv die Arme, um sie bei einem möglichen Sturz aufzufangen. Meine Stirn lag in Falten, während mein Blick mit einer wachsenden Ungewissheit auf ihren blassen, hübschen Zügen ruhte. Hatte sie das ganze Spektakel so aus der Fassung gebracht? Schließlich war es ihre Idee gewesen, hier zu bleiben. 
Mit jeder Sekunde wuchs in mir der Drang, diese beschissene Straße zu verlassen. Stets hatte ich das besorgte Meckern meiner Mutter im Hinterkopf und das Zittern ihrer Hände, dass mich stets ungewöhnlich nervös und fahrig machte. Ich hatte keine Ahnung wo sich Isaac befand und ich selbst konnte mir im Moment nichts schöneres vorstellen als mich in der Sicherheit meines Zuhauses zu wissen, bevor noch mehr Viecher beschlossen hier aufzukreuzen. Das entfernte Klingen der Sirenen war zudem keine Hilfe für meine Kopfschmerzen und die stets Uhruhe in meinen Knochen. 
"Okay..", war das einzige, was ich auf ihre plötzlichen Worte zu erwidern hatte. Sie hatte nie auch nur einen Bruder erwähnt, mich immer nur mit meine getriezt. Es war der Moment in dem ich auch bemerkte, dass ich einen wunden Punkt getroffen hatte. Woops. 
Ich presste die Lippen zusammen, nicht sicher was ich sagen sollte. Wie immer setzte Blondie auf Körpernähe und ich bemühte mich nicht wie sonst auch, bemüht Beifällig Abstand zwischen uns zu bekommen. Stattdessen legte ich nach einigem Zögern die Arme um ihre zitternde Gestalt und hob eine Hand an ihren Hinterkopf, damit sie sich an mir anlehnen konnte. Ihre Bitte klang noch immer in meinen Gedanken nach, doch in meinem Kopf hatte ich sie schnell beantwortet. Nein. 
Ich war kein Mensch der Dinge faselte wie 'ich bin für dich da' oder 'du kannst immer mit mir reden', da es in den meisten Fällen nicht stimmte. Deprimierte und traurige Menschen waren langweilig. Ja, fast öde. Blodie so zu sehen berührte etwas in mir und ja, sie tat mir tatsächlich Leid. Doch war ich nicht die Stützte, die sie sich wünschte. Das würde ich nie sein. 
Mit Bedauern im Blick drückte ich sie an mich und sah in den sternenbedeckten Himmel hinauf, seufzte und sagte leise: "Ich sollte Nachhause gehen. Du auch. Geh zu deinem Bruder. Versichere dich, dass es deiner Familie gut geht." 
In der Ferne heulte der schrille Klang eines Feuerwehrautos auf, gefolgt von einem Krankenwagen. Während die Welt unterzugehen schien standen wir im Schatten einer dunklen Hauswand und ich wagte es fast nicht, Elisa loszulassen. 

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Elisa
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Elisa on 08/18/2017 01:31 PM

Elisa versuchte wegzuhören. Sie versuchte es wirklich und ein wenig konnte sie die Worte ausblenden. Doch die Bedeutung dahinter war klar. Sie war ein Schädling. Unerwünscht und beschissen. Nur war sich die zitternde Blondine nicht mehr sicher, ob Darren von der Doxy oder von ihr selbst sprach. 
Sie konnte Darrens Wärme spüren, bevor er sie ansprach. Elisa richtete sich auf, kämpfte damit, den Blick zu heben. "Ich kühle aus, Darren", hauchte sie ihm entgegen, als würde es ihre Reaktion erklären. Die zarten Finger suchten nach seinen, versuchte sie ihn an sich zu ziehen. Er hatte es nicht gewusst. Er konnte nichts dafür. Es war eben Darren. 
"Nicht nur Du hast einen unlustigen Bruder", gab sie von sich und versuchte sich mithilfe der Wand, Darrens Hand und dem letzten bisschen Adrenalin von dem Boden hochzudrücken. Es war schwerlich, vor allem da die Blondine schwankte, kaum dass sie stand. "Jacobs letztes Lachen ist meine Patronuserinnerung", Elisa senkte den Kopf, während ihr kleiner Körper sich durch Schluchzer hob. Geräuschlos rollten Krokodilstränen über die gebräunten Wangen, wollte sie nicht, dass Darren es sehen konnte. "Ich war 15, als ich es hörte." Vielleicht würde es ihm helfen zu verstehen. Vielleicht würde Darren begreifen, wie wichtig Elisa diese blöde Doxy war. Vielleicht würde er merken, auf was er herumtrampelte. 
Wie schon zuvor zog sie Darren an sich, dieses Mal jedoch kraftlos und schwach. Die Blondine ängstigte sich davor, umzufallen, den Boden wieder so nah zu spüren und so hoffte sie, der Gryffindor würde ihren Körper gegen die Wand drücken, sie festhalten. 
"Kannst Du.. kannst Du mich bitte nicht alleine lassen?", hauchte sie Darren zu, während ihre inzwischen eiskalten Finger an seine Wangen fanden. "Ich traue mir selbst nicht, wenn die Kälte zurückkommt und die Welt in Graustufen einfärbt." Der blonde Kopf fiel gegen Darrens Schulter, war Elisa kraftlos, erschöpft und kalt. Würde Darren sie nach Hause schicken, würde sie wie so häufig auf dem Gehweg landen, die Arme unter dem Kopf gebettet und die Knie wie ein Fötus an den Körper gezogen. Es war kalt, sie war kalt. 

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Darren
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Re: Zukunfts-Thread XVI

from Darren on 08/18/2017 01:05 PM

Natürlich hörte ich nicht auf. "Klar ist es ein Schädling", erwiderte ich leichthin, ohne das Zittern ihrer Stimme überhaupt zu bemerken. "Es gibt viel zu viele von ihnen, sie sind ungewünscht, aggressiv und gehen der magischen Bevölkerung auf die Nerven. Oder hat sich schonmal jemand gefreut, wenn sich diese beschissenen Viecher irgendwo eingenistet haben?" Ich schüttelte den Kopf, den Blick in meiner gebückten Haltung auf den Boden gerichtet. Die Arme noch immer in die Knie gestemmt sah ich noch immer außer Atem und erschöpft zur Seite. Über etwas anderes zu reden tat gut, doch wir beide sollten langsam aus der Innenstadt verschwinden. Ich sollte zu meinen Eltern und Elisa sollte dahin gehen, wo auch immer sie wollte. Dass dieser Ort anscheinend die Wohnung meines Bruders darstellte, schob ich direkt darauf, dass ich sie mit meiner kleinen Stichelei beleidigt hatte. Was ungewohnt war, doch Blondie war durch die vergangene halbe Stunde wohl reizbar geworden.
"Wirklich?", gab ich nun sarkastisch zurück und richtete mich auf. "Du bist wegen sowas beleidigt und denkst jetzt, ich würde es bereuen wenn du zu Isaac abhauen willst?" Aber sie blickte mich lediglich kopfschüttelnd an. Ja, enttäuscht. Vielleicht auch irgendwie verletzt, was ungewöhnlich war, da Blondie sonst doch so gerne die unverwundbare spielte. Doch ihre Bemerkung war mir gegen den Strich gegangen und ich war nicht in der Lage heute noch mehr Bullshit zu vertragen. Dachte sie tatsächlich, Isaac würde sich mit ihr gegen mich verbinden, nur weil ich ein kleines bisschen gemein gewesen war? Vielleicht schenkte er ihrem Aufmerksamkeitsdefizit Beachtung, doch er war immer noch mein Bruder.
"Ist das wirklich dein Ernst?", rief ich ihr nach, als sie tatsächlich nach ihren Schuhen griff und ohne weitere Worte ging. Auch wenn ich wirklich keinen Nerv für so etwas hatte, waren wir gerade durch die Hölle gegangen. Die Sirenen waren noch immer nicht verstummt und ich wollte gar nicht wissen, was gerade um uns passierte. Deswegen trat ich von einem Bein auf das andere und ging ihr nach einem leise ausgestoßenem Fluch nach.
Sie saß auf den Boden gekauert wir ein geschlagener Hund. Mein erster Gedanke war dass es nicht an meiner Bemerkung, sondern an der gesamten Situation lag. Blondie konnte mit Stress also nicht umgehen, interessant.
"Steh auf", gab ich halb genervt, halb mit guter Absicht ab als ich neben sie trat. "Wir sollten beide von hier verschwinden, bevor die Welt noch ganz untergeht."
Ich war nicht gut mit Worten. Und schon gar nicht in diesem Ermutigungs-Ding. Aber mein Kopf schmerzte und ich war müde und alles schien gerade durchzudrehen, es schien für mich also kein Verbrechen, dass ich gerade jetzt keine Lust auf dramatische Gefühlsduselei hatte. Wollte sie zu Isaac gehen und sich ausheulen, dann sollte sie das machen. Sollte sie denken dass er ihr mehr zugeneigt war als mir, dann bitte. Nur würde ich sie bestimmt nicht hier sitzen lassen, während ein Hippogreif mutmaßlich irgendwo am Himmel kreiste.

Reply Edited on 08/18/2017 01:10 PM.
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